AT118397B - Schmiervorrichtung für die Schleifbügel von Stromabnehmern elektrischer Bahnen. - Google Patents
Schmiervorrichtung für die Schleifbügel von Stromabnehmern elektrischer Bahnen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Schmiervorrichtung fiir die Schleifbiigel von Stromabnehmem elektrischer Bahllen. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> die Fig. 7 die Schmierung eines Kohlenschleifbügels, die Fig. 8 einen Schnitt durch einen Metallschleif- bügel mit abwechselnd zur Anlage kommenden zwei Kontaktflächen. Gemäss der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 ist die Kontaktplatte 2, die an dem Fahrdraht 33 gleitet, um eine mit dem Stromabnehmerrahmen vereinigte Achse 31 drehbar gelagert und besitzt z. B. Schmiernuten 7, in denen ein Taster 35 etwa in Form eines gewölbten Plättchens untergebracht ist, das an der Unterseite des Fahrdrahtes 33 gleitet. Der Taster 35 ist mit einem Röhrchen 20 fest verbunden, das durch eine Durchbrechung 14 der Kontaktplatte 2 nach oben in die Schmiernute 7 ragt und an seinem oberen, den Taster durchsetzenden Ende 36 offen ist. Dieses Röhrchen 20 bildet die Druck- röhre einer kleinen Schmiermittelpumpe, deren hohl ausgebildeter, mit dem Röhrchen 20 fest verbundener Kolben 23 in einem Zylinder 21 geführt und gewöhnlich durch eine Feder 22 nach oben gedrückt wird, wobei der Kolbenhub durch eine Schlitzführung 45 begrenzt wird, die mit einem am Zylinder 21 ortsfest angebrachten Stift 46 zusammenwirkt. Für jede Sehmiernute 7 der Kontaktplatte 2 kann je eine Schmiermittelpumpe vorgesehen sein, wobei die Pumpenzylinder 21 an der Stirnseite je eines, z. B. aus einem liegenden Zylinder bestehenden Schmiermittelbehälters 1 angebracht sind, der durch eine federnde Schelle 38 lösbar gehalten wird. Beide Schellen 38 sind an einem mittleren Block 37 befestigt, der an der Drehachse 31 der Kontaktplatte 2 lose drehbar angeordnet und zum Tragen der beiden Schmiermittelpumpen samt Schmiermittelbehältern bestimmt ist. Die beschriebene Einrichtung ist unterhalb der Kontaktplatte 2 um die Drehachse 31 schwingbar aufgehängt, so dass sie an den Bewegungen der Kontaktplatte 2 teilnimmt. Der Behälter 1 kann aber auch an einer beliebigen Stelle des Fahrzeuges angebracht werden, wobei eine biegsame Leitung vom Behälter zur Pumpe führen kann. Das in den Behälter 1 eingefüllte Schmiermittel wird durch einen unter der Wirkung einer die Kolbenstange 41 umgebenden Feder 40 stehenden Kolben 39 mit Ledermanschette begrenzt (Fig. 1). Durch den Handgriff 47 am Ende der Kolbenstange 41 kann der Kolben 39 entgegen der Wirkung der Feder 40 zurückgezogen und der Behälter 1 durch eine nicht dargestellte Öffnung mit Schmiermittel gefüllt werden. Nach erfolgter Beschickung des Behälters 1 drückt der Kolben 39 unter der Wirkung der Feder 40 jeweils einen Teil des Schmiermittels, u. zw. in der dargestellten Lage des Pumpenkolbens 23 durch die Öffnung 42 des Behälters 1, ferner durch die Öffnung 43 im Zylinder 21 und die Öffnung 44 im Kolben 23 hindurch in den Zylinder 21, d. h. in den Hohlraum des Kolbens 23, während die Aufwärts- förderung des Schmiermittels gegen die Schmiernute 7 der Kontaktplatte 2 dem Pumpenkolben 23 obliegt, der unter der Wirkung der Bewegungs-oder Formschwankungen des Fahrdrahtes 33, unter Vermittlung des Tasters 35 und des Röhrchens 20 zeitweise, entgegen der Wirkung der Feder 22, nach unten gedrückt wird und dabei eine gewisse Menge Schmiermittel gegen die Sehmiernute 7 hin verdrängt, worauf das Schmiermittel an der oberen Fläche der bewegten Kontaktplatte 2 verteilt wird. Um bei etwaiger übermässiger Sehmiermittelforderung zu verhindern, dass Schmiermittel von der oberen Kontaktfläche nach unten, auf die Wagendecke oder den Boden abfliesst, werden unter den unteren Längsrändern der Kontaktplatte 2 Auffangmulden 4S (Fig. 2) vorgesehen, die leicht gereinigt werden können ; diese Mulden werden an irgendeinem Teil des Stromabnehmers befestigt, zweckmässig aber, wie dargestellt, mit der Kontaktplatte selbst vereinigt. Der Behälter kann entweder mit konsistentem Fett oder mit Öl gefüllt werden. Für den letzteren Fall wird die Öffnung 42 zweckmässig mit einem Ventil versehen, das sich nur bei einer Bewegung des Kolbens 23 öffnet. Bsi Ölschmierung können ferner die Nuten 7 der Kontaktplatte 2 zweckmässig mit Filz oder einem ändern saugfähigen Stoff teilweise ausgefüllt werden. Gemäss der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 übarnimmt die Kontaktplatte 2 selbst die Rolle des beschriebenen Tasters. Die Kontaktplatte steht unter der Wirkung der gespreizten Arme einer die Drehachse 31 umgebenden Schraubenfeder 5 und ist an ihren Enden mit schlaufen-oder gabelförmigen Ansätzen 30 versehen, die das übliche Gegengewicht 32 tragen und ein exzentrisches Spiel der Kontaktplatte 2 in lotrechter Richtung gestatten (Fig. 4a). Um zu verhüten, dass bei grösseren seitlichen Verschiebungen zwischen Fahrdraht 33 und Kontaktplatte 2 oder bei Kreuzungen oder Weichen die eine oder andere Fahrleitung in dem abgesetzten Teil a zwischen Öse 30 und Drehachse 31 hängen bleibt, ist die Kontaktplatte 2 an beiden Längsrändern mit Schienen 34 versehen, die unterhalb der Stelle a die Drehachse 31 umfassend schlaufenförmig zusammenlaufen und an ihrem oberen Rand eine Bahn zur glatten Überführung der Fahrleitung bilden. Die untere Seite der Kontaktplatte 2 liegt mit den Begrenzungswänden der Schmiernute 7 (Fig. 3) unmittelbar auf der oberen Stirnseite oder dem Schulterteil 21a des Pumpenkolbens 23 auf und drückt diesen, gleichfalls unter der Wirkung der Schwankungen des Fahrdrahtes 33, zeitweise nach unten, wobei die Lieferung einer gewissen Schmiermittelmenge durch die Röhre 20 gegen die obere Fläche der Kontaktplatte 2 erfolgt. Im übrigen stimmt diese Ausführungsform hinsichtlich Ausbildung und Wirkungsweise mit der vorher beschriebenen überein. Die Ausführungsform gemäss Fig. 5 stellt die Ölschmierung eines ungeteilten Metallsehleifbügels 2 dar, dessen Träger als Ölbehälter 1 ausgebildet ist und dem das flüssige Schmiermittel durch eine im Ölbehälter 1 angeordnete Pumpe 22, 23, u. zw. ihrer hohlen Kolbenstange 20 zugeführt wird. Der unter dem Einfluss der Feder 22 stehende Kolben 23 ist in dem auf einer Einschnürung 27 des Bodens des <Desc/Clms Page number 3> Behälters 1 festsitzenden Zylinder 21 geführt, der durch ein als Saugventil dienendes Kugelventil 25 und eine Öffnung 26 mit dem Ölraum des Behälters 1 kommuniziert. Die untere Mündung der hohlen Kolbenstange 20 ist durch ein als Druckventil dienendes Kugelventil 24 abgeschlossen. An die mit ihrem oberen Ende in der Durchbrechung 14 des Schleifbügels 2 geführten Kolbenstange 20 ist das eine Ende 19 des um das Gelenk 18 drehbaren Winkelhebels j ! 7 angelenkt, dessen anderes Ende 16 an den Lappen 15 der Kontaktfläche angeschlossen ist. Zufolge des vom Fahrdraht auf die Kontaktfläche ausgeübten Druckes wird der Bügel 2 abwärts bewegt, was durch Vermittlung der Winkelhebel 17 eine Aufwärtsbewegung der Kolbenstange 20 samt Kolben 23 zur Folge hat (Saugperiode), wobei Öl in den unteren Zylinderraum gelangt. Sobald der auf die Kontaktfläche einwirkende Druck aufhört, wird der Kolben unter Einwirkung der Feder 22 abwärts bewegt, so dass nach Öffnung des Druckventils 24 das Öl gegen die Oberfläche des Kontaktbügels 2 befördert wird. Gemäss der Ausführungsform nach Fig. 6 wird durch den Träger 1, der an dem nicht dargestellten üblichen Stromabnehmerrahmen angeordnet ist, eine Metallkontaktfläche getragen, die in U-förmige Schienen 2 unter Belassung von Zwischenräumen 7 unterteilt ist. Das Profil des Trägers 1 schmiegt sich im Wesen der Gestaltung der Kontaktflächen'2 an und weist zwischen den in gewissem Abstande von den Schienen angeordneten Ausbuchtungen Hohlräume auf, wobei zwischen den Schienen 2 und dem Träger 1 zur Aufnahme des Schmiermittels dienende Räume 3 entstehen. Die Schienen 2 sind an dem Träger ? federnd befestigt. Zu diesem Zwecke sind die Schienen 2 mit Zapfen 4 versehen, die Durchbrechungen des Trägers 1 durchgreifen, unter dem Einfluss von an diesem befestigten Blattfedern 5 stehen und die Arbeitslage der Schienen 2 begrenzende Anschläge 6 aufweisen. Wenn die Schienen unter dem Einflusse des durch den vom Fahrdraht auf sie ausgeübten Druckes, entgegen der Wirkung der Federn 5 zeitweise nach abwärts bewegt werden, verdrängen sie das Schmiermittel aus dem Raum 3, so dass es gegen die Oberfläche der Schienen befördert und dort in der üblichen Weise verteilt wird. Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 7 bezeichnet 2 den in seiner Breite ungeteilten Kontaktbügel, z. B. Kohlenbügel, der mit schrägen Querkanälen. 12 und einer Längssehmiernut 13 versehen ist. Die Metallfassung 10 weist Durchbrechungen 11 auf. Der U-förmige Träger 1 ist in seiner Mitte mit einer Durchbrechung für den Führungszapfen 4 versehen, der unter dem Einflusse der Blattfeder 5 steht und mit einem Anschlag 6 versehen ist. Der Zwischenraum 3 zwischen Schleifbügel und Träger 1 dient auch hier zur Aufnahme des konsistenten Schmiermittels, das bei der Abwärtsbewegung des Schleifbügels 2 aus dem Raum 3 verdrängt wird, und durch die Durchbrechungen 11 und die Kanäle 12 in die Sehmiernut 13 gelangt. Dabei erhalten auch die seitlichen Zwischenräume 9 zwischen Träger 1 und Kontaktstüek 2 ausreichende Schmierung. Die Ausführungsform nach Fig. 8 stellt einen Sehleifbügel mit doppelter Kontaktfläche dar. Der Träger 1 ist in bekannter Weise als Rohr ausgebildet, das an zwei gegenüberliegenden Seiten mit Kontaktflächen versehen ist, die durch Umkippen des Stromabnehmerbügels abwechselnd in die Arbeits- gelangen. Die Kontaktfläche ist auch hier unterteilt, u. zw. in die mittlere nach unten abgebogene Mittelschiene 2 und die beiden an diese unter Belassung eines Zwischenraumes 7 anschliessenden Seiten- schienen 2a. Die Mittelschienen 2 sind auch hier mit Zapfen 4 versehen, die je einen Anschlag 6 tragen. Das Profil des Trägers 1 ist derart ausgebildet, dass zwischen den Mittelschienen 2 und den mittleren Trägerteilen Hohlräume 3 für das Schmiermittel entstehen. Die Mittelsehiene 2 wird durch die Spiralfeder 5 in der Arbeitslage gehalten und durch den Fahrdraht, zeitweise, entgegen der Wirkung der Spiralfeder 5 abwärts bewegt, wobei sie in der oben geschilderten Weise als Verdränger dient und das Schmiermittel durch die Schlitze 7 gegen die Oberfläche des Schleifbügels fördert. EMI3.1 PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Schmiervorrichtung für die Schleifbügel von Stromabnehmern elektriseher Bahnen, gekennzeichnet durch ein wenigstens zeitweise unter dem Fahrdraht laufendes, mit einer Schmiermittelpumpe zusammenwirkendes Organ, dessen durch die seitlichen oder vertikalen Richtungsänderungen des Fahrdrahtes verursachten Bewegungen die Schmiermittelförderung auslösen.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktkörper des Stromabnehmers selbst als schmierungsauslösendes Organ dient.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen den Fahrdraht (33) berührenden, mit dem Kolben (23) der Schmiermittelpumpe verbundenen Taster (35).4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Taster 3 in der Schmier- nute (7) der Kontaktplatte (2) nachgiebig angeordnet und mit der durch eine Durchbrechung (14) der Kontaktplatte (2) nach oben ragenden, am Pumpenkolben (23) fest angebrachten Druckröhre (20) starr verbunden ist.5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 4. gekennzeichnet durch einen mit der Kontaktplatte kraftschlüssig verbundenen Pumpenkolben (23), <Desc/Clms Page number 4> 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen mit der Schmiermittelpumpe kommunizierenden, mit dieser zusammen um die Drehachse (3l) der Kontaktplatte (2) sehwinbar gelagerten Schmiermittelbehälter (1).7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (1) der Kontaktplatte (2) als Sohmiermittelbehälter ausgebildet ist (Fig. 5 bis 8).8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2, 6 und 7, gekennzeichnet durch einen unter dem Schleifbügel angeordneten geschlossenen Behälter und eine in diesem angeordnete und mit ihm kommunizierende Pumpe mit federbelastetem Kolben, dessen hohle Stange mit ihrem oberen Ende den Schleifbügel durchsetzt und mit diesem zwangläufig verbunden ist (Fig. 5).9. Vorrichtung nach den Ausprüchen 1, 2 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die federnd gelagerten, geteilten oder ungeteilten Kontaktplatten selbst als Schmiermittelverdränger dienen.10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerprofil im Wesen der Gestaltung der federbelasteten Kontaktflächen angepasst ist und die beiden Profile in gewissem Abstande voneinander liegen, der zur Aufnahme des Schmiermittels dient.11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche unter Belassung von Zwischenräumen (Fugen) in mehrere parallele federbelastete Abschnitte unterteilt ist, deren jeder mit Führungs- und Begrenzungsorganen versehen ist.12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn als Blattfedern ausgebildet sind, die sich gegen die Enden der Führungsorgane stützen.13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 12, gekennzeichnet durch unter den Rändern der Kontaktplatte (2) vorgesehene Mulden (48). zum Auffangen etwa abfliessenden Schmiermittels.14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangmniden ( mit der Kontaktplatte selbst vereinigt sind. EMI4.1
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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AT118397B true AT118397B (de) | 1930-07-10 |
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Family Applications (1)
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AT118397D AT118397B (de) | 1929-05-15 | 1929-07-29 | Schmiervorrichtung für die Schleifbügel von Stromabnehmern elektrischer Bahnen. |
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-
1929
- 1929-07-29 AT AT118397D patent/AT118397B/de active
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