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Vorrichtung zur Änderung des Phasenwinkels, bzw. der Versetzung zwischen mittels
Kettentriebes mit einstellbaren Spannrollen verbundenen Wellen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, durch die man den Phasenwinkel bzw. die Versetzung zwischen Wellen ändern kann, die durch einen Kettentrieb miteinander verbunden sind, der Spannrollen umfasst, durch deren Einstellung man die Teile der Treibkette in verschiedene Kurven legen kann, so dass man z. B. durch eine Handregelung od. dgl. eine oder mehrere der Wellen durch eine gewisse Winkeldrehung im Verhältnis zu einer andern Welle einstellen kann.
Durch Kettentrieb verbundene Wellen finden bei verschiedenen Maschinen Anwendung, insbesondere bei Brennkraftmaschinen, wo die Kurbelwelle der Maschine durch Kettenzug eine oder mehrere Steuer wellen oder andere Wellen treibt. die gleichzeitig mit der Kurbelwelle umlaufen sollen. Als solche Welle können beispielsweise genannt werden : Die Welle der Zünddynamo, die die Brennstoffpumpe steuern d Welle und die Wellen, welche Ventil-oder Sehiebervorrichtungen od. dgl. in Verbindung mit der Steuervorrichtung der Maschine bewegen. Die Erfindung findet besonders bei solchen Wellen Verwendung, die bei der Umsteuerung der Brennkraftmaschine vom Gang in einer Richtung in die entgegengesetzte Umlaufrichtung einzustellen sind. Bei der Umsteuerung einer Brennkraftmaschine muss z.
B. die Versetzung der Steuerwelle im Verhältnis zur Kurbelwelle derart geändert werden, dass die Versetzung auf die entgegengesetzte Seite eingestellt wird.
Es sind Anordnungen bekannt, bei welchen zwei Spannrollen angewendet werden, deren Bewegung im Verhältnis zueinander in gewissem Grade begrenzt ist, zum Zwecke die Kette straff zu halten. Dies geschieht dadurch, dass die beiden Spannrollen an der Innenseite der Kette angebracht sind und unter Einwirkung einer Feder stehen, die sie voneinander zu bewegen sucht.
Erfindungsgemäss werden Spannrollen verwendet, die miteinander durch ein Gestänge od. dgl.
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während der Einstellung in ständigem Eingriff mit der Kette bleiben und sie in allen Lagen straff halten. Die Spannrollen können aus einer Grenzlage in die andere verlegt werden, und diese Grenziagen sind
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erreichen, dass zwei oder mehrere Teile der Treibkette ausgestreckt bzw. nach innen oder aussen gebogen werden, ordnet man die Spannrollen vorteilhaft auf einem stellbaren, durch Handregelung od. dgl. einzustellenden Gestänge an, so dass man durch eine einzige Einstellbewegung sämtliche Spannrollen aus einer Grenzlage in die andere verschieben oder verlegen kann. Die Spannrollen sind hiebei gezwungen, bestimmten, im voraus festgelegten Bahnen zu folgen.
Die Einstellmittel können aus Stangen oder Gliedern bestehen, die mit dem stellbare System verbunden sind, oder aber dieses kann mittels Daumenscheiben, Kurvenscheiben od. dgl. beeinflusst werden. Soll die Vorrichtung bei der Umsteuerung von Brennkraftmaschinen Verwendung finden, so kann man das Umsteuerungsorgan der Maschine bzw. andere während der Umsteuerung bewegte Teile mit den genannten Stangen, Gliedern, Kurvenscheiben, Daumenscheiben od. dgl. verbinden, so dass die Spannrollen selbsttätig in die richtige Lage gebracht werden, wenn die Umsteuerungsteile der Maschine beeinflusst werden.
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der Treibkette in verschiedene Kurven zu legen.
Die Achsen oder Zapfen, um die die Spannrollen 31, 32 sich drehen, befinden sich auf Teilen eines stellbare Gestänges od. dgl. Die Spannrolle 31 wird von einem Hebel 35 getragen, der um die Achse der Welle 29 drehbar angeordnet ist. Weiters wird die Spannrolle 32 von einem Hebel 36 getragen, der um dieselbe Achse wie der Hebel 35 drehbar angeordnet ist. Die Achsen der Spannrollen. S sind durch Verbindungsstangen 37, 38 drehbar mit einem Hebel 39, der dem Hebel 15 in Fig. 1 und 2 gänzlich entspricht, verbunden. Durch Drehung des Hebels 39 um seinen festen Drehpunkt kann das Gestänge und hiemit die Spannrollen 31, 32 aus der voll ausgezogenen Lage in Fig. 4 in die punktierte Lage gebracht werden.
Hiedurch wird erreicht, dass der ursprünglich geradlinig verlaufende Kettenteil 33 in eine Kurve gelegt wird, während gleichzeitig der ursprünglich in einer Kurve liegende Kettenteil 34 geradlinig verläuft. Das Ergebnis der Formänderung der Kette wird das sein, dass zwei der Wellen, z. B. 27, 28. im Verhältnis zur Welle 29 einen geänderten Phasenwinkel erhalten.
Die Erfindung ist nicht auf nur zwei oder drei Wellen beschränkt, sondern kann bei einer beliebigen Anzahl von mittels eines Kettentriebes verbundenen Welle Anwendung finden. Die Erfindung ist auch nicht darauf beschränkt, dass nur zwei Teile der Kette von Spannrollen beeinflussbar sind ; es besteht kein Hindernis, Spannrollen, wie die beschriebenen, in Verbindung mit mehr als zwei Teilen der Kette zu benutzen. Die Spannrollen können in Kurven oder nach geraden Linien geführt sein und die Kettenteile nach innen oder aussen gebogen sein.
Die Führung der Spannrollen muss in jedem einzelnen Falle in der rechten Weise abgepasst sein, wobei das Gesetz für die Bewegung der einzelnen Spannrollen teils durch eine festgelegte Bahn, teils durch die Grösse der Bewegung der Spannrolle von einem Punkt zum andern dieser Bahn im Verhältnis zur Bewegung der andern Spannrolle oder Spannrollen, mit der sie während der Bewegung von einer Grenzlage zur andern zusammenwirkt, bestimmt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Änderung des Phasenwinkels bzw. der Versetzung zwischen mittels eines Kettentriebes mit einstellbaren Spannrollen verbundenen Wellen, welche Spannrollen durch ihre Einstellung bewirken, dass zwei oder mehrere der Teile der Triebkette in verschiedene Kurven gelegt werden können, gekennzeichnet durch Spannrollen, die durch ein Gestänge od. dgl. miteinander verbunden sind, wodurch die Bewegung der Spannrollen derart zwangläufig gesteuert wird, dass sie während der Einstellung in allen Lagen mit der Kette in ständigem Eingriff bleiben und sie straff halten.