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Brennstoifpumpe.
Die Erfindung betrifft eine Brennstoffpumpe mit hin und her gehendem Kolben, dise von einer stetig in Umlauf befindlichen Welle der Brennkraftmaschine angetrieben wird, aber trotzdem die Förderung von Brennstoff aussetzt bzw. vermindert, wenn sich der Verbrauch verringert. Daher wird der Antrieb des Pumpenkolbens nicht zwangläufig von der Antriebswelle her übertragen, sondern eine Unterbrechung der starren Verbindung geschaffen, die durch kraftschlüssige Verbindung überbrückt wird.
Der Hauptsache nach wird ein gleichmässig schwingender Antriebshebel. der einerseits mit dem Pumpenkolben, anderseits mit dem Pumpenantrieb in Verbindung steht, durch Zweiteilung in sich gelenkig gemacht und durch Anschlagflächen zur Kraftübertragung in einer Richtung, vom Antrieb zum Pumpenkolben hin, starr gekuppelt, während die rückläufige Bewegung Federn überlassen wird, die während der vorhergegangenen Bewegung gespannt wurden.
Die Anordnung solcher Federn und Gelenkteile macht es notwendig, den Innenraum des Pumpengehäuses zur leichteren Überwachbarkeit und zum leichteren Austausch allenfalls arbeitsunfähig gewerdener Federn bequem zugänglich zu machen. Auch in dieser Beziehung schafft die Erfindung eine geeignete Anordnung.
Die Zeichnung zeigt die Erfindung in beispielsweiser Ausführung. Fig. 1 ist ein mittlerer Längsschnitt nach der Linie 1-1 der Fig. 2. Fig. 2 eine Seitenansicht in der Richtung des Pfeiles der Fig. 1 gesehen, wobei die für die Erfindung unwesentlichen Teile und das Bodenverschlussstück mit den von ihm getragenen Teilen weggelassen sind. Fig. 3 zeigt einen Grundriss entsprechend der Linie 3-3 der Fig. 1.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel einer der Erfindung nach ausgestalteten Brennstoffpumpe ist mit einem Gehäuse 10 versehen, das mit einem Flansch 73 (Fig. 2) beispielsweise vor einer Öffnung 14 des Kurbelgehäuses 15 einer Brennkraftmaschine angeschraubt ist. Oben hat das Pumpengehäuse eine trichterförmige Vertiefung 40, die von einem gewölbten Deckel 11 verschlossen wird. Der hiedurch gebildete Hohlraum dient als Pumpenkammer 36. Zwischen dem Deckel 11 und dem Gehäuse ist eine Membrane 12 eingeklemmt. Sie dient als Pumpenkolben und wird mittels einer Kolbenstange 18 auf und ab bewegt, die unter Zwischenschaltung geeigneter Unterlagsscheiben mit einer Mutter 19 an ihr befestigt ist.
Der Boden 40 der Pumpenkammer hat zur Durchführung der Kolbenstange 18 eine entsprechend weite Öffnung 20, die ringsum genügend freies Spiel für die Bewegung der Kolbenstange bietet. Deren unteres Ende ruht auf einer napfförmigen Vertiefung eines Federtellers 28, das auf eine Schraubenfeder 27 aufgesetzt ist. Die Feder sitzt selber wieder stramm auf einem runden Stollen 26 am Bodenteile 23 des Gehäuses 10.
Zum Antriebe der Kolbenstange 18 dient nun ein zweiteiliger Hebel 30, 31, dessen beide Teile
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punkt 32 zu gelegen, beiderseits Anschlagflächen 34, die durch eine die Dicke des Hebels 30 versehwäehende beiderseitige Absetzung gebildet werden. Gegen diese Anschlagflächen kommen nun die Gegenflächen 3 5
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den gleichen Zapfen 32 wie der andere Hebelarm 30 angelenkt und sind mit der Kolbenstange-M durch den Drehbolzen 33 verbunden.
Zwischen die beiden Hebelteile 31, 31'kommt ein besonderer Arm des Hebels 30 zu liegen, der mit seinem Kopf 29 in der Vertiefung des Federtellers 28'liegt, der eine über den Stollen 26'gezogene Schraubenfeder 27'überdeckt. Die Feder 27'hält den Hebel 30 immer gegen die Unrundscheibe 17 gedrückt, die ihre Drehbewegung als wippende Bewegung auf den Hebelarm 30 überträgt.
Die Feder 27 sucht ihrerseits die Kolbenstange 18 stets in die oberste Lage zu heben. Dabei nimmt sie den doppelten Hebelteil 31, 31'nach oben mit. In dieser gehobenen Lage berühren die Ansehlagflächen 35 dieser Hebelteile 31, 31'die Anschlagflächen 34 des Hebelarmes 30, der dann seinerseits gerade am niedersten Punkte der Unrundseheibe 17 anliegt, wie die gestrichelt gezeichnete Lage des Hebels 30, Fig. 1, zeigt. Gelangt bei der Drehung der Welle 16 der höchste Punkt der Unrundscheibe 17 an das Hebelende 30, so werden infolge des Aneinanderliegens der Anschlagflächen 34 und 35 die Hebelteile 31, 31' nach abwärts verschwenkt und durch sie die Kolbenstange 18 herabgezogen. Die Membrane 12 vollführt so ihren Saughub.
Gibt die Unrundscheibe dem Hebel 30 wieder Luft, so drückt die Feder 27 die Kolbenstange 18 wieder in die Höhe und die Membrane 12 fördert so die vorher angesaugte Brennstoffmenge in die Druckleitung.
Die Teilung des Antriebshebels in zwei gelenkig miteinander verbundene Teile hat nun folgenden Zweck. Wenn der Druck in der Brennstoffleitung und damit zugleich in der Pumpenkammer 36 oberhalb der Membrane 12, z. B. infolge geringeren Brenl1stoffverbrauches ansteigt, so kann die Feder 27 diesen Gegendruck nicht mehr überwinden und ist dann auch nicht imstande die Membrane und mit ihr die Kolbenstange zu heben. Dann bleiben die Hebelteile 31, 31'nach abwärts verschwenkt und ihre An- schlagflächen 35 bleiben ausser Berührung mit den Anschlagflächen 34 des Hebelarmes 30. Dieser wippt daher, von der Unrundscheibe 17 getrieben, weiter hin und her, ohne den andern Hebelarm erreichen zu können.
Erst beim Nachlassen des Druckes in der Brennstoff-Druckleitung und in der Pumpenkammer 36 wird die Feder 27 die Membrane und damit auch die Hebelteile 32, 32'allmählich wieder anheben können, so dass sie der Hebelarm 30 mit seinen Anschlagflächen 34 zunächst am Ende seines Hubes, und dann zu immer früheren Zeitpunkten erreichen und mitversehwenken kann.
Hiedurch ist eine Regelung der Brennstoffpumpe geschaffen, die sich dem Verbrauch an Brennstoff vollkommen selbsttätig anpasst.
Um beschädigte oder ermüdete arbeitsunfähige Federn austauschen oder überhaupt das Innere des Pumpengehäuses 10 unter ständiger Aufsicht halten zu können, ist dieses nach unten zu nach einer schrägen Fläche 21 geteilt und der untere Teil 23 unter Zwischenschaltung eines Dichtungsringes 24 mit dem eigentlichen Gehäuse 25 verschraubt. An diesem unteren Teile sitzen die beiden Federstollen 26, 26', die samt ihren Federn beim Abschrauben des unteren Gehäuseteiles 23 vom Gehäuse mit abgenommen und so völlig freigelegt werden. Ausserdem liegt auch die Kolbenstange und der Antriebshebel zur Nachschau offen.
Ein schräg gestellter Boden des Pumpengehäuses mit einer nach dem Inneren des Kurbelgehäuses führenden Bohrung 37 sorgt für die Ableitung allfälliger Flüssigkeitsansammlungen aus dem Pumpengehäuse.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Brennstoffpumpe mit hin und her gehendem Förderteile, der mittels eines schwingenden Hebels seinen Saughub, mittels Federdruckes seinen Druekhub vollführt, dadurch gekennzeichnet, dass der schwingende Hebel aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Teilen (30, 31, und 31') mit gegenseitigen Anschlägen (34, 35) besteht, von denen der eine Teil (31, 31') am Förderteil (18, 12) angreift, der andere Teil (30) mit dem Pumpenantrieb (16) kraftschlüssig in Verbindung steht.