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Mehrkolbenpumpe, insbesondere für Kunstseidespinierei.
Es sind ventillose, selbststeuernde Mehrkolbenpumpen bekannt, bei denen eine in der Längsrichtung unverrückbare Antriebswelle mit exzentrischem, parallelachsigem Triebzapfen durch ein schwingendes Verbindungsorgan den Kolben eine drehende und gleichzeitig hin und her gehende Bewegung erteilt.
Die Kolben besitzen Steuerschlitz und bewirken durch die kombinierte Hub-und Drehbewegung das zeitgerechte Öffnen und Schliessen der in die Zylinderbohrungen mündenden Saug-und Druckkanäle.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer Spinnpumpe, welche in jedem Zeitpunkte eine konstante, absolut gleiche Menge Spinnflüssigkeit den Spinndüsen zuführt, bei diesem Hauptvorzug einen äusserst einfachen zwangsläufigen Antrieb hat und überhaupt derart einfach im Aufbau ist, dass ihre wirtschaftliche Herstellungsmöglichkeit gegeben erscheint.
Die Fig. 1 und 2 der Zeichnung geben ein Ausführungsbeispiel.
Im feststehenden Pumpenkörper a ist die von einem nicht gezeichneten Zahnrad angetriebene und in ihrer Längsrichtung unverrückbare Antriebswelle b drehbar gelagert, welche an ihrem oberen Ende zu einem exzentrischen, parallelachsigen Triebzapfen ausgebildet ist. Der Triebzapfen trägt zu Regulierungszwecken eine durch die Mutter c feststellbare, exzentrische Hülse d, auf welcher die mit einem den Pumpenkörper a umgreifenden Rand versehene Scheibe e gelagert ist.
Die Zylinderbohrungen und Kolben (sind sämtliehe in einer zur Antriebswelle b senkrecht stehenden Ebene angeordnet. Ihre Achsen können in dieser Ebene zum Durchstosspunkt der Antriebswelle b radial oder geneigt liegen.
Die Kolben besitzen exzentrische Kurbelzapfen, und diese sind in entsprechend angeordneten, unten offenen, parallelen Schlitzen der Randscheibe e mit Hilfe exzentrischer, feststellbarer Büchsen g drehbar gelagert. Die Exzentrizität der Kolbenzapfen kann gleich gross oder etwas grösser als die Exzentrizität des Triebzapfens sein.
Der Triebzapfen der Antriebswelle b erteilt bei einer Umdrehung durch seine Exzentrizität der Randscheibe e eine schwingende Bewegung der Art, dass jeder ihrer Punkte einen Kreis mit dem Radius der Triebzapfenexzentrizität beschreibt.
Hiedurch erhalten die Kolben eine hin und her gehende Hubbewegung und gleichzeitig infolge Einwirkung der Randseheibenschlitze auf die Kolbenzapfen eine drehende (schwingende) Bewegung, so dass die Kolben zugleich fördern und steuern.
Bekanntlich ist die Fördermenge einer derartigen Pumpe in jedem Zeitpunkte infolge des Antriebes durch einen Kreisexzenter schwankend, und auch die Überlagerung der Förderdiagramme bei mehreren Kolben kann keine unbedingt vollkommene Gleichförmigkeit ergeben. Bei der Bauart gemäss Fig. ; 3 und 4 erhält deshalb der Triebzapfen der Antriebswelle eine durch die Mutter A feststellbare Exzenterhülse i, welche gleichzeitig als Kurvenscheibe ausgebildet ist. Diese Kurvenscheibe hat in ihrem wirksamen Teil die Form einer archimedischen Spirale und arbeitet in einer sechseckigen Ausarbeitung der Randscheibe K derart, dass diese nicht nach einem Kreise, sondern nach einem regelmässigen Sechseck mit gleichförmiger Geschwindigkeit schwingt.
Aus dieser Bewegung ergeben sich nach dem Schema Fig. 5 für jeden einzelnen Kolben ungleichförmige Förderdiagramme. Durch Überlagerung dieser Einzeldiagramme ergibt sich nach Fig. 6 jedoch ein absolut gleichförmiges Gesamtförderdiagramm der Pumpe.
Die Saug-und Druckkanäle der einzelnen Zylinderbohrungen des Pumpenkörpers a der Fig. 1 münden in je einen Sammelkanal. Diese beiden konzentrisch zueinander liegenden Sammelkanäle geben die Verbindung mit der Zu-und Ableitung der Spinnflüssigkeit und haben kreisförmigen Querschnitt.
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dessen eine Hälfte im Pumpenkörper a und dessen andere Hälfte im Abschlussdeckelm liegt, zum Zwecke eines gleichmässigen Fliessens der Spinnflüssigkeit und leichter Reinigung der Pumpe nach Stillstand.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mehrkolbenpumpe, insbesondere für Kunstseidespinnerei, bei welcher eine in der Längsrichtung unverrückbare Antriebswelle mit exzentrischem, parallelachsigem Triebzapfen durch ein schwingendes Verbindungsorgan den Kolben eine drehende und gleichzeitig hin und her gehende Bewegung erteilt, dadurch gekennzeichnet, dass das schwingende Verbindungsorgan zwischen dem Triebzapfen der Antriebswelle und den Kolben als Scheibe mit einem den Pumpenkörper umfassenden Rand ausgebildet ist und dieser Rand unten offene, parallele Schlitze besitzt, in denen die exzentrischen Kolbenzapfen derart gelagert sind, dass sie unter dem Einfluss der Bewegung der Randscheibe sich drehen und gleichzeitig axial im Zylinderkörper verschieben können.