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Verfahren zur Herstelhuig von Bitumenemulsionen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Asphaltemulsionen.
Es sind bereits Verfahren zur Herstellung von Asphaltemulsionen bekannt, wobei man als Emulgatoren verschiedene Stoffe, wie Fettsäuren, Seifen, Harze, Phenole, Sulfitablauge oder anorganische Stoffe in feinverteiltem Zustande, verwendet. Ferner hat man auch die Säureharze, die bei der Raffination schwerer Mineralöle mit Schwefelsäure als Nebenprodukte entstehen, verwendet. Man behandelt die Harze hiebei mit einer solchen Menge eines Lösungsmittels, welche ausreichend ist, um die in den Säureharzen noch enthaltenen Öle herauszulösen.
Gemäss vorliegender Erfindung werden zur Herstellung von Bitumenemulsionen die bei der Oxydation von Kohlenwasserstoffen entstehenden Reaktionsprodukte, die unveränderte Kohlenwasserstoffe, Säureanhydride, Laktone, Alkohole, Ester usw. enthalten, und wässerige Alkalien verwendet, wodurch die nachstehend angegebenen Vorteile erzielt werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Wirkung dieser Oxydationsprodukte nicht auf ihren Gehait
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Oberflächenaktivität zuzuschreiben ist.
Als Beispiel eines bei dem Verfahren benutzten Oxydationsproduktes diene das folgende : Paraffin mit einem Schmelzpunkt von 54 wird mit Hilfe von Sauerstoff zu einem Produkt mit den nachfolgenden Eigenschaften oxydiert : Säurezahl 145, Verseifungszahl 267, unverseifbarer Teil 27'5%, Erstarrungspunkt der oxydierten Masse 42 C.
Ein Zusatz einer sehr geringen Menge dieser Oxydationsprodukte zum Asphalt bewirkt, dass der genannte Stoff sich leicht und vollständig mit vorzugsweise alkalischen Lösungen emulgieren lässt, wobei praktisch jedes gewünschte Mischungsverhältnis zu verwenden ist.
Gegenüber den bekannten Verfahren zeigt das Verfahren nach der Erfindung den grossen Vorteil, dass die Emulgierung leicht und sicher stattfindet. Die erhaltenen Emulsionen besitzen eine grössere Feinheit und Gleichmässigkeit als die bisher bekannten Emulsionen, so dass auch deren Stabilität bedeutend grösser ist. Da von den genannten Oxydationsprodukten eine viel geringere Menge benötigt wird als von den gewöhnlich gebrauchten Emulgatoren, so sind die Kosten des neuen Verfahrens gering. Die Oxydation von Paraffin mittels Luft u. dgl. ist an sich bekannt ; auch ist bekannt, dass hiebei verseifbare Verbindungen entstehen, welche an sich wieder als Emulgator dienlich sein können. Nicht bekannt ist jedoch, dass das Gesamtgemisch, erhalten durch Oxydation von Paraffin, nach der Erfindung als vorzüglicher Emulgator dienen kann.
Es hat sich gezeigt, dass man die besten Erfolge dadurch erzielen kann, dass man die Oxydationsprodukte zunächst mit dem Asphalt vermischt oder in dem geschmolzenen Asphalt auflöst und erst dann mit den alkalischen Stoffen in Berührung bringt. Es erfolgt dann eine sofortige Emulgierung. Vorzugweise lässt man die Mischung von Asphalt und Oxydationsprodukten unter Rühren in verdünnte, heisse Lauge einfliessen.
Man kann auch bei Temperaturen von über 100 C arbeiten, wobei das Verfahren dann unter erhöhtem Druck ausgeführt wird.
Um die Emulsionen gegen Elektrolyte beständig zu machen, kann man vor, während oder nach dem Emulgieren Schutzkolloide zusetzen.
Beispiel : 1 Tonne Bitumen wird geschmolzen, und in der geschmolzenen Masse werden 3 leg des obenerwähnten Oxydationsproduktes von Paraffin aufgelöst. Ferner stellt man eine Lösung von 5 kg Ätznatron in 1 Tonne Wasser her. Beide Lösungen werden auf ungefähr 90-1000 C gebracht und hierauf das Bitumen unter Rühren der Lauge zugesetzt, worauf die Emulgierung stattfindet.
Als Asphalt kommen sowohl die natürlichen Asphalt-und Bitumenarten als die künstlich hergestellten Produkte in Betracht (z. B. Konzentrate von rohen Erdölen) sowie Pech-u. dgl.
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