AT117215B - Akustischer Reklameapparat. - Google Patents

Akustischer Reklameapparat.

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Description


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  Akustischer   Reklameapparat.   



   Die Erfindung betrifft einen akustischen   Reklameapparat   zur Wiederholung von gesprochenen Ankündigungen, Anpreisungen, Erläuterungen, Bekanntmachungen od. dgl., insbesondere für   Sehau-   fensterreklame. 



   Der Apparat ist erfindungsgemäss so eingerichtet, dass der zu wiederholende Sprachtext jederzeit ohne weiteres geändert werden kann. Zu diesem Zweck ist eine den Spraehtext selbsttätig wiederholende Wiedergabevorrichtung mit einer den Sprachtext selbsttätig registrierenden Aufnahmevorrichtung kombiniert, welche jederzeit eine beliebige Änderung des zu wiederholenden Sprachtextes ohne Auswechslung des   Gesprächsträgers   ermöglicht.

   In Verbindung mit einer   Schaufenstersprechvorrichtung   
 EMI1.1 
 durch ein entsprechendes Schaltmittel die Aufnahmevorrichtung wahlweise entweder mit der Registriervorrichtung oder unmittelbar mit der Wiedergabevorrichtung verbunden werden kann und die selbsttätige Wiederholung der   Spraehaufzeiehnungen   mittels einer Vorrichtung geschieht, welche vom   Gespräch-   träger selbst gesteuert wird. Ausserdem dient ein die   Registrier-und Repetiervorrichtung   antreibender Motor gleichzeitig zum Antrieb eines Gleichstromgenerators, der als Stromquelle für   Verstärkerröhren   dient und dessen Feldwicklung im Nebenschluss des konstant belasteten Heizstromkreises liegt.

   Zu letzterem kann ein   hochohmiger Potentiometer parallelgeschaltet   werden zur Entnahme der   Hilfs-   spannungen für die Steuergitter der   Verstärkerröhren.   



   Folgende Vorteile sind mit der Erfindung verbunden. Der Apparat kann ausser in Verkaufsläden, Warenhäusern, Zeitungsfilialen auch Verwendung finden auf Ausstellungen, Messen,   Vergnügungs-   stätten od. dgl. Der stets ohne weiteres mögliche Wechsel des Reklametextes macht den Apparat besonders wertvoll, da der Geschäftsmann auf diese Weise in den Stand gesetzt wird, seine Mitteilungen an das Publikum nach Belieben den täglichen Erfordernissen anzupassen. Die hiedurch erzielte günstige Reklamewirkung wird wesentlich durch den Umstand unterstützt, dass der ständige Wechsel des Reklametextes die Neugier des Publikums und dadurch in verstärktem Masse die Aufmerksamkeit desselben für das betreffende Geschäft erregt.

   In Verbindung mit der Schaufensterspreehvorrichtung ermöglicht der Apparat eine ausserordentlich wirksame Sehaufensterreklame, indem er das vorübergehende Publikum durch besondere Hinweise auf die Auslagen oder sonstigen Angebote aufmerksam macht und dadurch dessen Interesse erweckt. Ausserdem ist die Arbeitsweise des Apparates, den besonderen Arbeitsbedingungen 
 EMI1.2 
 Besprechung, keinerlei Wartung und Bedienung des Apparates notwendig ist. Die für den Aufbau des Apparates verwandten Mittel sind derart gewählt und angeordnet, dass nicht nur eine denkbar einfache Handhabung, sondern auch eine unbedingte Betriebssicherheit und grosse Lebensdauer gewährleistet ist. 



   Für besondere Fälle kann der Apparat derart umgeschaltet werden, dass eine direkte Besprechung der   Wiedergabe Vorrichtung   vorgenommen werden kann. 



   In der Zeichnung ist ein besonders zweckmässiges Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigen : Fig. 1 die kombinierte   Registrier-und Repetiervorrichtung   im Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2, Fig. 2 die Vorrichtung in der Vorderansicht, Fig. 3 eine   Teilansieht   der Steuervorrichtung, Fig. 4 und 5 eine   Ausführungsform   der Sprechvorrichtung im Querschnitt und Aufriss und Fig. 6 das Schaltschema der   Verstärkereinrichtung.   



   Zum Antrieb des Apparates dient ein für den Anschluss an ein beliebiges Stromnetz (Lichtnetz) 
 EMI1.3 
 Feld des Generators wird durch einen Nebenschluss des konstant belasteten Heizstromkreises erregt, um die Klemmenspannung des Generators konstant zu erhalten. Der vom Generator gelieferte Anodenstrom wird zur Nivellierung der Gleichstrompulsation über eine Drosselkette geleitet, die aus den Drosselspulen 7 und 8 und den Kondensatoren   9-11   besteht. Diese Nivellierung ist notwendig, weil sonst die Sprachwiedergabe durch den sogenannten Kollektorton beeinträchtigt werden würde. Parallel   zum   Heizstromkreis der Verstärkerröhren kann ein hochohmiger Widerstand als Potentiometer für die Gittervorspannungen der Röhren geschaltet werden. 



   Auf den beiden miteinander gekuppelten Wellen des Motorgeneratoraggregates ist eine Doppel-   klauenkupplung.     12-15   angeordnet, deren axial verschiebbare Teile 12 und 15 mit den   Zahntrieben   16 

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 und 17 versehen sind, in welche die Zahnkränze 18 und   19   der beiden unabhängig voneinander drehbaren Trommeln 20 und 21 eingreifen. Auf diesen Trommeln ist ein über die Führungsrolle 22 geführter Stahldraht 23 aufgewickelt, dessen Enden an je einer der beiden Trommeln befestigt sind.

   Mit Hilfe einer selbsttätigen elektrischen Steuervorrichtung werden die beiden beweglichen Kupplungshälften 12 und 15 der Kupplung abwechselnd mit den auf der Welle festsitzenden Kupplungshälften 13 und 14 in und ausser Eingriff gebracht und dadurch die beiden Trommeln 20 und 21 abwechselnd angetrieben. Hiedurch wird der Stahldraht 23 abwechselnd von einer Trommel auf die andere auf-und abgewickelt. Er passiert hiebei den   Polzwischenraum   der beiden Elektromagnete 24 und 25, von denen der Magnet 24 zum elektromagnetischen Registrieren der Sprachsehwingungen, der Magnet 25 dagegen zum Löschen der Aufzeichnungen dient. 



   Die Umsteuerung der Kupplung für die beiden Trommeln geschieht selbsttätig durch eine elektromagnetische Vorrichtung, die aus je einem vom Stahldraht selbst beeinflussten Kontakthebel 26 und einem Elektromagneten 27 besteht. Letzterer ist ein Doppelmagnet, dessen Spulen 271 und 272 abwechselnd durch getrennte Stromkreise erregt werden, wobei der beiden Magnetspulen gemeinsame Anker 28 je nach Erregung der einen oder andern Spule bzw.   Magnetjochhälfte   nach der einen oder andern Seite umgelegt wird.

   Diese Umlegung hat eine entsprechende Umsteuerung der Klauenkupplung 12-15 zur Folge, welche dadurch zustande kommt, dass die Bewegung des Ankers 28 mittels der Verbindungsstange 29 auf die beiden horizontalen Schalthebel 30 und 31 und von diesen auf die beiden aus-und ein-   rückbaren   Kupplungshälften 12 und 15 der Klauenkupplung übertragen wird. Die Umsteuerung der Kupplung findet jedesmal am Ende der Umspulung des Stahldrahtes von einer auf die andere Trommel statt. Zu diesem Zwecke wird das äussere Ende des im Innern jeder Trommel angeordneten doppelarmigen Kontakthebels 26, das sich durch eine Aussparung der Trommel hindurch unter Federdruck gegen die unterste Lage der Drahtwicklung legt, durch die Wirkung der Feder 261 weiter nach aussen gedrückt, sobald der Draht so weit abgewickelt worden ist, dass der Gegendruck aufhört.

   Hiebei berühren die an den andern Enden der Hebel 26 befestigten Kontaktfedern   2 {j2   die zu beiden Seiten der Trommeln fest angebrachten und voneinander isolierten Kontaktringe 32 und 33 und schliessen für einen Augenblick den Stromkreis für die zugehörige Spule des Elektromagneten 27. Durch diesen am Ende jeder Umspulung des Drahtes sich wiederholenden Stromstoss, bei dem die doppelt vorgesehenen Schaltmittel der Steuervorrichtung abwechselnd in Tätigkeit treten und den Anker 28 entsprechend bewegen, wird die Vor-und   Rückwärtsbewegung   des als Phonogrammträger dienenden Stahldrahtes in zuverlässiger Weise selbsttätig geregelt. 



   Die zur elektromagnetischen Registrierung der Spraehsehwingungen dienende Vorrichtung besteht aus dem bereits genannten Elektromagneten 24, der durch ein Mikrophon erregt wird. Zweckmässig wird der Registriermagnet nicht unmittelbar in den Mikrophonkreis geschaltet, sondern unter Benutzung der zur Wiedergabe der Sprachaufzeichnungen dienenden, der elektrischen Sprechvorrichtungen ohnehin nötigen Verstärkereinrichtung in den Anodenstromkreis einer Verstärkerröhre gelegt. Es genügt bereits eine Verstärkerstufe, um bei nur mässiger Beanspruchung des Mikrophons eine ausreichende Verstärkung zu erlangen. Die hier angewandte elektromagnetische Sprachregistrierung ist an sich bereits bekannt. 



  Sie beruht auf der im Rhytmus der Spraehsehwingungen stattfindenden Quermagnetisierung eines genügend gehärteten Stahlbandes oder Stahldrahtes, wobei die Intensität der Magnetisierung der Lautstärke, die pro Längeneinheit sich ergebende Anzahl der Quermagnetisierungen der Frequenz der Sprachschwingungen entspricht. Dieses Mittel der   Sprachregistrierung   eignet sieh für den vorliegenden Zweck besonders deswegen, weil die Aufzeichnungen durch die fortgesetzten Wiederholungen des Sprachtextes nicht in dem Masse abgenutzt werden können, dass eine Beeinträchtigung der Sprachwiedergabe entstehtAuch bietet die magnetische Aufzeichnung den Vorteil, dass sie zwecks Erneuerung des wiederzugebenden Spraehtextes schnell wieder gelöscht werden kann.

   Die Löschung geschieht mit Hilfe des konstant erregten Elektromagneten 25, der jedesmal miteingeschaltet wird. wenn der Stahldraht mit neuen Aufzeichnungen versehen werden soll. Die Wirkung des Lösehmagneten 25 ist dann eine solche, dass er kurz vor der Einwirkung des Registriermagneten 24 auf den Stahldraht 23 die alten Aufzeichnungen fortschreitend durch eine entgegengesetzte Magnetisierung von gleichbleibender Stärke wieder vernichtet. Man kann die Einrichtung jedoch auch derart treffen, dass der Löschvorgang vollkommen gesondert vor sich geht, indem erst die vorhandenen Aufzeichnungen auf der ganzen Länge des Drahtes gelöscht werden und, nachdem dieses geschehen, durch Umschaltung auf den Registriermagneten der Registrierdraht neu besprochen wird.

   Um das zur Besprechung der Registriervorrichtung dienende Aufnahmemikrophon gelegentlich auch zur direkten Besprechung der Wiedergabevorrichtung, also unter Ausschaltung der Registrierung, verwenden zu können, braucht der von Hand zu bedienende Umschalter 34, wie Fig. 2 zeigt, nur mit einer entsprechenden zusätzlichen   Sehaltstufe   versehen zu werden. Der gesamte elektrische Aufbau des Apparates ist aus dem in Fig. 6 dargestellten Schaltschema ersichtlich. Wie bereits bemerkt, sind an die beiden Kollektoren 5 und 6 des Gleichstromgenerators 4 zwei Stromkreise angeschlossen, von denen der eine den Heizstrom, der andere den Anodenstrom für die Verstärkerröhre liefert. Der Anodenstrom führt über eine Drosselkette, bestehend aus den in Serie geschalteten Drosselspulen 7 und 8 und den parallel geschalteten Kondensatoren 9 bis 11.

   Diese Drosselkette hat, wie schon gesagt, den Zweck, 

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 den Kollektorton des Generators zu unterdrücken. Der Verstärker ist ein Kraftverstärker mit drei Verstärkerstufen, von denen die beiden letzten eine Gegentaktschaltung aufweisen. Die erste Verstärker- 
 EMI3.1 
 formators 44 am Gitter der Röhre 35 Spannungssehwankungen erzeugen, durch welche der Anodenstrom dieser Röhre im Rhytmus der aufgezeichneten Spraehschwingungen gesteuert wird.

   Mittels des im Gegentakt arbeitenden Zwischentransformators 45 werden durch die Anodenschwankungen dieser ersten Röhre die beiden Röhren   37   und 38 gesteuert, welche ihrerseits über die Widerstandskondensatorkupplung   46-51   die beiden Endrohren 39 und 40 steuern, deren Stromschwankungen dann mittels des im Gegentakt arbeitenden Ausgangstransformators 52, der auch durch eine   Drosselkondensatoranordnung   ersetzt werden kann, auf die zur Wiedergabe der Spreehaufzeichnungen dienende Sprechvorrichtung   53   
 EMI3.2 
 wird der Registriermagnet 24 von dem Transformator 44 abgeschaltet und dafür in den   Sekundärkreis   des Mikrophontransformators 54 eingeschaltet.

   Es werden dann durch die Mikrophonschwankungen der 
 EMI3.3 
 Stahldraht 23 im Rhytmus der Sprachschwingungen magnetisiert. Durch Einstellung des Umschalters auf Stellung III wird das Mikrophon 55 direkt auf den Verstärker geschaltet und dadurch für besondere Fälle eine unmittelbare Wiedergabe der in das Mikrophon gesprochenen Worte ermöglicht. Um nach jeder Besprechung des Apparates eine bequeme Kontrolle der Registrierungen zu ermöglichen, ist im Anodenstromkreis der ersten Verstärkerröhre ein Druckschalter 56 angeordnet, durch den ein Kopfhörer 57 zum Abhören der jeweiligen Aufzeichnungen eingeschaltet werden kann. 



   Die in Fig. 4 und 5 dargestellte   Sprechvorrichtung   ist zur Verwendung an Schaufenstern bestimmt, u. zw. wird hiebei die Schaufensterscheibe selbst zur Erzeugung der Sprachschwingungen benutzt. Die 
 EMI3.4 
 Das ganze System ist in einem massiven Körper 62 eingebaut, dessen Trägheitsmoment genügend gross ist, um denselben am Mitschwingen zu hindern. Der Körper 62 wird mittels einer Stange 63 hinter die Schaufensterscheibe gehängt. Seine Aufhängung ist hiebei eine solche, dass er mittels des Knopfes 64 einen durch die Gewindestange 65 regulierbaren, elastischen Druck auf die Fensterscheibe ausübt, durch welche die Scheibe eine gewisse Vorspannung erhält. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   : #   
1. Akustischer Reldameapparat zum Wiederholen von Ankündigungen, Anpreisungen, Hinweisen od. dgl., insbesondere für Schaufensterreklame, dadurch gekennzeichnet, dass eine den Sprachtext fortlaufend selbsttätig wiederholende Wiedergabevorrichtung mit einer den Sprachtext selbsttätig aufzeichnenden Aufnahmevorrichtung kombiniert ist, um einen beliebigen Wechsel des   Sprachtextes   ohne Austausch des Gesprächsträgers zu ermöglichen.

Claims (1)

  1. 2. Akustischer Reklameapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Apparat mit einem die Schaufensterscheibe selbst erregenden Spreehvorrichtung kombiniert ist.
    3. Akustischer Reklameapparat nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass Schaltmittel vorhanden sind, durch welche die Aufnahmevorrichtung wahlweise entweder mit der Registriervorriehtung oder unmittelbar mit der Sprechvorrichtung verbunden werden kann.
    4. Akustischer Reklameapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die selbsttätige Wiederholung der Sprachaufzeichnungen mittels einer Vorrichtung geschieht, welche vom Gesprächs- EMI3.5 5. Akustischer Reklameapparat nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung aus zwei an je einer Phonogrammträgertrommel (20, 21) angeordneten Kontakthebeln (26), einen Doppelelektromagneten (27, 28) und einer Doppelklauenkupplung (12-15) besteht.
    6. Akustischer Reklameapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die Registrier- EMI3.6
    7. Akustischer Reklameapparat nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Feldwicklung des Gleichstromgenerators (4) im Nebenschluss des konstant belasteten Heizstromkreises der Verstärkerröhren liegt.
AT117215D 1927-09-17 1928-09-15 Akustischer Reklameapparat. AT117215B (de)

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