DE1576C - Elektromagnetische Maschine mit vervielfältigter Wirkung - Google Patents

Elektromagnetische Maschine mit vervielfältigter Wirkung

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DE1576C
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Z Th Gramme und E L Ch Djvernois Beide
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Z Th Gramme und E L Ch Djvernois Beide
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  • Magnetic Bearings And Hydrostatic Bearings (AREA)

Description

1877.
Klasse 21.
ZENOBE THEOPHILE GRAMME und EARDLEY LOUIS CHARLES D'IVERNOIS in PARIS.
Elektromagnetische Maschine mit vervielfältigter Wirkung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. October 1877 ab.
Die Maschine erzeugt mehrere getrennte unterbrochene Ströme, oder mehrere getrennte constante Ströme, die, einzeln oder in Gruppen vereinigt, zu kräftiger Wirkung verwendet werden, können. Die Maschine kann auch zu gleicher Zeit constante und unterbrochene Ströme erzeugen.
Die beiden gufseiserneri Gestelle FF1, die durch die Zwischenstangen G verbunden und auf der Grundplatte S befestigt sind, dienen dazu, den gesammten Mechanismus zu tragen.
Die sechs Gruppen Electromagnete £, die radial zum Centrum stehen, sind mit der Armatur P versehen, welche die äufsere Oberfläche einer Bobine A beinahe vollständig umfassen. Die sechs Pole P1 P2 P3 Pi P-, P6 sind abwechselnd entgegengesetzte.
Die Bobine A ist zusammengesetzt aus einem Ringe von weichem Eisen a, auf welchem isolirter und in Spiralwindungen übereinander liegender Kupferdraht aufgewickelt ist. Die Bobine ist auf der Welle C durch eine Holznabe B befestigt, die ihrer ganzen Länge nach durch einen Keil gehalten wird.
Der eiserne Ring α besteht aus einem Eisendraht ohne Ende, der vorher mit Baumwolle oder einem anderen isolirenden Materiale umgeben worden ist.
Der Kupferdraht, welcher den Ring umgiebt, ist einestheils in eine grofse Anzahl von gleich grofsen Partien getheilt, von denen zwei und zwei mit einer Serie von isolirten Kupferplatten D in Verbindung gesetzt sind, ' die einen vollständigen Cylinder bilden, der die constanten Ströme sammelt.
Die so zusammengesetzte gesammte Kupfergarnitur bildet nur eine geschlossene Leitung.
Der Kupferdraht ist anderentheils in sechs gleiche Partien getheilt, welche zwölf von der Bobine ausgehende Enden abgeben.
Sechs dieser Enden sind an einen flachen Metallring N angeschraubt, der in die Nabe B eingelassen, und der durch die Stange M mit der Welle C in Berührung gebracht ist. Die sechs anderen Enden sind an die sechs metallnen Platten O, Fig. 5, angeschraubt, die jede mit einer der sechs isolirten Scheiben / in Verbindung stehen.
Die sechs Pinselträger und folglich die Pinsel JiJiJ& R2 Ri Rs, welche gegen den Empfangscylinder D anliegen, werden von dem Gestell F1 getragen; sie sind durch die aufsen angebrachten Schrauben (s. Fig. 3) stellbar.
Das Gestell F' trägt zwei Stangen; auf jeder sind die drei Pinsel Q, Fig. 1 und 6, isolirt befestigt, welche gegen die Scheiben / anliegen.
Um constante Ströme zu erhalten, vereinigt man die zwölf Enden von der Bobine, wie es in Fig. 4 angedeutet ist, und man läfst nur die Pinsel J1 J3JsR2 Ra Re in Thätigkeit.
Um unterbrochene Ströme zu erhalten, vereinigt man die zwölf Enden wie in Fig. 5 und läfst nur die sechs Pinsel Q in Thätigkeit.
Die Elektromagnete können durch einen speciellen Apparat mit constanten Strömen oder durch einen Theil der durch die Maschine selbst erzeugten Ströme angeregt werden, wenn diese zur Erzeugung constanter Ströme zusammengekuppelt ist.
In dem einen wie in dem anderen Falle erzeugen die Elektromagneten E durch Influenz in dem eisernen Ringe α sechs Pole, welche ungeachtet der Bewegung des Ringes immer den Inductions-Polen gegenüber bleiben.
Durch die gleichzeitige Wirkung der Inductionspole und der inducirten Pole entwickeln sich die elektrischen Ströme in den Kupferspiralen der Bobine.
Bei den constanten Strömen mit von aufserhalb kommender Erregung der Elektromagnete entwickelt die in Bewegung gesetzte Bobine drei Doppelströme, die von den Pinseln Ji Js Js ausgehend, die äufseren Widerstände durchströmen, und durch die Pinsel R2 RA R6 wieder zurückgehen. Der erste dieser Ströme, der durch J1 ausgeht und durch R2 und R6 zurückgeht, wird thatsächlich zwei getrennte Ströme bilden; der zweite wird auch zwei Ströme, von J3 nach R2 und Rt gehend, bilden; der dritte wird gleicherweise zwei Ströme bilden, die von J5 nach RA und R6 gehen. Diese sechs Ströme können einzeln benutzt werden. Zwei unter ihnen, können zur Erregung der Elektromagnete dienen, welche demnach keinen speciellen Hülfsapparat nöthig haben werden.
Um einen Strom von grofser Intensität zu er-
45 W
erzeugen, genügt es, die drei Ströme durch die Elektromagnete und den äufseren Widerstand gehen zu lassen, welche vor der Bobine bei Ji Λ Λ ausgehen und durch 7?2 JiA J?o zurückkehren.
In dem Falle, in dem die Maschine zur Erzeugung unterbrochener Ströme zusammengestellt ist, mufs man . die Elektromagnete durch eine kleine unabhängige Maschine mit constantem Strom erregen und werden die sechs Ströme die Maschine bei Z z. B. verlassen, die äufseren Widerstände durchstreichen und durch die sechs Pinsel Q wieder in die Bobine eintreten.
Um constante und unterbrochene Ströme in der nämlichen Bobine zu erhalten, mufs man erstens einen Theil des kupfernen Drahtes auf dem Eisenring aufwickeln, und die Abtheilungen in sechs Partien mit Anschlufs der Enden, wie in Fig. 5, versehen, und zweitens den Rest des Drahtes auf dem Ringe aufwickeln, indem man diesen Draht in so viele Sectionen theilt, als Platten in dem Aufnahme-Cylinder D vorhanden sind. Alle oder ein Theil der constanten Ströme können sodann die Elektromagnete erregen und wird die Maschine, obgleich sie unterbrochene Ströme erzeugt, für sich selbst genügen.
Die Maschine kann in allen Dimensionen mit einer beliebigen Anzahl von aufeinander folgenden Polen oder einfachen Polen construirt werden.
Die Kupplung der unterbrochenen Ströme läfst sich nicht allein so wie in Fig. 5 dargestellt erzielen, sondern in vielen Arten, wie man es mit sechs »Daniell«-Elementen thun kann.
Man kann auch die Anzahl der Abtheilungen des Bobinendrahtes verdoppeln, verdreifachen etc. für:-die .'unterbrochenen ^Ströme; die Zusammenkupplung wird sieh sodann durch zwei Serien für eine döppelteTAnzahl Abtheilungen herstellen lassen; durch drei Serien für eine dreifache Anzahl Abtheilungen u. s. w.
Schliefslich kann man auch die Bobine äufserlich und die Elektromagnete innerlich anbringen, und bei dieser letzteren Combination kann man entweder die Magnete oder die Elektromagnete sich drehen lassen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die beschriebene Disposition, welche gestattet, auf einer einzigen Bobine getrennt oder gleichzeitig unterbrochene Ströme und constante Ströme zu sammeln.
2. Die Anwendung dieser Maschine bei allen Arbeiten, welche die Verwendung der Batterie oder anderer ähnlicher Apparate erfordern würden, besonders bei der Beleuchtung, beim Lichtwerfen, zur Entzündung von Minen und Torpedos, bei der Galvanoplastik und der Elektroplastik, zum Niederschlagen von Metallen, bei chemischen Zersetzungen, bei der Behandlung von Soda und Melassen, bei der Trennung und Reinigung von Mineralien, zur Adhärenz der Wagenräder an Eisenschienen, bei Dynamometern, bei ballistischen Chronographen, bei Signalen, in der Heilkunde, bei Kraftübertragungen, als Motor u. s. w.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE1576DA 1877-10-29 1877-10-29 Elektromagnetische Maschine mit vervielfältigter Wirkung Expired - Lifetime DE1576C (de)

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