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Fnnkempfangsanlage, bei welcher die Nachrichten an einem von der Empfangsanlage entfernten Ort aufgenommen werden.
Es hat sich herausgestellt, dass es infolge der bekannten Störungen aller Art innerhalb von Städten nicht möglich ist, Empfangsanlagen aufzustellen, die jederzeit imstande sein sollen, irgendwelche Nachrichten aufzunehmen. Gedacht wird hier in erster Linie an Teilnehmer des Pressedienstes, Börsendienstes, Wetterdienstes und an Empfangsanlagen von Behörden. All diese Anlagen sollen jederzeit imstande sein, die für sie bestimmten Meldungen sicher aufzunehmen. da sie einerseits auf dieselben angewiesen sind und anderseits derartige Meldungen meist nur einmal durchgegeben werden.
Um einen einwandfreien Empfang zu erzielen, ist man daher gezwungen, mit derartigen Empfangsanlagen ausserhalb des Stadtbereiches zu gehen und den Aufnahmeraum innerhalb der Stadt mit der Empfangsanlage durch eine Telephonleitung zu verbinden. Der Nachteil dieser Anordnung besteht darin, dass man eigenes Bedienungspersonal für die Empfangsapparaturen benötigt, das nichts weiter zu tun hat, wie dieselben abzustimmen, während die Meldungen durch innerhalb der Stadt sitzendes Personal aufgenommen werden. Ähnliche Verhältnisse ergeben sich in all den Fällen, in welchen man von einer Betriebszentrale aus Sende-und
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Fall gezwungen, die Empfangsanlage räumlich getrennt vom Sender bzw. der Betriebszentrale anzuordnen.
Es ist vorgeschlagen worden, Empfangsgeräte, die auf eine oder mehrere Wellenlängen fest eingestellt sind, durch ein fernbetätigtes Relais ein-und auszuschalten, indem deren Anoden bzw. Heizstromkreise unterbrochen werden. Durch eine mit einem Relais betätigte Zahnradeinrichtung ist es möglich, den Empfänger auf einige festgelegte Wellenlängen einzustellen.
Derartige Anordnungen gestatten jedoch nicht eine beliebige Festlegung der Abstimmung und können nur ein-und aus-bzw. auf bestimmte Wellenlängen eingeschaltet werden.
Erfindungsgemäss werden diese Nachteile durch eine elektrische Fernsteuerung des Empfangsapparates vermieden. Gemäss der weiteren Erfindung eifolgt die Fernsteuerung unter Verwendung der Abhörleitung des Empfängers ; hiezu wird eine Simultanschaltung unter Anwendung verschiedener Stromrichtungen angewandt. Um die Sicherheit des Empfanges auch dann zu gewährleisten, wenn etwa eine Empfängerröhre durchbrennt, wird man beispielsweise zwei Empfangsapparate anordnen" die beliebig mittels dieser Fernsteuerung ein-und ausgeschaltet werden können. Die Kosten der zweiten Empfangsapparatur werden mehrfach durch die Ersparnisse an Bedienungspersonal aufgehoben.
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bedienung sollen derartig ausgebildet sein. dass mittels Drehung des Abstimmknopfes vom Skalenteil Null ab die Antenne und der Heizungssehalter eingeschaltet werden.
Es wird später noch gezeigt, dass
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Fernbedienung geschieht durch folgende Einrichtung. Im Empfangsraum befinden sieh zwei dreipolige Steuertasten und St! %. Der Minuspol der Batterie B ist mit den Kontakten a der beiden Tasten verbunden, die Kontakte c mit dem Pluspol, während der Kontakt b der Taste St2 mit Erde und der Kontakt b der Taste runter Zwischenschaltung eines Milliamperemeters mit der Anzapfung der Wicklung W3
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der Minuspol an Erde liegt. Wird Si2 gedrückt, dann liegt der Pluspol an Erde, während der Minuspol an der Leitung liegt.
Durch wahlweises Drücken der beiden Tasten ist also die Möglichkeit gegeben, Ströme beliebiger Richtung in die Übertragungsleitung zu schicken.
An die Anzapfung der Wicklung H'2 des Ringübertragers U1 ist unter Zwischenschaltung eines Widerstandes R und eines doppelpoligen Relais HR die Erde angeschlossen. Durch diesen Kreis wird der Steuerstromkreis über Erde geschlossen. Gleichzeitig schliesst sich noch der Stromkreis über den Widerstand R und über das Relais Rt zur Erde. Je nach der Richtung des Steuerstromes wird das Relais AIR im einen oder andern Sinne umgelegt und dadurch ein Hauptschlussmotor HM, der die Abstimmung der Empfänger betätigt, verschieden an die Batterie B2 gelegt. Je nach der Stromrichtung läuft somit der Motor in verschiedener Richtung.
Die mechanische Einrichtung sei zunächst an Hand der Zeichnung 1 für den Empfänger E2 erläutert.
Der Abstimmknopf K des Empfängers E2 ist unter Zwischenschaltung verschiedener Zahnräder mit dem beweglichen Teil eines Topfmagneten TPI, verbunden. Dem festen Teil des Topfmagneten wird der Strom über zwei Schleifringe 1 und 2 zugeführt. Unter Zwischenschaltung eines weiteren Zahnrades greift die Welle, auf der der feste Teil der Topfmagneten sitzt, am Zahnrad Z an. Das Zahnrad Z sitzt auf einer gemeinsamen Welle mit dem Widerstand R und dem Steuerrad des Dreischrittschalters DR. Auf das Steuerrad des Dreischrittschalters wirkt der Hauptschlussmotor JTAI unter Zwischenschaltung von Sehneekenzahnrädern.
Der Widerstand R besteht aus einem ringförmigen Teil, der mit der Welle fest verbunden ist, während der Strom über den Schleifring 3 und die Bürste 4 zugeführt wird.
Der Dreischrittschalter Dss ist in Fig. 2 in seinen Einzelheiten dargestellt. Auf dem Steuerrad Sch sitzen zwei Anschläge, je einer auf einer Seite. Dieselben sind in bestimmter Weise gegeneinander versetzt. Wird das Steuerrad nach rechts gedreht, wie beispielsweise in der Figur angenommen, dann wird der Hebel H1 des Dreischrittschalters mitgenommen und in die strichpunktiert gezeichnete Lage bis zum Anschlag an eine Feder Fi gebracht. Die Feder sitzt auf einem Magneten, dessen Wicklung dauernd eingeschaltet ist. Die konstruktive Durchbildung ist hier beispielsweise so getroffen. dass die Feder magnetisiert wird und in der Lage ist, den Hebel H1 in der strichpunktierten Lage zu halten. Es kann auch natürlich an eine andere Anordnung, etwa an einen Dauermagneten, gedacht werden.
Läuft das Steuerrad in der angedeuteten Richtung weiter, so wird die Feder so lange zusammengedrückt, bis der Anschlag Ul am Hebel abgleitet. In diesem Augenblick geht die Feder in ihre Ruhelage zurück, hält jedoch den Hebel Ha magnetisch fest. Die Stromzuführungspunkte sind die Drehpunkte des Hebels und die Feder F1. Durch das magnetische Festhalten wird erreicht, dass der Stromkreis nicht unterbrochen wird, obwohl das Steuerrad weiterläuft. Kehrt sich die Drehrichtung des Steuerrades um, so wird erst in dem Augenblick, in dem der Anschlag si den Hebel Pi berührt, der Hebel B von der Feder losgerissen und der Kontakt unterbrochen.
Die Einstellung des Steuerrades soll so getroffen sein, dass bei Beginn des Kontaktschlusses der Topfmagnet TM2 und damit die Abstimmungsvorrichtung des Empfängers 2, die
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Einer Drehung von 180 an der Abstimmskala sollen beispielsweise 2000 des Steuerrades entsprechen. Nach einer Drehung von 2000 hat man also den gesamten Abstimmungsbereich des Empfängers : 2 bestrichen. Dreht man das Steuerrad zurück, dann wird in dem Augenblick, in dem die Abstimmung 0 erreicht hat, der Kontaktschluss durch den Hebel H1 unterbrochen und Empfänger 2 ausgeschaltet.
Wird das Steuerrad im gleichen Sinne weitergedreht (also im umgekehrten Sinne, wie in der Figur angenommen),
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im Hörraum in oben geschilderter Weise umgelegt, dann läuft der Motor HM in entsprechender Dreh- richtung. Gleichzeitig läuft das Steuerrad des Dreisehrittschalters an, schliesst durch den Hebel H2 den Stromkreis :
Minuspol der Batterie B2-Kontakt des Relais RI (das Relais zieht in dem Augenblick an, in dem das Relais MJB umgelegt wird, siehe oben)-Drehpunkt H2-Kontaktfeder-Schleifring 1-Topfmagnet TM2-Schleifring 2-Pluspol der Batterie.
Der Motor läuft so lange, bis die gedrückte Taste losgelassen wird. Wird der Stromkreis unterbrochen, dann geht das Relais MR in die Ruhelage. Das Relais Rt fällt ab und unterbricht den Strom-
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des Empfängers 2 auf null Skalenteile gebracht und dann der Empfänger 1 in analoger Weise abgestimmt.
Es ist selbstverständlich, dass das Abstimmen gleichzeitig mit dem Abhören erfolgen kann und dass man beliebig mit der Abstimmung zurückgehen kann, wenn man über den Bereich hinausgedreht hat.
In dem Stromkreis ist ein Milliamperemeter und der Widerstand R eingeschaltet. Der Widerstand R ist durch eine gemeinsame Achse mit dem Steuerrad des Dreischrittschalters fest verbunden.
Jeder Stellung des Dreischrittschalters entspricht also ein bestimmter Widerstandswert. Da die übrigen Widerstandswerte des Stromkreises (Übertragerspule, Leitung und Relais MR) gleich sind, kann das im Hörraum befindliche Milliamperemeter auf die Stellung des Dreischrittschaltersteuerrades geeicht und so die fernbediente Abstimmung der Empfänger am Milliamperemeter abgelesen werden.
Gemäss der weiteren Erfindung werden durch die Tasten im Hörraum Ströme verschiedener Rich-
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näher erläutert. Es sollen wie bei der in Fig. J der Zeichnungen dargestellten Anordnung beispielsweise zwei Empfangsapparate mit Einknopfbedienung ferngesteuert werden, jedoch soll der Dreischrittschalter lediglich zur Betätigung des Antennenschalters, Batterieschalters od. dgl. dienen. Auch kann an Stelle der Bedienung von zwei Empfangsapparaten etwa an die Fein- und Grobabstimmung nur eines Apparates gedacht werden. Die Schaltung zum Abhören ist dieselbe wie in Fig. 1. Im Hörraum befindet sich jedoch
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an die Kontakte c der Tasten zu legen. Da die Leitungskonstanten dieselben bleiben, fliessen somit entsprechend der verschiedenen Spannungen verschieden starke Ströme in die Leitung.
Der Strom fliesst im Empfangsraum über das Relais MR, das, wie oben beschrieben, den Hauptsehlussmotor HM in verschiedener Drehriehtung zum Laufen bringt. Mit dem Relais MR sind Relais in Reihe geschaltet, die bei den verschiedenen Stromstärken nacheinander ansprechen. Die Kontakte der einzelnen Relais sind
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der beispielsweise dargestellten Anordnung durch eine Kombination von Zahnrädern. Der Motor arbeitet durch eine Zahnradübersetzung auf die Welle l. Dieselbe läuft jedesmal, wenn der Motor eingeschaltet wird. an, ebenso die festen Teile der Topfmagnete T. und TM2, die durch eine Zahnradübersetzung mit der Welle verbunden sind, während der feste Teil des Topfmagneten TM, direkt auf der Welle sitzt.
Eingeschaltet werden die einzelnen Topfmagnete durch Ströme, die vermittels der Relais Ri, R ;, Bg über die Schleifringe zugeführt werden. Der Topfmagnet TM soll den Dreischrittsehalter einschalten.
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Batterie angenommen. Es genügt, um den prinzipiellen Stromverlauf der einzelnen Topfmagnete kennenzulernen, den Verlauf für einen Topfmagnet zu betrachten. Fliesst beispielsweise der stärkste Steuerstrom, so sprechen alle Relais R1, R2, R3 an. Der Stromverlauf für die Topfmagnete ist dann folgender :
Pluspol Batterie B3-Schleifring 25-Topfmagnet TM3-Schleifring 24, Kontakt 13-Kontaktarm de Relais R3--Minuspol der Batterie B3 (der Topfmagnet wird also eingeschaltet).
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eingeschaltet wird.
Dadurch wird erreicht, dass man ganz unabhängig voneinander die hier beispielsweise vorgesehenen drei verschiedenen Steuerungen (zwei Empfangsapparate und ein Dreischrittschalter) vornehmen kann. Soll der Topfmagnet TMi eingeschaltet werden, dann wird durch Schalter < *M : die entsprechende Spannung an Leitung gelegt, und die Relais R*i, ziehen an. Die Schaltung der Relais-
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Stromverlauf zu erläutern, da er analog dem eben beschriebenen ist. Soll jedoch der Topfmagnet TM2 eingeschaltet werden, dann zieht nur Relais Ri an.
Werden die Topfmagnete TM1 bzw. TM2 betätigt, dann sind in dem Stromkreis die entsprechenden Widerstände R1, R2 eingeschaltet. Es ist also auf diese Art und Weise möglich, durch die Stellung des Milliamperemeters im Hörraum die Stellung der Abstimmskalen festzustellen. Natürlich müssen ent-
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sprechend verschiedene Eichungen auf dem Milliamperemeter angebracht, werden. Es lässt sich auch daran denken, die jeweilige Stellung mittels eines entsprechend geschalteten Ohmmeters festzustellen.
In vorliegender Anordnung ist der Dreischrittsehalter in Form eines Schaltrades S. B. ausgebildet.
Dasselbe ist durch einen Topfmagnet selbständig einschaltbar. Hiedurch wird erreicht, dass unabhängig von der Stellung der Empfangsapparatur verschiedene beliebige Stromkreise gesteuert werden können.
Der Dreischrittschalter selbst wird dadurch in seiner Form ausserordentlich einfach. Er besteht, wie in Fig. 4 dargestellt, aus einem Sehaltrad 7 aus Isoliermaterial, das Kontakte 9 und 10 trägt, die mit auf seiner Achse sitzenden Schleifringen verbunden sind. Beim Drehen streichen die Kontakte an Kontaktfedern 5 und 6 vorbei, wodurch ein beliebiger Stromkreis über die Schleifringe und Kontaktfedern ge-
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wendet den Dreischrittscha1ter unter Zwischenschaltung einer Batterie zur Bedienung eines Relais 30, das etwa den Antennensehalter bedient. Auf diese Art und Weise lassen sieh beliebig viele Schaltbewegungen mit Hilfe des Kontaktrades ausführen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Funkempfangsanlage, bei welcher die Nachrichten an einem von der Empfangsanlage entfernten Ort aufgenommen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstimmung der Empfangsanlage durch elektrisehe Fernsteuerung vom. Aufnahmeort aus erfolgt.
2. Funkempfangsanlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fernsteuerung unter Verwendung von Steuerströmen verschiedener Richtung und verschiedener Stärke erfolgt.