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Sicherheitsvorrichtnng gegen Brand für hinematograpitlsche Projektionsapparate.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Abänderung der in dem österreichischen Patent Nr. 113 783 beschriebenen Vorrichtung, gemäss welcher eine Versehlussscheibe durch Anziehung eines den Motorkreis kontrollierenden Elektromagneten herabfällt, wobei das Herabfallen durch Schliessung von Kontakten infolge Reissen oder Abgleiten der Riemen eintritt. Erfindungsgemäss wird das Herabfallen der Scheibe dadurch bewirkt, dass der Kern eines normal erregten Hilfselektromagneten den Riegel der Versehlussscheibe durch einen Drehhebel freigibt, sobald seine Erregung durch Bruch des Antriebsriemens oder Abfallen der Motorleistung aufhört.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist beispielsweise in den Zeichnungen dargestellt. Fig.'l ist eine seitliehe Ansicht einer Ausführungsform in Anwendung auf eine Sieherheitsvorrichtung, die auf den Projektionskegel aufgesetzt ist, wobei Abbrechungen das Innere des Gehäuses erkennen lassen.
Die Fig. 2 und 3 sind Einzelansichten einer Hülse und eines Tauchkernes des Elektromagneten. Fig. 4 ist eine ähnliehe Ansicht wie Fig. 1 und zeigt eine zweite Ausführungsform. Eine der Spulen des Elektromagneten ist abgebrochen dargestellt, um den feststehenden Kern und den Tauchkern erkennen zu lassen. Fig. 5 ist eine Ausführungsform des Ankers für den in Fig. 4 dargestellten Apparat. Fig. 6 entspricht der Fig. 1 und zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Fig. 7 ist eine Hinteransicht der Sicherheitsvorrichtung nach den Fig. 1, 4 und 6. Der Deckel der Sicherheitsvorrichtung ist weggelassen und Abbrechungen im Gehäuse zeigen den Hilfsmechanismus, der darin untergebracht ist. Fig. 8 ist ein Teilschnitt nach 8-8 von Fig. 7, Fig. 9 ein Teilschnitt nach 9-9 der Fig. 7 mit abgenommenem Griff der Verschlussscheibe.
Fig. 10 ist ein Schema der elektrischen Schaltung und zeigt die Verbindung des Apparates der Erfindung mit den einzelnen Teilen der an sich bekannten Sicherheitsvorrichtung.
Die Sicherheitsvorrichtung 9 besteht aus einem Gehäuse 10 (Fig. 1, 4, 5 und 7), dessen Fuss 11 auf den Kegel 12 des Mantels des Projektionsapparates aufgesetzt ist. Die Hinterseite des Gehäuses 10 ist durch eine Platte 13 verschlossen. in welcher eine Welle 14 (Fig. 7) gelagert ist, die vorn aus dem Gehäuse 10 heraustritt. Ein Elektromagnet 15, welcher beim Durchreissen des Filmbandes erregt wird,
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aufgesetzt ist, trägt die Verschlussseheibe 20, so dass sie sieh umlegen kann und sich zwischen das Ge- häuse des Apparates und das durch diesen hindurchgehende Filmband legt. wenn das Filmband aus irgendeinem Grunde stillsteht.
Die Verschlussscheibe 20 wird in der Offenstellung durch einen Riegel 21 festgehalten, dessen hinteres Ende 22 aus dem Gehäuse 10 herausragt. Ein Anker 23 sitzt drehbar auf dem Gehäuse 10 unterhalb des Elektromagneten 15. Das Ende des Ankers ist gegabelt und übergreift eine Schraube, die seitlich am Riegel 21 befestigt ist, so dass, wenn der Elektromagnet 15 erregt wird, der Anker 23 und der Riegel 21 angezogen werden, die Versehlussseheibe'O naeh unten fällt und den Durehtritt des
Lichtes verhindert.
Beim Umlegen der Verschlussscheibe 20 in die Verschlussstellung dreht sich die Daumenseheibe 18 und deren abgeflachter Umfang kommt nach oben zu liegen, während das freie Ende der Tragfeder 17 nach unten geht und den Quecksilberunterbrecher 16 dreht. Infolgedessen hört der Kontakt zwischen dem Quecksilber und den Klemmen des Unterbreehers auf und der Stromkreis wird geöffnet. Die Ver-
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bindungen des Quecksilberunterbrechers 16 veranlassen bei der Stromunterbrechung das Stillstehen des Motors.
Nach Fig. 7 sind vier Verbindungsldemmen im oberen Teil des Gehäuses 10 angeordnet ; die beiden äusseren sind mit den Klemmen des Unterbrechers 16 verbunden und die beiden inneren mit den entgegengesetzten Enden der Wicklung der Elektromagneten 15. Erfindungsgemäss ist noch ein Hilfsmechanismus 24 vorgesehen, der aus einem Kasten 25 besteht, der an dem Gehäuse 10 befestigt ist.
Der Kasten 25 enthält, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, einen Elektromagneten 26 mit Hülse 27, Tauehkern 28 und Bügel 29. Die Hülse 27 geht senkrecht durch die Böden des Kastens 25 und des Bügels 29 hindurch. Sie sitzt in der Achse des Elektromagneten 26 und ist bei 30 geschlitzt, zum Zwecke, die Bildung von Foucault'sohen Strömen zu verhindern, wenn der Elektromagnet 26 erregt ist. Die Hülse trägt einen Flansch 31, mittels dessen sie durch Schrauben 32 am unteren Ende des Bügels 29 befestigt wird ; damit wird gleichzeitig der Elektromagnet in dem Kasten 25 befestigt. Der Tauchkolben 28 besteht aus dem unteren Teil 33 aus magnetischem Material, welcher aus-Lamellen besteht oder mit einem Schlitz 24 versehen ist, ferner aus einer Stange 35 aus nicht magnetischem Material und aus dem verbreiteren Kopf 36.
Auf einen Halter 37 des Gehäuses 10 stützt sich ein Hebel 38, der drehbar ist und sich auf den verbreiterten Kopf 36 auflegt und sich gleichzeitig an das untere Ende der Riegelverlängerung 22 anlegt.
Wenn der Elektromagnet 26 erregt wird, so wird der untere Teil 33 des Tauchkolbens angezogen und der Kopf 36 nimmt die dargestellte Lage ein. Wenn aber die Erregung des Elektromagneten aufhört, geht der Kolben 28 nach unten und sein Kopf 36 drückt das Ende des Hebels 28 nieder, während das entgegengesetzte Ende die hintere Verlängerung 22 des Riegels hochhebt. Hiedurch wird die Sicherheitvorrichtung 9 ausgelöst und die Verschlussscheibe 20 sperrt die durch das Filmband hindurchgehenden Lichtstrahlen ab. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 4,7 und 8 ist der Kasten 25a entsprechend dem Kasten 25 eingerichtet ; er trägt eine Rippe 39, an der der Kern 40 eines Elektromagneten 41 mittels Schrauben und Bolzen befestigt wird. Der Kern 40 bildet zwei Einzelkerne, wovon der eine 42 nur zum Teil in die Spule hineinragt, während der andere Teil 43 über die Spule hinausgeht.
Ein Träger 44 ist am Boden des Kastens 25a befestigt und erstreckt sich nach oben seitlich von dem Elektromagneten 41.
An dem oberen Ende des Trägers ist der Anker 45 drehbar, der unterhalb des Riegelendes 22 liegt. Durch eine Feder hat der Anker 45 das Bestreben, nach oben zu gehen. Auf der Zeichnung ist eine gebogene Flachfeder 46 hiezii banutzt, deren eines Ende um einen Zapfen 47 herumgelegt ist, welcher die Drehachse des Ankers 45 bildet. Das andere Ende der Feder legt sich auf den Anker 45, z. B. mittels einer Schraube oder eines Ansatzes. Wenn der Elektromagnet 41 erregt wird, zieht die obere Kernhälfte 43 den Anker 45 an, während das untere Kernende 42 den Tauchkolben 48, der an dem Anker 45 angelenkt ist, anzieht.
Die verschiedenen Teile werden wenn möglich so montiert, dass das obere Ende des Teilkernes 43 sich von unten an den Anker 45 anlegt, während das obere Ende des Teilkernes 42 sich an das untere Ende des Tauchkolbens 48 legt, um jede Gefahr der Erhitzung des Elektromagneten und des Rasselns des Ankers zu verhindern. Der Hilfsmechanismus muss möglichst klein und möglichst fest sein.
Sollte es nicht möglich sein, zwischen den einzelnen Teilen der Kerne eine Berührung herzustellen, so kann man einen kleinen Luftzwischenraum zwischen dem Kernteil 43 und dem Anker 45 bestehen lassen oder zwischen dem Kernteil 42 und dem Tauchkolben 45 ; letzteres ist vorzuziehen, weil man dadurch einen längeren Hebelarm erhält, um die Kontaktflächen gegeneinander aufzupressen.
So lange der Elektromagnet 41 erregt ist, hält er den Anker 45 entgegen der Wirkung der Feder 46 fest ; hört die Erregung auf, so dreht die Feder 46 den Anker 45 nach oben ; dieser hebt das hintere Ende 22 des Riegels und die Scheibe 20 fällt in die Verschlussstellung. Damit die Feder 46 den Anker 45 nicht über einen bestimmten Winkel drehen kann, ist ein Anschlag 49 seitlich vom Gehäuse angebracht, welcher die Bewegung des Hebels nach oben begrenzt, so dass dieser in dem Anziehungsbereich des Elektromagneten 41 verbleiben muss.
Statt den Tauchkolben 48 an den Anker 45 anzulenken, wie dies in Fig. 4 geschehen ist, kann man auch entsprechend Fig. 5 einen Anker 45a benutzen, dessen Taucher 48a fest damit verbunden ist bzw. mit dem Anker aus einem Stück besteht. Dieser Anker arbeitet in derselben Weise wie der vorher beschriebene Anker 45. Damit aber der Taucher 48a seine hin und her gehende Bewegung in der Bohrung d es Elektromagneten 41 auszufÜhren imstande ist, muss er an dem einen freien Ende leicht abgeschrägt sein.
Fig. 6 zeigt einen der Fig. 4 ähnlichen Apparat. Die mit dieser übereinstimmenden Teile sind mit denselben Ziffern bezeichnet, während die Teile, welche von denen der Fig. 4 abweichen, dieselbe Zahl jedoch mit dem Exponenten a tragen. Bei dieser Ausführungsform besteht der Kern 42a des Elektromagneten 41a aus zwei Teilen 43, welche sich an die Unterseite des Ankers 45 anlegen und die, wenn der Elektromagnet erregt ist, entgegen der Feder 48 den Anker festhalten.
Die Arbeitsweise des Apparates ist dieselbe wie die des Apparates der Fig. 4. Die oberen Enden der Kernelemente 43 müssen sich an die Unterseite des Ankers 45 anlegen. Wenn dies nicht möglich ist, so kann man einen kleinen Luftzwischenraum zwischen dem Anker 45 und den beiden Kernteilen 43 bestehen lassen, besonders aber zwischen. dem Anker und dem Kernteil, welcher seinem freien Ende am benachbarten ist.
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In Fig. 10 sind dieselben Schaltungen ersichtlich wie in Patent Ni. 113783.
Ein Ende der Wicklung des Elektromagneten der Hilfsvorrichtung 24 (Fig. 10) ist durch einen Draht 81 mit dem Draht 80 zwischen dem Unterbrecher 78 und dem Transformator 73 verbunden, während das andre Ende der Wicklung durch einen Draht 8. 2 mit dem Draht 76 in Verbindung steht, so dass der durch den Transformator erzeugte Strom durch diesen Elektromagneten hindurchgeht und ihn erregt. Benutzt man den Apparat der Fig. 1, so wird der Tauchkolben 28 in seiner Hochstellung durch den Elektromagneten 26 festgehalten und somit ausser Tätigkeit gesetzt. Verwendet man eine der beiden Vorrichtungen der Fig. 4 und 6, so erregt der durch den Transformator 73 erzeugte Strom den Elektromagneten 41 oder 41a und hält entgegen der Feder 46 den Anker 45 fest.
Ist für beide Anwendungsfälle der Einschalter 50 geschlossen, so geht der Strom aus diesem durch die Leitungen 51, den Motor M, den Leiter 52, den Unterbrecher 53, den Draht 55 zum Einschalter 50
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zeitig geht der Strom aus dem Einschalter 50 durch den Draht 51, den Draht 74, die Primärwicklung des Transformators 73, den Draht 75, den Unterbrecher 53 und den Leiter 55, um zum Einschalter 50 zurückzukehren, so dass der Transformator in seiner Sekundärwicklung einen Strom erzeugt, der durch den Draht 80, den Draht 81, den Elektromagneten der Hilfsvorrichtung 24, den Draht 82,
den Draht 76 hindurchgeht und zum Transformator zurückkehrt. Der Elektromagnet 26 bleibt erregt und verhindert das Heben des hinteren Endes 22 des Riegels. Wenn infolge Riemenbruches oder Herabsetzens dsr Motorleistung der Strom unterbrochen ist, wird der Elektromagnet entregt, der Apparat 24 in Tätigkeit gesetzt und die Verschlussscheibe gelöst.
Der vom Einschalter 50 durch den Draht 51, den Draht 69, den Unterbrechen 60, den Draht 70, den Elektromagneten 58, den Draht 71, den Quecksilberunterbrecher 16, den Draht 72, den Draht 55 hindurchgehende und zum Einschalter 50 zurückkehrende Strom erregt den Elektromagneten 58, welcher den Anker 57 unter Überwindung der Feder 59 festhält und damit den Unterbrecher 53 geschlossen hält. Wenn der Riemen 63 oder der Riemen 64 reisst oder die elektrische Energie einen Abfall erfährt, so wird der Elektromagnet 58 entregt, der Unterbrecher 53 geöffnet, der Motor steht still, der Elektromagnet der Hilfsvorrichtung 24 verliert seine Erregung und löst die Sicherheitsvorrichtung aus.
Reisst das Filmband ober-oder unterhalb des Belichtungsfensters, so schliesst sich der Unterbrecher 78 oder der Unterbrecher 79 und ein Strom geht von dem einen Ende der Sekundärwicklung des Transformators 73 durch den Draht 80, den Unterbrecher 78 oder 79, den Draht 77, den Elektromagneten 15, den Draht 76 bis zum anderen Ende der Sekundärwicklung. Hiedurch wird der Elektromagnet 15 erregt und der Anker 23 angezogen. Der Riegel 21 gibt die Verschlussscheibe 20 frei, die Daumenscheibe 18 dreht sich und die Tragfeder 17 kippt den Quecksilberunterbrecher, der den Stromkreis öffnet, so dass die Erregung des Elektromagneten 58 aufhört und die Feder 29 den Unterbrecher 53 öffnet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sicherheitsvorrichtung gegen Brand für kinematographische Projektionsapparate, bestehend aus einer Verschlussscheibe, deren Fall durch Anziehung eines den Motorkreis kontrollierenden Elektromagneten stattfindet, welche durch Schliessung von Kontakten infolge Reissen oder Abgleiten des Riemens eintritt, gekennzeichnet durch einen normal erregten Hilfselektromagneten (26), dessen Kern das Ende (22) des Riegels der VerschJussscheibe (20) durch den Drehhebel (38, 45) freigibt, wenn die Erregung infolge Bruches des Antriebsriemens oder Abfalles der Motorleistung aufhört.