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Leuchtbombe mit Fallschirm zum Abwurf aus Luftfahrzeugen.
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Stellung der Haken aus der Öffnung ? herausschlüpfen kann, um den Kolben freizugeben und-die Feder ? zum Hinauswerfen des-Fallschirmes ausserhalb des Zylinders 183 wirken zu lassen. Der Moment, wo dieses Hinauswerfen stattfinden soll, kann nach einer Gradteilung 97, vermittels eines Scharniers ein- gestellt werden, durch den mittels des konischen Getriebes 98 der Federkern und somit der Arm 94 zwangläufig verstellbar ist. Je weiter der Schwenkarm von dem Nullpunkt der Teilung entfernt wird, desto mehr wird die im Federhaus untergebrachte Feder entspannt.
Nachdem das Laufwerk durch
Befreiung der Bremse 198, welche auf der Scheibe 99 reibt, in Gang gebracht worden ist, strebt das Ganze seiner Anfangsstellung zu, dabei den Schwenkarm und den Kurbelarm 94 bis in ihre Stillstandstellung mitnehmend.
Zwischen den Wandungen 83 und 84 ist eine feuerfeste Wärmeschutzmasse 100 eingebettet, welche das Laufwerk nach unten schützt, wo innerhalb eines feuerfesten Behälters 101 eine Leuchtladung untergebracht ist. Bei brennender Ladung entweichen die leuchtenden Dämpfe aus den Öffnungen 102 heraus, um das Gebiet zu beleuchten. Diese Leuchtladung ist durch einen Kanal 104, der die Schutz- schicht 100 durchdringt, mit einem Rohr 103 in Verbindung-Die obere Seite dieses Rohres ist zur Auf- nahme einer Zündkapsel 105 eingerichtet, welche durch einen Hammer 106 zur Explosion gebracht wird.
Dieser Hammer kann vermittels eines Hebels 107, welcher vorne beim Regulierungshebel herausschaut, gespannt werden.
Ist der Hammer in Schlagstellung, d. h. unter dem Einfluss der gespannten Feder, so ist er durch einen Haken 108 gehalten, der auf der Platte 110 angelenkt ist und von welchem eine Ver- längerung 111 sich im Wirkungsbereich eines Armes 112 befindet, der vom Laufwerk gedreht wird. Hat die während des Fallens sieh zurückdrehende Regulierungskurbel den Nullpunkt der Teilung, d. h. den
Moment, wo der Fallschirm aus dem Zylinder ausgestossen wird, wieder erreicht, so lässt der Haken 108 auch den Hammer 106 los und letzterer schlägt unter dem Einfluss der Feder 109 auf die Zündkapsel, um die Leuehtladung zu entzünden. Das Rohr 103 ist auf einem kleinen Schlitten 113, den man durch Öffnen der Tür 114 erreichen kann, aufgestellt.
Schiebt man diesen Schlitten in Fig. 2 nach rechts, so bringt man das Rohr und die Kapsel ausserhalb des Wirkungsfeldes des Hammers 106. In dieser Stellung ist nicht nur der Kanal 104 geschlossen, sondern jede unerwünschte Betätigung der Kapsel unmöglich.
Solange der Apparat nicht benützt wird, ist der Fallschirm im Innern des Zylinders durch zwei Wippen 120 gehalten, welche in Öffnungen der Wandungen des Zylinders beweglich gehalten sind, so dass sie in das
Innere des Zylinders hineinragen. Auf der Zeichnung ist die eine Wippe senkrecht, die andere in Halte- stellung gezeigt.
Die gegenseitige, zeitliche Beziehung zwischen Herauswerfen des Fallschirmes und Zündung der
Leuchtmasse könnte auch so vorgesehen sein, dass die beiden Tätigkeiten nicht zusammen, sondern zeit- lich voneinander getrennt sich ereignen. Die Mittel zu diesem Zweck könnten auch ganz andere sein, als diejenigen, die hier oben angegeben worden sind. So könnte beispielsweise eine Luftschraube oder
Luftturbine verwendet werden, die eine gewisse Zeit umlaufen müsste, bevor die Zündung der Leucht- ladung überhaupt geschehen könnte.
Es könnte auch im Innern des Apparates eine elektrische Batterie vorgesehen werden, deren
Strom dazu benützt würde, um einen Zündfunken hervorzurufen, welcher zur Entzündung der Leucht- masse verwendet würde. Die Haube, die hier zum Halten der Leuchtladung gebraucht ist, könnte so aufgebaut werden, dass sie vorerst durch die Zündung vom Apparat getrennt würde und so ganz unab- hängig von den anderen Teilen herabfallen würde. Die Leuehtladung würde dann freigelassen werden und so in der freien Luft verbrennen.
Mit dem beschriebenen Apparat ist es möglich, sehr rasch in einer bestimmten Höhe über dem
Gelände den Fallschirm zwecks Abbremsen der Geschwindigkeit zu entfalten und zugleich oder schon i vorher die Leuchtmasse anzuzünden. Der Apparat schwebt dann in richtiger Entfernung des zu be- leuchtenden Landungsplatzes und ermöglicht innerhalb weniger Sekunden einen Augenschein über die Landungsverhältnisse.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Leuchtbombe mit Fallschirm zum Abwurf auf Luftfahrzeugen, deren Gehäuse eine die Leucht- ladung aufnehmende Kopfkammer und ein gegen diese durch eine Bodenquerwand abgeschlossenes ) Fallschirmausstossrohr bildet, in dem ein unter der Wirkung von Druckfedern stehender Ausstosskolben mittels einer nach einer vorbestimmbaren Fallzeit selbsttätig freigegebenen Verriegelung gegen den
Boden niedergehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (87) mittels eines festen, durch eine Mittelöffnung (89) des Bodens (82) reichenden Hakenfingers (187) in seiner Spamllage verriegelbar ist und in einem durch den Boden und eine zweite Querwand (83) abgeteilten Gehäuseraum ein Uhri federwerk zur selbsttätigen Verdrehung des Fingerhakens aus seiner Sperrlage,
allenfalls auch Auslösung des Zündwerkes für die Leuehtladung untergebracht ist, wobei zur Regelung des Ausstoss-bzw. Zündzeit- punktes ein nach einer Gradteilung (97) einstellbarer, die Verdrehung des Uhrfederkernes bewirkender
Schwenkarm (96) vorgesehen ist.