DE635947C - Zentrifugalschleudermaschine - Google Patents

Zentrifugalschleudermaschine

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DE635947C
DE635947C DET43983D DET0043983D DE635947C DE 635947 C DE635947 C DE 635947C DE T43983 D DET43983 D DE T43983D DE T0043983 D DET0043983 D DE T0043983D DE 635947 C DE635947 C DE 635947C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41BWEAPONS FOR PROJECTING MISSILES WITHOUT USE OF EXPLOSIVE OR COMBUSTIBLE PROPELLANT CHARGE; WEAPONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F41B3/00Sling weapons
    • F41B3/04Centrifugal sling apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

  • Zentrifugalschleudermaschine Die Erfindung dient als treffsichere Abwehrwaffe gegen Flugzeuge und andere bewegliche Ziele durch Abschleudern einer sichtbaren, beliebig lenkbaren Geschoßgarbe mit Motorkraft.
  • Zentrifugalschleudermaschinen sind bekannt, bei denen mit Hilfe einer innerhalb eines Gehäuses durch Motorkraft angetriebenen und mit Geschossen beschickten Scheibe oder Trommel das Abschleudern der Geschosse durch eine im Gehäuse vorgesehene Öffnung oder ein Auslaufrohr bewirkt wird. Diese Vorrichtungen können aber nur zum Abschleudern von nichtexplosiven Geschossen verwendet werden und sind als Abwehrwaffe gegen Flugzeuge unzureichend.
  • Bei der Erfindung werden Granaten mit Zeitzündern verwendet. Diese Granaten sind zu mehreren in je einem Geschoßrahmen, der gleichzeitig als Sicherung für die Zünder dient, eingeschlossen. Auf einer innerhalb eines nach allen Richtungen verstellbaren Ringes mit Auslaufrohr drehbaren, durch einen Motor angetriebenen Scheibe sind mehrere mit den Granaten gefüllte Geschoßrahmen speichenförmig und auswechselbar angebracht.
  • Während der Drehbewegung der Scheibe mit den Geschoßrahmen werden die Granaten mit Hilfe einer Auslöse- und Sperrvorrichtung aus den Rahmen einzeln in beliebig schneller Reihenfolge bis zu mehreren Stükken in der Sekunde herausgelassen und mit einer in jedem Geschoßrahmen befindlichen Gleitschiene und einem deren Verlängerung bildenden Scheibenansatz dem Auslaufrohr in einer bestimmten Seitenlage zugeführt und durch dieses hinausgeschleudert, wobei die Granaten mit einem ihrer Zünder gegen einen in das Rohr hineinragenden federnden und seitlich verschiebbaren Zündbolzen stoßen und so gezündet werden. Dadurch wird eine sichtbare, ähnlich dem Lichtstrahl eines Scheinwerfers lenkbare Geschoßgarbe erzeugt, mit welcher das Ziel schnell erfaßt werden kann.
  • Ferner sind für die Vorrichtung Granaten mit Zeitzündern, von welchen jede in einer ebenfalls 'mit einem Zeitzünder und einer Pulverladung versehenen Hülse steckt, vorgesehen. Diese Granaten werden mit der Hülse von der Vorrichtung abgeschleudert, wobei die Zünder der Granate von dem bereits erwähnten und der Zünder der Hülse von einem zweiten am Auslaufrohr vorgesehenen Zündbolzen gezündet werden. Die Granate wird während ihres Fluges durch Entzündung der Pulverladung in der Hülse von dieser abgeschossen, wodurch die Fluggeschwindigkeit, Reichweite . und Durchschlagskraft der Granate und somit auch die Wirkung der Vorrichtung vergrößert wird.
  • Die Vorrichtung kann auf Land-, Wasser= und Luftfahrzeugen angebracht werden. Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung gezeigt; es " stellen dar : e; r, Abb. i die Vorrichtung von der Seite. g#k sehen mit Einblick in ihr Inneres, Abb. 2 dieselbe von vorn gesehen-=it Schnitt und Außenansicht, Abb.3 eine Hülsengranate mit aufgeschnittener Hülse, Abb. q. eine Auslöseklinke für die Sperrvorrichtung, von vorn gesehen, im größeren Maßstab, Abb. 5 dieselbe von der Seite gesehen, Abb.6 Teilansicht der Scheibe mit Einblick auf die Rahmenfassung, Abb.7 einen Schalthebel der Rahmensperrauslösung, Abb. 8 einen Rahmensperrblock im Querschnitt, Abb. 9 denselben im Längsschnitt, Abb. io eine Granate im Schnitt, Abb. i i Außenansicht der Bodenfläche dieser Granate und Abb. 12 einen mit der Vorrichtung und mit Licht- und Schallmeßgerät ausgerüsteten Motorpanzerwagen im Grundriß.
  • Die Vorrichtung besteht aus mehreren Gescho$rahmen a, einer Scheibe b, auf welcher die Geschoßrahmen speichenförmig und auswechselbar angebracht sind, und einem die Scheibe mit den Geschoßrahmen mit kleinem Abstand umschließenden Ring c, der seitlich mit je einer Wand x abgeschlossen und mit einem Auslaufrohr d und einem verstellbaren Führersitz c2 versehen ist (Abb. i und 2).
  • Diese Vorrichtung ist in doppelter Ausführung auf einer flachliegenden Drehscheibe e senkrecht aufgebaut, indem die beiden Scheiben b mit ihren Antriebsachsen f auf drei mit der Drehscheibe fest verankerten Lagerböcken g gelagert sind, wobei der mittlere Lagerbock g j e ein Ende der beiden Achsen f trägt (Abb. 2). Die zwei je eine Scheibe b mit deren Geschoßrahmen a umschließenden Ringe c sind in je einer sektorförmigen, ebenfalls mit der Drehscheibe e fest verankerten Führungsschiene h drehbar gelagert. Die Drehscheibe e ruht in einem tellerförmigen Lagerfuß i und kann durch Drehen des Handrades j, durch welches das auf der Drehscheibe gelagerte Zahnrad k angetrieben wird, wobei letzteres in die Innenzahnung des die Drehscheibe umfassenden Lagerfußringes eingreift, nach rechts oder links gedreht und so die Vorrichtung nach der Seite eingerichtet werden.
  • Das Hoch- oder Tiefeinstellen des Rohres d erfolgt mit Hilfe einer mit einem Kegelzähnrade versehenen und im Ring c gelagerten Schnecke L, welche in eine Innenzahnung der Führungsschiene h eingreift, durch Drehen des Handrades »z, das durch eine Stange yz mit einem in die Zahnung des ..Kegelzahnrades der Schnecke L eingreifenden :-Kegelzahnrad o verbunden ist (Abb. i nd 2) .
  • Die beiden Antriebsachsen f sind durch die riZahnräder p und qzc mit je einem auf die Drehscheibe e aufgesetzten Elektromotor M, durch welchen der Antrieb erfolgt, gekuppelt. Die Übertragung der Antriebskraft kann anstatt durch Zahnräder auch durch Treibriemen, Stahlband oder Kette erfolgen, während zum Antrieb anstatt des Elektromotors auch ein Benzin- oder andere Motoren verwendet werden können, Zum Anlassen des Motors M dient das Handrad y des Anlassers s. Die Akkumulatoren zuni Antrieb der Motoren M können im Hohlraum A1 der Drehscheibe e untergebracht werden (Abb. i).
  • Während der Drehbewegung der Scheibe b sind die Geschosse t in den die Drehbewegung der Scheibe mitmachenden Rahmen a infolge ihrer Zentrifugalkraft bestrebt, nach außen zu entfliehen. Dieses wird durch zwei Sperrschieber u, welche am äußeren Ende eines jeden - Geschoßrahmens a angebracht sind und durch je einen Hebel v gesteuert werden, verhindert, indem j e eine Feder w gegen je einen Hebel v drückt und so die Sperrschieber u in eine die Ausgangsöffnung der Rahmen a sperrende Lage zwingt (Abb. ?-).
  • Soll nun ein Geschoß herausgeschleudert werden, so wird durch Herandrücken des an der Außenfläche der- Ringwand x befindlichen Handhebels y die Hebelvorrichtung z bewegt und dadurch ein durch die Wand x nach innen führender Bolzen D der Hebelvorrichtung z gegen eine mit einem Ende an der Innenfläche der Wand x zur Scheibe b beweglich angebrachte Gleitschiene E gedrückt, wodurch diese mit ihrem freien Ende entgegen einer Federwirkung F zur Scheibe b hinbewegt wird. Hierdurch wird eine an der Scheibe b drehbar angebrachte Auslöseklinke G bewegt, deren einklinkbarer, mit einem Bolzen H versehener Arm beim Befestigen der Geschoßrahmen a auf die Scheibe b freigelassen wurde, - während die anderen Auslöseklinken G, von denen je eine für jeden Geschoßrahmen a vorgesehen ist, durch je einen neben den Geschoßrahmen an der Scheibe b angebrachten Hebel 1 so gesperrt sind, daß sie-der GleitschieneE ausweichen (Abl@.'i) .
  • Die Beeinflussung der freigelassenen Auslöseklinke G erfolgt, indem deren Bolzen H während der Drehbewegung der Scheibe b unter die Gleitschiene E treffen muß und von dieser während ihrer sich zur Scheibe b neigenden Lage ebenfalls zur Scheibe gedrückt und so der Arm der Auslöseklinke G, welcher auf einem die Sperrschieber u steuernden Hebel v ruht, mit dem letzteren mitbewegt wird. Diese Bewegung wird mit einem seitlich von dem Hebel v abzweigenden Arm auf den zweiten, auf der entgegengesetzten Seite des Geschoßrahmens laufenden Hebel v übertragen, wodurch die beiden Sperrschieber u aus ihrer Sperrlage gezogen werden (Abb. i und 2). -Die Ausgangsöffnung des einen Geschoßrahmens d ist nun für die darin befindlichen Geschosse t, welche durch die Zentrifugalkraft herausstreben, frei. Die Gleitschiene E ist so angebracht, daß dieses Freiwerden des Geschoßrahmenausganges hinter derjenigen Stelle erfolgt, an der das Rohr d in den Ring c hineinragt. Es kann jedoch, solange der Handhebel y der Hebelvorrichtung z in seiner gegen die Wand x gedrückten Lage gehalten wird, nur ein Geschoß den Rahmen verlassen, da der die Rahmen a und die Scheibe b umgebende Ring c nur für ein Geschoß Raum läßt. Die Sperrschieber u werden nach dem Vorbeigang an der Auslöseklinke G unterhalb der Gleitschiene E durch die Federwirkung w wieder in Sperrlage gedrückt, und ihre weitere Betätigung wird verhindert, indem der Bolzen H der Auslöseklinke G nach seinem Vorbeigang unter der Gleitschiene E gegen ein Ende einer an der Innenfläche der Wandx beweglich angebrachten Sperrschiene T stößt und diese so bewegt, daß deren zweites Ende den Durchgang unter der Gleitschiene E für den Bolzen H sperrt und diesen' während der weiteren Drehbewegung der Scheibe b zumUmgehen der Gleitschiene E zwingt.
  • Die Sperrschiene J ist mit ihrem den Durchgang unter der Gleitschiene E sperrenden Teile bei der durch den Bolzen H bewirkten Sperrbewegung in den Sperrbereich des mit einer federnden Sperrnase K versehenen Sperrarmes L der Gleitschiene E gekommen und wird in ihrer Sperrlage durch die Sperrnase K festgehalten, solange der Handhebel y in seiner gegen die Wand x gedrückten Lage gehalten wird.
  • Das nun aus dem Rahmen a freigelassene, durch die Zentrifugalkraft gegen die .Innen-Bäche des Ringes c gedrückte Geschoß wird mit einem an der Scheibe b unmittelbar hinter dem dem Ringe c zugekehrten Geschoßrahmenende befestigten Ansatz N entlang der Innenfläche des Ringes c geschoben und dann durch das Auslaufrohr d herausgeschleudert.
  • Sobald der Handhebel y aus seiner gegen die Wand x gedrückten Lage zurückgezogen wird, wird auch der Bolzen D der Hebelvorrichtung z zurückgezogen und die se frei werdende Gleitschiene E mit ihrem die Sperrschiene I sperrenden Sperrarm L durch ihre Feder F angehoben. Die nun ebenfalls frei werdende Sperrschiene T wird durch den entgegen einer Federwirkung PI an ihrer Außenseite gleitenden Bolzen H aus ihrer .Sperrlage geschöben. So können die Geschosse in beliebig langsamer oder schneller Reihenfolge durch Beeinflussung des Handhebels y herausgeschleudert werden.
  • Die Beeinflussung des Handhebels y kann auch durch den AntriebsmotorM erfolgen, in dem mit einem durch den Motor betriebenen Vorgelege Qu eine Exzenterscheibe R, welche durch einen Bolzen S mit dem Handhebel gekuppelt ist, in Umdrehung versetzt wird. Mit dem zum Verschieben des Treibriemens T dienenden Hebel U kann die Bewegung des Exzenters beschleunigt, verlangsamt oder auch ausgeschaltet werden. Durch die das Vorgelege umgebenden Schutzbleche V wird ein unbeabsichtigtes Berühren der beweglichen Teile während des Betriebes verhindert.
  • Nach dem Ausschalten des Vorgeleges wird mit dem Handgriff W eine Schutzblechwandung mit der Überdachung entgegen einer Federwirkung X zurückgeschoben und durch Anziehen des Hebels U in der Ausschaltrichtung durch eine an den Hebel angeschlossene Sperrstange Z festgestellt. Der Handhebel y wird so freigelegt und kann durch Druck gegen seine federnde Klinke y, wodurch der Bolzen S aus der Exzenterscheibe R herausgezogen wird, von dieser entkuppelt und von Hand bewegt werden (Abb. i).
  • Die für die Vorrichtung vorgesehenen Granaten t sind mit mehreren Zeitzündern t1 von i verschiedener Brenndauer versehen (Abb. io). Diese Zeitzünder werden beim Durchlaufen der Granate durch das Auslaufrohr d durch Anstoß gegen einen federnden, in das Rohr hineinragenden Zündbolzen dl gezündet. Die- i ser Zündbolzen ist um das Auslaufrohr herum verschiebbar gelagert, wird durch Drehen des Handrads cl gesteuert und kann zum Zünden eines Zünders von längerer oder kürzerer Brenndauer eingestellt werden, ohne daß die Abschußgeschwindigkeit hierdurch beeinflußt wird (Abb. i). Hierdurch wird die Erzeugung einer sichtbaren Geschoßgarbe ermöglicht.
  • Damit die Granate t immer mit der gleichen Seitenlage das Rohr d passiert, um so die Möglichkeit zu haben, stets den jeweils gewünschten Zünder mit dem Zündbolzen dl zur Entzündung zu bringen, ist die äußere Bodenfläche der Granate mit einer Nut versehen (Abb. ii), mit welcher die Granate im. Geschoßraum a auf -einer mit dem Rahmen fest verbundenen "Gleitschiene cal gleitet und auch nach dem Verlassen des Rahmens in dieser Lage durch den sie schiebenden Ansatz N gehalten wird, da der Ansatz N an der Scheibe b so angebracht ist, daß er mit seiner Stirnkante die Verlängerung der Gleitschiene d bildet (Abb. i und 2). Eine in der Bodenflächennut der Granate t angebrachte federnde Sperrnase t2 (Abb. i i) verhindert, daß die Granate verkehrt in den Rahmen a geschoben wird.
  • Die Sperrschiene l hat in etwa halber Länge einen Bolzen 1l, mit welchem sie drehbar an der Innenfläche der einen Wand x angebracht ist. An ihren beiden Enden ist die Sperrschiene mit je einer federnd gelagerten Gleitkugel J2 versehen, mit welcher die Sperrschienenenden an der Innenfläche der Wand x gleiten (Abb. q. und 5).
  • Verläßt das letzte Geschoß t seinen Rahmen a, so drückt ein im Rahmen gleitbar gelagerter, den Geschossen durch die Zentrifugalkraft folgender Rahmensperrblock af mit seiner seitlich aus dem Rahmen hervorragenden Nase a3 gegen das dem Ringe c zugekehrte, mit einem Ansatz versehene Ende des Hebels I und bewegt diesen so, daß die Auslöseklinke G des nächsten Rahmens a frei wird, während die Auslöseklinke des eben entleerten Rahmens ausgeschaltet wird, indem der Hebel I mit seinem Ansatz h gegen den Arm G1 der Auslöseklinke stößt und diesen entgegen einer Federwirkung G2 in eine mit ihrem Bolzen H der Gleitschiene E sowie der Sperrschiene .T ausweichende Lage drückt und sie in dieser Lage festhält (Abb. i).
  • In jedem Geschoßrahmen a befindet sich unterhalb der Geschosse t ein Rahmensperrblock a2, der etwas schwerer ist als das einzelne Geschoß und außer dem Ein- und Ausschalten der Auslöseklinken die Geschosse am Zurückfallen im Rahmen verhindert, sobald die Umdrehungsbewegung der Vorrichtung ausgeschaltet wird, bevor alle Geschosse herausgeschleudert sind, indem der Sperrblock mit seinen federnd gelagerten Sperrnasen a4, welche in die Sperrnuten a5 des Rahmens einschnappen, am Zurückfallen verhindert wird und so den Rückweg für die Geschosse sperrt (Abb. i). Der für die Nase eis des Sperrblocks im Rahmen a, vorgesehene Schlitz ist so abgeschlossen, daß der Sperrblock den Rahmen nicht verlassen kann. -Zum Füllen des Rahmens mit Geschossen wird der Sperrblock mit Hilfe einer Stange, die in eine von oben in den Block führende Bohrung gestoßen wird, im Rahmen zurückgeschoben, indem ein in der Bohrung gelagerter Bolzen ae mit Hilfe einer mit ihm fest verbundenen Querstange, welche auf den die Sperrnasen a4 verbindenden Blattfedern a7 ruht; - letztere einbiegt und so - die Sperrnasen zurückzieht, während durch einen weiteren Druck der Block mit Hilfe der Stange zurückgeschoben werden kann (Abb. 8 und 9).
  • Nach dem Herausschleudern sämtlicher Geschosse aus allen an der einen Scheibe b befestigten Geschoßrahmen a wird die zweite Scheibe mit ihren Geschoßrahmen in die Drehbe@vegung eingeschaltet, und es kann so das Schleudern fortgesetzt werden, während inzwischen die leeren Geschoßrahmen der ersteren Scheibe gegen volle ausgewechselt werden können. -Das Abnehmen der Geschoßrahmen a erfolgt, indem nach Öffnen einer Tür in der Seitenwand x (Abb. i rechts) der an der Scheibe b angebrachte Schalthebel b1 von der Scheibe b abbewegt wird, wodurch mit Hilfe einer Stange b3 die an der Rückseite der Scheibe b gelagerte Rahmensperrauslösungb2 gegen zwei Bolzen a$ geschoben wird. Hierdurch werden zwei mit je einem dieser Bolzen fest verbundene, in je einem zylinderförmigen Rahmenansatz aa gelagerte Sperrnasen a1° aus ihrer Sperrlage zurückgeschoben. Der Rahmen a kann nun von der Scheibe b abgenommen werden. Hierbei werden die Auslöseklinken G frei, indem die durch das Entfernen des Rahmens a von dem Druck der Nasen a3 befreiten Hebel I durch eine Feder 12 gegen den Begrenzungsstift 13 gedrückt werden (Abb. i, 2, 6 und 7).
  • Das Anbringen der Rahmen a an der Scheibe b erfolgt, indem die zylinderförmigen Ansätze a9 der Rahmen a in die Bohrungen b4 der Scheibe b eingeführt werden, wobei die in den Ansätzen gelagerten Sperrnasen infolge ihrer abgeschrägten Form selbsttätig zurückgedrückt und nach dem Vorbeigang an der Bohrung auf der Rückseite der Scheibe b durch eine Feder vorgeschoben werden und so ein Lösen des Rahmens a von der Scheibe b verhindern (Abb. 2).
  • Jeder Geschoßrahmeri a hat außer je zwei zylinderförmigen Ansätzen a9 noch je zwei ebenfalls zylinderförmige Ansätze W2, die so gehalten sind, daß die Rahmen mit ihrer Hilfe aufeinandergestapelt werden können, wobei.durch sie gleichzeitig die Hebel v vor Verbiegen geschützt werden. Der Boden eines zur Aufnahme von Geschoßrahmen a dienenden Raumes wird zweckmäßig ebenfalls mit Zylindern alt versehen.
  • Außer dem bereits erwähnten Geschoß t (Abb. io) ist für die Vorrichtung noch eine Hülsengranate t3 (Abb. 3) vorgesehen. Diese Granate ist ähnlich wie die Granate t mit mehreren Zeitzündern t1 von verschiedener Brenndauer versehen. Diese Zeitzünder bestehen aus je einem am Kopf der Granate hervorragenden Zündhütchen, von dem ein Metallröhrchen, eine Zündschnur umfassend, nach dem Inneren der Granate so führt, daß ein Ende der Zündschnur in die Sprengmasse der Granate hineinragt. Eine schwache Bohrung t4, welche von der Stelle, wo die Zündschnur in das Zündhütchen hineinragt, nach außen führt, dient als Ausgang für die sich beim Verbrennungsvorgang der Zündschnur entwickelnden Gase.
  • Die Granate t3 (Abb. 3) ist länger und schwerer als die Granate t (Abb. io) und ist mit zwei Führungsringen t5 versehen. Außerdem steckt sie bis an den Kopf in einer Hülset', die schwerer ist als die in ihr steckende Granate t3. Der Innenraum der Hülse zwischen dem Hülsen- und Geschoßboden wird mit Blättchenpulver oder ähnlicher Schießmasse gefüllt. Außen ist die Hülse t6 mit einer entlang dieser laufenden Rille t' versehen, in welche in Nähe des Hülsenbodens ein Zeitzünder t1 so eingesetzt ist, daß die Zündschnur dieses Zünders mit einem Ende in das Blättchenpulver hineinragt. Auf der der Rille t' entgegengesetzten Seite der Hülse läuft zwecks Ausgleich eine zweite Rille. Der Boden der Hülse ist ebenfalls wie der Boden der Granate (Abb. i i) mit einer Nut und Sperrnase 12 versehen.
  • Diese Hülsengranate wird mitsamt der Hülse von der Vorrichtung abgeschleudert und stößt beim Durchgang durch das Rohr d mit einem der am Kopf der --Granate vorragenden Zündhütchen gegen den ins Rohr hineinragenden verschiebbaren Zündbolzen dl und mit dem in der Rille t' der Hülse befindlichen Zünder gegen einen zweiten Zündbolzen d2, welcher etwas weniger tief als ersterer ins Rohr hineinragt, so daß er die am Kopf der Granate befindlichen Zünder nicht berührt. Der Zündbolzen d1 ist breiter ausgeführt als die Rille t' und wird so durch diese beim Verschieben nicht beeinflußt.
  • Der Zünder in der Hülsenrille t' ist so gestellt, daß er auf etwa halber Flugbahn des Geschosses das Blättchenpulver in der Hülse zur Entzündung bringt. Hierdurch wird das Geschoß aus der Hülse herausgeschleudert und so seine Fluggeschwindigkeit, Reichweite und Durchschlagskraft vergrößert. Zur besseren Ausnutzung der Wirkung des Blättchenpulvers ist die Hülseninnenwand mit im Rechtsdrall laufenden Zügen t8 und die Granate mit zwei Führungsringen t5 versehen.
  • Die Vorrichtung ist auf einen fünfachsigen Motorpanzerwagen WI aufgebaut. Der Antrieb dieses Wagens erfolgt durch zwei Motoren W2, neben welchen sich die Kühlwasserbehälter W3 und die Benzinbehälter Bi befinden. Die Räume T1 dienen zur Aufnahme von Reservegeschoßrahmen a. Die Räume R1 sind für Ersatzteile und Werkzeug vorgesehen. Außer der Vorrichtung ist der Wagen mit Licht- und Schallmeßgeräten L1, wobei ein ausfahrbares Fernrohr L2 verwendet wird, ausgerüstet. Der Raum R2 ist als Aufenthaltsraum für die Bedienungsmannschaft vorgesehen (Abb. i2).
  • So kann die- Vorrichtung schnell ihren Stand wechseln und mit Hilfe des- ausfahrbaren Fernrohrs L2 den Feind auch durch indirektes Feuer abwehren, während der Feind die Vorrichtung nicht bekämpfen kann, da er weder das Aufblitzen eines Mündungsfeuers noch ein Abschußgeräusch wahrnehmen und so ihren Stand nicht feststellen kann.
  • Die Vorrichtung kann in verschiedenen Größen gebaut und auch zum Abschleudern von Gewehrkugeln eingerichtet werden. Zum Feststellen der Entfernung des Zieles ist auf dem Rohr d ein Sichtrohr d3 vorgesehen. Dieses Sichtrohr besteht aus einem mit einer schwachen Bohrung und einem Zeiger versehenen Rohr, das in einem zweiten Rohr vor- und zurückschiebbar gelagert ist, wobei der Zeiger des ersteren über ein unterhalb des zweiten Rohres feststehendes Zeichenband gleitet. Mit einer Schraube kann das S ichtrohr im zweiten Rohr festgestellt werden (Abb. i).
  • Das verschiebbare Rohr des Sichtrohres d3 ist ohne Glas, während das zweite Rohr an -seinem Ende nur mit durchsichtigen Schutzscheiben versehen ist. Das Sichtfeld wird durch Schieben des verschiebbaren Rohres zum Auge des Beobachters vergrößert und durch Zurückschieben verkleinert. Auf dem Zeichenband zeigt der Zeiger den jeweiligen Durchmesser an, den das Sichtfeld an der Grenze des Feuerbereiches der Vorrichtung hat. Wird nun das Sichtfeld von einem Ziel, das etwa die Größe des auf dem Zeichenband durch den Zeiger angezeigten Durchmessers hat, verdeckt, so ist es auch im Feuerbereich der Vorrichtung.
  • Die Vorrichtung kann auch zum Abschleudern von Leucht- und Feuerwerkskörpern eingerichtet und so auch für Reklamezwecke verwendet werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zentrifugalschleudermaschine mit innerhalb eines Ringes mit Auslaufrohr senkrecht drehbarer und durch einen Motor angetriebener Scheibe, welche mit speichenförmig angeordneten Geschoßrahmen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaufrohr (d) für die Geschosse mit einem Zündbolzen (di) und die Geschoßrahmen (a) mit j e einer Gleitschiene (a1) versehen sind, deren Verlängerung je ein Scheibenansatz (N) bildet, welcher Granaten (t) in einer bestimmten Seitenlage dem Rohre (d) zuführt, die beim Durchlaufen des Rohres (d) durch Anstoß ihrer Zeitzünder (t) gegen den Zündbolzen gezündet werden und eine sichtbare Geschoßgarbe erzeugen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschoßrahmen (a) mit Sperrschiebern (u) versehen sind, welche durch Hebel (v) gesteuert werden, deren freies Ende unter eine Auslöseklinke (G) treten kann, und daß eine an der Innenfläche der Ringwand (x) angebrachte Sperrschiene (J) das Abschleudern der Geschosse in beliebig schneller Reihenfolge ermöglicht, indem die Auslöseklinke (G), nachdem sie unter eine Gleitschiene (E) gelangt und dabei von dieser niedergedrückt worden ist, die Sperrschiene (J) in Sperrlage schiebt, in welcher die Schiene durch eine Sperrnase (K) der Gleitschiene (E) bis zum Anheben der Sperrnase festgehalten wird und dadurch die Auslöseklinke zum Umgehen der Gleitschiene (E) zwingt.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Rahmen (a) je ein den Geschossen bis zum Rahmenausgang folgender Rahinensperrblock (a2) den Rückweg des Rahmens sperrt und beim Herauslaufen des letzten Geschosses aus einem Rahmen mit Hilfe einer Nase (a3) einen Hebel (I) so steuert, daß dieser die durch ihn gesperrte Auslösungsklinke (G) des nächsten Rahmen (a) freigibt und die Auslöseklinke des leergewordenen Rahmens sperrt, also ein Rahmen nach dem anderen selbsttätig für das Abschleudern seiner Geschosse freigegeben wird. q.. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslaufrohr (d) mit einem zweiten, die Verwendung von Hülsengranaten (t3) ermöglichenden Zündbolzen (d=) versehen ist, welche während ihrer Flugtätigkeit durch Entzündung einer Pulverladung der Hülse (t°) von letzterer abgeschossen werden, wodurch deren Durchschlagskraft vergrößert wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6520169B1 (en) 2000-02-29 2003-02-18 Trinamic Technologies, Llc Weapon for centrifugal propulsion of projectiles

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US6520169B1 (en) 2000-02-29 2003-02-18 Trinamic Technologies, Llc Weapon for centrifugal propulsion of projectiles

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