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Zentrifugalschleudermaschine Die Erfindung dient als treffsichere
Abwehrwaffe gegen Flugzeuge und andere bewegliche Ziele durch Abschleudern einer
sichtbaren, beliebig lenkbaren Geschoßgarbe mit Motorkraft.
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Zentrifugalschleudermaschinen sind bekannt, bei denen mit Hilfe einer
innerhalb eines Gehäuses durch Motorkraft angetriebenen und mit Geschossen beschickten
Scheibe oder Trommel das Abschleudern der Geschosse durch eine im Gehäuse vorgesehene
Öffnung oder ein Auslaufrohr bewirkt wird. Diese Vorrichtungen können aber nur zum
Abschleudern von nichtexplosiven Geschossen verwendet werden und sind als Abwehrwaffe
gegen Flugzeuge unzureichend.
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Bei der Erfindung werden Granaten mit Zeitzündern verwendet. Diese
Granaten sind zu mehreren in je einem Geschoßrahmen, der gleichzeitig als Sicherung
für die Zünder dient, eingeschlossen. Auf einer innerhalb eines nach allen Richtungen
verstellbaren Ringes mit Auslaufrohr drehbaren, durch einen Motor angetriebenen
Scheibe sind mehrere mit den Granaten gefüllte Geschoßrahmen speichenförmig und
auswechselbar angebracht.
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Während der Drehbewegung der Scheibe mit den Geschoßrahmen werden
die Granaten mit Hilfe einer Auslöse- und Sperrvorrichtung aus den Rahmen einzeln
in beliebig schneller Reihenfolge bis zu mehreren Stükken in der Sekunde herausgelassen
und mit einer in jedem Geschoßrahmen befindlichen Gleitschiene und einem deren Verlängerung
bildenden Scheibenansatz dem Auslaufrohr in einer bestimmten Seitenlage zugeführt
und durch dieses hinausgeschleudert, wobei die Granaten mit einem ihrer Zünder gegen
einen in das Rohr hineinragenden federnden und seitlich verschiebbaren Zündbolzen
stoßen und so gezündet werden. Dadurch wird eine sichtbare, ähnlich dem Lichtstrahl
eines Scheinwerfers lenkbare Geschoßgarbe erzeugt, mit welcher das Ziel schnell
erfaßt werden kann.
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Ferner sind für die Vorrichtung Granaten mit Zeitzündern, von welchen
jede in einer ebenfalls 'mit einem Zeitzünder und einer Pulverladung versehenen
Hülse steckt, vorgesehen. Diese Granaten werden mit der Hülse von der Vorrichtung
abgeschleudert, wobei die Zünder der Granate von dem bereits erwähnten und der Zünder
der Hülse von einem zweiten am Auslaufrohr vorgesehenen Zündbolzen gezündet werden.
Die Granate wird während ihres Fluges durch Entzündung der Pulverladung in der Hülse
von dieser abgeschossen, wodurch die Fluggeschwindigkeit, Reichweite . und Durchschlagskraft
der Granate und somit auch die Wirkung der Vorrichtung vergrößert wird.
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Die Vorrichtung kann auf Land-, Wasser= und Luftfahrzeugen angebracht
werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen
Vorrichtung gezeigt; es " stellen dar : e; r, Abb. i die Vorrichtung von der Seite.
g#k sehen mit Einblick in ihr Inneres, Abb. 2 dieselbe von vorn gesehen-=it Schnitt
und Außenansicht, Abb.3 eine Hülsengranate mit aufgeschnittener Hülse, Abb. q. eine
Auslöseklinke für die Sperrvorrichtung, von vorn gesehen, im größeren Maßstab, Abb.
5 dieselbe von der Seite gesehen, Abb.6 Teilansicht der Scheibe mit Einblick auf
die Rahmenfassung, Abb.7 einen Schalthebel der Rahmensperrauslösung, Abb. 8 einen
Rahmensperrblock im Querschnitt, Abb. 9 denselben im Längsschnitt, Abb. io eine
Granate im Schnitt, Abb. i i Außenansicht der Bodenfläche dieser Granate und Abb.
12 einen mit der Vorrichtung und mit Licht- und Schallmeßgerät ausgerüsteten Motorpanzerwagen
im Grundriß.
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Die Vorrichtung besteht aus mehreren Gescho$rahmen a, einer Scheibe
b, auf welcher die Geschoßrahmen speichenförmig und auswechselbar angebracht sind,
und einem die Scheibe mit den Geschoßrahmen mit kleinem Abstand umschließenden Ring
c, der seitlich mit je einer Wand x abgeschlossen und mit einem Auslaufrohr d und
einem verstellbaren Führersitz c2 versehen ist (Abb. i und 2).
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Diese Vorrichtung ist in doppelter Ausführung auf einer flachliegenden
Drehscheibe e senkrecht aufgebaut, indem die beiden Scheiben b mit ihren
Antriebsachsen f
auf drei mit der Drehscheibe fest verankerten Lagerböcken
g gelagert sind, wobei der mittlere Lagerbock g j e ein Ende der beiden Achsen f
trägt (Abb. 2). Die zwei je eine Scheibe b mit deren Geschoßrahmen a umschließenden
Ringe c sind in je einer sektorförmigen, ebenfalls mit der Drehscheibe e fest verankerten
Führungsschiene h drehbar gelagert. Die Drehscheibe e ruht in einem tellerförmigen
Lagerfuß i und kann durch Drehen des Handrades j, durch welches das auf der Drehscheibe
gelagerte Zahnrad k angetrieben wird, wobei letzteres in die Innenzahnung des die
Drehscheibe umfassenden Lagerfußringes eingreift, nach rechts oder links gedreht
und so die Vorrichtung nach der Seite eingerichtet werden.
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Das Hoch- oder Tiefeinstellen des Rohres d erfolgt mit Hilfe einer
mit einem Kegelzähnrade versehenen und im Ring c gelagerten Schnecke L, welche in
eine Innenzahnung der Führungsschiene h eingreift, durch Drehen des Handrades »z,
das durch eine Stange yz mit einem in die Zahnung des ..Kegelzahnrades der Schnecke
L eingreifenden :-Kegelzahnrad o verbunden ist (Abb. i nd 2) .
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Die beiden Antriebsachsen f sind durch die riZahnräder p und
qzc mit je einem auf die Drehscheibe e aufgesetzten Elektromotor M, durch welchen
der Antrieb erfolgt, gekuppelt. Die Übertragung der Antriebskraft kann anstatt durch
Zahnräder auch durch Treibriemen, Stahlband oder Kette erfolgen, während zum Antrieb
anstatt des Elektromotors auch ein Benzin- oder andere Motoren verwendet werden
können, Zum Anlassen des Motors M dient das Handrad y des Anlassers s. Die Akkumulatoren
zuni Antrieb der Motoren M können im Hohlraum A1 der Drehscheibe e untergebracht
werden (Abb. i).
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Während der Drehbewegung der Scheibe b sind die Geschosse t in den
die Drehbewegung der Scheibe mitmachenden Rahmen a infolge ihrer Zentrifugalkraft
bestrebt, nach außen zu entfliehen. Dieses wird durch zwei Sperrschieber u, welche
am äußeren Ende eines jeden - Geschoßrahmens a angebracht sind und durch je einen
Hebel v gesteuert werden, verhindert, indem j e eine Feder w gegen je einen Hebel
v drückt und so die Sperrschieber u in eine die Ausgangsöffnung der Rahmen a sperrende
Lage zwingt (Abb. ?-).
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Soll nun ein Geschoß herausgeschleudert werden, so wird durch Herandrücken
des an der Außenfläche der- Ringwand x befindlichen Handhebels y die Hebelvorrichtung
z bewegt und dadurch ein durch die Wand x nach innen führender Bolzen D der Hebelvorrichtung
z gegen eine mit einem Ende an der Innenfläche der Wand x zur Scheibe
b beweglich angebrachte Gleitschiene E gedrückt, wodurch diese mit ihrem
freien Ende entgegen einer Federwirkung F zur Scheibe b hinbewegt wird. Hierdurch
wird eine an der Scheibe b drehbar angebrachte Auslöseklinke G bewegt, deren einklinkbarer,
mit einem Bolzen H versehener Arm beim Befestigen der Geschoßrahmen a auf die Scheibe
b freigelassen wurde, - während die anderen Auslöseklinken G, von denen je eine
für jeden Geschoßrahmen a vorgesehen ist, durch je einen neben den Geschoßrahmen
an der Scheibe b angebrachten Hebel 1 so gesperrt sind, daß sie-der GleitschieneE
ausweichen (Abl@.'i) .
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Die Beeinflussung der freigelassenen Auslöseklinke G erfolgt, indem
deren Bolzen H während der Drehbewegung der Scheibe b unter die Gleitschiene E treffen
muß und von dieser während ihrer sich zur Scheibe b neigenden Lage ebenfalls zur
Scheibe gedrückt
und so der Arm der Auslöseklinke G, welcher auf
einem die Sperrschieber u steuernden Hebel v ruht, mit dem letzteren mitbewegt wird.
Diese Bewegung wird mit einem seitlich von dem Hebel v abzweigenden Arm auf den
zweiten, auf der entgegengesetzten Seite des Geschoßrahmens laufenden Hebel v übertragen,
wodurch die beiden Sperrschieber u aus ihrer Sperrlage gezogen werden (Abb. i und
2). -Die Ausgangsöffnung des einen Geschoßrahmens d ist nun für die darin befindlichen
Geschosse t, welche durch die Zentrifugalkraft herausstreben, frei. Die Gleitschiene
E ist so angebracht, daß dieses Freiwerden des Geschoßrahmenausganges hinter derjenigen
Stelle erfolgt, an der das Rohr d in den Ring c hineinragt. Es kann jedoch, solange
der Handhebel y der Hebelvorrichtung z in seiner gegen die Wand x gedrückten Lage
gehalten wird, nur ein Geschoß den Rahmen verlassen, da der die Rahmen a und die
Scheibe b umgebende Ring c nur für ein Geschoß Raum läßt. Die Sperrschieber u werden
nach dem Vorbeigang an der Auslöseklinke G unterhalb der Gleitschiene E durch die
Federwirkung w wieder in Sperrlage gedrückt, und ihre weitere Betätigung wird verhindert,
indem der Bolzen H der Auslöseklinke G nach seinem Vorbeigang unter der Gleitschiene
E gegen ein Ende einer an der Innenfläche der Wandx beweglich angebrachten Sperrschiene
T stößt und diese so bewegt, daß deren zweites Ende den Durchgang unter der Gleitschiene
E für den Bolzen H sperrt und diesen' während der weiteren Drehbewegung der Scheibe
b zumUmgehen der Gleitschiene E zwingt.
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Die Sperrschiene J ist mit ihrem den Durchgang unter der Gleitschiene
E sperrenden Teile bei der durch den Bolzen H bewirkten Sperrbewegung in den Sperrbereich
des mit einer federnden Sperrnase K versehenen Sperrarmes L der Gleitschiene E gekommen
und wird in ihrer Sperrlage durch die Sperrnase K festgehalten, solange der Handhebel
y in seiner gegen die Wand x gedrückten Lage gehalten wird.
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Das nun aus dem Rahmen a freigelassene, durch die Zentrifugalkraft
gegen die .Innen-Bäche des Ringes c gedrückte Geschoß wird mit einem an der Scheibe
b unmittelbar hinter dem dem Ringe c zugekehrten Geschoßrahmenende befestigten Ansatz
N entlang der Innenfläche des Ringes c geschoben und dann durch das Auslaufrohr
d herausgeschleudert.
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Sobald der Handhebel y aus seiner gegen die Wand x gedrückten Lage
zurückgezogen wird, wird auch der Bolzen D der Hebelvorrichtung z zurückgezogen
und die se frei werdende Gleitschiene E mit ihrem die Sperrschiene I sperrenden
Sperrarm L durch ihre Feder F angehoben. Die nun ebenfalls frei werdende
Sperrschiene T wird durch den entgegen einer Federwirkung PI an ihrer Außenseite
gleitenden Bolzen H aus ihrer .Sperrlage geschöben. So können die Geschosse in beliebig
langsamer oder schneller Reihenfolge durch Beeinflussung des Handhebels y herausgeschleudert
werden.
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Die Beeinflussung des Handhebels y kann auch durch den AntriebsmotorM
erfolgen, in dem mit einem durch den Motor betriebenen Vorgelege Qu eine Exzenterscheibe
R, welche durch einen Bolzen S mit dem Handhebel gekuppelt ist, in Umdrehung
versetzt wird. Mit dem zum Verschieben des Treibriemens T dienenden Hebel
U kann die Bewegung des Exzenters beschleunigt, verlangsamt oder auch ausgeschaltet
werden. Durch die das Vorgelege umgebenden Schutzbleche V wird ein unbeabsichtigtes
Berühren der beweglichen Teile während des Betriebes verhindert.
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Nach dem Ausschalten des Vorgeleges wird mit dem Handgriff W eine
Schutzblechwandung mit der Überdachung entgegen einer Federwirkung X zurückgeschoben
und durch Anziehen des Hebels U in der Ausschaltrichtung durch eine an den Hebel
angeschlossene Sperrstange Z festgestellt. Der Handhebel y wird so freigelegt und
kann durch Druck gegen seine federnde Klinke y, wodurch der Bolzen S aus der Exzenterscheibe
R herausgezogen wird, von dieser entkuppelt und von Hand bewegt werden (Abb. i).
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Die für die Vorrichtung vorgesehenen Granaten t sind mit mehreren
Zeitzündern t1 von i verschiedener Brenndauer versehen (Abb. io). Diese Zeitzünder
werden beim Durchlaufen der Granate durch das Auslaufrohr d durch Anstoß gegen einen
federnden, in das Rohr hineinragenden Zündbolzen dl gezündet. Die- i ser Zündbolzen
ist um das Auslaufrohr herum verschiebbar gelagert, wird durch Drehen des Handrads
cl gesteuert und kann zum Zünden eines Zünders von längerer oder kürzerer Brenndauer
eingestellt werden, ohne daß die Abschußgeschwindigkeit hierdurch beeinflußt wird
(Abb. i). Hierdurch wird die Erzeugung einer sichtbaren Geschoßgarbe ermöglicht.
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Damit die Granate t immer mit der gleichen Seitenlage das Rohr d passiert,
um so die Möglichkeit zu haben, stets den jeweils gewünschten Zünder mit dem Zündbolzen
dl zur Entzündung zu bringen, ist die äußere Bodenfläche der Granate mit einer Nut
versehen (Abb. ii), mit welcher die Granate im. Geschoßraum a auf -einer mit dem
Rahmen
fest verbundenen "Gleitschiene cal gleitet und auch nach
dem Verlassen des Rahmens in dieser Lage durch den sie schiebenden Ansatz
N gehalten wird, da der Ansatz N an der Scheibe b so angebracht ist, daß
er mit seiner Stirnkante die Verlängerung der Gleitschiene d bildet (Abb. i und
2). Eine in der Bodenflächennut der Granate t angebrachte federnde Sperrnase t2
(Abb. i i) verhindert, daß die Granate verkehrt in den Rahmen a geschoben wird.
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Die Sperrschiene l hat in etwa halber Länge einen Bolzen 1l, mit welchem
sie drehbar an der Innenfläche der einen Wand x angebracht ist. An ihren beiden
Enden ist die Sperrschiene mit je einer federnd gelagerten Gleitkugel J2 versehen,
mit welcher die Sperrschienenenden an der Innenfläche der Wand x gleiten (Abb. q.
und 5).
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Verläßt das letzte Geschoß t seinen Rahmen a, so drückt ein im Rahmen
gleitbar gelagerter, den Geschossen durch die Zentrifugalkraft folgender Rahmensperrblock
af mit seiner seitlich aus dem Rahmen hervorragenden Nase a3 gegen das dem Ringe
c zugekehrte, mit einem Ansatz versehene Ende des Hebels I und bewegt diesen so,
daß die Auslöseklinke G des nächsten Rahmens a frei wird, während die Auslöseklinke
des eben entleerten Rahmens ausgeschaltet wird, indem der Hebel I mit seinem Ansatz
h gegen den Arm G1 der Auslöseklinke stößt und diesen entgegen einer Federwirkung
G2 in eine mit ihrem Bolzen H der Gleitschiene E sowie der Sperrschiene .T ausweichende
Lage drückt und sie in dieser Lage festhält (Abb. i).
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In jedem Geschoßrahmen a befindet sich unterhalb der Geschosse t ein
Rahmensperrblock a2, der etwas schwerer ist als das einzelne Geschoß und außer dem
Ein- und Ausschalten der Auslöseklinken die Geschosse am Zurückfallen im Rahmen
verhindert, sobald die Umdrehungsbewegung der Vorrichtung ausgeschaltet wird, bevor
alle Geschosse herausgeschleudert sind, indem der Sperrblock mit seinen federnd
gelagerten Sperrnasen a4, welche in die Sperrnuten a5 des Rahmens einschnappen,
am Zurückfallen verhindert wird und so den Rückweg für die Geschosse sperrt (Abb.
i). Der für die Nase eis des Sperrblocks im Rahmen a, vorgesehene Schlitz ist so
abgeschlossen, daß der Sperrblock den Rahmen nicht verlassen kann. -Zum Füllen des
Rahmens mit Geschossen wird der Sperrblock mit Hilfe einer Stange, die in eine von
oben in den Block führende Bohrung gestoßen wird, im Rahmen zurückgeschoben, indem
ein in der Bohrung gelagerter Bolzen ae mit Hilfe einer mit ihm fest verbundenen
Querstange, welche auf den die Sperrnasen a4 verbindenden Blattfedern a7 ruht; -
letztere einbiegt und so - die Sperrnasen zurückzieht, während durch einen weiteren
Druck der Block mit Hilfe der Stange zurückgeschoben werden kann (Abb. 8 und 9).
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Nach dem Herausschleudern sämtlicher Geschosse aus allen an der einen
Scheibe b befestigten Geschoßrahmen a wird die zweite Scheibe mit ihren Geschoßrahmen
in die Drehbe@vegung eingeschaltet, und es kann so das Schleudern fortgesetzt werden,
während inzwischen die leeren Geschoßrahmen der ersteren Scheibe gegen volle ausgewechselt
werden können. -Das Abnehmen der Geschoßrahmen a erfolgt, indem nach Öffnen einer
Tür in der Seitenwand x (Abb. i rechts) der an der Scheibe b angebrachte Schalthebel
b1 von der Scheibe b abbewegt wird, wodurch mit Hilfe einer Stange b3 die an der
Rückseite der Scheibe b gelagerte Rahmensperrauslösungb2 gegen zwei Bolzen a$ geschoben
wird. Hierdurch werden zwei mit je einem dieser Bolzen fest verbundene, in je einem
zylinderförmigen Rahmenansatz aa gelagerte Sperrnasen a1° aus ihrer Sperrlage zurückgeschoben.
Der Rahmen a kann nun von der Scheibe b abgenommen werden. Hierbei werden die Auslöseklinken
G frei, indem die durch das Entfernen des Rahmens a von dem Druck der Nasen a3 befreiten
Hebel I durch eine Feder 12 gegen den Begrenzungsstift 13 gedrückt werden (Abb.
i, 2, 6 und 7).
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Das Anbringen der Rahmen a an der Scheibe b erfolgt, indem die zylinderförmigen
Ansätze a9 der Rahmen a in die Bohrungen b4 der Scheibe b eingeführt werden, wobei
die in den Ansätzen gelagerten Sperrnasen infolge ihrer abgeschrägten Form selbsttätig
zurückgedrückt und nach dem Vorbeigang an der Bohrung auf der Rückseite der Scheibe
b durch eine Feder vorgeschoben werden und so ein Lösen des Rahmens a von der Scheibe
b verhindern (Abb. 2).
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Jeder Geschoßrahmeri a hat außer je zwei zylinderförmigen Ansätzen
a9 noch je zwei ebenfalls zylinderförmige Ansätze W2, die so gehalten sind, daß
die Rahmen mit ihrer Hilfe aufeinandergestapelt werden können, wobei.durch sie gleichzeitig
die Hebel v vor Verbiegen geschützt werden. Der Boden eines zur Aufnahme von Geschoßrahmen
a dienenden Raumes wird zweckmäßig ebenfalls mit Zylindern alt versehen.
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Außer dem bereits erwähnten Geschoß t (Abb. io) ist für die Vorrichtung
noch eine Hülsengranate t3 (Abb. 3) vorgesehen. Diese Granate ist ähnlich wie die
Granate t mit mehreren Zeitzündern t1 von verschiedener Brenndauer versehen. Diese
Zeitzünder bestehen aus je einem am Kopf der Granate
hervorragenden
Zündhütchen, von dem ein Metallröhrchen, eine Zündschnur umfassend, nach dem Inneren
der Granate so führt, daß ein Ende der Zündschnur in die Sprengmasse der Granate
hineinragt. Eine schwache Bohrung t4, welche von der Stelle, wo die Zündschnur in
das Zündhütchen hineinragt, nach außen führt, dient als Ausgang für die sich beim
Verbrennungsvorgang der Zündschnur entwickelnden Gase.
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Die Granate t3 (Abb. 3) ist länger und schwerer als die Granate t
(Abb. io) und ist mit zwei Führungsringen t5 versehen. Außerdem steckt sie bis an
den Kopf in einer Hülset', die schwerer ist als die in ihr steckende Granate t3.
Der Innenraum der Hülse zwischen dem Hülsen- und Geschoßboden wird mit Blättchenpulver
oder ähnlicher Schießmasse gefüllt. Außen ist die Hülse t6 mit einer entlang dieser
laufenden Rille t' versehen, in welche in Nähe des Hülsenbodens ein Zeitzünder t1
so eingesetzt ist, daß die Zündschnur dieses Zünders mit einem Ende in das Blättchenpulver
hineinragt. Auf der der Rille t' entgegengesetzten Seite der Hülse läuft zwecks
Ausgleich eine zweite Rille. Der Boden der Hülse ist ebenfalls wie der Boden der
Granate (Abb. i i) mit einer Nut und Sperrnase 12 versehen.
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Diese Hülsengranate wird mitsamt der Hülse von der Vorrichtung abgeschleudert
und stößt beim Durchgang durch das Rohr d mit einem der am Kopf der --Granate vorragenden
Zündhütchen gegen den ins Rohr hineinragenden verschiebbaren Zündbolzen dl und mit
dem in der Rille t' der Hülse befindlichen Zünder gegen einen zweiten Zündbolzen
d2, welcher etwas weniger tief als ersterer ins Rohr hineinragt, so daß er die am
Kopf der Granate befindlichen Zünder nicht berührt. Der Zündbolzen d1 ist breiter
ausgeführt als die Rille t' und wird so durch diese beim Verschieben nicht beeinflußt.
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Der Zünder in der Hülsenrille t' ist so gestellt, daß er auf etwa
halber Flugbahn des Geschosses das Blättchenpulver in der Hülse zur Entzündung bringt.
Hierdurch wird das Geschoß aus der Hülse herausgeschleudert und so seine Fluggeschwindigkeit,
Reichweite und Durchschlagskraft vergrößert. Zur besseren Ausnutzung der Wirkung
des Blättchenpulvers ist die Hülseninnenwand mit im Rechtsdrall laufenden Zügen
t8 und die Granate mit zwei Führungsringen t5 versehen.
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Die Vorrichtung ist auf einen fünfachsigen Motorpanzerwagen WI aufgebaut.
Der Antrieb dieses Wagens erfolgt durch zwei Motoren W2, neben welchen sich die
Kühlwasserbehälter W3 und die Benzinbehälter Bi befinden. Die Räume T1 dienen zur
Aufnahme von Reservegeschoßrahmen a. Die Räume R1 sind für Ersatzteile und Werkzeug
vorgesehen. Außer der Vorrichtung ist der Wagen mit Licht- und Schallmeßgeräten
L1, wobei ein ausfahrbares Fernrohr L2 verwendet wird, ausgerüstet. Der Raum R2
ist als Aufenthaltsraum für die Bedienungsmannschaft vorgesehen (Abb. i2).
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So kann die- Vorrichtung schnell ihren Stand wechseln und mit Hilfe
des- ausfahrbaren Fernrohrs L2 den Feind auch durch indirektes Feuer abwehren, während
der Feind die Vorrichtung nicht bekämpfen kann, da er weder das Aufblitzen eines
Mündungsfeuers noch ein Abschußgeräusch wahrnehmen und so ihren Stand nicht feststellen
kann.
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Die Vorrichtung kann in verschiedenen Größen gebaut und auch zum Abschleudern
von Gewehrkugeln eingerichtet werden. Zum Feststellen der Entfernung des Zieles
ist auf dem Rohr d ein Sichtrohr d3 vorgesehen. Dieses Sichtrohr besteht aus einem
mit einer schwachen Bohrung und einem Zeiger versehenen Rohr, das in einem zweiten
Rohr vor- und zurückschiebbar gelagert ist, wobei der Zeiger des ersteren über ein
unterhalb des zweiten Rohres feststehendes Zeichenband gleitet. Mit einer Schraube
kann das S ichtrohr im zweiten Rohr festgestellt werden (Abb. i).
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Das verschiebbare Rohr des Sichtrohres d3 ist ohne Glas, während das
zweite Rohr an -seinem Ende nur mit durchsichtigen Schutzscheiben versehen ist.
Das Sichtfeld wird durch Schieben des verschiebbaren Rohres zum Auge des Beobachters
vergrößert und durch Zurückschieben verkleinert. Auf dem Zeichenband zeigt der Zeiger
den jeweiligen Durchmesser an, den das Sichtfeld an der Grenze des Feuerbereiches
der Vorrichtung hat. Wird nun das Sichtfeld von einem Ziel, das etwa die Größe des
auf dem Zeichenband durch den Zeiger angezeigten Durchmessers hat, verdeckt, so
ist es auch im Feuerbereich der Vorrichtung.
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Die Vorrichtung kann auch zum Abschleudern von Leucht- und Feuerwerkskörpern
eingerichtet und so auch für Reklamezwecke verwendet werden.