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Selbsttätige Lamellenkupplullg.
Es sind selbsttätige Lamellenkupplungen bekannt geworden, die mit Einrichtungen von der Art versehen sind, dass eine Verbindung der zu kuppelnden Teile erst dann eintritt, wenn einer dieser Teile eine bestimmte Drehgesehwindigkeit erreicht hat. Die Kupplungsplatten oder Lamellen werden dann gewöhnlich von einer bei einer bestimmten Geschwindigkeit infolge der zunehmenden Fliehkraft in Wirksamkeit tretenden Vorrichtung zusammengepresst. Man hat dadurch den Vorteil, dass man eine Arbeitsmaschine, die zum Betriebe nur einen verhältnismässig schwachen Motor braucht, auch mit diesem Motor zum Laufen bringen kann. Die folgende Erfindung zeigt nun eine besonders günstige Form einer solchen selbsttätigen Lamellenkupplung, die vorteilhaft zur Verbindung eines Antriebsmotors mit einer Arbeitsmasehine, die ein höheres Anlaufmoment hat, geeignet ist.
Gemäss der Erfindung sind zwischen einer zweckmässig auf dem treibenden Teil sitzenden Lamelle und einer gleichfalls darauf befestigten, am Rande nach der Lamelle hin zugebogenen Scheibe od. dgl. Kupplungskörper, z. B. Kugeln, angeordnet, die sich bei zunehmender Drehgeschwindigkeit infolge der Zentrifugalkraft nach aussen bewegen und beim Eindringen zwischen die Lamelle (19) und den gebogenen Rand 21 einen axialen Druck auf die Lamellen ausüben, wodurch die Kupplung des treibenden und des angetriebenen Teiles eintritt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig. 1 - 4 dargestellt. Fig. 1 zeigt die Seitenansieht einer gemäss der Erfindung ausgebildeten Kupplung, die zwischen einer Wringmaschine und deren Antriebsmotor geschaltet ist. Die Fig. 2-4 zeigen eine derartige Kupplung im Schnitt, im Grundriss und in der Seitenansicht.
10 ist ein Motor irgendeiner bekannten Art, der zum Antrieb einer Arbeitsmaschine, z. B. hier der Wringmaschine 11 einer Wäscherei, benutzt wird. Wie man aus der Fig. 1 ersieht, ist 12 eine an der Welle 13 sitzende Kupplung, die zur Übertragung der Kraft des Antriebsmotors-M auf die Wringmaschine H dient. Die Welle 13 des Antriebsmotors ist hiebei der treibende Teil, während die Riemscheibe 14 den angetriebenen Teil bildet. Um die Antriebskraft von der Riemscheibe 14 auf die an der Wringmasehine 11 sitzende Riemscheibe 15 zu übertragen, kann irgendeine Vorrichtung, z. B. ein Riemen 16, benutzt werden.
Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, in der die Kupplung 12 in vergrössertem Massstab im Schnitt dargestellt ist, ist die Welle 13, die hier den treibenden Teil bildet, an ihrem Ende zu einem Lager 17 ausgebildet, auf dem die Riemscheibe 14 drehbar angeordnet ist. Der sieh über das Lager hinaus erstreckende Teil 18 der Welle 13 ist vierkantig ausgebildet und trägt die Kupplungsplatten 19. An dem darüber hinausgehenden Endteil20 der Welle 13 ist schliesslich eine am Rande nach der obersten Kupplung platte 19 hin zugebogene Kappe 21 befestigt. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung sind drei Kupplungsplatten 19 vorhanden, die längsverschiebbar auf dem vierkantigen Teil 18 der Welle 13 sitzen.
Zwischen ihnen sind zwei ringförmige Platten 22 angeordnet, die an der Riemscheibe 14 befestigt sind.
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Rippen 23 vorgesehen, die in die in den Rändern der Platten 22 angeordneten Schlitze 24 eingreifen.
Da die Platten 19 und 22 wechselweise und in der Achsrichtung verschiebbar angeordnet sind, so kann man dadurch, dass man sie zusammendrückt, eine Kupplung des treibenden mit dem getriebenen Teil erreichen.
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Um eine selbsttätige Kupplung bei einer bestimmten Drehgeschwindigkeit zu erreichen, sind nun zwischen der obersten, auf dem treibenden Teil sitzenden Lamellenscheibe 19 und der Scheibe 21 eine Anzahl Kugeln 25 angeordnet. Bei zunehmender Drehgeschwindigkeit der Antriebswelle 1. 3 bewegen sich die Kugeln 25 infolge der Zentrifugalkraft nach aussen und dringen dabei zwischen die oberste Lamelle 19 und den ihr zugebogenen Rand der Scheibe 21 ein. Durch den hiebei auf die Lamellen ausgeübten axialen Druck tritt dann eine Kupplung der Lamellenplatten 18 und 19 und damit der Antriebswelle 18 und der auf ihr sitzenden Riemscheibe 14 ein.
Um eine sichere Wirkung der Kupplungsvorrichtung zu erreichen, sind ferner gemäss der Erfindung an der an den Kugeln anliegenden und an ihrem Rande 27 nach der obersten Lamelle hin zugebogenen Scheibe 21 radiale Rippen 26 angeordnet, so dass sich die Kugeln nur in radialer Richtung bewegen können. Diese Rippen 26 sind in Fig. 5, die die Scheibe 21 in der Ansicht von unten zeigt, besonders dargestellt. Die Kugeln 25 werden durch diese Rippen gezwungen, die Drehbewegung der Antriebswelle 18 unbedingt mitzumachen.
Um zu erreichen, dass die Kugeln erst bei einer bestimmten, genügend hohen Drehgeschwindigkeit die Kupplung herbeiführen, sind die Kugeln von einem nachgiebigen ringförmigen Glied 28 umgeben, das ihnen erst bei Erreichen einer bestimmten Drehgeschwindigkeit des antreibenden Teiles ein Ausweichen in zentrifugaler Richtung gestattet. Der Ring 28 kann dabei in verschiedener Weise befestigt sein. Wie die Fig. 4 zeigt, stützt er sich auf eine Anzahl von Stützbolzen 29, die an der obersten Lamellenplatte 19 befestigt sind. Die Kugeln 25 sind etwa in der Mitte zwischen diesen Bolzen angeordnet. Der Ring 28 sitzt etwas unterhalb der Mittelpunkte der Kugeln, so dass bei der Zunahme der Fliehkraft der Ring 28 sich nach unten biegt und den Kugeln gestattet, sich in zentrifugaler Richtung nach aussen zu bewegen und dadurch die Kupplung herbeizuführen.
Wenn aus irgendeinem Grunde der Antriebsmotor wieder zum Stillstand kommt, so hört die Fliehkraftwirkung auf, und die Kugeln 25 werden unter der Wirkung des nachgiebigen Ringes 28 wieder nach der Antriebswelle 13 hin bewegt. Dadurch werden die Lamellen vom Druck entlastet und wird die Kupplung wieder gelöst.
In Fig. 6 ist eine Abänderung des nachgiebigen Ringes 28'dargestellt. Dieser ist hier so gebogen, dass er ein welliges Aussehen hat. An den tiefsten Stellen der Wellungen ist er durch Stifte 30 in der obersten Lamellenscheibe 19 befestigt. Auch die erhöhten Teile des Ringes 28'liegen hier gleichfalls unterhalb des Mittelpunktes der Kugeln 25. Auch hier bewegen sich, wenn die Fliehkraft gross genug wird, um die Nachgiebigkeit des federnden Ringes 28'zu überwinden, die Kugeln 25 nach auswärts und führen durch Ausübung eines axialen Druckes auf die Lamellenplatten die Kupplung herbei.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Lamellenkupplung, deren Kupplungsplatten durch eine bei einer bestimmten Geschwindigkeit infolge der Fliehkraft in Wirksamkeit tretende Vorrichtung zusammengepresst werden, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer zweckmässig auf dem treibenden Teil sitzenden Lamelle (19) und einer gleichfalls darauf befestigten, am Rande nach der Lamelle hin zugebogenen Scheibe (21) od. dgl. Kupplungskörper (25), z. B. Kugeln, angeordnet sind, die sich bei zunehmender DrehgeBehwindigkeit infolge der Zentrifugalkraft nach aussen bewegen und beim Eindringen zwischen die Lamelle (19) und den gebogenen Rand (21) einen axialen Druck auf die Lamellen ausüben, wodurch die Kupplung des treibenden und des angetriebenen Teiles eintritt.