AT114052B - Frostschutzschirn für Pflanzen. - Google Patents
Frostschutzschirn für Pflanzen.Info
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Description
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Frostschtntzschirm für Pflanzen.
Seit langer Zeit werden in Obstbaumkulturen, insbesondere aber im Weinbau, als Schutzmass- nahme gegen die im Frühjahr häufig eintretenden Nachtfröste sogenannte Frostschutzschirme verwendet.
Diese Schirme sind meist konisch, zylindrisch oder auch bienenkorbähnlieh und bestehen aus Pappe, Stroh, Schilf od. dgl. Diese Schirme werden über die zu schützenden Pflanzen, z. B. Weinstöcke. gestiilpt und verhindern dadurch die schädigende Wirkung des Frostes. Die Ursache der günstigen Wirkung dieser Schirme ist noch nicht vollkommen erklärt, zumal man es auch mit verschiedenartigen Frösten. wie z. B. mit Strahlfrösten und Windfrösten, zu tun hat. Jedenfalls ist festgestellt, dass man mit solchen Schirmen eine geringe Temperaturerhöhung des Luftraumes innerhalb des Schirmes feststellen kann. Die Grösse dieser Temperaturerhöhung ist aber in ausserordentlicher Weise von äusseren Umständen abhängig, z.
B. ob der Schirm tagsüber einer Sonnenbestrahlung ausgesetzt war oder nicht, ob es regnet oder nicht usw.
Durch die nachfolgend beschriebene Erfindung soll nun erreicht werden, die entsprechend benötigte geringe Temperaturerhöhung innerhalb des Schirmes unter allen Umständen mit Sicherheit zu erzielen, bzw. den Wirkungsgrad des Schirmes derart zu verbessern, dass er selbst an den exponiertesten Stellen und bei stärksten Frösten seinen Zweck. erfüllt. Zu diesem Zwecke wird ein solcher Schirm, der z. B. aus Pappe gefertigt ist, mit einem Material imprägniert, das durch langsame chemische exothermische Prozesse während einer längeren Zeitdauer, z. B. 8-14 Tage lang, eine gewisse Wärmemenge nach aussen hin abgibt, also den Luftraum innerhalb des Schirmes erwärmt. Als solche chemische Prozesse bzw. als Imprägnierungsmassen kann man die verschiedenartigsten wählen ; als einfachstes Beispiel gelten exotherme Oxydationsprozesse.
Imprägniert man einen solchen Pappschirm an der Innenseite mit einer Substanz, welche sich unter Wärmeabgabe langsam und kontinuierlich an der Luft oxydiert, so erzielt man bereits die gewünschte Wirkung. Als Beispiel solcher Substanzen seien trocknende Öle angeführt. z. B. Mohnöl oder Leinöl. Einen noch besseren Wirkungsgrad erzielt man bei Verwendung von Leinölfirniss. Je nachdem, in welchem Zustande man den Firniss verwendet, also ob stark oder schwach eingedickt, oder mit Leinöl verdünnt, kann man den Wirkungsgrad der Wärmeabgabe regeln. Man kann stärkere Wärmeabgaben innerhalb kürzerer Zeit oder schwächere Wärmeabgaben innerhalb längerer Zeit erzielen. Es liessen sich auch andere exotherme Prozesse verwenden, z.
B. die Wasseraufnahme von ungebranntem Kalk aus der Luftfeuchtigkeit oder die entstehende Lösungswärme anderer Stoffe, welche aus der Luft Wasser anziehen ; solche Stoffe kann man ebenso zur Imprägnierung verwenden wie Reaktionsgemische mit sehr langsamer Reaktionsgeschwindigkeit.
Es ist auch nicht notwendig, den Frostschirm selbst zu imprägnieren. Vielmehr kann man in einen solchen Schirm aus beliebigem Material ein nach vorbeschriebener Art imprägniertes Papier als Innenmantel einlegen. Die letztere Methode bietet bedeutende Vorteile : Vor allem kann man hiedurch den etwas kostspieligeren Frostschirm mehrere Jahre hindurch verwenden und den auswechselbaren imprägnierten Innenmantel jedes Frühjahr durch einen frisch imprägnierten erneuern, was wirtschaftlich VOl1 grosser Bedeutung ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Frostsehutzsehirm für Pflanzen, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einem Material (z. B. oxy- dierende, trocknende Öle od. dgl. ) imprägniert ist, welches durch langsame Veränderung Wärme abgibt.
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Claims (1)
- 2. Frostsehutzschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einem auswechsel- baren Innenmantel versehen und vorzugsweise nur dieser mit dem Wärme abgebenden Material EMI1.1 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT114052D AT114052B (de) | 1928-05-22 | 1928-05-22 | Frostschutzschirn für Pflanzen. |
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1928
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