AT113939B - Überstromschutzchalter mit Zeitauslösung. - Google Patents
Überstromschutzchalter mit Zeitauslösung.Info
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Description
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Überstromschutzschalter mit Zeitauslösung.
Damit die Triebmotoren elektrischer Bahnen vor zu starkem schädlichem Anwachsen des Stromes geschützt werden, verwendet man Überstromschutzschalter, die den Strom beim Überschreiten eines bestimmten Grenzwertes unterbrechen. Die bisher bei elektrischen Bahnen, insbesondere bei Strassenbahnen, verwendeten Überstromschutz3chalter besitzen jedoch den Nachteil, dass der Strom beim jedesmaligen Überschreiten des Grenzwertes unterbrochen wird, beispielsweise auch bei vorübergehenden Spitzenbelastungen der Motoren, wie beim Anfahren besonders in Steigungen.
Durch die Erfindung wird ein zu häufiges Auslösen des Überstromschutzschalters bei Spitzenbelastungen dadurch vermieden, dass dieser ausser der vom Hauptstrom durchflossenen Auslösespule eine zusätzliche Auslösespule erhält, die unter gewissen Bedingungen durch ein Zeitrelais eingeschaltet wird. Die Spule des Zeitrelais liegt im Hauptstramkreis, und das Relais spricht an, wenn der durch die Relaisspule fliessende Strom während einer bestimmten Dauer eine gewisse Höhe erreicht. In diesem Falle addieren sich die Wirkungen der beiden Auslösespulen in dem Überstromschutzschalter, so dass dieser auslöst und den Strom unterbricht. Bei beträchtlichem Ansteigen der Stromstärke innerhalb kurzer Zeit, z.
B. bei einem Kurzschluss, wird der Überstromschutz'3chalter unabhängig von dem Zeitrelais nur durch die Wirkung der Hauptauslösespule ausgeschaltet.
Durch die Anordnung gemäss der Erfindung werden zwei Sicherheitsorgane ersetzt, eine Schmelzsicherung und ein Höehststromsehalter. Die Wirkungsweise der zusätzlichen Auslösespule in Verbindung mit dem Zeitrelais ist etwa die gleiche wie die einer Schmelzsicherung, während die Wirkungsweise des Höchststromschalters als Unterbrechungsorgan bei unzulässig hohen Stromspitzen unverändert bestehen bleibt.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Der Überstromschutzschalter 1 besitzt die vom Hauptstrom durchflossene Auslösespule 2, sowie eine zusätzliche Auslösespule 3, die durch das mit dem Uhrwerk 6 versehene Zeitrelais 4 eingeschaltet wird, wenn der durch die Spule 5 des Zeitrelais fliessende Hauptstrom während einer bestimmten, beispielsweise zwischen 1 bis 5 Sekunden, einstellbaren Zeit einen bestimmten Wert überschreitet. Es ist zweckmässig, einen Dämpfungswiderstand, beispielsweise den Ohmschen Widerstand 7, im Nebenschluss zu der Relaisspule 5 zu legen, um bei Kurzschlüssen ein zu starkes Anwachsen des Stromes in der Relaisspule 5 und damit mechanische Stösse auf das Uhrwerk 6 zu vermindern.
Der Widerstand 8 ist vor die zusätzliche Auslösespule 3 des Überstromschutzschalters gelegt, um den Strom in der Spule 3 zu begrenzen.
Fig. 2 zeigt ein Schaltbild, bei dem zwei im Hauptstromkreis liegende Überstromschutzschalter 10 und 11 mit zusätzlichen Auslösespulen verwendet werden. Die Zuleitungen für die beiden zusätzlichen Auslösespulen sind an Klemmen 13 bzw. 14 des auf jedem Führerstand angeordneten Fahrschalters angeschlossen. Da bei dem in Betrieb befindlichen Fahrschalter bei Fahrt die Kontakte 13 bzw. 14 überbrückt sind, so liegt auch die zusätzliche Auslösespule dieses Fahrschalters dauernd an Spannung.
Zwischen die beiden erst bei länger andauernden Stromüberlastungen geschlossenen Kontakte 16 und 17 des Zeitrelais 12 ist ein ohmscher Widerstand 18 gelegt. Bei eingeschaltetem Fahrschalter fliesst daher ein dauernder, aber geringer Strom durch die zusätzliche Auslösespule des auf dem führenden Führerstand angeordneten Überstromschutz'3chalters. Bei auftretenden Überlastungen löst folglich auch nur der Überstromschalter aus, der sich auf dem jeweilig führenden Führerstand befindet.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Überstromschutzschalter, insbesondere für Triebwagen, mit einer vom Arbeitsstrom durchflossenen Haupt-und einer zusätzlichen Auslösespule, insbesondere für elektrische Bahnen, bei welchem die Hauptauslösespule (2) erst bei einem starken Überstrom den Schalter (1) öffnet, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Auslösespule (-3), die bei Auftreten eines geringeren Überstromes nach Ablauf einer gewissen Zeit erregt wird, im Verein mit der Hauptauslösespule (2) schon bei geringem Überstrom den Schalter (1) öffnet.2. Überstromschutzschalter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein vom Hauptstrom abhängiges Zeitrelais (4), das bei Überstrom zu laufen beginnt und nach einer einstellbaren Zeit einen Kontakt schliesst, durch den die zusätzliche Auslösespule (3) erregt wird.3. Überstromachutzschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Ende des Triebwagens ein Überstromschutzschalter (10, 11) angeordnet ist, dessen zusätzliche Auslösespule über Kontakte (13, 14) des zugehörigen Fahrschalters mit einem Ende an Spannung und bei Überstrom durch ein vom Zeitrelais (12) beherrschtes Kontaktpaar nach Ablauf des Zeitrelais mit dem andern Ende an Erde gelegt wird.4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das von dem Zeitrelais (12) beherrsche Kontaktpaar (16, 17) durch einen Widerstand überbrückt ist. EMI2.1
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE113939X | 1927-01-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT113939B true AT113939B (de) | 1929-08-10 |
Family
ID=5653585
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT113939D AT113939B (de) | 1927-01-24 | 1928-01-24 | Überstromschutzchalter mit Zeitauslösung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT113939B (de) |
-
1928
- 1928-01-24 AT AT113939D patent/AT113939B/de active
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