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Vorrichtung zur Kontrolle der Fahr- oder Gangzeit von Fahrzeugen, Maschinen usw.
Es sind Kontrollvorrichtungen bekannt, welche dazu dienen, die Tätigkeit von Fahrzeugen, Maschinen und sonstigen bewegten Körpern zu registrieren. Die bekanntesten Apparate dieser Art werden durch biegsame Wellen vom Wagenrad oder Kardan aus angetrieben. Es gibt aber auch Apparate, bei denen ein Schüttelkörper durch die Erschütterungen des Fahrzeuges oder der Maschine bewegt wird und die so erhaltene Kraft zum Beschriften eines durch Uhrwerk betriebenen Kontrollblattes verwendet. In allen Fällen ist ein Wechsel des Kontrollblattes und Aufziehen des Uhrwerks erforderlich, wobei das Gehäuse geöffnet werden muss.
Die Erfindung hat den Zweck, die Zeit der Tätigkeit der Fahrzeuge oder Maschinen zu zählen, um so eine Übersicht über die wirkliche Fahrzeit zu erhalten und um das Öffnen des Gehäuses wie auch den Blattwechsel und das Uhraufziehen völlig überflüssig zu machen.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass ein pendelartiger Schwinger, der durch die Erschütterung des Fahrzeuges bewegt wird, ein Uhrwerk antreibt und das Uhrwerk seinerseits ein Zählwerk in Bewegung setzt, das einem Elektrizitätszähler ähnlich ist. Der Schwinger kann horizontal oder vertikal montiert werden. Im ersteren Falle werden die Stösse in Vertikalrichtung ausgenutzt, und das Gewicht des Schwingers wird durch eine Feder ausgeglichen. Im zweiten Falle werden die Stösse in Horizontalrichtung ausgenutzt. Der Schwinger erteilt bei jeder Schwingung mittels eines Gesperres einem Federhaus eine kurze Drehung auf einem Bolzen. Im Federhaus ist eine Feder mit einem Ende am Federbolzen eingehängt, während das andere Federende frei ist und mit Reibung an der Innenwand
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Mass aufgezogen werden.
Da die Feder den Bolzen und der Bolzen das Zählwerk antreibt, so kommt letzteres gleich zum Stillstand, sobald der Schwinger zu schwingen aufhört.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
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nach der Linie A-B der Fig. 1.
Die Grundplatte 14 trägt sämtliche Apparateteile. Der Deckel 15 mit Fenster 18 ist mit der Grundplatte verschraubt. Der Schwinger 1 ist auf dem Bolzen la drehbar. Die Bewegung ist durch die Gehäusewände begrenzt. Der Schwinger 1 ist durch den Hebel 2 mit Sehalthebel 3 verbunden. Dieser sitzt drehbar auf der Welle 9 und trägt den beweglichen Sperrkegel 4, welch letzterer durch eine schwache Feder in die Gesperrzahnung des Federhauses 5 gedrückt wird. Das Federhaus sitzt leicht drehbar auf der Welle 9.
In die Gesperrzähne des Federhauses 5 greift ferner eine Sperrklinke 7, welche durch leichten Druck der Feder 6 gegen die Zähne des Federhauses gedrückt wird. Das innere Ende der im Federhause befind-
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der Innenwand des Federhauses 5. Die Feder ist so gespannt, dass sie nur ein geringes Drehmoment aufnimmt, und bei weiterem Drehen des Federhauses im Federhause gleitet. Die Welle 9 ist durch Zapfen in den beiden Platinen 13 und 17 drehbar gelagert. Durch das fest auf der Welle 9 sitzende Rad 8 wird das zwischen den Platinen 13 und 17 laufende Uhrwerk angetrieben. Die übrigen Uhrräder sind der Übersichtlichkeit halber auf der Zeichnung nicht dargestellt. Die Welle 9 ist an einem Ende als Schnecken-
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Achse der Zahlenrollen und des Schneckenrades 10.
Die Gesamtwirkung des Apparates ist folgende :
Die Bewegungen des Schwingers 1 werden durch die Teile 2, 3 und 4 auf das Federhaus übertragen, wobei die Sperrklinke nach jeder Bewegung einhakt, das Federhaus 5 dreht und die Feder 16 spannt. Die in der Feder 16 aufgespeicherte Kraft treibt durch die Welle 9 und das Rad 8 das nicht dargestellte Uhrwerk. Durch die Drehung der Welle 9 wird gleichzeitig das Zählwerk in Gleichlang mit dem Uhrwerk fortgeschaltet. Die jedesmalige Spannung der Feder vermag das Uhrwerk nur eine kurze Zeit in Bewegung zu halten. Nur durch neue Erschütterungen der Kraftquelle oder des Schwingers wird dem Uhrwerk neue Kraft für kurze Zeit zugeführt, denn sonst würde das Werk nach Stillstand des Fahrzeuges und des Schwingers unerwünscht lange noch laufen können.
Es wird deshalb eine Einstellung der Feder gewählt, die die Aufnahme einer Kraftreserve für etwa eine halbe Minute gestattet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Kontrolle der Fahr-oder Gangzeit von Fahrzeugen, Maschinen usw., bei der mittels eines Schwingkörpers eine Zählvorrichtung fortgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Zählvorrichtung von einem Uhrwerk mit selbsttätigem Aufzug durch den Schwingkörper angetrieben und das Uhrwerk immer nur so wenig aufgezogen wird, dass es kurz nach Beendigung der Fahr-oder Gangzeit stehen bleibt.