AT113684B - Verfahren zur Entfernung von Kohlensäure und Schwefelwasserstoff aus industriellen Gasen. - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Kohlensäure und Schwefelwasserstoff aus industriellen Gasen.

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AT113684B
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Josef Gyoerki
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Josef Gyoerki
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Entfernung von Kohlensäure und Schwefelwasserstoff aus industriellen
Gasen. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 fahren infolge der bisher nicht   erreichbaren   Höhe der Schwefelausbeute und weil keinerlei Abfallstoffe, sondern ausschliesslich hochwertige Produkte erhalten werden, im Gegensatz zu bekannten Verfahren durch die Zunahme des Sehwefelgehaltes des Gases an Wirtschaftlichkeit keinerlei Einbusse erleidet, ja sogar zunimmt. 



   Die Ausführung des Verfahrens geschieht im allgemeinen in der Weise, dass das gegebenenfalls entteerte, gewaschene und von Teer und Ammoniak gereinigte Gas zunächst durch eine Schwefelnatriumoder Sulfhydratlösung geleitet wird. Diese   Schwefelalkalilösung   absorbiert die Kohlensäure aus dem Gas und gibt eine dieser äquivalente Menge Schwefelwasserstoff an das Gas ab, entsprechend den Formeln : 
 EMI2.1 
 Das von Kohlensäure befreite, mit Schwefelwasserstoff angereicherte Gas gelangt dann in einen Kalkwäseher, in dem es von seinem Schwefelwasserstoffgehalt befreit wird, entsprechend der Formel : 
 EMI2.2 
 
Das Gas ist auf diese Weise von Kohlensäure und Schwefelwasserstoff befreit. 



    Die gewonnene Kalziumsulfhydratlösung wird ferner mit Natriumsulfat umgesetzt, wobei Gips und das zur Absorption der Kohlensäure nötige Natriumsulfhydrat entsteht nach der Formel :   
 EMI2.3 
 Das hier entstehende Schwefelnatrium hat um den aus dem Gas aufgenommenen Schwefelwasserstoff zugenommen, so dass ein Teil der anfallenden   Schwefelnatriumlösung   auf Schwefelnatrium oder auf
Schwefel verarbeitet werden kann. 



   Nach dem Verfahren ist folglich der der im Gas enthaltenen   Kohlensäure   entsprechende Schwefelwasserstoff ständig im Kreislauf und wird hier zur Herstellung von Soda oder von Bikarbonat, ebenso wie bei der Ammoniaksodafabrikation das Ammoniak, nutzbar gemacht und bleibt im Kreislauf. Das Abscheiden des Gipses und des ausscheidende   NaHC03   geschieht durch Filtrieren oder auf andere bekannte Weise. 



   Ohne Änderung des Wesens der Erfindung könnten an Stelle der Natriumverbindung auch die entsprechenden Kalium-und Ammoniumverbindungen verwendet werden. 



  "PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Entfernung von Kohlensäure und Schwefelwasserstoff aus industriellen Gasen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlensäure in einer ersten Waschstufe mit einer Natriumsulfid-oder   Sulfhydratlösung   ausgewaschen und das entsprechend der ausgeschiedenen Menge Kohlensäure mit
Schwefelwasserstoff angereicherte Gas in einer zweiten Waschstufe vom Schwefelwasserstoff mit Ätz-   kalklösung   befreit wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Natriumsulfid-oder Sulfhydratlöslmg aus der in der zweiten Waschstufe entstehenden Kalziumsulfhydratlösung durch Behandlung mit Natriumsulfat wiedergewonnen wird, wobei das entstehende Natriumsulfhydrat in Lösung bleibt und der sich bildende Gips ausfällt.
AT113684D 1926-12-04 1927-10-14 Verfahren zur Entfernung von Kohlensäure und Schwefelwasserstoff aus industriellen Gasen. AT113684B (de)

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