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Versilbertes Essbesteck und Verfahren zu seiner Herstellung.
Versilberte Essbestecke (Löffel, Gabel und Messer) mit an den Aufliegestellen und anderen leicht der Abnutzung ausgesetzten Stellen angebrachten silbernen Verstärkunsgplättehen, die verhüten sollen, dass der aus Silber bestehende Überzug schnell verschleiss und hienach das Grundmetall sichtbar ist, sind bekannt. Bei diesen ist entweder das Plättchen aufgeschweisst, was den Nachteil hat, dass das Plättehen auf der Grundfläche einen Buckel bildet und einer teueren Nacharbeit bedarf, oder es ist in eine eingepresste Vertiefung ein Silberblock eingeschmolzen, was wegen des beim Silberschmelzen entstehenden Abbrandes einen Überschuss des Silbers und dadurch eine erhebliche Nacharbeit zum Ausgleichen des entstehenden Buckels erfordert.
Durch die Erfindung wird das Anbringen von Verstärkungsauflagen auf den Besteckteile begünstig. Es soll insbesondere erreicht werden, dass zur Ersparung von Silber möglichst dünne Auflagen entstehen. Man muss dabei berücksichtigen, dass die gewöhnliche galvanisierte Silberauflage ungefähr 5/100 Millimeter dick ist und dass bekanntermassen die stärksten galvanischen Verstärkungen das Dreibis Vierfache der normalen Auflage betragen, also etwa 10/", Millimeter dick sind. Wenn also insbesondere zur schnelleren Herstellung der Bestecke eine solche Auflage durch ein so dünnes Plättchen bewirkt wird, so ist jeder möglichen Abnutzung der bestecke, besonders an den Aufliegestellen, während einer grossen Reihe von Jahren vorgebeugt.
Die Erfindung besteht nun darin, dass Vertärkungsplättchen verwendet werden, die aber nicht aufgeschweisst, sondern in Vertiefungen oder Abflachungen der Besteckteile genau passend eingelegt und darin verlötet werden. Weitere Erfindungen bestehen in der besonderen Ausbildung der Verstärkungs-
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liegens der Vertärkungsplättchen mit den Besteckfläehen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsformen veranschaulicht.
In Fig. 1 sind g die Verstärkungen, die aus einem Silberplättchen bestehen. Diese sind dort, wo
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eingelegt und mit dem Löffel verlötet. Da die Silberplättchen g eine kompakte Masse darstellen, dagegen die Versilberung des Löffels nur ein lückenhaftes Gefüge bildet, sind die Verstärkungen g haltbarer als die Versilberung und ein Sichtbarwerden des Grundmetalls des Löffels ist auch bei längerem Gebrauche ausgeschlossen.
Wie es bei dem Löffel der Fall ist, werden in gleicher Weise bei Gabeln und Messern die Verstärkungen da angebracht, wo diese Teile aufliegen, oder der schnelleren Abnutzung ausgesetzt sind.
Nach der Erfindung werden die Verstärkungsauflagen so angebracht, dass sie unmittelbar, ohne erheblicher Nacharbeitung zu bedürfen, mit der Fläche e des Besteckteiles bündig liegen. Zu diesem Zwecke wird der Löffel an derjenigen Stelle (Fig. 3), wo er die Verstärkung erhalten soll, mit einer Abflaehung f versehen, die der Dicke und etwaigen Grösse des aufzulegenden Verstärkungsplättchens g
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werden dann mit dem Besteckteil verlötet. Der ganze Besteekteil wird später einer Galvanisierung unterzogen. Es ist zweckmässig, die Verstärkungsplättehen an den Kanten konisch zulaufen zu lassen.
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Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführung sind die Verstärkungsplättchen g, welche auf den Abflachungen f des Besteckteiles aufgelegt sind, mit Zapfen g2 versehen, die in entsprechende Vertiefungen des Besteckteiles einfassen. Die in Vertiefungen fassenden Zapfen können aber auch bei in Vertiefungen liegenden Verstärkungsplättchen angewandt werden.
Um ein möglichst günstiges Bündigliegen der Kanten der aufgelegten Verstärkungsplättchen mit den Besteckteilflächen zu erhalten, kann der Löffel mit einer eingepressten Rille k versehen sein (Fig. 6 und 7), in die die Kanten g1 des aufgelegten dünnen Verstärkungsplättchens eingreifen. Dadurch wird das
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geschaffen, der die Bildung von Buckeln, Rissen oder Rillen besonders dann wirksam verhütet, wenn ein möglichst günstiges Glätten des Verstärkungsplättehens an der Übergangsstelle bewirkt wird. In der Mitte des Plättchens ist von der Fläche des Besteckteiles kein Material abgenommen worden.
Bei der in Fig. 9 dargestellten Ausführung fasst das aufgelötete Plättchen mit seinen Kanten in
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Rille nach dem Einlegen des Plättchens fest an das Plättchen angepresst werden. Auch könnte ein Befestigen der Plättchen nur durch Pressung bewirkt werden.
An Stelle der in der Zeichnung dargestellten kreisförmigen Rillen können auch gerade Rillen vorgesehen sein, in die entsprechende Rippen des Verstärkungsplättchens einfassen. Die Rillen und Rippen können beliebigen, auch schwalbenschwanzförmigen Querschnitt besitzen.
An Stelle der Vertiefungen können auch die Besteckteile an den zu verstärkenden Stellen mit Löchern m versehen sein, in die Metall- oder Feinsilberplättchen eingepresst und eingelötet werden. Diese Plättehen können dabei teilweise aus Metall, beispielsweise Neusilber, und aus Edelmetall (Silber) bestehen. Die Löcher können dabei an ihren Kanten, wie Fig. 4 zeigt, schräg zulaufend ausgestanzt werden, so dass sich die eingelegten Plättchen fest in den Öffnungen halten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von versilberten Essbestecken mit an den Aufliegestellen in einer Vertiefung angeordneten Verstärkungsauflagen, dadurch gekennzeichnet, dass Verstärkungsplättchen in Vertiefungen genau passend eingelegt und verlötet werden.
2. Nach dem Verfahren des Anspruches 1 hergestelltes versilbertes Essbesteck, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsplättchen mittels Zapfen in besondere Löcher der Besteekteile einfassen und so gegen seitliche Verschiebung gesichert sind.
3. Nach dem Verfahren des Anspruches 1 hergestelltes versilbertes Essbesteck, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgebrachte Verstärkungsauflage, beispielsweise die Verstärkungsplättchen, mit ihren Kanten in Rillen des Besteckteles fassen.
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