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Kamera mit Filmentwicklungsvorrichtung.
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Insbesondere mussten diese Teile in den gegenüber dem Kameraobjektiv verschiebbaren Gehäuse angeordnet werden. Ausserdem war im Gehäuse eine grosse Arbeitsöffnung notwendig, um den zu ent- wickelnden Bildträger beobachten und herausnehmen zu können. Hiebei besteht die Gefahr, dass durch die Öffnung Licht in die Filmvo. rrats- oder Belicl1tungskammer eindringt. Im Gegensatz hiezu wird gemäss der Erfindung nicht nur eine gedrängte Bauart der Vorrichtung und ein vollkommen lichtdichter
Abschluss der Entwicklerkammer und des Gehäuses erreicht, das von der Grösse des Behälters der Fixier- flüssigkeit nicht mehr abhängig ist, sondern auch ermöglicht, den Bildträger ausserhalb des Gehäuses im Fixierbad weiter behandeln und fertigstellen zu können.
Die Erfindung besteht darin, dass die in der lichtdichten Kammer angeordnete Förderbahn des
Bildträgers einen mit Fixierflüssigkeit bedeckten Teil aufweist, auf welchen der Bildträger vorläufig eine ihn im Lichte unveränderbar machende Schicht von Fixierflüssigkeit empfängt und aus welchem er an die Oberfläche der Fixierflüssigkeit herausgeschoben wird, worauf er ausserhalb der lichtdichten
Kammer weiterbehandelt werden kann.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht eines Teiles der Vorrichtung und teilweise einen Schnitt durch diese, Fig. 2 einen waagrechten Schnitt unterhalb der Belichtungskammer, Fig. 3 einen Teilsehnitt nach der Linie-3-. 3 der Fig. 2, Fig. 4 im grösseren Massstabe eine Ansicht einer Filmbewegungsvorrichtung, Fig : ve1ne ähnliche Ansicht der Vorrichtung in anderer Arbeitsstellung, Fig. 6 eine Ansicht eines Teiles einer Schalt- vorrichtung, Fig. 7 eine ähnliche Ansicht dieser Vorrichtung in anderer Stellung, Fig. 8 eine Ansicht der Innenseite der Antriebs- und Schaltvorrichtung, Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie 9-9 der Fig. 8 bei Fortlassung gewisser Teile, Fig. 10 einen ähnlichen Schnitt der Vorrichtung in anderer Stellung und Fig. 11 eine Ansicht einer Einzelheit.
In den Zeichnungen bezeichnet 20 eine Kamera samt Belichtungskammer, durch welche der
Film 21 gezogen und exponiert wird. Der Film wird durch zwei Rollen 22 und 23 abgezogen, welche in geeigneter Weise angetrieben werden, um den Film aus der Berlichtungskammer in den Behälter 24 eines Entwicklerbades zu befördern, wo der Film auf eine im Entwieklungsbehälter gelagerte Schnecke 25 geführt wird. J Über dem Behälter 24 ist ein Schieber 26 in Führungen 26a verschiebbar geführt, der in seiner vorgeschobenen Stellung den Behälter 24 deckelartig verschliesst. Dieser Deckel soll eine Verdampfung und Zersetzung des Entwicklerbades möglichst verhüten.
An dem Schieber 26 sind federnde Arme 27 befestigt, die über die Vorderkante des Schiebers ein Stück hinausragen und eine Walze 28 lose drehbar etwas unterhalb von Messern 29 und 30 halten, zwischen welchen der Film in den Behälter 24 wandert (Fig. 1). An einem Ansatz 49 des Schiebers 26 greift eine Kolbenstange 50 an (Fig. 1 und 4), die mit einer um einen Teil der Kolbenstange gewickelten Feder 51 belastet ist und aus dem Ende eines Zylinders. 52 herausragt. Die Feder ist auch in dem Zylinder gelagert und greift an einem Ansatz 53 der Kolbenstange so an, dass der Schieber 26 durch die Wirkung der Feder rückwärts geschoben wird. Im Gehäuse ist eine
Schwingwelle 54 gelagert und mit Armen 55 versehen (Fig. 2), welche an dem Ansatz 49 anliegen und bei ihrer Verschwenkung den Schieber 26 gegen die Wirkung der Feder 61 verschieben.
Die Welle 54 trägt nahe der einen Lagerstelle im Gehäuse einen Arm 56, der an eine Schubstange 57 angelenkt ist.
Seitlich vom Entwicklerbehälter 24 ist eine zweckmässig mit Gummi belegte Walze. 31 gelagert, die mit der Walze 28 zusammenwirkt, wenn der Schieber 26 die Walze 28 unter die Messer 29 und 30 bewegt. Eine Schale 31a umfasst teilweise die Walze 31, ohne ihren Umfang zu berühren, so dass sie die Drehung der Walze nicht beeinträchtigt und das Hängenbleiben des Films auf der Walze verhindert.
Ein Zapfen der Walze 31 trägt ein Ritzel 77.
Neben dem Entwicklerbehälter 24 ist ein Behälter 32 vorgesehen, der in Führungen 36 der Kamera einschiebbar von ihr teilweise überdeckt und mittels eines schwenkbaren Schirmes 20a unterteilt ist und zur Aufnahme der Fixierflüssigkeit dient. Um den Film aus dem Entwicklungsbehälter 24 in den Fixierbehälter 32 zu führen ist eine Filmführungs-und Übertragungsvorrichtung zwischen der Walze 31 und dem Fixierbadbehälter 32 angeordnet. Die Filmfördervorrichtung besteht aus zwei seitlichen Platten 33 (Fig. 2 und 3) und einer schrägen Platte 47 mit Zubehörteilen und ist vorteilhaft abnehmbar im Behälter 32 angeordnet.
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Die Filmfördervorriehtung ist mit Führungen versehen, auf welchen der Film von der Walze 31 abwärts nach einer Stelle wandert, wo er zuerst mit Fixierflüssigkeit benetzt wird. Die Führungen bestehen vorzugsweise aus schmalen Rippen. 37, die schräg auf der Platte 47 angeordnet und an den Enden durch eine Querstange 47a verbunden sind. Die Rippen führen den Film fast reibungslos und ohne Hinterlassung von Reibspuren, welche die überzogene Oberfläche des Films beeinträchtigen, was sehr wichtig ist, wenn der Film doppelt überzogen werden soll. Die oberen Ränder der Rippen sind an ihren Enden konkav und die oberen Kanten der Rippen sind an oder nahe ihren Enden konvex.
Daher wird der Film in diese Vertiefung geführt, welche durch die Aushöhlungen der Rippen hervorgerufen ist, und dann gehoben, wenn der Film über die konvexe Oberfläche der Rippen wandert. Bei dieser Ausführung hat sich in der Praxis gezeigt, dass der Film in das Fixierbad eintaucht und dann aus dem Fixierbad über die Enden der Führungsteile und in den Behälter 32 in die Fixierflüssigkeit befördert wird.
Eine Trommel 88 ist in dem Gestell so gelagert, dass ihr Umfang mit den oberen Kanten der Rippen in gleicher Höhe liegt. Mit der Trommel arbeiten Reibräder 39 zusammen, die vorteilhaft mit Gummireifen oder Gummimänteln versehen sind, den Film auf der Trommel. 38 halten und mit dieser weiterbewegen, so dass er durch die Fixierflüssigkeit gezogen und dann aus dem Fixierbade herausbefördert wird.
Die Reibräder sind auf einer Welle 40 gelagert, die mit einem Triebrad 41 versehen ist, das in ein Rad 42 der Welle 48 eingreift. Die Wellen 40 und die Achsen 44 der Trommel sind in Ständern 45 und 46 des Gestells der Vorrichtung gelagert. Die Welle 43 ist im Ständer 4J sowie in der Seitenwand de Gehäuses 20 gelagert und trägt ein zweites Zahnrad 48, das durch eine Vorrichtung angetrieben wird, an welcher das Führungsgestell und die daran angeordneten Teile zwecks Zugänglichkeit zum Innern des Apparates sowie zur Reinigung des Behälters abnehmbar sind.
Die Schubstange 57 besitzt nahe ihrem freien Ende eine Nut 71, in die das eine Ende einer im Gehäuse gelagerten Welle 64 eingreift. Eine Feder 59 (Fig. 6 und 8) drückt ständig gegen eine Rippe 58 der Stange 57 und sichert die Lage der Stange 57 gegenüber der Welle 64, die durch das Gehäuse 20 über ihre Lagerstelle hinausragt und eine Kurbel 66 trägt. Innerhalb des Gehäuses ist auf der Welle 64 ein durch einen Bügel 73 gegen Verschiebung gesichertes Getrieberad 67 gelagert, dessen Nabe 68 einen schrägen Schlitz 69 aufweist, in dem ein Stift 70 der Welle 64 eingreift. Die Welle kann somit unabhängig von dem Rade 67, das durch den Bügel 73 an der Drehung etwas gehemmt ist, in gewissen Grenzen gedreht werden, wobei sie aber entsprechend axial verschoben wird.
Eine zwischen der Kurbel 66 und der Gehäusewand angeordnete Feder 65 bringt die Welle in der Ruhestellung in die Lage nach Fig. 6, so dass bei einer Drehung der Kurbel im Uhrzeigersinn vorerst immer eine kleine Verschiebung der Welle eintritt, wobei die Stange 57 gegen die Kraft der Feder 59 um den Anlenkbolzen an den Arm 56 etwas verschwenkt wird. Die Stange 57 ist am freien Ende mit einer Verlängerung versehen, die mit der Stange eine Gabel zur Lagerung der Achse 61 einer losen Rolle 62 bildet. Zwischen der Rolle 62 und der Stange 57 ist ein Spielraum vorhanden, der mindestens gleich der Stärke einer Nocke 63 ist, die auf der Nabe 68 des Zahnrades 67 sitzt und bei versehwenkter Lage der Stange 57 mit der Rolle 62 zusammenwirkt. In der Nut 71 ist die Stange 57 mit einer dem Durchmesser der Welle 64 gleichen Bohrung 72 versehen (Fig. 4,6 und 8).
Ein loses Zahnrad 74 ist auf einem Zapfen 75 an der inneren Seite des Gehäuses gelagert und steht mit dem Triebrad 67 und einem Triebrad 76 in Eingriff, welches ähnlich auf einem Zapfen in dem Gehäuse gelagert ist und mit dem Ritzel 77 der Walze in Eingriff steht.
Die Wirkungsweise ist folgende : Nach dem Exponieren des Films wird derselbe durch die Rollen 22, 2. 3 in den Entwicklerbehälter 24 befördert und durch Antrieb des Messers 29 mittels einer Kurbel über einen Zahntrieb 29 a, 29 b in üblicher Weise abgeschnitten, wobei sich das Filmende an die Walze 31 anlegt.
Nach dem Entwickeln des Films wird die Kurbel 66 samt der Welle 64 im Uhrzeigersinn gedreht, wobei vorerst der Stift 70 in dem Schlitz 69 der Nabe 68 des Rades gleitet und die Welle 64 verschiebt und gleichzeitig die Stange 57 gegen die Kraft der Feder 59 verschwenkt, so dass die Rolle 62 gegenüber der Nocke 63 zu stehen kommt. Bei weiterer Drehung nimmt der am Ende des Schlitzes 69 anliegende Stift 70 das Zahnrad unter Überwindung des Gleitwiderstandes des Bügels 73 sowie des Widerstandes des Zahngetriebes mit, wobei die Noeke 63 mit ihrer spiralenförmig ansteigenden Lauffläche auf die Rolle 62 einwirkt und die Stange 57 aus der Stellung nach Fig. 4 in die nach Fig. 5 bringt. Der Arm 56 verschwenkt hiebei durch die Welle 54 die Arme 55, die den Schieber 26 samt der Walze 28 gegen die Walze. 31 bewegen.
Beim Auftreffen der Walze 28 auf die Walze. 31 wird erstere angehoben, wobei das Filmende eingeklemmt wird. Die Walze 28 geht etwas über die Walze 31 hinaus, so dass ihre Berührungsstelle seitlich zum Behälter 32 zu liegen kommt, wodurch das Filmende in die Richtung der oberen Ränder der Rippen 37 abgelenkt wird. Der Schieber 26 schliesst jetzt den Behälter 24 vollkommen ab. In dieser Stellung der Stange liegt die Bohrung 72 der Nut 71 der Welle 64 gegenüber, so dass die Feder 59 die Stange auf die Welle presst, wodurch die Rolle 62 wieder ausser Wirkung kommt, die Stange jedoch in der vorgeschobenen Stellung bleibt.
Bei fortgesetztem Drehen an der Kurbel 66 wird über die Räder 67, 74, 76 und 77 die Walze 81 und über die Räder 48, 42 und 43 die Welle 40 samt den Reibrädern 39 angetrieben. Der Film wird durch die Walzen 28 und 31 aus dem Entwicklungsbrhälter 24 über die Führungseinrichtung in den Fixierbehälter. 32 geführt. Die Fixierflüssigkeit reicht etwas über die Trommel-')'8, so dass der Film
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beim Durchgang durch die Trommel und Reibräder mit einer Schicht derselben überzogen wird, wobei er im Lichte unveränderbar gemacht aus der Oberfläche der Fixierflüssigkeit herausgeschoben wird, um ausserhalb der lichtdichten Kammer weiterbehandelt zu werden.
Das Vorfixieren des Films kann auch unabhängig vom Inhalte des Behälters 32 erfolgen. Es wird dann die Filmfördervorrichtung in einem Behälter 36 angeordnet, welcher Fixierflüssigkeit enthält und den Übertritt des vorfixierten Films in einen Behälter 36b gestattet (Fig. 11). Der Behälter 6b kann leer sein oder auch Fixierflüssigkeit enthalten.
Nach dem Heraustreten des Films. aus der lichtdichten Kammer 20 wird die Kurbel losgelassen, worauf die Feder 65 die Welle 64 unter geringer Drehung zurückverschiebt, so dass ihr Ende aus der Bohrung 72 der Stange 57 tritt und der Schieber 26 durch die Wirkung der Feder 51 auf den Kolben 50 zurückgeschoben wird, wobei die Stange 57 beim Rückgang mittels ihrer Nut 71 am Ende der Welle 64 geführt wird.
Der Fixierbadbehälter kann samt dem Führungsgestell in die Kamera nach dem Aufklappen des Schirmes 20a eingeschoben werden, wobei das auf der Welle 40 gelagerte Zahnrad 41 mit dem Zahnrad 42 der Welle 43 in Eingriff kommt und so die Verbindung mit dem Getriebe erfolgt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kamera mit Filmentwicldungsvorrichtung, bei der der lichtempfindliche Film aus der Belichtungskammer mechanisch nach dem Entwicklerbehälter befördert und von dem Vorrat oder Film
EMI3.1
Kammer hineinragt, innerhalb der der Film vorläufig eine ihn gegen Lichteinwirkung unveränderbar machende Schicht von Fixierflüssigkeit empfängt und aus welchem er an die Oberfläche der Fixierflüssigkeit herausgeschoben wird, um ausserhalb der lichtdichten Kammer weiterbehandelt zu werden.