AT113107B - Verfahren zur Herstellung von Molybdän- und Wolframsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Molybdän- und Wolframsäure.

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  Verfahren zur Herstellung von Molybdän- und Wolframsäure. 



    Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine zu seiner Ausführung geeignete Einrichtung zur Herstellung von Molybdänsäure (MoOs) und Wolframsäure (WOg) grösster Reinheit unmittelbar aus dem Erz. 



  Molybdänhaltige Erze sind bekanntlich der Molybdänglanz (MoS.) und Gelbbleierz (PbMoO.,) ; Wolframerze sind bekanntlich der Scheelit (Ca W04) und Wolframit (FeW04). Die Aufarbeitung dieser Mineralien geschieht meistens in der Weise, dass die mechanisch möglichst weitgehend gereinigten und konzentrierten Erze allein oder unter Verwendung geeigneter Zusätze einem Glühprozess unterworfen werden zu dem Zwecke, da- ; Wolfram respektive Molybdän der Erze in wasserlösliches Ammonium - oder Alkaliwolframat respektive Molybdat - üerzuführen, aus welchem dann nach entsprechender Reinigung durch Zersetzung mit Mineralsäuren die gewünschte Wolframrespektive Molybdänsäure gewonnen wird. 



  So wird z. B. Molybdänsäure aus Molybdänglanz auf die Art gewonnen, dass nach erfolgter Reinigung und Konzentration der Erze das Molybdänsulfid derselben durch Rösten in Molybdäntrioxyd übergeführt und letzteres mit Ammoniak aus der gerösteten Masse herausgelöst wird. Aus der ammoniakalischen Lösung wird die Molybdänsäure dann entweder durch Ausfällen mit Mineralsäuren und naehheriges Glühen gewonnen oder durch Zersetzen des aus-und umkristallisierten Ammoniummolybdates durch einen direkten Glühprozess. Gelbbleierz wird nach Konzentration durch Schmelzen mit Alkalikarbonaten, Schwefel und Kohle in Molybdänsulfid übergeführt, das letztere wiederum geröstet und weiterbehandelt, wie für den Molybdänglanz auseinandergesetzt wurde. 



  Bei der Herstellung von Wolframsäure z. B. aus Wolframit folgt ein Aufschlussprozess durch Glühen mit Soda, ein Auslaugen mit Wasser, hierauf Reinigen der gewonnenen Natriumwolframatlösung, Ausfallen des Wolframsäurehydrates aus der heissen Lösung mit Salpetersäure und Überführung des letzteren durch Glühen in WOg. 



  Gleichgültig, ob die Gewinnung der Molybdän-oder Wolframsäure auf einem der beschriebenen oder einem anderen bekannten chemischen Wege erfolgt, findet letzten Endes die Herstellung der Molybdänsäure respektive Wolframsäure immer aus Alkali-oder Ammoniummolybdaten respektive Wolframaten statt, in die das Molybdän respektive Wolfram des Erzes zunächst übergeführt werden müsste, da sich diese Verbindungen leicht umkristallisieren lassen und daher die grösste Sicherheit gewähren, zu möglichst reinen Produkten zu gelangen. Trotzdem sind die erhaltenen Säuren nie absolut rein, auch wenn sie handelsüblich als chemisch rein in den Verkehr gebracht werden. Ausser Ammoniak oder Alkali ist in ihnen mindestens noch Eisen und andere Verunreinigungen in geringen Mengen oder Spuren vorhanden. 



  Es ist nun Tatsache, dass selbst die geringsten Verunreinigungen oder Spuren von solchen bei gewissen Verwendungszwecken der Molybdän- und Wolframsäure, namentlich bei ihrer Weiterverarbeitung zu Drähten und Blechen für die Glühlampen-, Röntgenröhren-und Elektronenröhrenindustrie, störend wirken selbst dann, wenn sie nur in Hundertsteln von Prozenten in der Säure enthalten sind. 



  Dariiber hinaus sind alle heute praktisch durchgeführten Gewinnungsverfahren verhältnismässig sehr teuer. So betragen beispielsweise die Kosten der Gewinnung von Molybdänsäure (MoOs) je nach dem angewandten Verfahren etwa 60-80% des Preises des MoOg im konzentrierten Erz. 



  Man hat daher schon lange versucht, diese Säuren auf einfachem Wege direkt aus dem Erx zu gewinnen. Solche Vorschläge sind insbesondere zur Gewinnung von Molybd'insäure bekannt geworden.   

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 torium erreichbar ist. Die erhaltene   Molybdänsäure   z. B. ist in Ammoniak vollkommen wasserklar   löslich,   besitzt keinerlei Verunreinigungen durch schwefelige oder   Schwefelsäure   und ist somit tat-   sächlich   absolut rein. 



   Die Erfindung besteht darin, dass das Erz geschmolzen wird, bei Molybdänen nach mindestens teilweiser   Abröstung,   um dann die jetzt im Schmelzfluss bereits frei vorhandene oder bei bestimmten Temperaturen frei werdende Molybdän-respektive Wolframsäure durch Verdampfen und   nachheriges   Kondensieren zu gewinnen. 



   Da bei dem neuen Verfahren respektive der zu seiner   Durchführung   getroffenen Anordnung die verdampfte   Molybdän-oder Wolframsäure   im gleichen Augenblick, in dem sie in Dampfform iibergegangen ist, die Verdampfungszone verlässt, gelangt sie mit keinen heissen   Ofenwänden   in Berührung, wie dies etwa bei dem amerikanischen Verfahren unvermeidlich ist, bei dem die Säure längs der heissen Ofenrohre entlangstreicht und sich mit Stoffen aus dem Rohrmaterial verunreinigen kann.

   Schwefelige Säure oder Schwefelsäure gelangt nicht in den   Eondensationsraum.   und infolgedessen kann auch nicht durch diese das Ofen-, Röhren-und Filtermaterial irgendwie angegriffen werden, was sonst ebenso zu Zerstörungen dieser Apparateteile als auch zu den dargelegten Verunreinigungen der erhaltenen Molybdän und Wolframsäure führen könnte. In dem   Schmelzfluss werden   ferner aber alle weiteren, im Erz ent- 
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 unreinigungen, nämlich kleinster Teile des fein verteilten Erzes, ist vollkommen ausgeschlossen.

   Die durch Verdampfen aus dem   Schmelzf1uss   gewonnene Säure kondensiert sich aus einer Dampfphase wesentlich höherer Dichte, als sie jemals durch Sublimation erzeugt werden könnte, und die konden- 
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 erzielt, sondern auch das gute Ergebnis des Verfahrens gemäss der Erfindung gewährleistet, da Sauerstoff   als schädlich   anzusehen ist. 



   Gegenüber allen bekannten Verfahren dieser Art bringt die Erfindung den weiteren Vorteil, dass man auch Abfälle der   Stab-und Drahtfabrikation   sowie alle anderen n olybdän- oder wolframhaltigen Produkte dem zu verarbeitenden Erz beimengen kann ; sie werden in die   geschmolzene Mase   in gleichem Masse eingeworfen, als sie in dieser unter den besonderen Verhältnissen, unter denen sich diese befindet,   löslich   sind. 



   Dies vorausgeschickt, sei nunmehr eine   Ausführungsform   des Verfahrens gemäss der Erfindung in Anwendung auf die Herstellung von   Molybdäntrioxyd   beschrieben. 



   Es wird von ganz oder teilweise abgerösteten   Glanz-bzw. solchen Molybdänprodukten   ausgegangen, die eine solche Menge Molybdäntrioxydes enthalten, dass diese beim Erhitzen auf Temperaturen auf etwa 1000  C vollkommen in Schmelzfluss übergehen. Die   Behandlung dieser Produkte   möge nun an Hand des schematischen Ausführungsbeispieles der Zeichnung erläutert sein, die einen Schnitt mit teilweiser Ansicht durch eine zur   Durchführung   des Verfahrens geeignete Einrichtung darstellt. 



   Die ganz oder teilweise abgerösteten   Molybdänprodukte   werden also in einen zylindrischen Quarztiegel T eingetragen, jedenfalls aber in einen Tiegel, der aus einem für die Schmelze undurchlässigen, niehtmetallischen Stoff besteht ; die Molybdänprodukte werden in diesem Tiegel auf Temperaturen von 1000  C und darüber erhitzt, beispielsweise durch eine nicht gezeichnete, aussen um den Tiegel gewickelte, von elektrischem Strom durehflossene Metallfolie. Während dieser Erhitzung wird der Tiegel in ständige, langsame Drehung versetzt. Er ist auf einer schrägen Achse   A   gelagert, die vorzugsweise mit der Horizontalen einen Winkel von 45  einschliesst und von einem Elektromotor od. dgl. 



  M angestriehen wird. Es hat sich herausgestellt, dass das Verfahren um so günstiger abläuft, je spitzer der Winkel der Achse   A   mit der Horizontalen ist. Er ist dadurch begrenzt, dass   natürlich die im Tiegel   befindliche Masse nicht ausfliessen darf. Durch diese   Schrägstellung   des Tiegels wird erreicht, dass der Spiegel des Schmelzgutes eine grosse (elliptische) Oberfläche entwickelt ; durch die Drehung wird erreicht, dass die zähflüssige Schmelze von den Tiegelwänden mitgenommen und gleichsam umgerührt wird, so dass immer neue Teile der Schmelze an die Aussenluft   gelangen.

   Hiedureh   wird im ersten Arbeitsstadium erreicht, dass in dem Glanz etwa noch vorhandene Sulfide vollständig zu   Molybdäntri-   oxyd oxydiert werden, im zweiten, dass für die Verdampfung die denkbar grösste   Oberfläche 7ur   Verfügung steht. 



   Der Tiegel mit seinem Antrieb ist auf einem fahrbaren Rahmen R gelagert, der in dieser Stufe des Verfahrens nicht in der dargestellten Lsge, sondern vielmehr nach rechts verschoben ist so weit, 
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 In dieser Stufe des Verfahrens verdampft   noeh   keine Molybdänsäure, jedenfalls aber in geringsten und darum   absolut vernachlässigbaren Mengen.   

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 ist, dass keinerlei schwefelsaure Dämpfe mehr aus dem Tiegel entweichen. 



   Nunmehr wird der Rahmen R mit dem Tiegel. unter die Haube C nach links geschoben in die 
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 masse geblasen. 



   Dieser Luftstrom bewirkt, dass augenblicklich eine ausserordentlich starke Verdampfung der   Molybdänsäure   einsetzt. 



   Durch den Luftstrom, der noch durch einen saugenden Ventilator V am oberen Ende des Abzugrohres n unterstützt werden kann, wird die   dampfförmige   Molybdänsäure mit grosser Geschwindigkeit in die Kammer K getragen, in der sie infolge Verminderung der Zuggeschwindigkeit aus dem Dampfzustande kondensiert ; wegen des grossen Zuges im Rohre D könnte dort eine Kondensation in irgendwie nennenswertem und beachtlichem Zustand nicht stattfinden. -
In der   Kammer X fällt   die erkaltete Säure wie Schnee auf den Boden, ohne mit irgendwelchen Fremdkörpern in Berührung gekommen zu sein.

   Die Säure, die sich unmittelbar am Boden und an den Wänden der Kammer ablagert, besitzt selbstverständlich so geringe Menge, dass eine etwaige Ver-   unreinigung   in diesen Grenzschichten gegenüber den absolut reinen, darüber gelagerten Schichten nicht in Betracht   kommt   und, selbst wenn diese Grenzschichten beim Abtransport mitgenommen werden sollten, eine merkliche Verunreinigung der Säure nicht mehr bewirken kann. Im übrigen sind auch solche Verunreinigungen gar nicht zu befürchten, da eine chemische Reaktion zwischen der kalten Säure und den Kammerwänden   unmöglich   ist und Beimengungen von   Schwefelsäure   fehlen. Blosse mechanische   Verunreinigungen lassen   sich aber am besten dadurch vermeiden, dass man die Kammer mit Glasplatten 
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   Die in der Kammer   J   angesammelte Säure besitzt sonach die   jahrzehntelang   angestrebte absolute grösste Reinheit. Darüber hinaus besitzt sie ein Korn und eine Verteilung, die sie für die Herstellung von Metallpulver zur   Fabrikation von Drähten   auch allerfeinsten Durchmessers und besonders duktilen Blechen hervorragend geeignet macht. Obwohl sie ganz locker liegt, besitzt sie trotzdem genügende Dichte, um das erwähnte Metallpulver bester Qualität zu liefern. In Sonderfällen genügt es, sie zwischen   Achat-oder Stahlwalzen,   die gegeneinander einen Druck von etwa 70 kg ausüben, hindurchzuführen, wobei ein   Litergewicht erreicht   wird, das nicht weniger ist als dasjenige der bisher   ausschliesslich   auf nassem Wege erzeugten Säure.

   Trotzdem ist aber das Korn der   gemäss   der Erfindung gewonnenen Säure bedeutend feiner als dasjenige der auf nassem Wege erzeugten, was zusammen    mit "der   hohen Reinheit der Säure von grösstem Vorteil für die Weiterverarbeitung zu Drähten und Blechen ist. 



   Ein weiterer Vorteil des erhaltenen feinen Kornes besteht darin, dass bei der Reduktion der Säure zu reinem Metall die   Angriffsflächen   für den Wasserstoff gegenüber einem gröberen Korn bedeutend   vergrössert   werden, wodurch der Wasserstoff einerseits besser ausgenutzt und andererseits mit wesentlich kleineren   Strömungsgeschwindigkeiten   durch die aufgeschichtete Säure   hindurehgeführt   werden kann. Somit wird durch die Säure gemäss der Erfindung bei ihrer Weiterverarbeitung auch eine erhebliche Wasserstoffersparnis erhielt.

   Der Erfinder hat demgemäss im Betrieb festgestellt, dass bei einem Durchmesser des   Reduzierrohres   von 56 mm und kontinuierlicher Hindurchbewegung der in   Schiffehen   geladenen Säure durch dasselbe nach dem Gegenstromprinzip eine   Strömungsgeschwindigkeit   von 
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   behandelte Molybdänsäure verwendet   wird ; bei Verwendung der besten bisher im Handel   erhältlichen     Molybdänsäure   musste jedoch zur Verarbeitung der gleichen Säuremengen und unter sonst gleichen Bedingungen eine   Strömungsgeschwindigkeit   des Wasserstoffes von 5 8 m je Minute angewendet werden zur Erzielung eines zur Weiterverarbeitung zu feinsten Drähten usw. brauchbaren Kornes.

   Dabei ist aber die Feinheit des Kornes im letzteren Fall erheblich geringer als bei Verarbeitung   der gemäss der   Erfindung hergestellten Säure mit einem Bruchteil der bisher erforderlichen Wasserstoffmengen. 



   Das derart gemäss der Erfindung auf billigem Wege erlangte feinste, reine metallische Pulver kann nun abei veit besser gesintert werden als das bisher erzielbare feinkörnige Metallpulver, das aber trotzdem gröber ist als dasjenige, das aus einer gemäss der Erfindung hergestellten Säure reduziert werden kann. Je feinkörniger das verwendete Metallpulver ist, um so geringer ist nämlich die erforderliche Energie, um aus einem aus dem Pulver gepressten Stab einen gesinterten Stab zu erhalten.

   Gleicher 
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 22 Kilowattstunden elektrischer Energie'durchführen ; die erhaltenen gesinterten Stäbe besitzen dann gleiches   Kleingefüge.   Darüber hinaus kann man beim Sintern absolut reiner Säure bis knapp an den Schmelzpunkt herangehen, während bei Säuren, die nur wenige Hundertstel Prozent   Verunreinisfungen   enthalten, eine solch hohe Temperaturbehandlung beim Sintern ausgeschlossen ist, da sonst Schmelz- 

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 stellen im Innern des Stabes entstehen können. Je höher aber die Sintertemperatur ist, desto rascher ist der Sinterprozess beendet und um so grösser ist die Leistung und somit Ausnutzung einer vorhandenen Sinteranlage. Im Betriebe des Erfinders konnte derart eine Steigerung der Leistungsfähigkeit um etwa   66%   erzielt werden. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung kann ohne Schwierigkeit im kleinsten und grössten Mass- 
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   Insbesondere kann das Verfahren gemäss der Erfindung gleich an der Erzgrube ausgeführt werden. 



  Würde man das Erz von der Grube nach weiter entfernten   Verarbeitungsstätten   befördern, so würden die Kosten des Transportes der Gewichtsanteile an taubem Gestein gleich denjenigen sein, die zur Verarbeitung des   abgerösteten   Glanzes zur Säure an der Grube selbst aufgewendet werden müssten. Man könnte dann die fertige, absolut reine Molybdänsäure zu gleichen oder unwesentlich   höherem   Preise auf den Markt bringen, als bisher für das Erz allein an einem von der Grube weiter entfernten Ort bezahlt werden muss. 



   Weitere Vorteile des Verfahrens gemäss der   Erfndung, besonders gegenüber   demjenigen der erwähnten amerikanischen Patentschrift, bestehen, abgesehen von der wesentlich höheren Reinheit und grösseren Dichte, darin, dass schon die Herstellungsanlage weit einfacher, leichter zu bedienen und unvergleichlich billiger ist. Darüber hinaus können höhere Temperaturen von   1000-1100  C   und mehr bei Behandlung von   Molybdäns erbindungen angewendet werden gegenüber   den dort brauchbaren Temperaturen.

   Wie bereits früher erwähnt, kann nämlich das Verfahren nach der amerikanischen Patentschrift höchstens bei 8000 C   ausgeführt   werden, da es sonst zu nahe dem Einsetzen des Schmelzens gelangt und aus der dort angewandten, schräg stehenden und notwendig an der tiefsten Stelle offenen Retorte ausfliessen würde.

   Dies erkennt bereits die amerikanische Patentschrift, die sogar das Zusammenbacken des Materials durch einen   Sand-und Kalkzusatz verhindert,   um so mehr also davon entfernt ist, einen   Schmelzfluss   benutzen zu können, geschweige an diesen zu denken.   Schliesslich   wird überhaupt kein Sauserstoffzusatz bei der Erfindung verwendet ; es werden daher die Kosten des Sauerstoffes in Flaschen oder, wo diese nicht   erhältlich   sind, die Errichtung einer besonderen Anlage zur   Erzeugun ! !   von Sauerstoff von vorneherein erspart. 



   Das beschriebene Ausführungsbeispiel ist nun ohne weiteres auch zur Herstellung von Wolfram-   säure WOg anwendbar. Natürlich   ist dann eine entsprechend höhere Schmelztemperatur einzustellen und daher an Stelle eines Quarztiegels   em   solcher beispielsweise aus Zirkonoxyd zu verwenden. 



     Grundsätzlich   kann man die Erfindung   sinngemäss   auf die Herstellung aller flüchtigen Oxyde anwenden, die vor ihrer Verflüchtigung schmelzen. 



   Schliesslich sei noch bemerkt, dass selbstverstärdlich auch ein kontinuierliches Verfahren durch- 
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 der Erhitzung bzw. Einschmelzung der Erze die entstehenden Dämpfe ins Freie, während des Aus-   dampfens Molybdän-oder Wolframsäure, jedoch   diese Dämpfe in die Kondensationskammer überleiten. 



  Die vollständige Trennung der Abzüge ist aber für die absolute Reinheit der enthaltenen Säuren entschieden vorzuziehen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von   Molybdän-undWolframsäure unmittelbar   aus dem Erz durch thermische Behandlung desselben und anschliessende Kondensation der flüchtigen Produkte,   dadurch   gekennzeichnet, dass das   vorzugsweise konzentrierte Erz gegebenenfalls nach vorheriger vollständiger   oder teilweiser Abrostung geschmolzen und während des   8chmelzflusses   so hoch erhitzt wird, dass die   Molybdän-oder Wolframsäure verdampft   und durch Kondensation gewonnen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdampfung der Molybdänoder Wolframsäure während des Schmelzflusses dadurch beschleunigt wird, dass dem Schmelzlluss durch EMI5.3 <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 des Verdampfens der Molybdän- oder Wolframsäure durch Drehen des Tiegels in Bewegung hält.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Dämpfe der Molybdän- oder Wolframsäure durch einen Luftstrom von dem Schmelzfluss forttreibt oder bzw. absaugt.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die entwickelten Molybdän- oder Wolframsäuredämpfe im Augenblick der Verdampfung ohne Berührung mit irgendwelchen warmen Teilen abfÜhrt und in einer kalten Kondensationskammer sich niederschlagen lässt.
    6. Verfahren nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, dass man die kondensierte Molybdän- oder Wolframsäure nötigenfalls durch Walzen verdichtet.
    7. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Einschmelzung der Erze an anderer Stelle als die Verdampfung der Molybdän-oder Wolfram- säure durchführt, insbesondere derart, dass die Einsehmelzung der Erze für die etwa entweichenden, wenig oder gar keine Molybdän-oder Wolframsäure enthaltenden Dämpfe unter einem gesonderten Abzug und die Verdampfung der Molybdän-oder Wolframsäure unter einem anderen, in eine kalte Ablagerungskammer ausmündenden Abzug erfolgt.
    8. Einrichtung zur Ausübung eines Verfahrens nach Anspruch 1 oder folgende, gekennzeichnet durch einen oder mehrere vorzugsweise schräg angeordnete Behälter, insbesondere Schmelztiegel, in denen die Erze erschmolzen werden, und Abzugsvorrichtungen, welche während der Einschmelzung der Erze beispielsweise ins Freie, während der Verdampfung der Molybdän- oder Wolframsäure jedoch in eine Kondensationskammer ausmünden.
    9. Einrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch zwei gesonderte Abzugsvorrichtungen, deren eine beispielsweise ins Freie und deren andere in eine Kondensationskammer einmündet, und einen oder mehrere Behälter, die ortsbeweglich angeordnet sind und in je einer zugeordneten Stellung sich unter einem der beiden Abzüge befinden.
    10. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise schräg angeordneten Behälter um eine schräge Achse mit einstellbarer Geschwindigkeit drehbar sind. EMI6.2
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