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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 11278.
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UND FiRMA S. J. ARNHEIM IN BERLIN UND BUDAPEST.
Schloss für Postsäcke u. dgl.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Schloss, welches zum sicheren Verschliessen von Postsäcken u. dgl. dient und durch seine zweckmässige Einrichtung bei grosser Sicherheit ein sehr rasches Arbeiten ermöglicht.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Schlosses dargestellt, wobei Fig. 1 die untere Ansicht des Schlosses zeigt mit verschlossenem Deckel ; Fig. 2 dasselbe mit geöffnetem Deckel ; Fig. 3 dasselbe nach Entfernen des Deckels und der ersten Deckplatte ; Fig. 4 dasselbe nach Entfernen der zweiten Deckplatte, wobei die innere Schlosskonstruktion ersichtlich ist ; Fig. 5 zeigt die Seitenansicht des Schlosses ; Fig. 6 ist ein teilweiser Schnitt nach der Linie 4-. ss in Fig. 3, währond Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 3 veranschaulicht.
Am Schlossgehäuse 1 ist der Stift 2 befestigt, auf welchem die am Rande des Postsackes befindlichen Ringe in bekannter Weise aufgesteckt werden. Zum Abschliessen dieser Ringe dient ein starrer Bügel 3, welcher in der Mitte eine zur Aufnahme des Stiftendes geeignete Bohrung 4 besitzt. Die beiden Enden des Bügels 3 werden behufs Verschliessen des Schlosses in entsprechende cylindriscbe Hülsen 5 des Schlosses gesteckt und durch Riegel 7, welche in Bohrungen 6'der Bügelenden einschnappen, gesichert. Die zum Sichern des Bügels 3 dienenden Riegel 7 sind an je einem Schieber 8 angeordnet (Fig. 4), welche einerseits in cylindrischen Fortsetzungen 9 der Hülsen. 5, andererseits durch Zapfen 10 in Bohrungen von Lappen 11 geführt sind.
Die beiden Schieber 8 sind miteinander durch einen um den fixen Zapfen 12 drehbaren Hebel 13 verbunden, so dass die Schieber 8 sich immer in entgegengesetzter Richtung bewegen. Einer der Schieber 8 wird durch den Schlüssel des Schlosses bewegt, zu welchem Zwecke derselbe mit den bekannten Zuhaltungsplatten 14 und Stift 15 versehen ist-, 16 veranschaulicht den Schlüsselzapfen. Die Schieber 8 werden durch Federn 17 stets in der Schliessrichtung gedrückt. In den Cylindern 9 sind kleine
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Der oben beschriebene Schlossmechanismus ist durch eine Deckplatte 20 (Fig. 3) abgeschlossen. In einer Ausnehmung 21 dieser Deckplatte ist ein Schieber 22 geführt, welcher mit einer Durchbrechung, 33 für den Haken 24 des Deckels 25 versehen ist.
Oberhalb der Deckplatte 20 ist eine Deckplatte 26 angeordnet (Fig. 2) ; beide Deckplatten 20 und 26 sind durch Schrauben 27, welche in Muttern 28 (Fig. 4) eingreifen, befestigt. An der Deckplatte 26 ist der Deckel 2. 5 gelenkig befestigt, so dass dieser auf die Deckplatte 26 geklappt (Fig. l) oder aufgestellt werden kann (Fig. 2). Der Deckel 25 ist mit dem Schliesshaken 24 versehen, welcher beim Zuklappen des Deckels durch die Durchbrechung 29 der Deckplatte 26 durch die Durchbrechung 23 des Schiebers 22 und durch die Durchbrechung 30 der Deckplatte 20 in das Schlossinnere eindrängt und hierbei die Flachfeder 81 zurückdrückt (siehe auch Fig. 7).
Der Deckel 25 ist mit dem Ausschnitt 37, zum Einführen des Schlüssels und mit zwei Zapfen 32, zum Festhalten des bekannten Papierverschlusses 33 für das Schlüsselloch,. versehen. Die Zapfen 32 dringen in'Löcher 34 der Deckplatte 26 ein.
Die Handhabung und Arbeitsweise des Schlosses ist folgende : Der Schlüssel ist aus dem Schloss entfernt und der Bügel 3 ist abgenommen. Vor dem Gebrauch wird das Schloss
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Weise auf den Stift 2 gesteckt und durch. Aufstecken des Bügels 3 geschlossen. Diese Arbeit ist wegen des starren, aus einem ungegliederten Stück bestehenden Bügels sehr rasch ausführbar, was die Arbeit in Postämtern bedeutend erleichtert. Bei herausgezogenem Bügel (Fig. 6 rechts) ist das Gleitstück 18 durch Feder 19 hochgehoben und verhindert das frühzeitige Einschnappen des Riegels 7 ; der eingeschobene Bügel verdrängt das Gleitstück und sobald die Bohrungen 6 des Bügels mit den Riegeln 7 in eine Linie gelangen,
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fixiert ist.
Das Schliessen geschieht also ohne Schlüssel, bloss durch Einschieben des Bügels.
Der Stift 15 des einen Schiebers 8 (Fig. 4) reicht durch eine längliche Durchbrechung 35 der Deckplatte 20 (Fig. 3) bis in den Schieber 22, welcher zu diesem Zwecke mit einer Durchbrechung 36 versehen ist, so dass der Stift 15 bei seiner Bewegung den Schieber 22 mitnimmt ; in Fig. 3 ist das Schloss und somit auch der Schieber 22 im ge- öffneten Zustande dargestellt. Bei dem vorher beschriebenen Einschnappen der Riegel 7 in die Löcher 6 des Bügels 3 wird der Schieber 22 durch den Stift 15 gleichfalls mitgenommen, wodurch der Haken 24 des Deckels 25 ganz geschlossen wird (Fig. 7). Das Schloss ist nun vollkommen geschlossen und kann nur mit einem, den Zuhaltungen 14 entsprechenden Schlüssel geöffnet werden.
Bei Öffnen des Schlosses durch den Schlüssel wird der Schieber 8 samt Stift 15 (Fig. 4) nach rechts verschoben, wobei durch Hebel 18 der andere Schieber 8 gleichzeitig nach links geht. Hiedurch werden die Riegel 7 aus den Löchern 6 des Bügels herausgezogen, so dass die Federn 19 die Gleitstücke 18 und mit diesen den Bügel 3 hinaus- drücken. Gleichzeitig wird durch den Stift 15 der Schieber 22 (Fig. 3) so weit nach rechts gezogen, dass dieser den Haken 24 des Deckels 25 freigibt und die Feder 31 den Haken samt Deckel hinausdrücken kann. Es wird also bei Öffnen des Schlosses sowohl der Bügel 3,
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Schloss für Postsäcke u. dgl. mit einem am Schlossgehäuse befindlichen Stift, ge- kennzeichnet durch zwei miteinander durch Hebel verbundene, mit je einem in eine Aus- nehmung (6) der Enden des abnehmbaren Bügels (3) eingreifenden Riegel (7) versehene
Schieber (8), von welchen der eine unter Vermittelung von Zuhaltungen durch den Schlüssel betätigt wird.