DE59756C - Tresorschlofs - Google Patents

Tresorschlofs

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Publication number
DE59756C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
key
lock
bolt
pin
safe
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT59756D
Other languages
English (en)
Original Assignee
C. ADE in Berlin N., Demminerstr. 7
Publication of DE59756C publication Critical patent/DE59756C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B35/00Locks for use with special keys or a plurality of keys ; keys therefor
    • E05B35/08Locks for use with special keys or a plurality of keys ; keys therefor operable by a plurality of keys
    • E05B35/12Locks for use with special keys or a plurality of keys ; keys therefor operable by a plurality of keys requiring the use of two keys, e.g. safe-deposit locks

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  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
CARL ADE in BERLIN. Tresorschlofs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. März 1891 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein sogenanntes Tresorschlofs, welches nur unter Benutzung zweier Schlüssel geöffnet werden kann, von welchen der eine sich in den Händen des Miethers des betreffenden Tresors, der andere in den Händen des Vermiethers desselben befindet. Bisher sind diese Schlösser in der Regel so eingerichtet, dafs sowohl zum Oeffnen als auch zum Schliefsen des Schlosses beide Schlüssel erforderlich sind, wodurch sich die Benutzung des Tresors ziemlich umständlich gestaltet, und was auch leicht dazu führen kann, dafs beim Schliefsen des Tresors der Verschlufs nur theilweise vollzogen und die Herstellung der vollen Sicherung übersehen wird.
Um diese Mifsstände zu vermeiden, wird nach vorliegender Erfindung das Schlofs so eingerichtet, dafs nur zum Oeffnen des Schlosses die Mitwirkung beider Schlüssel erforderlich ist, das vollständige Schliefsen des Schlosses dagegen vom Miether des Tresors allein bewerkstelligt werden kann, wobei letzterer seinen Schlüssel jedoch nicht eher herausnehmen kann, als bis das Schlofs vollständig geschlossen ist, während der andere Schlüssel unmittelbar nach Beginn der Riegelverschiebung wieder aus dem Schlofs entfernt werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι das Schlofs in gesperrtem, Fig. 2 in geöffnetem Zustande; Fig. 3 ist ein Verticalschnitt durch das Schlofs.
Das Schlofs besitzt zwei Zuhaltungen α und b, von welchen die eine auf einem im Schlofskasten befestigten Stift c sitzt, während die andere auf einem im Riegel e befestigten Stift d angeordnet ist und sich demzufolge mit dem Riegel verschiebt.
Zum Ordnen der Platten der Zuhaltung a dient der flache Schlüssel f, zum Ordnen der Platten der Zuhaltung b der flache Schlüssel g. Eine Verschiebung des Riegels e ist erst möglich, wenn beide Zuhaltungen geordnet sind.
Der Schlüssel f wird in eine Nufs h gesteckt, welche beim Drehen des Schlüssels mitgenommen wird, welche andererseits jedoch die Drehung des Schlüssels auf eine Vierteldrehung begrenzt. Die Nufs ist hierzu auf einem entsprechenden Theil h1 des Umfanges schwächer gehalten und ein Stift i ist so nahe der Mittelachse der Nufs im Schlofskasten befestigt, dafs sich nur der schwächere Theil hl an diesem Stift i vorüberbewegen kann. Selbstredend könnte diese zur Begrenzung der Drehung" der Nufs mit dem Schlüssel dienende Vorkehrung auch durch andere entsprechende Einrichtungen ersetzt werden. Der Schlüssel/ befindet sich in den Händen des Vermiethers.
Soll das Schlofs geöffnet werden, so' mufs zunächst der Schlüssel/ in die Nufs h gesteckt und der Griff aus der horizontalen Lage (Fig. 1) in die verticale (Fig. 2) gedreht werden. Hierdurch werden die Zuhaltungsplatten a so angeordnet, dafs ihre Einschnitte zur Deckung kommen und sich genau gegenüber dem auf dem Riegel e befestigten Stift k einstellen. Die Zuhaltungsplatten α greifen hierbei in die Stufen des Schlüssels / ein und verhindern hierdurch ein Herausziehen des Schlüssels in dieser Lage.
Der Miether des Tresors steckt nun seinen Schlüssel g in die zweite Nufs /, an welcher
der zur Verschiebung des Riegels dienende Hebel m sitzt. ' Die Drehung dieser zweiten Nufs wird durch Stifte η η1 begrenzt, an welche der Hebel m anstöfst. Während des ersten Theiles der Drehung der Nufs I werden die Zuhaltungsplatten b derart angeordnet, dafs die Verbindungstheile b1 der Ausschnitte zur Deckung kommen und sich dem Stift b2 gegenüber einstellen, welcher im Schlofskasten befestigt ist und durch einen Schlitz e1 des Riegels e hindurchtritt. Alsdann kommt der Hebel m gegen den Riegel zu liegen und zieht diesen in das Schlofs zurück. Die Zuhaltung b bewegt sich mit dem Riegel rückwärts. Der Stift η1 begrenzt die Drehung der Nufs I in solcher Lage, dafs die Zuhaltungsplatten noch im Eingriff mit den Stufen des Schlüssels g verbleiben und somit ein Herausziehen des letzteren bei geöffnetem Schlofs unmöglich ist. Dagegen kann der Schlüssel / mit seiner Nufs, unmittelbar nachdem zu Beginn der Verschiebung des Riegels der Stift k in die Einschnitte der Zuhaltungsplatten α eingetreten ist — also noch vor vollem Aufschliefsen des Tresors —, in die Anfangsstellung zurückgedreht und der Schlüssel herausgenommen werden. Auch ist die Mitwirkung dieses Schlüssels f beim Schliefsen des Schlosses nicht erforderlich, denn sobald mit dem zweiten Schlüssel g geschlossen wird, verläfst der Stift k wieder die Einschnitte der Zuhaltungsplatten α und letztere schwingen unter dem Einfiufs ihrer Federn in ihre Ruhelage zurück, in welcher sie an dem an der betreffenden Seite abgeflachten Stift i anliegen und den Rücktritt des Stiftes k in ihre Einschnitte sperren.
Es braucht somit der Vermiether des Tresors bezw. dessen Beamter nur beim Oeffnen des Schlosses zugegen sein. Unmittelbar nach dem Oeffnen kann er dann seinen Schlüssel wieder herausziehen, und der Verschlufs kann in vollem Umfange durch den Miether allein geschehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Tresorschlofs mit zwei auf denselben Riegel (e) wirkenden Zuhaltungen (a b), von welchen die eine (a) nach dem Ordnen ihrer Platten mittelst des Schlüssels (f) unmittelbar nach Beginn der Verschiebung des Riegels (e) durch einen an letzterem befestigten Stift (k) in geordneter Lage gesperrt wird, - derart, dafs der zugehörige Schlüssel (f) noch vor vollendetem Oeffnen des Schlosses wieder zurückgedreht und herausgenommen werden kann, während die zweite Zuhaltung (b) durch beständigen Eingriff ihrer Platten in die Stufen des zweiten, gleichzeitig den Riegel verschiebenden Schlüssels (g) ein Herausziehen des letzteren bis nach vollendetem Schliefsen des Schlosses verhindert.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT59756D Tresorschlofs Expired - Lifetime DE59756C (de)

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