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Kartothek.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Kartothek, bei welcher die einzelnen Karten am unteren Rand gleich grosse Fortsätze in verschiedenen Entfernungen besitzen, die mit einer seitlich verschiebbaren Hubsehiene und mit einer die Karten in der angehobenen Stellung erfassenden Haltevorrichtung sowie mit einer die nicht angehobenen Karten in die wirkungslose Zone verschiebenden Sehiebevorrichtung zusammenarbeiten, so dass durch wiederholtes Betätigen dieser drei Vorrichtungen eine beliebige Gruppe von Karten ausgewählt werden kann.
Die Zeichnung zeigt in den Fig. 1-15 die angehobenen Karten in den einzelnen Stellungen in Zu- ! ammenwirkung mit diesen drei Vorrichtungen.
Die einzelnen Kartothekkarten (Fig. 1) sind am unteren Rande mit gleich grossen, im Wesen um die eigene Breite voneinander abstehenden Fortsätzen versehen, die zwei gleiche Gruppen bilden, deren jede die Hälfte des unteren Randes einnimmt, so zwar, dass eine zweiarmige Hubschiene s, die seitlich verschiebbar ist und sieh unterhalb der Karten befindet, mit ihren beiden Armen, deren Entfernung die Hälfte der Kartenlänge beträgt, gleichzeitig an einem bestimmten Paar dieser Fortsätze angreifen kann und dadurch die betreffenden Karten ohne Kippen senkrecht anhebt.
Zum Festhalten der angehobenen Karten ist eine seitlich gegen die Karten verschiebbare Haltevorrichtung w vorgesehen, auch sind sämtliche Karten an dieser Stelle mit einem Ausschnitt versehen, der das ungehinderte Eingreifen der Haltevorriehtung ermöglicht.
Um die nicht angehobenen Karten seitlich um die Breite eines Zwischenraumes verschieben zu
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als zweite Auflage für die angehobenen Karten dient. Die nicht angehobenen Karten ruhen auf zwei Auflagleisten a,/) (Fig. 1). Jede Karte ist mit einer bestimmten Anzahl von Fortsätzen versehen, deren Entfernung voneinander die Breite der Fortsätze oder ein Vielfaches dieser Breite beträgt. Hiedureh ist jede mit einer von der andern Karte verschiedenen Kombination von Fortsätzen bzw. Zwischenräumen versehen.
Die Aussortierung einer bestimmten Gruppe aus der Gesamtheit der so ausgestalteten Karten erfolgt nun auf folgende Weise : Die Hubschiene s wird durch seitliches Verschieben unterhalb eines Paares von der gewünschten Gruppe zugehörigen Fortsätzen gebracht (Fig. 2) und angehoben (Fig. 3).
Es werden daher alle jene Karten aufsteigen, die an dieser Stelle Fortsätze tragen, ganz unbekümmert, welcher Gruppe sie angehören ; aber es werden bestimmt alle Karten der gewünschten Gruppe enthalten
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die angehobenen Karten in ihrer Lage fixiert, so dass die Hubschiene. wieder gesenkt (Fig. 5) und unterhalb des nächsten Paares von Fortsätzen, die zu dieser bestimmten Kombination gehören, gebracht und neuerlich gehoben werden kann (Fig. 6). Es werden aus den bereits gehobenen Karten alle jene Karten um ein gewisses Mass hervortreten, die auch dieser weiteren Bedingung entsprechen und auch an dieser Stelle Fortsätze tragen. Nebst andern Karten werden bestimmt alle der gewünschten Gruppe ange- türigen Karten vertreten sein.
Durch Zuriickstellung der seitlichen Verschiebevorrichtung r und der Haltevorrichtung M) werden die bei der zweiten Hebung nicht erfassten Karten freigegeben und fallen
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Fortsätzen gebracht und wieder angehoben werden kann.'Dieser Vorgang, von Fig. 5 beginnend, wird so oft wiederholt, als die ins Auge gefasste Kombination Paare von Fortsätzen besitzt. Dadurch werden alle andern Karten ausgeschieden, und es bleiben nur die der gewünschten Gruppe angehörige Karten in der angehobenen Stellung.
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Fig. 11-14 zeigen die Ausbildung der Erfindung als Hängekartothek, wobei auch die seitliche Verschiebevorrichtung l'mit den beiden Auilagleisten a und b (Fig. 1) vereinigt wurde. Die einzelnen Kartothekkarten ruhen in diesem Falle mit seitlich angebrachten Fortsätzen 1n, 1nl (Fig. 11) auf winkelförmigen Leisten, die wieder senkrecht zu den Kartothekkarten liegen und die an ihren Enden, also vorne und hinten, durch zwei in der Zeichnung nicht ersichtlich gemachten Querverbindungen zu einem Rahmen r, r1 vereinigt sind.
Diesem Rahmen r, r1 kommt die Aufgabe zu : 1. als Auflage für alle nicht angehobenen Karten zu dienen, 2. nach erfolgter erster Hebung die auf ihm verbliebenen Karten seitlich zu verschieben, 3. nach erfolgter Verschiebung gemeinsam mit der Haltevorrichtung ? die angehobenen Karten in dieser Stellung festzuhalten, indem die Haltevorrichtung w die eine und die Winkelleiste r des Rahmens, die der Haltevorrichtung gegenüberliegt, die zweite Auflage für die angehobenen Karten bilden (Fig. 12), 4. nach jeder weiteren Hebung (Fig. 13) und darauffolgenden Rückstellung der Haltevorrichtung und des Rahmens sozusagen als Auffangschale für die bei dieser Hebung ausgeschiedenen und somit herunterfallenden Karten zu dienen.
Die Wirkungsweise ist in diesem speziellen Fall folgende : Die Hubschiene s wird durch seitliches Verschieben unterhalb des erstenPaares einerbestimmten Kombination vonFortsätzen, die dix gewünschte Gruppe von Karten kennzeichnet, gebracht und angehoben (Fig. 11) ; durch Betätigung der Haltevorrichtung w und seitliches Verschieben des Rahmens r, rl werden einerseits die angehobenenKarten festgehalten, anderseits die Fortsätze der nicht angehobenen Karten in die Zwischenräume gerÜckt und so von jeder weiteren Hebung ausgeschlossen (Fig. 12). Durch Senken und seitliches Verschieben wird die Hubschiene s nunmehr unterhalb des nächsten Paares der bestimmten Kombination von Fortsätzen, die die gewünschte Gruppe von Karten kennzeichnet, gebracht und angehoben.
Dadurch werden alle jene Karten, die an dieser Stelle Fortsätze tragen, also der gewünschten Gruppe angehören, um ein bestimmtes Mass weiter herausgehoben (Fig. 13). Durch Rückstellung der Haltevorrichtung w und des
Rahmens r, rl werden die bei dieser Hebung nicht erfassten Karten freigegeben und fallen auf den nunmehr genau unterhalb dieser Karten sich befindlichen Rahmen hinunter, während die bei dieser Hebung erfassten Karten durch die Hubschiene s in der angehobenen Stellung so lange gehalten werden (Fig. 14), bis durch Betätigung der Haltevorrichtung w und seitliches Verschieben des Rahmens 1', rlund darauffolgendes Senken der Hubschiene s derselbe Zustand wie in Fig.
12 hergestellt ist, nur mit dem Unterschied, dass die bei dieser Hebung ausgeschiedenen Karten sich nicht mehr in der angehobenen Stellung befinden, sondern zu den ausgeschiedenen Karten in die wirkungslose Zone gebracht wurden. Dieser Vorgang des weiteren Aussortierens (Fig. 12-14) kann nun so oft fortgesetzt werden, als die betreffende Kombination, die die gewünschte Gruppe von Karten kennzeichnet, Paare von Fortsätzen besitzt.
Von besonderer Wichtigkeit ist es, dass die Hubsehiene so ausgebildet ist, dass sie die Rückstellung und seitliche Verschiebung des Rahmens mitmachen kann, da sie von den neben denselben sieh befindlichen Fortsätzen der bereits ausgeschiedenen Karten mitgenommen wird. Dieselbe seitliche Bewegung führen auch die von der Hubschiene erfassten und angehobenen Karten aus. Um ein sicheres Mitnehmen dieser Karten zu gewährleisten, können die Arme der Hubschienen nach oben zu Schneiden ausgebildet werden, während sämtliche Fortsätze in der Mitte ihrer unteren Kante mit einer entsprechenden Kerbung versehen werden, in welche die Schneide des Hubschienenarmes eingreift (Fig.-15).
Erscheint es aus praktischen Gründen zweckmässig, die Teilung der Kartothek nicht bloss nach
Gruppen vorzunehmen, sondern auch eine Unterteilung nach Untergruppen zu schaffen und reicht die Anzahl der verfügbaren Fortsätze dazu aus, um jede Gruppe und jede Untergruppe durch einen bestimmten Fortsatz zu kennzeichnen, so kann in diesem Falle das Kombinieren von zwei oder mehreren Fortsätzen entfallen, und es kann die zweite Hebung dazu verwendet werden, um aus einer bereits angehobenen bestimmten Gruppe eine bestimmte Untergruppe wahlweise hervorzuheben. Die Hubsehiene wird dann so ausgebildet, dass sie um die halbe und die ganze Fortsatzhöhe gehoben und gesenkt werden kann.