<Desc/Clms Page number 1>
Zweitktbrennkraftmaschine mit zwei parallel zueinander angeordneten, in der
Mitte miteinander verbundenen Zylindern.
Die Erfindung betrifft eine Zweitaktbrennkraftmaschine mit zwei parallel zueinander angeordneten, in der Mitte miteinander verbundenen Zylindern, von denen jeder zwei gegenläufige, die Einlass-und Auspufföffnungen steuernde Kolben besitzt, die derart gekuppelt sind, dass sie in beiden Zylindern gleichzeitig dieselben Arbeitstakte ausführen, hiebei aber die Auspufföffnungen kurz vor den Einlassöffnungen freigeben oder abdecken. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass jeder Zylinder nahe an einem Ende mit einer Einlass-und nahe am andern Ende mit einer Auspufföffnung ausgestattet ist, wobei die Einlass- öffnung jedes Zylinders und die Auspufföffnung des andern Zylinders senkrecht zur Zylinderachse einander gegenüberliegen.
Einige Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeichnung veranschaulicht. Fig. 1 ist ein Längsschnitt einer Brennkraftmaschine gemäss der Erfindung nach der Linie 1-1 in Fig. 2 und diese eine Draufsicht der Maschine nach Fig. 1 ; Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform im Längsschnitt.
Gemäss der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 umfasst die Maschine eine Grundplatte, die in Lagern 11-11 eine gekröpfte Welle 12 trägt. Die Welle hat zwei um 1800 gegeneinander versetzte Sätze von Kurbelzapfen 13-43 und 44-14 in gleichem Winkel und von gleichem Hub.
Auf der Grundplatte 10 ruhen zwei Zylinder A und B, die durch Kanäle 15 miteinander verbunden sind. Der Zylinder A hat einen Einlasskanal 20 und einen Auslasskanal 21, der Zylinder B entsprechende Ein- und Auslasskanäle 22 und 23. Der Einlasskanal 20 des Zylinders A liegt gegenüber dem Auslass- kanal 2. 3 des Zylinders B ; ebenso liegen die Kanäle 22 und 21 einander gegenüber. Die Kanäle 20 und 21 des Zylinders A werden durch die Kolben 24 und 25, die Kanäle 22 und 23 durch Kolben 26 und 27 gesteuert.
An den Enden der Grundplatte 10, sind in der Richtung der Zylinder. A und B ein Paar Zylinder A1, A2 und ein Paar Zylinder Bl, B2 durch je eine gemeinsame Verbrennungskammer 28 bzw. 29 miteinander verbunden. Der Zylinder A1 hat einen Einlasskanal 80 und der Zylinder einen Auslasskanal 31, die Zylinder Bl und B2 sind dementsprechend mit einem Auslasskanal 52 und einem Einlasskanal 33 versehen.
EMI1.1
Gemäss Fig. 2 ist an jeden Kurbelzapfen 13 eine Verbindungsstange 41 angelenkt, deren Enden mit einer Querstange 42 verbunden sind. Diese ist in zwei Büchsen 43 gelagert, die in den Führunsen 44 laufen. Die Querstange 42 trägt in ihrer Mitte einen Querarm 45. Gemäss Fig. 1 sind an dem oberen Ende des Armes 45 zwei Stangen 46 und 47 drehbar befestigt, die mit den Kolben 24 und 37 verbunden sind. In ähnlicher Weise sind an dem unteren Ende des Querarmes 45 die Stangen 48 und 49 drehbar befestigt, die mit den Kolben 27 und 8 verbunden sind.
Nach Fig. 2 sind doppeltwirkende Luftverdichter 52 und 65 auf den einander gegenüberliegenden Seiten der beiden Sätze der an den Enden der Platte 10 gelegenen Zylindern A1, A2 und B1, B2 augeordnet. In den Verdichterzylindern sind Kolben 51 angeordnet, die durch Kolbenstangen 50 hin und her bewegt werden, deren Antrieb von den Verbindungsstangen 41 aus erfolgt. Kanäle 53 verbinden die Enden der Zylinder 52 mit dem Einlassrohr 34.
Die Kurbelzapfen 14 sind in ähnlicher Weise durch Verbindungsstangen 54 mit einer Querstange 55
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
Mitte ein Querarm 58 befestigt, dessen oberes Ende durch die Stangen 59 und 60 mit den Kolben 26 und 39 verbunden ist. An seinem unteren Ende ist der Querarm durch die Stangen 61 und 62 mit den Kolben 26 und 40 verbunden. Kolbenstangen 63 sind an den Enden der Querstange 5. befestigt und mit den in den Luftverdichterzylindern 65 arbeitenden Kolben 64 verbunden. Kanäle 66 verbinden die Enden der Zylinder 65 mit dem Einlassrohr 36.
Einspritzvorrichtungen 67 für Öl sind in der Mitte der Zylinder A und B und an den Enden der Verbrennungskammern 28 und 29 angeordnet, so dass das Öl eingespritzt wird, wenn die Kolben am Ende ihrer Verdichtungshübe anlangen. Diese Einspritzvorrichtungen können auf eine beliebige Art von der Maschine aus betätigt werden.
Die Verbindungen zwischen den Kurbeln und den Maschinenkolben sind derart angeordnet, dass die Kolben die Auslasskanäle öffnen, bevor die Einlasskanäle geöffnet werden und die Auslasskanäle
EMI2.1
die Luft zwischen den Kolben verdichtet wird.
Nach Fig. 1 dreht sich die Kurbelwelle in der Richtung der Pfeile, während die Kolben in den Endzylindersätzen ihre Verdichtungshübe zu Ende führen und die Kolben in den Zylindern A und B sich in der Nähe des Endpunktes ihrer Verbrennungshübe befinden. Die den Einlass steuernden Kolben 25 und 27 öffnen nun die Auslasskanäle 21 und 23 und etwas später werden die Einlasskanäle 20 und 22 durch ihre Kolben 24 und 26 geöffnet. Die Luftverdichter fördern verdichtete Luft bei beiden Hüben
EMI2.2
Zylinder Al, A2 und Bl, B2 an dem Ende des Verbrennungshubes in diesen Zylindern.
Der Arbeitsgang in den Zylindern , A2 und B, B2 ist ähnlich dem in den Zylindern A, B, insofern als die Auslasskanäle 31 und 32 zuerst durch die Kolben 38, 39 und dann die Einlasskanäle 30 und 33 durch die Kolben 37 und 40 geöffnet werden, worauf zuerst die Auslasskanäle und dann die Einlasskanäle geschlossen werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 arbeiten die Kolben, welche die Kanäle steuern, zugleich als Verdichterkolben. In dem Zylinder A7, der dem Zylinder A der Fig. 1 entspricht, steuern die Kolben 224 und 225 die Ein-und Auslasskanäle 220 bzw. 221. Der Zylinder B7 entspricht dem Zylinder B und die in ihm arbeitenden Kolben 226 und 227 steuern die Ein-und Auslasskanäle 222 bzw. 223. Die Zylinder sind durch einen Kanal 215 miteinander verbunden. Auch bei dieser Ausführung werden die Kolben derart angetrieben, dass sie die Kanäle in der bereits angegebenen Reihenfolge öffnen und schliessen. Im vorliegenden Falle sind zwei Wellen 80 und 81 beispielsweise mittels einer Kette 82 derart miteinander verbunden, dass sie sich gleichmässig drehen.
Die Kurbelzapfen 83, 83 sind in einem Winkel von 180 gegeneinander versetzt. 84, 84 sind Verbindungsstangen zwischen den Kurbelzapfen ? und den Kolben 227 und 225. Jede Stange hat einen Winkelarm 85, mit dem die Kolben 224 und 226 durch Stangen 86 verbunden sind. Die Kolbenverbindungsstangen laufen in den gasdichten Gehäusen 87 und 88. Das Gehäuse 87 ist durch einen Kanal 89 mit dem Einlasskanal 220 und das Gehäuse 88 durch einen Kanal 90 mit dem Einlasskanal 222 verbunden. Ein Einlasskanal 91 führt zu dem Gehäuse 87 und ein Einlasskanal 92 zu dem Gehäuse 88. Der Kanal 91 wird durch den Kolben 227 und der Kanal 92 durch den Kolben 225 gesteuert.
Wenn die Kolben 224 und 227 sich nach rechts bewegen, so erzeugen sie in dem Gehäuse 87 einen Unterdruck. Wenn hierauf der Kolben 227 sich dem Ende dieses Hubes nähert, öffnet er den Kanal 91 und lässt durch diesen Luft eintreten und das Gehäuse anfallen. Während der Auswärtsbewegung der Kolben 224 und 227, nämlich während des Verbrennungshubes, wird dieser Kanal 91 geschlossen und die Luft infolgedessen verdichtet. Zur gleichen Zeit ist Luft durch den Kanal 92 in das Gehäuse 88 eingetreten und in diesem verdichtet worden. Kurz vor dem Ende des Verbrennungshubes öffnen die Kolben 227 und 225 die Auslasskanäle 223 und 221 und bald darauf öffnen die Kolben 224 und 226 die Einlasskanäle 220 und 222.
Es tritt nun die Luft aus den Gehäusen 87 und 88 durch die Kanäle 89, 90 und die Kanäle 220, 222 in die Zylinder ein und treibt die Verbrennungsgase durch die Auslasskanäle 221 und 223 hinaus.
Hierauf werden die Auslasskanäle geschlossen und verdichtete Luft strömt weiter durch die Kanäle 220 und 222 ein, die erst später geschlossen werden. Auf diese Weise sind die Zylinder zu Beginn des Verdichtungshubes mit reiner, etwas vorverdichteter Luft geffillt. Gegen Ende des Verdichtungshubes werden
EMI2.3
Die Ausführungsform der Maschine gemäss Fig. 3 ist insbesondere für flüchtige Brennstoffe bestimmt. In diesem Falle sind die Einlasskanäle 91 und 92 zu den Gehäusen 87 und 88 mit einem Vergaser verbunden. Ein brennbares Gemisch wird dann angesaugt, in den Gehäusen 87 und 88 verdichtet, hierauf in die Zylinder eingelassen und in diesen weiter verdichtet. Zündvorrichtungen 93 können für die Zündung der verdichteten Ladung verwendet werden.
Zündvorrichtungen können auch bei den andern Ausführungsformen vorgesehen werden, da sie zweckmässig zum Anlassen der Maschinen dienen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.