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Verfahren und Einrichtung zur Bildfernibertragtmg.
Die bisherige Entwicklung der Methoden zur Bildfernübertragung hat gezeigt, dass jene Geschwin- digkeit der Übertragung, welche zur Ermöglichung des Fernsehens, also zur fortlaufenden Übertragung von Bewegungsphasen im Sinne der Kinematographie notwendig ist, nur dann erzielt werden kann, wenn die veränderlichen, durch ausserordentlich schnelles Abtasten des Bildes (z. B. des Mattscheibenbildes einer Kamera) erhaltenen, sehr schwachen Ströme genügend verstärkt werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung, welche es ermöglichen, den vorerwähnten
Forderungen gerecht zu werden.
Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die in üblicher Weise
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elektrischen Impulse, durch Lichtrelais od. dgl. in Pulsation n von Strahlen umgesetzt werden, die ihrerseits eine oder mehrere feststehende liehtelektrisehe Zellen derart beeinflussen, dass dieselben die ursprünglichen elektrischen Impulse verstärkt weitergeben.
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dass die die Bildstrahlen auf nehmend an Liehtrelais geschaltete liehtelektrisehe Zelle selbst zum Empfang der von dem Lichtrelais gesteuerten Liehtstrahlen eingerichtet ist. Diese Einrichtung sowie diejenige zum raschen Abtasten bzw.
Zerlegen des Bildes ist in der beiliegenden schematischen Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
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Zwecke des Fernsehens, Fig. 2 eine Ausführungsform des Bildzerlegungsgerätes.
Der von der abgetasteten Mattscheibe der Aufnahmekamera kommende Lichstrahl 1 wechselnder Helligkeit fällt auf die lichtelektrische Zelle 2, deren Stromimpulse über eine Verstärkerröhre 3 auf ein Lichtrelais, im vorliegenden Falle auf die Schleife 4 eines Oszillographen geleitet werden. Der zwischen den Polen 5, 6 desselben angeordnete Spiegel 7 wirft den von einer Lichtquelle S ausgehenden, durch eine Zylinderlinse gebildeten Lichstreifen über eine keilförmigen Spalt 9 auf die lichtelektrische Zelle 2 zurück, die hiezu ein entsprechendes Fenster aufweisen muss. Der nach dem bekannten Vorgang infolge der Ablenkung des Spiegels und der Wirkung des keilförmigen Schlitzes entsprechend den Stromimpulsen gesteuerte Lichtstrahl erhöht somit die Leistung der lichtelektrischen Zelle entsprechend seiner Lichtstärke auf ein Vielfaches.
Die elektrischen Impulse werden über die Antenne 10 abgegeben. Das Verfahren könnte gewissermassen als Rückkopplung der Liehtwirkung bezeichnet werden.
Anstatt den Lichtstrahl auf die Zelle 2 zurückwirken zu lassen, kann derselbe auch auf eine Zelle 11 gerichtet werden. Zwecks wirksamerer Verstärkung können mehrere Liehtrelais und lichtempfindliche Zellen verwendet und letztere zusammengeschaltet werden, wobei auch von Verstärkerröhren in geeigneter Weise Gebrauch gemacht werden kann. Hiedurch kann eine praktisch unbegrenzte Verstärkung erzielt werden. Die Einrichtung kann natürlich sowohl beim Sender, als auch beim Empfänger Anwendung finden.
Abgesehen von der durch das neue Verfahren erreichbaren Verstärkung der von dem lichtschwaehen Mattscheibenbild herrührenden Bildströme kann, wo nötig, auch eine Verschärfung der Kontraste der Bildelemente erzielt werden, indem der keilförmige Schlitz verstellbar eingerichtet wird, um die schrägen Begrenzungsfläehen steiler einstellen zu können. Damit können z. B. bei bedecktem Himmel hergestellte Mattscheibenbilder kontrastreich wiedergegeben werden. Die Vorteile der Neuerung dürften sich auch besonders bei der Verwendung ultravioletter Lichtstrahlen (Quarzlampe) geltend machen.
NEben ihrere
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Bedeutung für die Bildtelegraphie bzw. das Fernsehen bleibt der Erfindung ein weites Anwendungsgebiet in der Verstärkertechnik überhaupt, was keiner besonderen Ausführungen bedarf.
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bekannten Verstärkerröhren dürften sich insbesondere bei dessen Anwendung im Sprechrundfunk die durch die zahlreichen Schaltungen bedingten störenden Nebengeräusche stark herabdrüeken lassen.
Bei dem Bildzerlegungsgerät nach Fig. 2 wird das auf der Mattscheibe. 12 bzw. einem Diapositiv, Film oder einer undurchsichtigen Unterlage befindliche Bild durch eine Schlitzblende 13 primär zerlegt. Das Licht der Bildstreifen fällt auf einen festen Spiegel 14, vor dem eine Trommel 15 auf parallel zum Bildstreifen stehender Achse rotiert. Die Trommel besitzt zahlreiche zur Trommelachse parallele Schlitze 16. Ein über den Spiegel wandernder Schlitz zerlegt den Bildstreifen sekundär in einzelne Bild-
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fallen. Durch Wahl einer entsprechenden Optik bzw. angemessene Entfernung der Mattseheibe von der Trommel 15 kann deren Durchmesser bei gegebener Drehzahl so weit verringert werden, dass die Einrichtung handlich bleibt.
Ausserdem kann der Abstand der Schlitze entsprechend dieser Entfernung
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der Trommel von der Mattscheibe ein z. B. mit 3 mm bemessener Mindestabstand der Trommelschlitze leicht gewahrt werden kann. An Stelle der Verwendung eines besonderen festen Spiegels kann die Aussenseite der sehlitzlosen Trommel durchaus spiegelnd ausgebildet und mit einem undurchsichtigen Belag versehen sein, der nur an den den früheren Schlitzen entsprechenden Stellen, z. B. durch Ritzen entfernt ist. Unter Umständen kann die Wirkung der Trommel auch durch eine Scheibe erzielt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Bildfernübertragung, dadurch gekennzeichnet, dass die in üblicher Weise durch Beeinflussung einer lichtelektrischen Zelle mittels eines das Bild abtastenden Lichtstrahles erhaltenen elektrischen Impulses durch Lichtrelais od. dgl. in Pulsationen von Strahlen umgesetzt werden, die ihrerseits eine oder mehrere feststehende lichtelektrische Zellen derart beeinflussen, dass dieselben die ursprünglichen elektrischen Impulse verstärkt weitergeben.