AT111840B - Verfahren zum Färben von Pelzen, Haaren, Federn u. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Färben von Pelzen, Haaren, Federn u. dgl.

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    Verfahren   zum   Farben von reizen, Jtiaaren, teuern u. dgi.   



    Wie gefunden wurde, lassen sich Naphthalinderivate, welche durch 4-Aminoarylaminogruppen der Benzolreihe substituiert sind, ausgezeichnet zum Färben von Pelzen, Haaren, Federn u. dgl. verwenden. Der Naphthalinrest kann ausserdem noch substituiert sein. z. B. durch Oxy-, Amino-, Aminoarylaminogruppen. 



  Behandelt man das gebeizte oder ungebeizte Färbegut mit einer wässerigen Lösung von Salzen solcher 4-Aminoarylaminoderivate des Naphthalins und dann mit einem geeigneten Oxydationsmittel, so entstehen auf der Faser echte rotviolette bis schwarzblaue und grünlichgraue Farbtöne. 



  Beispiel 1. In einem Bade, das im Liter 2 g 2- (4'-Aminophenylamino) -naphthalinchlorhydrat, etwas Alkohol und eine ganz geringe Menge Chloiwasserstoffsäure enthält, wird das gut getötet und gegebenenfalls gebeizte Fell bei gewöhnlicher Temperatur einige Stunden behandelt. Nach dem Spülen folgt eine einstündige Behandlung in einem besonderen Bade, das im Liter 20 g Kaliumbichromat und 20 g Essigsäure 30%ig enthält. Man erhält eine blaugraue Färbung. 



  Ein mit Kaliumbichromat vorgebeiztes Fell wird blauer, wenn man es der ersten Behandlung nach dem Beispiel 1 und dann einer Nachbehandlung mit Wasserstoffsuperoxyd in ammoniakalischer Lösung unterwirft ; eine Kupfervorbeize führt zu einer schwarzblauen Färbung. 



  Mit 1- (4' -Aminophenylamino) -naphthalinchlorhydrat erhält man je nach den erwähnten Bedingungen rotviolette bis korinthfarbige Töne. 



  Beispiel 2. In einem Bade, das im Liter Ï g 2- (4'-Aminophenylamino)-6-oxynaphthalinchlorhydrat, etwas Alkohol und eine geringe Menge Chlorwasserstoffsäure enthält, wird das gut getötete und gegebenenfalls gebeizte Fell einige Stunden bei gewöhnlicher Temperatur behandelt. Nach dem Spülen wird mit Oxydationsmitteln nachbehandelt. Eine angesäuerte Bichromatlösung liefert dabei dunkelgrünblaue Grautöne. 



  Mit 2- (4'-Aminophenylamino-) 6- (4'-aminophenylamino)-naphthalinchlorhydrat erhält man ähnliche, mehr grünliche Grautöne; 1-(4'-Aminphenylamino)-5-(4'-aminophenylamino)-naphthalinchlorhydrat liefert bei der Nachbehandlung mit einer Lösung von Alkalibichromat und Essigsäure violettgraue Färbungen. 1- (4'-Aminophenylamino)-5-oxynaphthalinchlorhydrat gibt unter gleichen Bedingungen einBlauviolett, 2-(4'-Aminophenylamino)-7-oxynaphthalinchlorhydrat ein blanstichiges Violett,2-(4'-Aminophenylamino)-7 (-4'-aminophenylamino)-naphthalinchlorhydrat ein violettstichiges Grau, Töne, welche bei längerer Behandlung mit Bichromat und Essigsäure in violett-oder blaustichige Färbungen übergehen. 



  Eine Substitution der Phenylgruppe, z. B. durch Alkyl oder Halogen, beeinträchtigt nicht die Verwendbarkeit der erwähnten Naphthalinderivate. 

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