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Anordnung fiir Fahrleitungsknotenpunkte.
Die Erfindung betrifft eine Anordnung für Fahrleitungsknotenpunkte, wie z. B. Fahrleitungskreuzungen, Fahrleitungsweichen, Nachspannpunkte od. dgl., bei denen sich Fahrdrähte auf weniger als Bügelbreite einander nähern. An solchen Fahrleitungsstellen kann sieh der schräg in die Fahrtrichtung einlaufende Fahrdraht seitlich am Stromabnehmerbügel verfangen, wobei sowohl dieser als auch die Fahrleitungsanlage beschädigt werden kann. In Fig. 1 bedeutet 1 einen Nachspannmast, 2 und 3 zusammenlaufende Fahrdrähte, 5 einen längs des Fahrdrahtes. 3 in der Pfeilrichtung 4 herankommenden Stromabnehmerbügel und 6 die kritische Stelle, an der er seitlich an den nicht von ihm angehobenen Fahrdraht 2 anstösst, wie Fig. 2 im Aufriss deutlicher zeigt. 7, 8 sind hier die Tragseile und 9, 10 die Hängedrähte der beiden, mit Kettenaufhängung angenommenen Fahrleitungssysteme.
Für solche Fahrleitungsknoten wurde bereits vorgeschlagen, die beiden zusammenlaufenden Fahrdrähte mittels eines gemeinsamen Trägers und einer Parallelogrammführung an einem Festpunkt aufzuhängen, wodurch mit dem einen Fahrdraht zugleich der andere hochgehoben und so vor einer seitlichen Berührung mit dem Stromabnehmerbügel bewahrt wurde. Durch diese Einrichtung wird aber die Fahrleitung mit schweren Führungsgestängen belastet und an der ohnedies empfindlichen und stark beanspruchten Kreuzung oder Weiche unnachgiebig gemacht.
Erfindungsgemäss werden zur Verminderung der angeführten Nachteile die zusammenlaufenden Fahrleitungen oder Fahrleitungssysteme ohne Benutzung von Festpunkten bloss untereinander so verbunden, dass eine Höhenverlagerung der vom Stromabnehmerbügel bestrichenen Drähte gegeneinander vermieden ist. Die Verbindungsorgane müssen nur gegen die Fahrleitungssysteme so abgestützt sein, dass sie sich bei Anheben des einen Fahrdrahtes nicht seitlich verdrehen (kippen), sondern auch den zweiten Fahrdraht wesentlich gerade nach aufwärts mitnehmen. Die Verbindungen können grundsätzlich von beliebiger (elektrischer, hydraulischer, mechanischer) Art sein. Sie werden vorteilhaft an von Festpunkten wie Auslegermasten u. dgl. entfernt liegenden Stellen der Fahrleitungsanlage eingebaut, damit ein zeitgerechte Anheben der Fahrdrähte gewährleistet ist.
Besonders einfache und billige Lösungen werden vielfach, hauptsächlich wenn es sich nur um zwei Kettenfahrleitungssysteme handelt, Verbindungsglieder mechanischer Art, z. B. solche aus Rohren, Stangen, Drähten, Seilen u. dgl. ergeben.
Dabei wird zweckmässig die Anordnung so getroffen, dass mit dem Fahrdraht des einen Fahrleitungssystemes ein schräg nach oben oder lotrecht angeordnetes starres Zwischenglied angehoben wird, das vorteilhaft am oberen Ende durch weitere zug-oder druckfeste Zwischenglieder mit dem Fahrdraht
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Ein derartiges Ausführungsbeispiel für zwei Kettenfahrleitungssysteme, wie es insbesondere bei Fahrleitungsweichen, Nachspannpunkten, Fahrdrahtkreuzungen u. dgl. häufig in Betracht kommt, zeigt die Fig. 3. Am Kettenfahrleitungssystem 3, 8, 10 ist ein druckfestes Zwischenglied 11, z. B. ein Eisenrohrbefestigt ; mit dem dem Fahrdraht 3 abgewendeten Teil dieses Zwischengliedes 11 ist der Fahrdraht 2 des andern Kettenfahrleitungssystemes 2,7, 9 durch zug-oder druckfeste Zwischenglieder M verbunden.
Bei Anheben des Fahrdrahtes 3 durch den Stromabnehmer wird über die Verbindungsglieder 11, 12 der Fahrdraht 2 angehoben. Das starre Zwischenglied 11 kann auch durch einen Hilfsdraht od. dgl. am Tragseil 8 in einer schräg nach oben gerichteten Lage gehalten sein. Die zug-oder druckfesten Zwischenglieder 12 können auch zwischen Tragseil 8 und Fahrdraht 2 angeordnet sein, wobei das starre Zwischenglied 11 bloss die Verbindung zwischen Fahrdraht 3 und Tragseil 8 herzustellen braucht.
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