AT111039B - Verfahren zur Herstellung von Wärmeschutzmassen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wärmeschutzmassen.

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AT111039B
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heat protection
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magnesium
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Hans Dr Scheidemandel
Julius Dr Ing Scheidemandel
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Hans Dr Scheidemandel
Julius Dr Ing Scheidemandel
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Wärmeschutzmassen. 



   Zur Erzielung eines guten   Wärmeschutzes   von festen Stoffen ist es vorteilhaft, wenn dieselben eine grosse Menge Luft eingeschlossen enthalten. Um dies zu erreichen ist es allgemein üblich, Körper zu verwenden, welche eine   bedeutende Wasseraufnahmefähigkeit   besitzen. Wird das Wasser ausgetrieben, so tritt Luft an dessen Stelle, wodurch eine entsprechend grosse Porosität des Körpers erzielt wird. Dabei besteht aber vor allem die Schwierigkeit, Stoffe zu finden, welche nicht nur grosse Mengen Wasser aufnehmen, sondern insbesondere durch Trocknen ihr ursprüngliches Volumen nicht verringern bzw. durch Schwinden usw. das Entstehen von kleinen Lufträumen unmöglich machen.

   Das im vorliegenden beschriebene Verfahren ermöglicht es auf einfache und wirtschaftliche Weise wasseraufnahmefähige und während des Trocknens formbeständige Körper von ausserordentlicher Isolationsfähigkeit herzustellen. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht darin, dass aus Kalk und Aluminiumsulfat im Überschuss von Wasser eine Masse von grossen Volumen hergestellt wird, welche nach dem Austreiben des Wassers infolge seines bedeutenden Gehaltes an Luft ein gutes   Wärmesehutzmittel   ist. 



   Im einfachsten Ausführungsfalle des Verfahrens wird eine Lösung von Sumpfkalk in Wasser und eine Lösung von Aluminiumsulfat in Wasser, beides zweckmässig in heissem Zustande, zusammengemischt, worauf sofort ein plastischer in grossen Wassermengen bindender Körper entsteht. Letztere werden je nach der zu erzielenden Lufthaltigkeit entsprechend gross gewählt. Da beim Trocknen das Volumen meist vollkommen erhalten bleibt, können so Formlinge von ausserordentlicher Isolationsfähigkeit erzielt werden. 



   Es wird z. B. in eine kochend heisse Lösung von 750   g Sumpfkalk   und 1500 g Wasser eine kochend heisse Lösung von zirka 1600   (J   Aluminiumsulfat in Wasser (1 : 1) eingerührt, bis die Mischung, die anfangs alkalisch reagiert, neutralisiert ist. Als Indikator wird dabei zweckmässig Lakmus verwendet. Es entsteht eine dickflüssige Masse, welche in Formen gegossen wird, in denen sie nach etwa 15 Minuten erstarrt. 



  Sie kann dann herausgenommen und getrocknet werden, wodurch, wie oben beschrieben, der äusserst poröse und leichte Wärmeschutzkörper entsteht. 



   Kalk und Aluminiumsulfat sind selbstverständlich nur als Vertreter ähnlicher Stoffe aufzufassen, welche durch Mischung auch voluminöse und formbeständige Körper bilden, z. B. Bariumoxyd bzw. 



  - hydroxyd oder Eisensulfat, Magnesiumsulfat u. dgl. Die Mengenverhältnisse sind dann z. B. 800 g Bariumhydroxyd in 1800 g Wasser und etwa 1700 g Eisensulfat in 1700 g Wasser. Entsprechend den Eigenschaften der verwendeten Stoffe können auch die Reaktionen bedeutend variiert werden, d. h. z. B. 



  Zusammengeben in der Hitze mit nachfolgender Erhitzung oder Zugeben einer kalten Komponente zu einer erhitzten usw. 



   Zur Wärmeschutzmasse können auch beim Fabrikationsvorgang Füllstoffe wie z. B. Kieselgur, Magnesium usw. zugegeben werden. Ausserdem ist oft eine Zugabe von Härtemitteln, wie Gips, Fluaten, Wasserglas u. dgl. angebracht. 



   Die Wärmeschutzmasse kann für alle in der Isolationstechnik üblichen Verwendungsarten, z. B. 



  Schalen, Platten, Anstrichen usw. gebraucht werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von   Wärmesehutzmassen,   gekennzeichnet dadurch, dass durch 
 EMI1.1 
 erzeugt wird, welcher nach dem Austreiben des Wassers entsprechend lufthaltig und porös ist. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass anstatt Kalk und Aluminiumsulfat ähnliche Stoffe, wie z. B. Bariumoxyd bzw.-hydroxyd oder Eisensulfat, Magnesiumsulfat u. dgl. verwendet werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, dass die Komponenten bei verschiedenen Temperaturen gemischt werden.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, dass dasselbe bei Temperaturen, welche über dem Siedepunkt des Wassers liegen, gegebenenfalls bei Anwendung von Druck ausgeübt wird.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, dass Füllstoffe, wie z. B. Kieselgur, Magnesium u. dgl. oder Härtemittel wie z. B. Fluate, Gips, Wasserglas u. dgl. zugegeben werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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