AT110681B - Orts- und Richtungsanzeigevorrichtung für Fahrzeuge mit einer Streckenkarte. - Google Patents

Orts- und Richtungsanzeigevorrichtung für Fahrzeuge mit einer Streckenkarte.

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AT110681B
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Robert Tiedemann
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Robert Tiedemann
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Description


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    Orts- und Richtllngsanzeigevorlichtung   für Fahrzeuge mit einer Streckenkarte. 



   Es ist bekannt, in ein Fahrzeug eine Ortsanzeigevorrichtung einzubauen, bei welcher eine Strecken- karte entsprechend der Fortbewegung des Fahrzeuges im Schaubereich des Fahrzeugführers sich abwickelt und der jeweils befahrene Ort auf der Streckenkarte sichtbar ist. 



   Die Erfindung betrifft eine   Orts-und Richtungsanzeigevorrichtung, welche   dem Fahrer eine
Kontrolle der Fahrtrichtung ermöglicht und besteht darin, dass in die Streckenkarte an Abzweigestellen die Windrose eingezeichnet ist, u. zw. mit einem Zeiger, welcher die Stellung der Magnetnadel angibt, welche dieselbe bei richtiger Fahrtrichtung des Fahrzeuges an der betreffenden Stelle einnehmen muss, und ferner darin, dass die Windrose eines Kompasses so auf die Streckenkarte projiziert wird, dass sie sich mit den in diese eingezeichneten Windrosenbildern jeweils deckt. Decken sich dabei auch der eingezeichnete Zeiger und die projizierte Magnetnadel, so fährt das Fahrzeug richtig. Decken sie sich nicht, so muss mit dem Fahrzeug an der betreffenden Stelle so gewendet oder Richtung geändert werden, bis sie sich decken.

   Durch besondere Signalzeichen auf der Streckenkarte wird auf die während der Fahrt herankommenden Wegabzweigungen und Windrosenbilder schon kurze Zeit vorher aufmerksam gemacht, und ausserdem enthält die Streckenkarte eine besondere Art der Darstellung von seitlichen und rückläufigen Wendestellen. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die
Vorrichtung von der linken Seite bei aufgeschnittener Seitenwand des Gehäuses, Fig. 2 die Fensterstelle in Draufsicht, Fig. 3 eine beispielsweise Falschfahrtanzeige in Draufsicht, Fig. 4 die Vorrichtung von vorn bei abgenommener   Gehäusedecke,   Fig. 5 einen Handgriff im Schnitt, und Fig. 6 ein Stück der Streckenkarte in Draufsicht. 



   In einem allseits geschlossenen Gehäuse 1 (Fig. 1) istin einem für sich abgeteilten Raum   a-b-c-d   ein für das Fahrzeug und diese Anbringungsstelle genau kompensierter Fluidkompass 2 fest eingebaut, dessen Windrose mit der Nadel 3 drehbar ist und von   rückwärts   durch eine Lampe 4 beleuchtet wird. 



  Der Teil   a-b-c-d   des Gehäuses ist für sieh abgeschlossen, der übrige Teil des Gehäuses wird auf den Teil   a-b-c-d aufgesetzt.   Der Kompass 1 ist in seinem Gehäuse um Zapfen schwingend aufgehängt, damit er sich in die Wagrechtlage einstellt, jedoch ist die Lampe   4   fest angeordnet. An geeigneter Stelle der schrägen Vorderwand hat das Gehäuse ein Glasfenster 5 und darunter eine Glasscheibe 6. Ein
Spiegel 7 ist so im Gehäuse angeordnet, dass er das Bild der Kompassnadel 3 auf die Mattglasseheibe 6 wirft, wobei zwischen dem Spiegel und der Mattglasscheibe ein Objektiv angeordnet ist, welches das
Kompassnadelbild auf die Scheibe 6 projiziert, wo es durch das Glasfenster 5 sichtbar ist. 



   Der Streckenstreifen 8 besteht aus durchsichtigem oder durchscheinendem Material und ist ähnlich, wie es bei Filmbändern üblich ist, längs der Seitenränder mit Lochungen 9 versehen und von der Abwicklungsspule 10 über   Stiftenwalzen 11, 12, 13 und 14   unter dem Glasfenster 5 hindurch nach der Auf-   wicklungsspule 15 geführt.   Mit 16-24 sind die Führungsrollen bezeichnet. Zahnräder 25,26 und 27 bewirken die Übertragung der Antriebsbewegung des Haupttriebes 28 auf die Zahnräder 29, 30, 31 und 32, die sich an den Wellen der   Walzen 11, 12, 13   und 14 befinden. Zwischen den Mitnehmerwalze 12   und. M   ist die Streckenkarte 8 unter dem Glasfenster 5 über die Glasscheibe 6 geführt, auf welche die Kompassrose 3 projiziert wird.

   Die Welle des Haupttriebes 28 hat eine Klaue   33,   an welcher die Welle mittels einer   Übersteckhülse   oder auf andere, bekannte Weise mit einer biegsamen Welle verbunden oder gekuppelt werden kann, die in bekannter Weise nach einem Rade des Fahrzeuges oder nach der Triebwelle desselben 

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 streifens 8   überträgt.   



   An dem Trieb 27 und ebenso an dem Trieb 26 ist eine nach aussen dringende Büchse   34   vorgesehen. Der Zapfen 35 (Fig. 5) eines Handrades   3B   ist in die Bohrung der Büchse 34 eingesetzt und darin an einem Stift längs verschiebbar. Das Handrad 36 trägt eine Büchse 38 und eine Feder 37. Durch Eindrücken des Handrades 36 entgegen der Federwirkung wird der Zapfen   35   des Handrades mit   Kerbe'39   der Büchse   34   gekuppelt, so dass der Trieb 27 oder 26 von Hand nachgestellt werden kann, falls die siehtbare Stelle des Streckenstreifens einmal nicht genau mit dem jeweiligen wirklichen Standort des Fahrzeuges übereinstimmt.

   Am Glasfenster 5 angedeutete Zeigerlinien 40 (Fig. 2) geben die Stelle auf der Streckenkarte an, an welcher sich das Fahrzeug jeweils befindet oder befinden'soll. Die Führung des Streckenstreifens 8 unter dem Glasfenster 5 geschieht so, dass die Mittellinie x-x (Fig. 2) des Streifens stetig durch den projizierten Mittelpunkt der Kompassrose und der Kompassnadel 3'verläuft. In dieser Mittellinie x-xdes Streifens befindet sich auch jeweils der Mittelpunkt des in den Streifen eingezeichneten, mit einem Zeiger 41 versehenen Windrosenbildes 42, so dass sich, wenn das Fahrzeug die Stelle durchfährt, welche dem Mittelpunkt der eingezeichneten Zeigerstellung 41 auf der Karte entspricht, das projizierte Bild der Kompassnadel 3'mit dem eingezeichneten Zeiger 41 des Windrosenbildes völlig decken muss, wie in Fig. 2 gezeigt ist.

   Die Himmelsrichtung, nach welcher das Fahrzeug fährt, ist durch die   Mittellinie x-x   des Streifens erkennbar, welche bei richtiger Angbrinung der Vorrichtung parallel zur Längsachse des Fahrzeuges liegt. Das in Fig. 3 dargestellte Bild würde, wenn es im Glasfenster so erscheint, dem Fahrer andeuten, dass er eine falsche Richtung. fährt. Die projizierte Kompassnadel 3'zeigt hier die Nordrichtung rechtsseitig der Fahrtrichtung x-x, während sie nach dem eingezeichneten Zeiger 41 sich linksseitig befinden sollte. Der Fahrer muss also nach links in die Strasse 43 einbiegen und die Strasse 44 (Fig. 2), in die er geraten ist, rechts liegen lassen und die   Strasse.   43 weiterfahren. 



   Der in die Karte eingezeichnete Zeiger   41   ist   zweckmässig   rot, der Kompasszeiger 3 grün gefärbt, so dass dem Fahrer jeweils das Zeigerbild deutlich in die Augen fällt. 



   Der Streckenstreifen 8 (Fig. 6) enthält an allen Wegabzweigungen eine eingezeichnete Windrose   42,   42', 42"mit einem   Zeiger 41, 41', 4ZU,   und die   veränderte Zeigerstellung   gibt an diesen Stellen die einzuhaltende Fahrtrichtung an, indem bei Einhaltung der richtigen Wegstrecke die projizierte Kompassnadel 3'sich mit dieser veränderten Zeigerstellung decken muss. Beim Vergleichen der zeitweiligen Stellung der Kompassnadel mit der veränderten Zeigerstellung der ankommenden Windrose auf der   Streckenkarte   kann der Fahrer schon im vorhinein bestimmen, ob er bei der kommenden Abzweigung nach rechts oder links abweichen muss.

   Kurz vor und, weil die Strecke auch im umgekehrten Sinne gefahren werden kann, auch nach den Windrosen, sind Signale 45,45', 45"in die Streckenkarte eingezeichnet und mit Farbe, z. B. grün, gekennzeichnet, damit der Fahrer rechtzeitig auf die kommende Windrose und Wegabzweigung aufmerksam gemacht wird. Die Signalzeichen können die neue Zeigerstellung der kommenden Windrose andeuten, so dass der Fahrer im vorhinein weiss, dass eine Abzweigung kommt, wie der Zeiger bei derselben stehen wird und nach welcher Richtung er bei derselben abzweigen muss. 



   In den   Windrosenbildem   sind die Krümmungen, seitlichen und rückläufigen Wegstrecken angedeutet, und diese Strecken sind in den Windrosen unterbrochen und nach vorwärts aufgetragen. 



  Z. B. befindet sich bei der Windrose 42' (Fig. 6) ein   rückläufig   führender Strassenbogen, der bei Punkt 46 endet. Hat der Fahrer den Bogen durchfahren und den Punkt 46 erreicht, so befindet sich der Punkt 47 an der Stelle unter dem Glasfenster, wo zu Anfang des Bogens der Punkt 46 war. Die Unterbrechung von Punkt 46 bis 47 entspricht der Weglänge des Bogens. 



   In der Windrose 42"ist eine seitwärtsführende Wegstrecke von Punkt 48 bis 49 angedeutet. Hat der Fahrer diese Strecke genommen, so ist der Punkt 50 an die Stelle unter dem Glasfenster gerückt, wo bei Beginn der seitlichen Wegstrecke der Punkt 48 war. Die Strecke   48-49 entspricht   also der Unterbrechung 48-50. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1.   Orts-und Richtungsanzeigevorrichtung   für Fahrzeuge mit einer Streckenkarte, welche   ent-   sprechend der Fortbewegung des Fahrzeuges bewegt und auf welche das Bild einer Kompassrose projiziert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Streckenkarte   (8)   an allen Richtungsabzweigungen der Fahrstrecke eine eingezeichnete Windrose (42, 42', 42") mit einem Zeiger (41, 41', 41") aufweist, welcher die Stellung der Magnetnadel (3') zur einzuhaltenden Fahrtrichtung angibt, und dass die Einrichtung für die Projektion des Kompassbildes   (3')   auf die Streckenkarte so angeordnet ist, dass sich das projizierte Kompassbild   (3')

     mit den auf der   Streckenkarte   befindlichen   Windrosenbildem   jeweils deckt und die richtige Fahrtrichtung daran erkennbar ist oder dadurch erreicht wird, dass auch die projizierte Kompassnadel   (3')   sich mit dem in die Streckenkarte eingezeichneten Windrosenzeiger (41, 41', 41") jeweils deckt oder durch entsprechende Wendung des Fahrzeuges zum Decken gebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor und nach den eingezeichneten Windrosenbildern (42, 42', 42") Signalzeichen (45, 45', 45") in die Streckenkarte eingetragen sind, welche die veränderte Zeigerstellung des nächsten Windrosenbildes bei der nächsten Wegabzweigung andeuten. <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 EMI3.2
AT110681D 1927-07-05 1927-07-05 Orts- und Richtungsanzeigevorrichtung für Fahrzeuge mit einer Streckenkarte. AT110681B (de)

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