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Steuerung des Klinkenantriebes bei Zalmstangen-Hebezeugen.
Bei Zahnstangen-Hebezeugen, bei welchen eine an einem Hebel sitzende Mitnehmerklinke in eine Zahnstange eingreift, um sie stufenweise anzuheben oder zu senken und in der jeweils erreichten Stellung
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während der Wirkung der Mitnehmerklinke die Sperrklinke ausgerückt und während des Leerganges der Mitnehmerklinke die Sperrklinke eingerückt wird. Diese Wirkung wird bei den bekannten Hebezeugen dieser Art durch eine zwischen den beiden freien Klinkenenden eingeschaltete Feder erzielt, welche bei der Hoehstellung der Mitnehmerklinke auf Druck beansprucht ist und hiedurch die Sperrklinke ausrückt, während die Feder bei der Tiefstellung der Mitnehmerklinke auf Zug beansprucht wird und hiedurch die Mitnehmerklinke für den Leergang einrückt. Die Beanspruchung der Feder wechselt somit bei jedem Hub des Antriebshebels ständig zwischen "Zug", "Entspannung" und "Druck".
Nachdem aber infolge der bei einem Hebezeug erforderlichen hohen Kraftübersetzung naturgemäss der Hub (Weg), welcher diesen Spannungswechsel hervorrufen soll, sehr klein ist, so ist auch die Druck-oder Zugwirkung der Feder sehr klein. Daher muss sie auch in ihrer Länge sehr genau abgestimmt sein, um Fehlwirkungen zu vermeiden.
Die geringste im Gebrauche unvermeidliche Längen-oder Spannungsänderung der Feder bringt die Einrichtung erfahrungsgemäss zum Versagen, u. zw. hauptsächlich deshalb, weil eine Vorspannung der Feder mit RÜcksicht auf den Spannungswechsel nicht möglich ist.
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daher eine beliebige Vorspannung erhalten kann, weil sie niemals vollkommen entspannt wird und daher weit verlässlicher wirkt und im Gebrauche viel unempfindlicher ist.
Auf der Zeichnung ist die Einrichtung dargestellt. Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele und verschiedene Stellungen der Einrichtung während der Abwärtsbewegung und die Fig. 4 und 5 während der Aufwärtsbewegung der Zahnstange.
Die Mitnehmerklinke m (Fig. 1) ist in bekannter Weise am Ende des um die feststehende Achse a drehbaren Antriebshebels H drehbar gelagert und die Sperrklinke s auf die feststehende Achse a lose aufgesteckt. Am freien Ende der Sperrklinke s ist nun erfindungsgemäss eine über die Achse a hinausreichende Feder f befestigt, welche so vorgespannt ist, dass sie sich an die Sperrklinke s anzulegen trachtet und welche beispielsweise die beiden, die Sperrklinke s umgreifenden und bis an die Mitnehmerklinke heranreichenden Nasen'111 und n2 trägt.
Die Nasen sind so abgestimmt, dass in der unteren Stellung des Hebels H (Fig. 1) diejenige n1 oberhalb der Drehachse der Mitnehmerklinke auf diese drückt, wodurch die Mitnehmerklinke m
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und die Sperrklinke s eingerückt wird.
Wird also der Hebel H aus der Stellung Fig. 1 in die Stellung Fig. 2 gebracht, so lässt vorerst die in die Zähne der Zahnstange zeingreifende Mitnehmerklinke m die Zahnstange niedersinken, wobei schliess- lieh die Nase n2 der Feder 'von dem untern Arm der Klinke m abgedrückt wird und hiedurch die Sperrklinke s zum Eingriff in die Zahnstange und hiedurch diese zum Stillstand bringt, so dass eine Entlastung der Mitnehmerklinke m eintritt und diese sodann durch die unter dem Druck der Feder 'stehende Nase n2 aus den Zahnstangenzähnen ausgerückt wird (ähnlich wie Fig. 2).
Die Zahnstange wurde also um eine
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Wirkung der auf die Nase i gestutzten Feder aus den Zahnstangenzälnen geruckt werden,'so dass wieder die Klinkenstellung Fig. 1 eintritt, und bei neuerlichem Anheben des Antriebshebels H die Zahnstange um einen weitern Zahn gesenkt wird. Durch fortgesetztes Auf-und Abwärtsbewegen des Antriebshebels H wird also eine auf der Zahnstange ruhende Last schrittweise gesenkt, wobei aber die Feder yihre Wirkungs- richtung nicht wechselt, sondern immer in der gleichen Richtung wirkt, weshalb sie zum Unterschiede von den bekannten Einrichtungen behufs Erzielung einer andauernd verlässlichen Wirkung eine beliebig grosse Vorspannung erhalten kann.
In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, welches genau dieselbe Wirkung wie die Einrichtung Fig. l gewährleistet. Der Unterschied besteht nur darin, dass die Feder f die Nase n1 und n2 nicht unmittelbar trägt, sondern die Wirkung der Feder f auf die Mitnehmerklinke m durch ein lose auf der Achse a, sitzendes Zwischenstück b, welches seinerseits die Nase nl und n2 besitzt, übertragen wird.
Um die beschriebene Einrichtung nun auch zum Heben der Zahnstange umschalten zu können, erhält die Feder f erfindungsgemäss einen an ihrem unteren Ende drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel t (Fig. 3,4 und 5), welcher entweder die Nasen n1 und nu trägt (Fig. 3 und 4) oder wieder auf ein Zwischen- stück b wie in Fig. 2 einwirkt (Fig. 5).
Die Stellung Fig. 3 entspricht genau der Stellung Fig. l, und es ist ohne weiteres ersichtlich, dass sich vorläufig an der Wirkung der Einrichtung nichts geändert hat, dass also bei Auf-und Abwärtsbewegung des Antriebshebels H die Einrichtung Fig. 3 genau so ein Senken der Zahnstange hervorruft wie die Einrichtung Fig. 1.
Wird jedoch das untere Ende des zweiarmigen Hebels 7t etwa durch Umlegen eines Ausrückens '
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hebt hiebei das untere Ende der Feder f aus und rückt hiedurch die Sperrklinke s in die Zahnstange ein. Gleichzeitig wird aber auch die Nase n2 des Hebels A soweit abgehoben, dass sie mit der Mitnehmerklinke auch bei angehobenem Antriebshebel H nicht mehr in Berührung kommt (ähnlich wie in Fig. 5). Das Abdrücken des untern Endes des zweiarmigen Hebels bewirkt also, dass beide Klinken m und s jetzt durch die Wirkung der Feder f ständig in die Zähne der Zahnstange eingerückt werden.
Wird jetzt (Fig. 4 u. a) der Antriebshebel IT auf-und abwärts bewegt, so greift die Mitnehmerklinke immer in den nächsttiefer- liegenden Zahnstangenzahn ein und hebt die Zahnstange an, worauf auch die Sperrklinke die Zahnstange in der jeweils gehobenen Stellung immer wieder festhält.
In Fig. 5 ist so wie in Fig. 2 ein Zwischenstück b dargestellt, auf welches nun der zweiarmige Hebel h einwirkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Steuereinrichtung für Sperr-und Mitnehmerklinken bei Zahnstangen-Hebezeugen, gekennzeichnet durch eine am freien Ende der Sperrklinke s befestigte Blattfeder f, welche mittelbar oder unmittelbar auf die Mitnehmerklinke m so einwirkt, dass bei Hochstellung der Mitnehmerklinke die Berührungsstelle zwischen derselben und der Feder oberhalb der Drehachsen und bei der Tiefstellung der Mitnehmerklinke die Berührungsstelle unterhalb der Drehachsen liegt zu dem Zwecke, bei gleichbleibender Wirkungsrichtung der Feder in der erstgenannten Stellung die Mitnehmerklinke in die Zahnstange ein-und die Sperrklinke auszurücken, hingegen in der zweitgenannte Stellung die Sperrklinke ein-und die Mitnehmerklinke auszurücken,
wodurch bei Auf-und Abwärtsbewegung der Mitnehmerklinke das Senken der Zahnstange erreicht wird.