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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Antriebs- und Lenkvorrichtung für Motorwagen und ist deren Anordnung im vorliegenden Ausführungsbeispiele an einem zweiräderigenMotorwagendargestellt.
Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung und zwar ist
Fig. 1 eine Rückansicht des ganzen Fahrzeuges,
Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie x x der Fig. 1,
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf den Motorwagen.
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dir'Bewegungen des Motors auf eines der Wagenräder übertragen.
Die Fig. 7 und 8 sind Einzelansichten einer der direkt auf die Räder wirkenden Sicherheitsbremsen.
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beispiel der Wagen auf zwei grossen Rädern 1 ruht, die lose auf den Enden einer gekröpften Welle 2 sitzen, welche mittelst der Federn 3 den Sitz 4 trägt.
6 bezeichnet den rückwärts in der Längsachse des Wagens angeordneten Motor, 7 und 8 sind zwei durch ein Sammelrohr 9 verbundene Behälter für die Motorflüssigkeit.
10 ist der Carburierapparat.
Die Welle 11 des Motors trägt an ihrem Ende einen Kegeltrieb 12, welche mit zwei ! ose auf einer Achse 15 gelagerten, sich beständig in entgegengesetzter Richtung drehenden Kegelrädern 13 und 74 in Eingriff steht.
Diese Kegelräder können die Welle 15 mitnehmen, je nachdem sich die in bekannter
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das eine oder andere der Kegelräder anlegt.
Die Weite je) ist an beiden Enden durch geeignete, mittelst eines Hebels 25 zu be- tätigende Kupplungen 20, 28 (Fig. G) mit Wellen 29 verbunden, die ihre Bewegung durch biegsame Wellen 31 auf zwei vertikale, auf Tragstützen 33 gelagerte Wellen 32 übertragen (Fig. 1). Diese Wellen sind mit je einem Kegeltriebe 34 versehen, welcher in ein mit der nabe der Tragräder 1 verbundenes Kegelrad 35 eingreift.
Die Naben sind mit Bremsen 36 versehen, welche durch Antriebshebel 37 betätigt werden.
Die Wirkungsweise der vorgenannten Teile des Motorwagens ist nnn folgende :
Die Vor- und Rückwärtsbewegung wird, wie bereits erwähnt, auf bekannte Weise durch Drehen der Spindel 18 mittels des Handrades 19 und Anlegen der Kuppelungsmuffe 16 an eines der Kegelräder J'3 oder. M bewirkt.
Der Antrieb für die Erteilung der Richtung und Änderung der Geschwindigkeit,
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eine Welle 40 frei drehen, deren oberes Ende durch einen doppelten Griff 41 gebildet wird. Diese Welle kann auch in dem Rohro 39 gehoben und gesenkt werden ; sie wird in der ihr gegebenen Lage durch einen Sperrhaken 42 festgehalten, welcher in Zähne 43
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dieser Welle eingreift. Ein unter dem Fusse des Fahrers vorgesehener Tritt 44 (Fig. 3) gestattet die Auslösung dieses Sperrhakens aus der Stange 40, welche, wenn freigegeben, durch eine in dem Rohre 39 gelagerte Feder 45 in ihre normale Lage hochgehoben wird.
Am unteren Ende der Welle 40 ist ein Hebel 46 (Fig. 3) angeordnet, an welchem
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laufend, auf die Hebel 25 wirken, welche die Kuppelung 20-28 und die auf den Kuppelungs- schalen 28 angebrachten Bremsen 30 betätigen. Bei normalem Gange werden die KuppelungsInl1ffen 20 durch Federn 26 mit den Gegenstücken 28 in Berührung gehalten, welche sich daher mit der gleichen Geschwindigkeit wie die ersteren (20) drehen. Soll nun die Richtung beispielsweise nach rechts eingeschlagen werden, so wirkt man auf den rechten Griff 41 und dadurch auf die Kette 47 und die zugehörigen Hebel 25, welche vermittelst der Federn 24 den Druck der Feder 26 vermindern, so dass der Kegel 20 allmählich aus der Schale 28 ausgehoben wird.
Die Hebel 25 wirken bei ihrer Bewegung vermittelst einer Zugstange 52 auf einen Hebel 53 und ziehen dadurch die Bremse 30 (Fig. 4) an.
Durch diese doppelte Wirkung (Ausrücken und Bremsen) wird die Geschwindigkeit des dieser Kuppelung 20-28 zugehörigen Rades 1 vermindert und dadurch die Drehung des Wagens nach dieser Richtung eingeleitet.
Um die Geschwindigkeit des Wagens zwischen der grössten Geschwindigkeit und dem vollkommenen Stillstande zu ändern, drückt man die Stange 40 im Innern des Rohres 39 nach abwärts ; infolge dieser Bewegung wirken die beiden Kettchen 47, 48 gleichzeitig auf die Hebe) 25, die auf die Räder 1 übertragene Geschwindigkeit wird allmählich geringer und wenn die Stange fortgesetzt niedergedrückt erhalten wird, bleibt der Wagen schliesslich stehen.
Mit der Nabe der Räder 1 sind Bremsen fest verbunden, die von Kettchen 54 betätig werden, weiche auf die Hebel 37 einwirken ; diese Kettchen endeu bei Hebeln 55, weiche in starrer Verbindung mit einer Querwelle 56'sind, die nahe ihrer Mitte einen Arm 57 trägt, dur durch eine über eine Rolle 59 gehende Kette 58 mit einem Hebel 60 verbunden ist. Letzterer wird durch einen unter dem linken Fusse des Fahrers (Fig. 3) vorgesehenen Tritt 6. Z betätigt.
Sowohl die Bremskörper 30 und 36 bestehen aus einem kleinen Stahldrahtkabel 63, welches \ou Haken an einem Stücke 63 gehalten wird, welches auf der Achse des die Bremse bet@tigenden Hebels gelagert ist. Die beiden Hälften des Kabels umschliessen ein Stahlblatt 65, welches an seiner inneren Fläche mit Stücken aus Leder, Kork oder ana- logez material besetzt ist ; sie wickeln sich sodann um einen Cylinder 66 und ihre Enden sind mit dem Antriebshebel verbunden. Die Wirkung dieser Bremse ist nach beiden Richtungen sehr kräftig. Das Stabtblatt 64, welches das Bestreben hat, sich beständig zu offnen, sichert das Abheben der Lederstückc von der Bremstrommel bei normalem Gange desWagens.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eine Antriebs- und Lenkvorrichtung für Motorwagen, gekennzeichnet durch einen um seine Achse drehbaren und in der Richtung dieser Achse verschiebbaren Doppelgriff (41), auf dessen Achse ein Hebel (46) sitzt, der mit Kettchen oder Kabel (47, ru verbunden ist. welche ihrerseits durch Heel (25) mit den Bewegungs-Übertragungsorganen der beiden Antriebsräder derart in Verbindung stehen, dass durch Drehen des Doppel- gnffeä eines oder das andere dieser Transmissionsorgane also eines oder das andere der beiden Antriebsräder (1), durch Heben oder Senken des Doppelgriffes dagegen gleichzeitig diese beiden Organe, also beide Antriebsräder, betätigt werden.