<Desc/Clms Page number 1>
Wäge Vorrichtung.
EMI1.1
bewegt werde.
Bei den bisher bekannten Wägevorrirhtungen dieser Art wird ein einziges Hängegewicht als Gegengewicht verwendet, das mittels biegsamer Bänder an einem Sektorenpaar aufgehängt ist, wobei diese Sektoren fest mit zwei zusätzlichen Sektorensätzen verbunden sind, die koaxial zu den ersten Aufhänge- sektoren liegen. An einem Satz dieser zusätzlichen Sektoren greift die Last mittels biegsamer Bänder an und die Sektoren des anderen zusätzlichen Sektorensatzes sind mit den unteren Enden biegsamer Bänder verbunden, deren obere Erden am Gehäuse befestigt sind ; die letzterwähnten Sektoren rollen auf den Aufhängebändern bei Aufbringen von Last auf die Wägevorrichtung ab.
Die Vertikalbewegung der Sektoren wird auf eine Zahnstange übertragen, die mit einem auf einer Welle angeordneten Ritzel kämmt. An den Enden dieser Welle sind ein oder mehrere Zeiger vorgesehen, die mit einer oder mehreren Skalen zusammenarbeiten und den Betrag der Last angeben.
Bei solchen Wägevorriehtungen ist es erwünscht, dass das einzige Hängegewicht möglichst kleine Bewegungen ausführt, um unerwünschte Schwingungen, die die Genauigkeit der Gewichtsanzeige schädlich beeinflussen, möglichst hintanzuhalten. Zu diesem Zweek wurde vorgeschlagen, die einzelnen Sektorengruppen jedes Satzes an derselben Seite der durch ihre Drehachsen hindurchgelegten Vertikalebenen anzuordnen und die Umfangsfläche der das Gegengewicht tragenden Sektoren und jener Sektoren, an denen die Last angreift, exzentrisch, die Umfangsflächen der Aufhängesektoren aber konzentrisch zur gemeinsamen Drehachse anzuordnen.
Um eine genaue Vertikalbewegung der Zahnstange zu erzielen, wurde letztere mit einem Hebelwerk verbunden, das seinerseits gelenkig mit jedem Sektorensatz in Verbindung stand.
Derart ausgebildete Wägevorrichtungen zeigen jedoch noch Genauigkeitsfehler, die in den Schwingungen des verhältnismässig schweren Hängegewichtes ihren Grund haben. Die Erfindung bezweckt nun, unter Beibehaltung der sich aus de''Anordnung der Sektoren ergebenden Vorteile jene Nachteile zu vermeiden, die der Anordnung eines einzigen Hängegewichtes anhaften.
Gemäss der Erfindung wird der überwiegende Teil des Gegengewichtes durch eine Mehrzahl gewichtsbelasteter Hebel gebildet, die mit den entsprechenden Sektorensätzen mittels biegsamer Bänder derart verbunden sind, dass sie die durch das Aufbringen und Abheben der Last hervorgerufenen Vertikalbewegungen der Sektoren mitmachen. In weiterer Folge bezieht sich die Erfindung noch auf die Art der Lagerung dieser Gegengewichtshebel.
EMI1.2
von Fig. 1. Fig. 3 zeigt die Teile der Fig. 1 in belasteter Stellung. Fig. 4 ist eine Vorderansicht einer abgeänderten Lagerung der Gegengewichtshebel. Fig. 5 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, und Fig. 6 ist eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, von Fig. 4.
Zwei Paare einander gegenüberliegend angeordneter Sektoren 4 sind nahe ihren unteren Enden an Paaren 6 biegsamer Bänder befestigt, deren andere Enden an dem Gehäuse der ganzen Wägevorrinhtung
<Desc/Clms Page number 2>
befestigt sind. Koaxial in bezug auf diese Sektoren 4 ist ein zweites Sektorenpaar 7 angeordnet, an dessen oberen Enden der Umfangsflächen die oberen Enden eines Paares biegsamer Bänder 8 angreifen, deren untere Enden mit einem Bügel 9 verbunden sind, der seinerseits mit der Zugstange 10 der Wägevorrichtung in Verbindung steht. Der Bügel 9 dient zur Übertragung des Lastzuges auf die Gegengewichtseinrichtung.
Koaxial zu den genannten Sektoren ist ein drittes Paar von Sektoren 11 angeordnet, an dessen oberen Enden der Umfangsflächen die oberen Enden eines Paares biegsamer Bänder 12 angreifen, während deren untere Enden an je einem Hebel eines Paares von Gegengewichtshebeln 13 befestigt sind. Die inneren Enden der Hebel 23 sind mit dünnen Metallstreifen 14 verbunden, die an einem Ansatz 6 a des Gehäuses
EMI2.1
Hebeln 13 liegen zwischen den Enden der Hebel. Die Hebel sind an ihren äusseren Enden mit verstell- baren Gewichten 15 belastet.
Axial zu den Sektorensätzen liegt eine Spindel 16, die gelenkig mit den oberen Enden von Lenkern 17 verbunden ist, deren untere Enden an einem Querhaupt 18 angreifen, das seinerseits gelenkig mit einer
Zahnstange 19 verbunden ist, die mit einem auf einer fest gelagerten Welle 21 angeordneten Ritzel 20' kämmt. An einem oder beiden Enden der Welle 21 sind ein oder mehrere Zeiger 22 vorgesehen, die mit einer oder mehreren Skalen 23 zur Anzeige der Last zusammenwirken.
Jeder Satz der Sektoren 4, 7 und 11 ist an derselben Seite der durch ihre Drehachsen hindurch- gelegten Vertikalebenen angeordnet. Die Umfangsflächen der Lastübertragungssektoren 7 und der das
Gegengewicht tragenden Sektoren 11 sind exzentrisch, die Umfangsflächen der Aufhängesektoren 4 aber konzentrisch zu den Drehachsen.
Wenn die Sektoren 4, 7 und 11 als Ganzes beim Aufbringen oder beim Abheben der Last eine Vertikalbewegung ausführen, so wird diese Bewegung durch die Bänder 12
EMI2.2
bewirkt, so werden auch die gewichtsbelasteten Hebel 23 nur um einen verhältnismässig geringen Betrag ausgeschwungen. Infolge der exzentrischen Anordnung der Umfangsflächen der die Gegengewichte tragenden Sektoren in bezug auf die gemeinsamen Achsen wird die Bewegung der Hebel gleichförmig gestaltet.
Bei der in den Fig. 4--6 dargestellten Ausfiihrungsform sind die Hebel 13, anstatt an biegsamen
Streifen befestigt zu sein, mit einem Paar geneigter ebener Flächen 13 a versehen, die gegen an den Enden einer zylindrischen Trommel 24 angeordnete Flanschen 24 a anliegen. Die Trommel 24 ist an einer Konsole 6 b des Rahmens 6 gelagert. Zwischen den Flanschen 24 a der Trommel ist der Durchmesser derselben verringert (bei 24 b). 1m diesem Trommelteil von geringerem Durchmesser arbeitet ein Paar biegsamer Bänder 25 zusammen, deren Enden am oberen Ende der ebenen Flächen 13 a festgeklemmt sind. Jedes dieser Bänder 25 läuft unter dem Mittelteil der Trommel 24 durch und liegt an diesem an.
Um ein Schleifen der Bänder zu verhindern, sind sie nahe ihrem Mittelpunkt mit Öffnungen versehen, die mit Zapfen 26 zusammenwirken, die vom Umfang der Trommel abwärts reichen.
Bei Betätigung der Wägevorrichtung drücken die ebenen Schrägflächen der Hebel 13 gegen den Umfang der Flanschen 24 a in dem durch die Bänder 25 bedingten Ausmass. Infolge der geringen Abmessungen der miteinander zur Berührung gelangenden Flächen ist die Reibung zwischen der Trommel und den ebenen Flächen der Hebel auf einen vernachlässigbar kleinen Wert herabgesetzt. Infolge des mit verringertem Durchmesser ausgebildeten Mittelteiles der Trommel können sich die beiden Bänder vollkommen frei bewegen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wägevorrichtung nach Patent Nr. 108232, dadurch gekennzeichnet, dass der überwiegende Teil des Gegengewichtes durch eine Mehrzahl gewichtsbelasteter Hebel (13) gebildet wird, die mittels biegsamer Bänder (12) mit den entsprechenden Sektorensätzen derart verbunden sind, dass sie die durch das Aufbringen und Abheben der Last hervorgerufenen Vertikalbewegungen der Sektoren mitmachen.