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Einrichtung zur Bestimmung des Rauminhaltes von Massengütern, insbesondere on
Rundhölzern u. dgl.
Die Bestimmung des Rauminhaltes von Massengütern, insbesondere von Rundhölzern u. dgl. geschieht bisher durch Messvorrichtungen, bei welchen zufolge-der zahlreichen Fehlerquellen ungeamue Ergebnisse, wie auch ein grosser Zeit-und Personenaufwand unvermeidlich sind. Der Rauminha. tt"air aber auch mit Hilfe des Auftriebes bzw. der Wasserverdrängung durch Eintauchen des Gutes ermittelt werden. Die Erfindung macht hievon Gebrauch und erreicht in Verbindung mit einer Krananlage eine
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gütern, insbesondere von Rundhölzern, wobei diese Bestimmung des Rauminhaltes während der Be- förderung der Massengüter von Lagerplatz zur Abfuhrstelle oder umgekehrt ohne besonderen grossen
Zeitaufwand mit einfachen Mitteln durchgeführt werden kann.
Gemäss der Erfindung wird das von Greifern od. dgl. einer Transportanlage wie z. B. eines
Kranes erfasste Massengut ohne Umladung in Wasser getaucht und der Rauminhalt des Gutes durch
Messung der verdrängten Wassermenge oder durch Bestimmung des durch den Auftrieb verminderten
Gewichtes ermittelt. Dies kann in verschiedener Weise durchgeführt werden. Es kann z. B. zwischen dem Lagerplatz und der Verladestelle unterhalb einer Krananlage ein mit Wasser bis zu einer bestimmten
Höhe gefüllter Behälter vorgesehen sein, an welchem der beim Eintauchen des zu messenden Gutes steigende Wasserspiegel abgelesen werden kann. Aus der Wasserverdrängung ergibt sich der zu messende Rauminhalt, wobei nur die bekannten mit eintauchenden Teile der Greifer in Abzug zu bringen sind. Zur genauen Messung des durch das eingetauchte Massengut verdrängten Wasserinhaltes kann z.
B. an dem Behälter ein Steigrohr vorgesehen sein oder es kann auch der beim Eintauchen des Gutes steigende Bodendruck gemessen werden. Bei allen diesen Vorrichtungen ist es notwendig, die durch das rasche Eintauchen des Massengutes hervorgerufenen Wellenbewegungen und Schwankungen des Wasserspiegels für den Messvorgang möglichst unschädlich zu machen. Es kann daher auch an dem Greifer oder im Hubwerk der Krananlage eine Wägevorrichtung angebracht sein, welche das Gewicht des zu messenden Gutes vor, bzw. während des Eintauchens in dem mit Wasser gefüllten Behälter anzeigt. Aus dem Unterschiede der beiden Gewichte ergibt sich der zu messende Rauminhalt durch Rechnung oder mittels eines Zählwerkes.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Anlage zur Abfuhr und zur Bestimmung des Rauminhaltes von Rundhölzern mit einem Greifer, welcher mit einerwägevorrichtung ausgestattet ist, Fig. 2 eine gleichartige Einrichtung, bei welcher jedoch der Greifer ohne Wägevorrichtung arbeitet.
Gemäss Fig. 1 ist die Verladebrücke 1 auf Schienen 2 oberhalb des Lagerplatzes 3 für die Rundhölzer beweglich. An der Verladebrücke 1 ist die Laufkatze 4. mit dem Führerkorb 5 vorgesehen, welche den Greifer 6 trägt, dessen Seil 7 in bekannter Weise über die Rollen 8 der Aufzugswinde geführt ist. Im Führerkorb 5 ist weiters eine Wägevorrichtung 9 vorgesehen.
Zwischen dem Lagerplatz 3 und der Verladestelle 10, an welcher die Wagen 11 vorfahren können, ist unterhalb der Verladebrücke 1 ein mit Wasser gefüllter Behälter 12 vorgesehen, der gleichfalls auf der Schiene 2 beweglich ist und mit der Verladebrücke in irgend einer Weise verbunden sein kann oder auch unabhängig vom Krane auf der Kranbahnlängsseite angeordnet ist.
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und senkt den Greifer derart in dem Behälter hinein, dass die Rundhölzer tauchen.
Dann zeigt die Wägevorrichtung 9 ein geringeres Gewicht an und es ergibt sich aus dem Unterschied der beiden abgelesenen Gewiehte der gesuchte Rauminhalt durch Reehnung. Nach der zweiten Ablesung wird das Rundholz durch das Windwerk der Laufkatze wieder angehoben, der Greifer über den Wagen bzw. über den Lagerplatz gebracht und gesenkt und es werden die Rundhölzer abgelegt.
Nach Fig. 2 entfällt die Wägevorrichtung 9 in der Laufkatze 4. Der Behälter J. 3 weist seitlich ein Steigrohr lut auf, in welchem das Wasser in gleicher Höhe wie im Behälter J : J gteht. Wird nun der Greifer 6 mit Rundholz in den Behälter 13 getaucht, so wird Wasser verdrängt und der Wasserspiegel im Behälter 13 steigt an. Dementsprechend steigt das Wasser im Steigrohr 14, woraus der verdrängte Wassennhalt genau festgestellt werden kann.
Iii einer für die Praxis genügend ausreichenden Weise kann auch ohne Steigrohr 14 aus dem Ansteigen des Wasserspiegels im Behälter 13 die Grösse der verdrängten Wassermenge mittels Schwimmeranzeiger und Verzeichnung des Wasserspiegels und hieraus der Rauminhalt des zu messenden Gutes bestimmt werden. Da beim Eintauchen des zu messenden Gutes auch der Bodendruck im Behälter mit dem Ansteigen des Wasserspiegels abhängig von der Flüssigkeitshöhe steigt, kann an dem Behälter auch ein Druckmesser od. dgl. angeordnet sein, welcher den jeweils bestehenden Bodendruck mit oder ohne eingetauchtem, zu messenden Gut oder aber an einer versuchsweise bestimmten Teilung gleich dem Rauminhalt des verdrängten Wassers anzeigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Bestimmung des Rauminhaltes von Massengütern, insbesondere von Rundholz u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass an einer Transportanlage oder im Wirkungsbereich derselben ein Flüssigkeitsbehälter derart angeordnet ist, dass der Rauminhalt des Massengutes durch Eintauchen desselben in den Flüssigkeitsbehälter u. zw. entweder durch Messung der verdrängten Flüssigkeitsmenge oder durch Bestimmung des durch den Auftrieb verminderten Gewichtes ermittelt werden kann, ohne das Gut von dem Transportmittel lösen zu müssen.