AT109332B - Verfahren und Vorrichtung zum Bewickeln elektrischer Kabel mit Papierstreifen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bewickeln elektrischer Kabel mit Papierstreifen.

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AT109332B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zum Bewickeln elektrischer Kabel mit Papierstreifen. 



   Bei den bisher verwendeten Papierbewickelvorrichtungen für elektrische Kabel werden die Papierteller meistens schräg zur Kabelachse, u. zw. in die Ablaufrichtung des Papierstreifens gestellt, um ein möglichst glattes Auflaufen des Streifens auf das Kabel zu erzielen. Diese Einstellung stimmt jedoch selten genau, so dass meistens die Bänder oder Streifen an der einen oder andern Kante mehr oder weniger stark gezerrt werden, wodurch beim Aufwickeln Faltenbildung verursacht wird. Die bei jeder neuen Einstellung erforderliche Verstellung des ganzen Papiertellers durch Lösen und Wiederanziehen von Schrauben ist umständlich, zeitraubend und unsicher. 



   Es sind andere Maschinen bekannt, bei denen die Papierteller nicht schräg gestellt sind, sondern parallel oder rechtwinkelig zur Kabelachse, und bei denen der Streifen dann zunächst über einen Finger aus Eisendraht geführt wird. Soweit diese Finger verstellbar sind, ist die Verstellung insofern unzweckmässig, als dieselbe nicht sinngemäss geschieht, d. h. nicht in der Richtung, in welcher die Verschiebung des Auflaufpunktes des Papierstreifens am Kabel gewünscht wird. Die bekannten Anordnungen haben ferner die Nachteile, dass sie den jeweils   vorkommenden verschieden grossen Durchmessern des zubewickelnden Drahtes nicht Rechnung tragen.   



   Die heute an die Kabel und insbesondere an die Isolation von Hochspannungskabeln gestellten Anforderungen bedingen einen hohen Grad von Genauigkeit bei der Herstellung und machen es erforderlich, die notwendigen Einstellungen soweit als möglich von der Zuverlässigkeit des Arbeiters unabhängig zu machen. Die sich hieraus für die Vorrichtungen zum Bewickeln der Kabel mit Papierstreifen ergebenden Eigenschaften sind ausser leichter Bedienbarkeit :
1. Selbsttätiges Einspielen des ablaufenden Streifens in die jeweils erforderliche Richtung. 



   2. Unveränderlich festliegender Auflaufpunkt des Streifens bei grosser und kleiner Scheibe. 



   3. Etwa notwendige Verschiebung des Auflaufpunktes am Kabel muss durch sinngemässe Verschiebung eines geeigneten Organs geschehen (im vorliegenden Falle durch Verschiebung des Ablaufstiftes in Richtung der Kabelachse). 



   4. Gleichmässig genaue Wicklung bei allen jeweils vorkommenden Kabeldurchmessern (Schwenkbarkeit des Ablaufstiftes in einer Ebene senkrecht zur Kabelachse). 



   Das erfindungsgemässe Bewickelverfahren geht in folgender Weise vor sich : Nachdem der Papierstreifen zunächt unter festen Auflaufstiften, welche den selbsttätigen Bremsausgleich des Streifens entsprechend dem abnehmenden Durchmesser der Papiervorratsrolle bewirken, durchgeführt ist, wird er über verstellbare Ablaufstifte geleitet, durch deren Verschiebung in Richtung parallel zur Kabelachse die Verstellung des Auflaufpunktes am Kabel geregelt und glattes Auflaufen des Papierstreifens auf das Kabel gesichert wird. 



   Es muss nun ausser diesen Massnahmen noch eine Vorrichtung getroffen werden, die den jeweils vorkommenden verschieden grossen Durchmessern des zu bewickelnden Kabels Rechnung trägt. Diese verschiedenen Kabeldurchmesser können entweder durch die Verwendung von Drähten verschiedenen Durchmessers oder bei gleicher Drahtstärke durch die Verdickung infolge bereits vorausgegangener Bewicklung bedingt sein. Würde man bei veränderlichem Kabeldurchmesser die Lage des Ablaufstiftes in der zur Kabelachse senkrechten Ebene unver- ändert lassen, so würde der Winkel. den der ablaufende.

   Papierstreifen mit   dem Ahlaufstifl   

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   Papierstreifens ungleiche Spannungen   entstehen wurden, die   Faltenbildung und   unter Umständen Abreissen des Papierstreifens zur Folge hätten.   Erfindungsgemäss   wird daher der Ablaufstift in einer zur Kabelachse senkrechten Ebene-schwenkbar angeordnet, wodurch es möglich wird. den Ablaufstift entsprechend der Richtung des ablaufenden Papierstreifens einzustellen. Hiedurch wird bei allen vorkommenden Kabeldurchmessern glattes Auflaufen erzielt und Faltenbildung vermieden. Diese Massnahme ist von besonderer Bedeutung bei der Herstellung von Hochspannungskabeln, bei welchen die Papierisolation durch mehrfaches Umwickeln beträchtliche Dicke erreicht.

   Dieses Umwickeln mit Papierstreifen geschieht gleichzeitig vom'blanken Draht bis zur äussersten Papierlage und erfolgt derart, dass Bewickelvorrichtungen vollkommen gleicher Konstruktion hintereinander angeordnet sind, durch welche der zu bewickelnde Leiter sich hindurchbewegt, wobei die Ablaufstifte entsprechend dem wachsenden äusseren Durchmesser der Bewicklung in der angegebenen Weise geschwenkt werden. 



   Nach der weiteren Erfindung wird zur Schwenkung der Ablaufstifte in der zur Kabelachse senkrechten Ebene eine Vorrichtung vorgesehen, mittels der die Schwenkung aller Ablaufstifte gleichzeitig erfolgt. In der Zeichnung ist eine Ausführungsform einer Papierbewickelvorrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens dargestellt, in Fig 1 in Vorderansicht und in Fig. 2 in Seitenansicht. Die Papierteller a sind rings um den Kabeldurehlauf paarweise derart parallel zu einer durch die Kabelachse gehenden Ebene angeordnet, dass die   Verlängerungen.   der inneren Papiertellerflächen das Kabel annähernd tangieren. Sie werden durch entsprechend bemessene Federn mit   Bajonettverschluss   gebremst. Von diesen Papiertellem a sind zweckmässig immer je zwei drehbar an einem gemeinsamen Halter b angebracht.

   Der Halter b trägt ferner eine Haltestange c mit Leitstifte. Von diesen sind die Auflaufstifte e fest, die Ablaufstifte   d   in der Achsenrichtung des Kabels zwecks Verschiebung des Auflaufpunktes des Streifens am Kabel verschiebbar und zwecks Anpassung an die jeweils vorkommenden Kabeldurchmesser in einer senkrecht zur Kabelachse stehenden Ebene schwenkbar. 



   Nach dem Verfahren der Erfindung wird der von einem Papierteller a ablaufende Papierstreifen f zunächst unter dem festen Auflaufstifte e hindurchgeleitet, der sich in unmittelbarer Nähe des Papiertellers in. einer durch dessen Achse gelegten Ebene befindet. Dieser Stift e bewirkt eine selbsttätige stets gleichmässige Bremsung des Papierstreifens, was wichtig ist, da bei   ungleichmässiger   Bremsung des Papierstreifens Faltenbildung hervorgerufen werden kann. 



   Der Zug des Papierstreifens nimmt mit abnehmender Papiermenge auf dem Papierteller zu, die zusätzliche Reibung am Auflaufstifte e aber nimmt bei abnehmender Papiermenge auf dem Papierteller ab. Auf diese Weise findet ein selbsttätiger Ausgleich der Bremsung statt. Nachdem der Papierstreifen unter dem Auflaufstift e hindurchgeleitet ist, wird er über den   Ablaufstifte d   dem Kabel zugeleitet. Lediglich durch entsprechende Einstellung dieses Ablaufstiftes d erfolgt die Leitung des Papierstreifens f so, dass er immer glatt und genau auf das Kabel le aufläuft und die Abziehspannung über der ganzen Breite des Papierstreifens stets die gleiche ist, somit eine Faltenbildung nicht entstehen kann. 



   Es ist zweckmässig, für die Schwenkung der Ablaufstifte in der zum Kabel senkrechten Ebene eine Vorrichtung vorzusehen,   durch welche sämtliche   Ablaufstifte gleichzeitig und gleichmässig geschwenkt werden können. In Fig. 3 ist in Vorderansicht und in Fig. 4 in Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Vorrichtung zum gemeinsamen Verstellen der Ablaufstifte gezeigt. Eine Schnecke   y   greift in ein Schneckenrad    &    ein, mit dem eine Büchse i mit   Fassungen     l   verbunden ist. In die Fassungen   l   greifen Stangen   N t ein,   die an den Haltestangen   c,   welche die Ablaufstifte   d   tragen, befestigt sind.

   Durch Drehen der Schnecke g werden somit alle Haltestangen c und mit ihnen alle Ablaufstifte   cl   gleichzeitig und in gleichem Masse bewegt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Bewickeln von elektrischen Kabeln mit Papierstreifen, dadurch gekennzeichnet, dass der Streifen zunächst über feste Auflaufstifte (e) und dann über verschiebbare und in einer zur Kabelachse senkrechten Ebene schwenkbare Ablaufstifte   (d)   geleitet wird. durch deren Einstellung ein genaues und glattes, Auflaufen des Streifens auf das Kabel erzielt wird. 



   2. Papierwickelvorrichtung für elektrische Kabel, dadurch gekennzeichnet, dass alle Papierteller paarweise derart parallel zu einer durch die Kabelachse gehenden Ebene angeordnet sind. dass die Verlängerungen der inneren Papiertellerflächen das Kabel annähernd tangieren und hinter ihnen feste Auflaufstifte sowie   verchieb-und schwenkbare Ablaufstifte   angeordnet sind.

Claims (1)

  1. 3. Papierbewickelvorrichtung für elektrische Kabel nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum gemeinsamen Schwenken der Ablaufstifte.
AT109332D 1926-04-16 1926-09-27 Verfahren und Vorrichtung zum Bewickeln elektrischer Kabel mit Papierstreifen. AT109332B (de)

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