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Verfahren zur Herstellung von aus ebenen Gummiblättern zusammengefügten Hohl- körpern.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern, die aus unvulkanisierten, verschweissbaren Gummiblättern mittels verschweissender, z. B. stumpfer Stanzschnitte derart erzeugt werden sollen, dass mindestens zwei Blattpaare paarweise ausgeschnitten und verschweisst werden. Die
Erfindung bezweckt, die Massenerzeugung dadurch zu vereinfachen, dass das Ausstanzen bzw. Ver- schweissen mehrerer Blattpaare gleichzeitig ausgeführt werden kann. Gemäss der Erfindung werden hiezu zwei gegeneinander bewegte Werkzeuge verwendet, die mit lose zwischen sie eingesetzten, die Gummiblattpaare voneinander trennenden, doppelseitig wirkenden Gegenwerkzeugen zusammenwirken.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der zur Ausführung des Verfahrens geeigneten
Stanzvorrichtung schematisch im Schnitt dargestellt.
5 und 6 sind zwei einander gegenüber angeordnete verschweissende Schnittwerkzenge, welche zu diesem Zweck stumpfe Schnittkanten Sa bzw. 6a erhalten können. Zwischen diesen beiden Schnittwerkzeugen ist ein Gegenwerkzeug 7 angeordnet, welches doppelseitig wirkt und sowohl mit dem oberen Schnittwerkzeug 6 als auch mit dem unteren Schnittwerkzeug 6 zusammenwirken kann. Das Gegenwerkzeug 7 besteht hier z. B. aus einer zu beiden Seiten ebenen Platte. Die paarweise zu vereinigenden Gummiblätter 1, 2 bzw. 3, 4 werden derart eingelegt, dass das mittlere Werkzeug 7 das Blattpaar 1, 2 von dem andern Blattpaar 3,4 trennt.
Beim Stanzen wird die Schnittwulst Ja, die Blätter 3, 4 und die Schnittwulst 6a, die Blätter 1, 2 durchschneiden und an den Schnittkanten gleichzeitig miteinander verschweissen. Das Blattpaar 1, 2 wird also, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, in die beiden doppellappigen Blattpaarhälften 1 a, 2a und Ib, 2b und das Blattpaar 3, 4 in die doppellappigen Blattpaarhälften 3a, 4a und 3b, 4b zerschnitten, deren Lappen je durch eine Naht 8 miteinander verschweisst sind. Die Anordnung der Schnittwülste Ja bzw. 6 a kann an den beiden Schnittwerkzeugen eine verschiedene sein.
Statt die Schnittwülste an den äusseren Werkzeugen 5, 6 vorzusehen, kann man sie, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, an dem mittleren Werkzeug 7 anbringen, in welchem Fall dann die äusseren Werkzeuge 6 und 6 als einfache Pressplatten ausgeführt werden können. Sind die Schnittwülste 7 a und 7b kongruent, so kann die Platte 7 gänzlich fortfallen und es kann das mittlere Schnittwerkzeug aus einem den Umrissen des Schnittes entsprechend gebogenen Draht gebildet werden, wie dies in Fig. 4 veranschaulicht ist, was die Erzielung beliebiger velw : ckelter Umrisse in sehr einfacher und billiger Weise zulässt.
Das Verfahren lässt sich äusserst vorteilhaft bei der Herstellung von aufblasbaren Gummihohlkörpern aus vier Blättern verwenden. Die Herstellungsweise eines solchen Hohlkörpers ist aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich. Aus den zwei übereinandergelegten Gummiblättern 2 und 3 wird mittels eines stumpfen Sehnittwerkzeuges, z. B. eines in Gestalt eines geschlossenen Ringes beliebigen Umrisses gebogenen Drahtes 9, und der Pressplatte 10 der mit punktierten Linien angedeutete mittlere Teil ausgeschnitten. Dieser mittlere ausgeschnittene Teil bildet den Abfall, während die mit vollen Linien gezeichneten äusseren Teile der Gummiblätter an den Rändern des Ausschnittes zusammengeschweisst werden.
Auf die Platte 6 (Fig. 6) wird nun ein Gummiblatt 1 und auf dieses Gummiblatt das in dem mit Bezug auf Fig. 5 beschriebenen ersten Arbeitsgang hergestellte ausgestanzte Doppelblatt 2,3 aufgelegt, zwischen dessen
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gleichzeitig durch, wobei die Blattpaare an den Schnittkanten miteinander verschweisst werden. Es entsteht also der in-Fig. 7 im Querschnitt dargestellte Hohlkörper, der luftdicht verschlossen ist und durch eine geeignete Luftzuleitung hindurch aufgeblasen werden kann.
Fig. 8 zeigt die in Fig. 6 veranschaulichte Zusammenstellung unter Verwendung der in Fig. 3 dargestellten Werkzeuganordnung, welche es gestattet, dass die Blätter 1, 2 und die Blätter 9', 4 nach verschiedenen Umrissen ausgeschnitten werden.
Es sei bemerkt, dass die gemäss diesem Verfahren verarbeiteten einzelnen Blätter in vorhergehenden Arbeitsgängen aus mehreren Teilen zusammengesetzt worden sein können.
Auch können selbstverständlich mehr als zwei Blattpaare gleichzeitig gestanzt werden, indem zwischen je zwei Blattpaare ein zweiseitig schneidendes loses Zwischenwerkzeug 7 (Fig. 3, 4 oder 8) eingelegt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern, die durch paarweises Ausschneiden und Verschweissen von unvulkanisierten, versehweissbaren Gummiblättern mittels verschweissender Stanzsehnitte erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausstanzen mittels zweier gegeneinander bewegter Werkzeuge erfolgt, die mit lose zwischen sie eingesetzten, die Gummiblattpaare voneinander trennenden, doppelseitig wirkenden Gegenwerkzeugen zusammenwirken.