AT108448B - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Brennstoffen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Brennstoffen.

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  Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Brennstoffen. 



   Es ist bekannt, die Trocknung von Brennstoffen mit Verbrennungsgasen   voizunehmen,   die mit dem Brennstoff in unmittelbare Berührung gebracht we] dc-n. Die durch die hohe Temperatur der Ver- brennungsgase bedingten Schwierigkeiten wurden dabei dadurch behoben, dass die frischen Verbrennungs- gase mit einem Teil des aus dem Tiockner abziehenden abgekühlten und mit   Wasser dämpfen   beladenen
Trockenmittels gemischt wurden, bevor man sie in das zu trocknende Gut einführte. Der Rest des abgekühlten Trockenmittels, der nicht wieder zur Trocknung verwertet werden konnte und in seiner
Menge ungefähr den neu zugeführten Verbrennungsgasen.   vermehit um die bei   der Trocknung abgegebenen
Wasserdampfmengen, entsprach, wurde z. B. aus dem Tiockner durch eine Esse ins Freie abgeleitet. 



   Dieses Verfahren arbeitete jedoch   wärmewutschaftlich ungünstig,   denn mit Rücksicht auf die
Brandgefahr ist es nicht   möglich,   das durch Beimischen von Verbrennungsgasen aufgeheizte Trocken- mittel, das noch Sauerstoff enthalten kann, mit einer höheren Temperatur als 300  C in das zu trocknende
Gut einzuführen. Da man anderseits mit Rücksicht auf die Kondensation des Wasserdampfes die Tem- peratur der aus dem Trockner abziehenden Gase nicht gut unter 100  C sinken lassen konnte, musste ein grosser Teil der für die Trocknung aufgewendeten   Wärme   mit dem ins Freie abströmenden Teil des
Trockenmittels verloren gegeben werden.

   Deshalb konnte das bekannte Trocknungsverfahren mit Feuer- gasen bisher gegenüber der Trocknung von Brennstoffen mit Dampf bekanntlich keinen Boden gewinnen, die dazu noch in Anbetracht der geringen Feuersgefahr viel bequemer war. 



   Es wurde nun gefunden, dass der Wärmewirkungsgrad der Trocknung mit Feuergasen wesentlich verbessert werden kann dadurch, dass die frischen Verbrennungsgase dem das Trockengut durch- strömenden Trockenmittel nicht, wie bisher, an einer Stelle beigemischt, sondern an mehreren Stellen in die Gutsäule im Trockner eingeleitet werden. Das ist möglich, wenn dafür Sorge getragen wird, dass die heissen Verbrennungsgase, die in die   Troekenvorriehtung   einströmen, nicht unmittelbar mit dem
Gut in Berührung kommen, sondern innerhalb der Tiockenvorriehtung sich in geeigneten   Gassammei-   räumen mit dem durch die Berührung mit dem Gut entsprechend abgekühlten Trockenmittel mischen, bevor dieses die nächste Trockenzone durchströmt ; es findet also innerhalb desTrockners eine Ansteigung des kreisenden Trockenmittels statt. 



   Durch die an sich bekannte mehrmalige Aufheizung des Trockenmittels wird die Wärmemenge die mit den schliesslich ins Freie abziehenden Troekengasen verlorengeht, wesentlich vermindert. Dabei ist es möglich, die Temperatur in jeder Trocknungsstufe entsprechend der Beschaffenheit des Brennstoffes und dem Fortschreiten der Trocknung einzustellen, so dass die Tiocknung äusserst schonend gestaltet werden kann. So kann z.

   B. das frisch in den Trockner gelangende Gut mit verhältnismässig heissem Trockenmittel und das bereits   vorgetroeknete Gut   in einer oder mehreren weiteren Trocknung- stufen mit weniger heissem Trockenmittel behandelt werden.   Die sorgfältige Ausgestaltung   der Trocknung ist bei der Verwendung von Feuergasen als Trockenmittel ganz besonders vorteilhaft, da die Feuergase unter Umständen noch Sauerstoff enthalten und bei der Trocknung von leicht   entzündlichen   Brennstoffen zu Bränden im Trockner Anlass geben könnten. 



   Das neue Verfahren arbeitet demnach stufenweise. Bei andern Trocknungsverfahren, z. B. bei der Getreidetroeknung, ist die   stufenweise Trocknung'an sich schon bekannt. Doch können dabei nicht   

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 Feuergase als Trockenmittel benutzt werden, sondern es erfolgt die   Aufheizung   des Trockenmittels indirekt. Auch bei der oben   erwähnten   Trocknung mit Verbrennungsgasen ist eine stufenweise Trocknung bereits vorgeschlagen worden. Es wurde hiebei aber in der Weise gearbeitet, dass die Wärme der aus dem Trockner ins Freie abziehenden   BrÜden   in einem. Heizsystem an Luft übertragen wurde, die auf diese Weise vorgewärmt zur Vortrocknung des Gutes verwendet werden konnte. 



   Das neue Verfahren hat gegenüber der bekannten   Tiocknungsweise   den bereits erwähnten Vorteil, dass das frisch aufgegebene Gut mit dem   grössten Wassergehalt   mit dem heissesten Trockenmittel behandelt 
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 die   Wärmeabstrahlungen   dieser Räume von dem Trockengut aufgenommen. werden. 



   Die   Wälmewirtschaft   der   Trocknung   gemäss der Erfindung kann noch dadurch wesentlich verbessert werden, dass der Ofen für die Erzeugung der Heizgase von einem doppelwandigen   Mante ! um-   geben wird, der von den Abgasen des Trockners vor ihrer Wiedereinführung in den Trockenschacht   durchströmt   wird. Die sonst auftretenden Abstrahlungsverluste des Ofens werden auf diese Weise für die Trocknung nutzbar gemacht. 



   Weitere Einzelheiten der Erfindung bestehen darin, dass die Trockengase vor ihrem Eintritt in jede weitere Stufe einer   Entstaubung   unterzogen werden und dass der Zutritt der heissen   Verbrennungs-   gase in die vor jeder Trockenstufe angeordneten   Gassammelr ume   zwecks guter   Durchmischung   von Troekenmittel und   Verbrennungsgasen   in diesen Räumen durch enge Öffnungen oder Düsen erfolgt. 



  Ein Schachttrockner zur   Ausführung   des Verfahrens gemäss der Erfindung ist in den Fig. 1 bis 4 der Zeichnung beispielsweise dargestellt. 



   Die Fig. 1 und 2 zeigen im lotrechten und wagreehten Schnitt als Beispiel einen zweistufigen 
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 weiden ihm heisse   Veibrennungsgase aus   der Feuerung zugemischt. Diese Wiederaufheizung kann in der Weise geschehen, dass man die heissen Verbrennungsgase durch mehrere enge Öffnungen oder   Düsen-T/   des   Zuführungsrohres   18 in den Gassammelraum mit hoher Geschwindigkeit übertreten lässt. Hiedurch wird eine kräftige Durchwirbelung der im Raum 16 befindlichen Gase erreicht. Die aufgeheizten Gase   durchströmen   nun die Brennstoffschichten der zweiten Trockenstufe 19 und treten bei 20 aus dem Trockenschaeht wieder aus, um zum Teil nach Mischung mit neuen heissen   Veibrennungsgasen durch   die Leitung 13 neuerdings in den Trockner eingeführt zu werden. 



   Dieser Trockner kann mit den geringen Abänderungen, die aus den Fig. 3 und 4 in lotrechten Schnitten ersichtlich sind, mit demselben Erfolg auch für die Gegenstromtrocknung verwendet werden. 



  Hier wird der Kreislauf des Trockenmittels durch das Gebläse 21 bewirkt. Das kreisende   Tiockenmittel   tritt bei 22 in den Sehachttrockner   23   ein und   durchströmt     zunächst   die Brennstoffschichten der zweiten Trockenstufe 24. Dann sammelt es sich in dem Raum   25,   wo es durch Zusatz neuer heisser Gase, die aus dem Verbrennungsraum   26   des Ofens 27 durch den Kanal 28 zugeführt werden, wieder aufgeheizt wird. 



  Die aufgeheizten Trockengase, die-aus dem Raume 25 in die erste Trockenstufe 29 treten, können heisser sein als die in   der zweiten Trookenstufe   verwendeten, da sie in der ersten Stufe das nasse, frisch aufgegebene Gut durchströmen. Bei   3D   tritt das Trockenmittel wieder aus dem Trockner und wird vom Gebläse 21 in den Mantelraum 31 des Verbrennungsofens gedrückt, von wo es durch den Kanal 22 wieder in den   Trockenraum gelangt.   In dem Mantelraum wird es   durch Wärmeübertragung durch   die Wände des Verbrennungsofens wieder aufgeheizt. Der Mantelraum des Ofens erfüllt so einen doppelten Zweck, denn er dient als Wärmeschutz für den Verbrennungsofen und zur Erhitzung des Trockenmittels, das aus dem Mantelraum wieder in die zweite Trockenstufe geführt wird und den Kreislauf von neuem beginnt.

   Es kann aber auch nur ein Teil des Trockenmittels durch den Mantelraum aufgeheizt werden, welcher Teil mit der Hauptmenge hierauf wieder vereinigt wird. Ist die   Aufheizung   des Trockengases im Mantelraum M ungenügend, so kann durch die einstellbare   Öffnung 32 in   der   Ofenwand 33 dtm Trocken-   mittel noch heisses Verbrennungsgas   beigemiseht   werden. Der Rest der Verbrennungsgase gelangt zur Aufheizung des aus der zweiten Troekenstufe abströmenden Trockenmittels in den Gassammelraum 25. Die Beimischung der Verbrennungsgase zum Trockenmittel kann in derselben Weise wie bei der vorher beschriebenen Gleichstromtrocknung erfolgen.

   Durch Anbringen von zusätzlichen Öffnungen auf der Oberseite des Rohres 28 kann auch eine   stärkere   Erhitzung des im Scheitel des Gassammelraumes 25   übertretenden Trocknungsgases erreicht   werden. Das hat den Vorteil, dass das Gas in der Mitte des Trockners, wo das nasse Gut dem Gase entgegentritt und am schnellsten niedergeht, stärker erhitzt wird, wodurch sich eine intensivere Trocknung und eine höhere Leistung des Trockners erzielen lässt. Wenn sich der Trockner in dauerndem Betrieb befindet, besteht das Trockenmittel aus dem durch die Tiocknung erzeugten Wasserdampf und den Gasen des Verbrennungsofens.

   Der   Überschuss   an Trocken- 

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 mittel, der dem verdampften Wasser und den   zugefülnten Verbrennungsgasen entspticht,   kann aus dem Kreislauf an beliebiger Stel, z. B. durch das Rohr 34 abgefühlt werden. Der hohe   Wassei dampfgehalt   des Trockenmittels ist für die   Tiocknung   besonders günstig, da thermische Zersetzungen des Trocken- 
 EMI3.1 
 mehrung der   Tloekenstufen   wird die Gesamtleistung des Troekenschachtes erhöht. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Trocknen von Brennstoffen, bei welchem die im Kreislauf mehrmals durch das 
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 stufe erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgase des Tiockners vor ihrem neuerlichen Eintritt in das zu trocknende Gut durch dm Mantelraum des die Verbrennungsgase zur Aufheizung des kreisenden Trockenmittels liefernden Ofens geführt weiden, woduich die von den Ofenwänden ausstrahlende Wärme für die Trocknung nutzbar gemacht wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tlockmmittel vor seinem Eintritt in jede weitere Stufe einer Entstaubung unterworfen wiid.
    4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Schachttrockner vom Trockengut eingehüllte Gassammelräume vorgesehen sind, durch welche EMI3.3 Gassammelräume erfolgt, so dass eine kräftige Durchwirbelung und Durchmischung von Trockenmittel und Verbrennungsgas in den Sammelräumen erzielt wild.
    6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der die Verbrennungsgase zur Aufheizung des kreisenden Trockenmittels litfelllde Ofen von einem Mantel umschlossen ist und der hiedurch gebildete Mantelraum einerseits mit dem Abzug der Abgase des Tlockners, anderseits mit dem Trockenraum selbst in Verbindung steht.
AT108448D 1923-06-23 1924-04-11 Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Brennstoffen. AT108448B (de)

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