AT108410B - Verfahren zur Herstellung hornartiger Massen aus gehärteten Eiweißstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hornartiger Massen aus gehärteten Eiweißstoffen.

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  Verfahren zur Herstellung hornartiger Massen aus gehärteten   Eiweissstoffe.   



   Eiweissstoffe, z. B. Kasein, Blut-und Proteinstoffe, werden, wie allgemein   üblich   und bekannt, dadurch in hornartige Produkte übergeführt, dass man die angefeuchtete, plastifizierte und geformte Masse der Einwirkung von wässerigen Formaldehydlösungen aussetzt. Dieses in der Industrie als Härtungsprozess bezeichnete Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass schon bei Formstücken von geringerer Dicke, z. B. von   2 cm,   eine Einwirkungszeit von Monaten notwendig ist. Es ist daher, wie aus der Literatur bekannt, vorgeschlagen worden, die Härtung der pulverförmigen Eiweissstoffe vor der Plastifizierung und Formung mit Formaldehyd vorzunehmen oder bei der Plastifizierung Härtemittel, wie z. B. Formaldehyd, Tannin u. dgl., zuzusetzen. Diesen Vorschlägen war der praktische Erfolg versagt.

   Im voraus gehärtete Eiweissstoffe lassen sich nicht mehr genügend plastifizieren, um daraus brauchbare hornartige Produkte herzustellen. Die als Zusatz zu der Masse vorgeschlagenen Härtungsmittel, wie Formaldehyd, Paraformaldehyd, wirken entweder während des Plastifizierungsprozesses zu schnell auf die Eiweissstoffe ein und behindern dadurch die Plastifizierung oder sie härten wie Hexamethylentetramin nicht genügend. 



   Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, den Eiweissstoffen, besonders dem Kasein vor oder während der Plastifizierung ein   Härtemittel,   zuzusetzen, das zeitlich erst dann seine Hauptwirkung entfaltet, wenn die Plastifizierung und Formung beendet ist, die letzteren also nicht behindert. Es wurde gefunden, dass aus Paraformaldehyd, welcher an sich auf Eiweissstoffe sehr ähnlich wie Formaldehyd einwirkt, durch Behandlung mit Säuren, z. B. Schwefelsäure oder Ameisensäure, ein derartiges Härtemittel hergestellt werden kann. Der Paraformaldehyd wird durch die Behandlung mit Säure gewissermassen vor der vorzeitigen Zersetzung und Formaldehydabgabe an die Eiweissstoffe geschützt, so dass er seine härtende Wirkung erst dann ausübt, wenn die Plastifizierung und Formung der Eiweissstoffe beendet ist.

   Seine   Einwirkung   wird durch die übliche Trocknung der geformten plastischen Masse gefördert und zu Ende geführt. 



   Das Verfahren bedeutet einen grossen technischen Fortschritt, weil es die Fabrikationsdauer von hornartigen Produkten aus   Eiweissstoffen ausserordentlich verkürzt.   Das erhaltene Material lässt sich in gleicher Weise wie die im Handel befindlichen Kunsthornprodukte bearbeiten. 



   Beispiel 1 :   200 g Paraformaldehyd werden in 300 g einer 35-40 gewichtsprozentigen Schwefel-   säure durch Erwärmen auf   950 gelöst   und durch langsames Abkühlen wieder ausgeschieden. Das ausgeschieden Produkt wird mit möglichst kaltem Wasser säurefrei gewaschen und in möglichst feinverteilter wässeriger Emulsion mit 10 kg wenig angefeuchtetem Kasein gemischt. Die Masse wird alsdann in der in der Kunsthornindustrie üblichen Weise z. B. mit Walzen plastifiziert und unter hohem Druck gepresst. 



  Das so erhaltene Produkt wird getrocknet. 



   Beispiel 2 :   10 leg angefeuchtetes   Kasein werden mit 150 g feingemahlenem Paraformaldehyd, der in   400 < jf einer 30% igen Ameisensäure aufgeschwemmt   ist, vermischt, durch Walzen plastifiziert und gepresst. Das Produkt wird alsdann getrocknet. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung hornartiger Massen aus gehärteten Eiweissstoffen, dadurch gekenn- EMI1.1 behandelter Paraformaldehyd, zugesetzt wird, dessen auf der Abspaltung von Formaldehyd beruhende Wirkung auf die Eiweissmasse so verlangsamt wird, dass vor Härtung der Masse die Plastifizierung, Pressung und Formgebung beendet ist. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT108410D 1925-02-21 1926-02-08 Verfahren zur Herstellung hornartiger Massen aus gehärteten Eiweißstoffen. AT108410B (de)

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