AT108275B - Verfahren zum Trockenlegen feuchter Mauern. - Google Patents

Verfahren zum Trockenlegen feuchter Mauern.

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AT108275B
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  Verfahren zum Trockenlegen feuchter Mauern. 
Durch Versuche wurde festgestellt, dass dauernd nasse Mauern   zerfliessliche   Salze enthalten, von denen regelmässig der salpetersaure Kalk die Hauptmasse bildet. Daneben ist eine beträchtliche Menge 
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 diesen ist salpetersaurer Kalk an der Luft immer eine   Flüssigkeit, während salpetersaure Magnesia   mehr oder weniger feucht wird, Chlornatrium aber ziemlich trocken bleibt. Wenn man die beiden ersten Salze zerstört, so muss die feuchte Mauer trocken bleiben. Dies gelingt durch zwei in der Praxis mögliche und genügend billige Mittel, nämlich Kaliumsulfat und Bariumkarbonat. Beide setzen sieh mit salpetersaurem Kalk sehr rasch um zu salpetersaurem Kali und schwefelsaurem Kalk bzw. kohlensaurem Kalk und salpetersaurem Baryt ; in gleicher Weise auch mit der salpetersauren Magnesia.

   Andere Salze sind entweder weniger geeignet oder kommen zu teuer. Die verwendeten wie die entstandenen Salze sind auch in feuchter 
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 nicht   zetiliesslith   sind. 



   Die Menge der Salze, welche in einer Mauer enthalten sind, ist   überraschend gross.   So wurde z. B. der Stickstoffgehalt, der als Salpeter vorhanden ist, in der Menge von 0'1% bis 2% gefunden, u. zw. ist er gerade an der Aussenseite der Mauer gegen die obere Grenze der feuchten Stellen am grössten. Es gelingt also an diesen Stellen nicht, durch blosses einmaliges   Überstreichen   mit einer gesättigten Kaliumsulfatlösung die Mauer trocken zu   bekommen.   Man ist vielmehr genötigt, entweder öfter zu überstreichen 
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 oder kohlensauren Baryt zuzusetzen. Beide zusammen schliessen sich ja aus, weil das zerfliessliehe kohlensaure Kali entsteht. Durch das Abschlagen des Putzes kommt überdies eine grössere Menge der Salze in Wegfall.

   Dann wird wie gewöhnlich verputzt und auch dem Feillputz nach Bedarf noch eines der genannten Chemikalien zugesetzt. 



   Anstatt die wirksamen Salze in den Mörtel hineinzumischen, ist es für die Festigkeit des Mörtels vorteilhafter, aus dem verwendeten Salz, feinem Sand und Sägespänen od. dgl. einen lockeren Mörtel herzustellen, diesen in die ausgekratzten Fugen einzuschmieren, wobei man jene in der Höhe der Erd- 
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 besonders bei wertvollem Putz, anstatt ihn abzuschlagen, tiefe Löcher in die Mauern stossen und mit der Salzmasse oder dem lockeren Salzmörtel füllen. 



   Zur Ersparnis von Chemikalien kann man auch zunächst durch eine dicke Schichte Tonbrei, Kieselgur u. dgl. einen Teil der Salze im Laufe einiger Wochen entziehen und dann erst den Putz mit Chemikalien aufbringen. Bei neuen Gebäuden kann man vorsichtshalber schon dem Putz oberhalb der wagrechten Isolierschicht eines der Salze zusetzen. Bei Benutzung von Kaliumsulfat kann der Kalkbrei des Mörtels ganz wegbleiben, da dieses Salz allein genügend fest bindet. 



   Um den dumpfen Geruch feuchter Mauern zu verhindern, kann man auch pilzfeindliehe Mittel zusetzen, wie Kupfervitriol oder   Kaliumbichromat.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Trockenlegen feuchter Mauern, die Salze enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass die feuchtmachenden Nitrate von Kalk und Magnesia durch doppelte chemische Umsetzung mit einem   schwerlöslichen   Kalisalz, z. B. dem Sulfat oder mit einem schwerlöslichen Bariumsalz, z. B. dem Karbonat (Witherit), in trockene Salze umgewandelt werden, indem eines der genannten Salze dem Verputzmörtel selbst zugesetzt oder in die Fugen und Löcher der Mauern gebracht wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Putzmörtel eine genügende Menge pulverförmiges schwefelsaures Kalium oder Bariumkarbonat (gemahlenen Witherit) zusetzt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zunächst den alten Putz abschlägt, die Fugen auskratzt, aus einem der Salze, Sand und Sägespänen od. dgl. zur Auflockerung einen Mörtel herstellt und diesen in die Fugen einschmiert, worauf wie gewöhnlich verputzt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zunächst tiefe Löcher in die Mauer schlägt und in diese eines der Salze, am besten gemischt mit Sand und etwas Sägespänen od. dgl., zur Auflockerung und angefeuchtet einbringt.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man schon beim Hausbau dem Mörtel zwischen den Steinen und dem Putz gleich Kaliumsulfat oder kohlensauren Baryt zusetzt.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man vor Anwendung der Chemikalien durch Ton, Kieselgur u. dgl. poröse Massen den Mauern einen Teil der feuchten Salze entzieht. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT108275D 1924-09-09 1925-06-15 Verfahren zum Trockenlegen feuchter Mauern. AT108275B (de)

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