AT107597B - Verfahren zur Behandlung von Zuckerrohrmelassen zum Zwecke der Wiedergewinnung des darin enthaltenen Zuckers. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Zuckerrohrmelassen zum Zwecke der Wiedergewinnung des darin enthaltenen Zuckers.

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AT107597B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Behandlung von Zuckerrohrmelassen zum Zwecke der Wiedergewinnung des darin enthaltenen Zuckers. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Zuckerrohrmelassen zum Zwecke der
Wiedergewinnung des Zuckers. 



   Bisher hat man vorgeschlagen, die reduzierenden Zuekerarten (Glukose und Lävulose) und die
Gummistoffe, welche in den Melassen enthalten sind, zu zerstören und niederzuschlagen, indem man dieselben mit geringen Mengen Kalzium-, Baryum-oder Strontiumhydroxyd versetzt, bevor man das von diesen Unreinigkeiten befreite Filtrat in bekannter Weise mit Baryum-, Kalzium-oder Strontium- hydroxyd behandelt, um ein Saccharat zu erhalten, welches dann zwecks Wiedergewinnung der   Saecharose   mit Kohlensäure behandelt wird. Diese Verfahren beruhen auf der Tatsache, dass die reduzierenden
Zuckerarten und andere organische Unreinigkeiten für Baryum-, Kalzium-und Strontiumhydroxyd eine grössere Affinität haben als die Saccharose. 



   Die Erfindung besteht darin, dass man die in den   Zuckerrohrmelassen   enthaltenen Unreinigkeiten, insbesondere die reduzierenden Zuckerarten (Glukose und Lävulose) und Gummistoffe durch Baryum-
Metasilikat   (Si02.   BaO) oder das Zwischensilikat   (2Si02.   3BaO) zwischen dem Baryum-Metasilikat und dem Baryum-Orthosilikat   (Si02.   2BaO) niederschlägt und zerstört, bevor die   Saceharose   auf bekannte
Art und Weise niedergeschlagen wird. 



   Die Verwendung   des Baryum-Metasilikates (Si02. BaO)   oder des   Zwischensilikates   (2   Si02.   3 BaO) gewährt den Vorteil, dass diese Körper nicht auf die Saccharose einwirken, während sie die Glukose und
Lavulose, die Gummistoffe und anderen organischen Stoffe, welche in den Melassen des Zuckerrohres enthalten sind, zerstören und niederschlagen. Dasselbe gilt für die organischen Unreinigkeiten, welche in den Melassen und   Zuckersäften   enthalten sind. 



   Demgegenüber weisen Kalzium-, Baryum und Strontiumhydroxyd. die man bisher zu demselben
Zwecke verwendete, die   Unzuträglichkeiten   auf, dass sie auch auf die Saccharose einwirken, so dass man die Menge Kalzium-, Baryum-und Strontiumhydroxyd, die man der Melasse oder dem Zuckersaft hinzu- fügt, genau dosieren muss, da andernfalls ein Teil der Saccharose ebenfalls in Gestalt von Saecharat bei dieser vorläufigen Reinigung niedergeschlagen wird und für die Wiedergewinnung des Zuckers verloren ist. 



   Trotz aller Vorsieht hat man stets einen Verlust an   Saeeharose   feststellen müssen, wenn man
Baryum-,   Kalzium-und Strontiumhydroxyd   für die vorläufige Abscheidung verwendete. 



   Bei Verwendung von Baryum-Metasilikat (BaO.   Si02)   oder des Zwischensilikates   2Si02. 3BaO   zwischen dem Baryum-Metasilikat (BaO. Si02) und dem Baryum-Orthosilikat (2BaO. SiO2) ist man zu irgend welcher Vorsieht nicht gezwungen ; selbst ein Überschuss an diesen Körpern wurde keine Ein- wirkung auf die Saccharose ausüben. Lediglieh die Unreinigkeiten werden niedergeschlagen oder zerstört und die Saccharose kann filtriert und von Glukose und Lävulose, Gummistoffen und anderen organischen
Stoffen vollständig befreit aufgefangen werden. 



   Man konnte für diese Zerstörung und Niederschlagung der in den Melassen und   Zuckersäften   enthaltenen Unreinigkeiten auch ein basischeres Baryumsilikat verwenden, z. B. das Baryum-Ortho- silikat   (Si02.   2BaO), welches in derselben Weise auf die reduzierenden Zuckerarten und die organischen
Unreinigkeiten einwirken würde ; man würde aber in diesem Falle auf die mit Baryum-, Kalzium-und
Strontiumhydroxyd verbundenen Unzukömmlichkeiten stossen, nämlich, dass die Saccharose, sobald die 

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 reduzierenden   Zuckerarten,     Gummistoffe und   anderen Unreinigkieten durch die betreffenden Stoffe zerstört und niedergeschlagen sind, ebenfalls ihrerseits niedergeschlagen und verloren sein wurde.

   Diese Tatsache ergibt sich aus der Barytmenge, welche in diesen basischeren Barytsilikaten enthalten sind, während man keinerlei Erscheinung dieser Art bei Verwendung von Baryum-Metasilikat und des Zwischensilikates zwischen dem Baryum-Metasilikat und dem Baryum-Orthosilikat festgestellt hat. 



   Die Silikate können beispielsweise in folgender Weise hergestellt werden : a) indem man im Ofen eine Mischung von Kieselerde und Baryumkarbonat in geeigneten   Verhältnis-   mengen kalziniert : 
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   b)   indem man mit heissem Wasser das Baryum-Orthosilikat oder ein basischeres   Baryumsihkat,   wie solches in den franz. Patentschriften Nr. 483044 und 529796 (österr.   Patent Nr. 94982) angegeben   ist, zersetzt. 
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   Man konnte auch dieses Baryum-Metasilikat oder das Zwischensilikat auf irgend eine andere Weise herstellen. Es ist jedoch vorteilhaft, das Produkt der Zersetzung des Baryum-Orthosilikates oder eines basischeren Silikates gemäss den Gleichungen 3,   4,   5 und 6 zu verwenden, in dem Falle, wo das 
 EMI2.3 
 dem Silikat kombinierten Zustande auf 1 Molekül reduzierender   Zuckerarten   (Glukose und Lävulose) in der   Rohrzuckermelasse   kommt. Man erhitzt dann auf   850 C   und lässt während etwa vier Stunden in berührung. Dann filtriert man, um die Unreinigkeiten abzuscheiden.

   Das Filtrat, welches die Saccharose enthält, wird in bekannter Weise zuerst mittels einer Lösung kaustischen Baryts behandelt, um ein Baryumsaccharat zu erhalten, welches beim Filtrieren durch die Kohlensäure in Saccharose und   Baryum-   karbonat zersetzt wird. 



   Die in dem Niederschlag enthaltenen Unreinigkeiten welche von gallertartiger Kieselerde, nicht angegriffenen Baryumsilikaten und organischen Baryumverbindungen gebildet werden, können in den Ofen zurückgeschickt werden, nachdem man ihnen   BaCOs   in hinreichender Menge hinzugefügt hat, um das Barytsilikat, von welchem man ausgegangen ist, zu regenerieren. 



   Vorteilhaft wird man auf diese Weise das Baryum-Orthosilikat   (SBaO. SiO)   oder ein basischeres Silikat regenerieren. Dieses wird von neuem durch Wasser zersetzt, gemäss den obigen Gleichungen 3,4, 5 oder 6 ; das Baryumhydroxyd, welches auf diese Weise erzeugt worden ist. wird zur Herstellung der Saccharate verwendet, während das unlösliche Produkt, welches von dem Baryum-Metasilikat gebildet wird, im Falle der Gleichungen 3 und 5 oder von einem Zwisehensilikat im Falle der Gleichungen 4 und 6, für eine neue Operation zum Reinigen der Zuckersäfte dienen wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Behandlung von Zuckerrohrmelassen zum Zwecke der Wiedergewinnung des darin enthaltenen Zuckers, dadurch gekennzeichnet, dass man die in diesen Melassen enthaltenen Unreinigkeiten, insbesondere die reduzierenden Zuckerarten (Glykose und Lavulose) und. die Gummistoffe durch Baryum- EMI2.4
AT107597D 1925-10-12 1926-04-07 Verfahren zur Behandlung von Zuckerrohrmelassen zum Zwecke der Wiedergewinnung des darin enthaltenen Zuckers. AT107597B (de)

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