AT106829B - Verfahren zur Herstellung von Metallhydroxyden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallhydroxyden.

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Josef Haeusler
Bernhard Kohnstein
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Josef Haeusler
Bernhard Kohnstein
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  Verfahren zur   Eersteilung von Metallhydroxyden.   



     Chromhydl oxyd,   das grosse Anwendungin der Gerberei undals Beizein der Färbereifindet, wird bisher so dargestellt, dass eine   Salz-oder Schwefelsäure   enthaltende Lösung von Chromsäure mit alkalischer   Zuckerlösung   behandelt wird. Trotzdem es unbedingt erforderlich ist, das Chromhydroxyd in kolloidalem
Zustande zu gewinnen, gelingt dies bei dem alten Verfahren nur unter gewissen, schwer einzuhaltenden
Bedingungen und in praktisch nicht in Betracht kommenden Mengen. Ausserdem wird durch die bei diesem Verfahren sich ergebende starke   Kohlensäureentwicklung   ein lästiges   Überschäumen   der Flüssigkeit verursacht. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Herstellung von kolloidalem Chromhydroxyd in überaus einfacher Weise durchgeführt werden kann, wenn eine saure Chromsäurelösung und eine alkalische Zuckerlösung zu je einem oder mehreren in vorbestimmter, gerader, fortschreitender, annähernd horizontaler oder   schräger   Richtung ziehenden Nebelschwaden zerstäubt und diese Schwaden in regelbarer Weise in einer Zerstäubungskammer so zusammentreffen gelassen werden, dass die Menge und Konzentration der einzelnen zusammentreffenden Teilchen den jeweiligen kolloidchemischen Reaktionsbedingungen entsprechen. 



   Es ist zwar bekannt, bei chemischen Reaktionen die Reaktionskomponenten in zerstäubtem Zustande aufeinander einwirken zu lassen (s. z. B.   D.   R. P. Nr.   269553).   



   Wie aus der Zeichnung Fig.   l   dieser Patentschrift ersichtlich, werden aber die beiden zu zerstäubenden Flüssigkeiten von oben nach unten in vertikaler Richtung geführt. Durch die hiedurch bedingte sehr kurze Einwirkungsdauer ist aber den zerstäubten Substanzen gar nicht die   Möglichkeit   gelassen, sich in der   Zerstäubungskammer- entsprechend   auszubreiten und zu verteilen und dadurch jenen allerfeinsten Zustand zu erreichen, der für die Erzielung des Einwirkungsproduktes in kolloidaler Form nötig ist. Tatsächlich ist auch in der zitierten deutschen Patentschrift mit keinem Worte davon die Rede, dass die Fällungsprodukte in kolloidaler Form erhalten werden, was bei der dort angegebenen Apparatur auch unmöglich wäre. 



   Bei dem Verfahren gemäss vorliegender Anmeldung ist es aber wesentlich, dass die Gewinnung des Chromhydroxydes in kolloidaler Form erfolgt und dessen besonders vorteilhafte Anwendung in der Gerberei, Färberei usw. ermöglicht. 



   Diese   Überführung   in kolloidale Form kann aber nur erreicht werden, wenn die Zerstäubung in gerader, fortschreitender Richtung, d. h. also annähernd horizontaler Richtung, erfolgt, da nur dann die Nebelschwaden die Möglichkeit haben, sich genügend auszubreiten und fein zu verteilen und erst in dieser feinen Verteilung aufeinander einzuwirken. 



   Zufolge des Zusammentreffens der einzelnen Komponenten in feinster Nebelform und zufolge der genau geregelten Menge und Konzentration der aufeinander einwirkenden Komponenten geht die Reaktion unter Bildung eines vollkommen kolloidalen Produktes vor sich, ohne dass die entwickelte Kohlensäure irgendwie schädlich einwirken könnte. Durch die Einhaltung der vorbestimmten, geraden, fortschreitenden Richtung der einzelnen Schwaden undihrer geregelten Konzentration wird jede ungünstige Beeinflussung des gebildeten kolloidalen Chromhydroxydes vermieden, da nach dem Zusammentreffen der Schwaden kein wesentlicher Überschuss einer Reaktionskomponente vorhanden ist und das Produkt selbst in kürzester Zeit aus der Reaktionszone entfernt wird. Aus den vereinigten Sehwaden wird das gebildete kolloidale Chromhydroxyd in an sich bekannter Weise abgeschieden und abgeführt.

   Das auf diese Weise hergestellte Chromhydroxyd besitzt daher einen vollkommen kolloidalen Charakter bei technisch einfachster und wirtschaftlichster Herstellungsweise. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Metallhydroxyden durch Umsetzung zerstäubter Metallsalzlösungen EMI1.1 Chromhydroxyd eine saure Chromsäurelösung und eine alkalische Zuckerlösung so zerstäubt wird, dass sie je einen oder mehrere in vorbestimmter, gerader, fortschreitender, annähernd in horizontaler oder schräger Richtung ziehenden Nebelschwaden bilden und dann in regelbarer Weise in der Zerstäubungskammer so zusammentreffen, dass die Menge und Konzentration der Komponenten den jeweiligen Reaktionbedingungen angepasst sind. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT106829D 1921-01-28 1921-01-28 Verfahren zur Herstellung von Metallhydroxyden. AT106829B (de)

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