DE736735C - Verfahren zur Umlagerung von Oximen ringfoermiger Ketone - Google Patents
Verfahren zur Umlagerung von Oximen ringfoermiger KetoneInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D201/00—Preparation, separation, purification or stabilisation of unsubstituted lactams
- C07D201/02—Preparation of lactams
- C07D201/04—Preparation of lactams from or via oximes by Beckmann rearrangement
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Description
- Verfahren zur Umlagerung von Oximen ringförmiger Ketone Die Beckmannsche Umlagerung der Ketoxime zu S.äureamiden mit sauren Mitteln, insbesondere mit Schwefelsäure, wird im allgemeinen durch Auflösung des Oxims in dem sauren Mittel und Erwärmen bewirkt. Da in vielen Fällen die Umlagerung unter starker Wärmeentwicklung verläuft, stehen ihr, insbesondere bei Verarbeitung größerer Mengen, beträchtliche Schwierigkeiten entgegen. Bei manchen Oximen, z. B. dem Cy clohexanonoxim, muß man schon bei der Herstellung der schwefelsauren Lösung besonders vorsichtig verfahren, um Störungen zu vermeiden.
- Es wurde nun gefunden, daß man Oxime ringförmiger Ketone in einfacher und gefahrloser Weise nach der Beckmannschen Umlagerung in Säureamide überführen kann, wenn man das Ketoxim für sich auf die Umlagerungstemperatur erwärmt, gewünschtenfalls auch das saure, die Umlagerung bewirkende Mittel erwärmt und dann die beiden Stoffe gründlich in der Weise mischt, daß jeweils nur geringe Mengen des Oxims und des sauren Mittels frisch miteinander in Berührung kommen. Zweckmäßig verwendet man dabei Zerstäuberdüsen, mit deren Hilfe die beiden Stoffe vernebelt oder zerstäubt und vermischt werden.
- Die Temperatur ist je nach den angewandten Stoffen verschieden und im wesentlichen von der bei der Umlagerung frei werdenden Wärme abhängig. Ist diese Wärme sehr groß, so erreicht man schon bei niedrigerer Anfangstemperatur vollständige Umlagerung als bei weniger stark wärmeliefernd verlaufenden Umlagerungen. Beispielsweise arbeitet man zwischen 9o und 25o°, vorteilhaft zwischen 120 und t8o°. In manchen Fällen ist es notwendig, die Lösung zur Vervollständigung der Umsetzung nachzuerlii tzen.
- Unerwünschte Temperatursteigerung- kann man verhindern, indem man der Säure oder dem Ketoxim oder beiden Wasser zusetzt, das beim Zerstäuben sofort verdampft und Wärtne abführt.
- Man kann nach dem neuen Verfahren -r. B. Oxime des Cyclopentanons, Cyclohexanons, Methylcyclohexanons oder i- und 2-Otodekahydronaphthalins umlagern.
- Die Erfindung wird im folgenden an Hand einiger zahlenmäßiger Beispiele näher erläutert. Sie ist jedoch nicht auf diese Beispiele beschränkt; vielmehr ist Gegenstand des Verfahrens die Erfindung, wie sie im zweiten Absatz der Beschreibung und in den Patentansprüchen offenbart ist. Die in den Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Beispiel i i Teil Cyclohexanonoxim und 2,5 "feile 86t!üige Sch«vefelsäure werden getrennt auf i 2o- erhitzt. Die heißen Stoffe werden einer Doppeldüse zugeführt und mit einem auf i 5o-.geheizten Luftstrom in einem auf i 5o' geheizten Raum vernebelt. Nach dem Kühlen und Abscheiden des Nebels an Prallflächen wird die zähflüssige.Lösung mit Natronlauge oder Soda neutralisiert und dann mit Chloroform ausgezogen; die Chloroformlösung wird mit Natriumsulfat getrocknet, das Chloroform verdampft und der Rückstand destilliert. Man erhält das Lactam der F-Aminocapronsäure in einer Ausbeute von goo@,'o der berechneten. Beispiel 2 i i,3 Teile Cyclohexanonoxim und 28 Teile Soo öige Schwefelsäure werden voneinander getrennt auf 15o"' erhitzt, unter einem Druck von 3 bis 4. at Überdruck in einer Düse gemischt und in einem auf i 5o' geheizten Raum zerstäubt. Die entstehende Verbindung wird dann auf die in Beispiel i beschriebene Weise gewonnen.
- Das Umsetzungsgemisch kann durch Neutralisieren mit Kalkmilch, Abfiltrieren des gebildeten Calciumsulfats. Eindampfen des Filtrats und Destillieren des Lactams aufgearbeitet werden.
- Beispiel 3 Cfclopentanonoxim und 8o4-!'oige Schwefel-..säure: die auf 135 erhitzt sind, werden im Verhältnis i : 1,2 unter Druck gemischt und in einem auf 16o' geheizten Raum rerstitibt. Aus der erhaltenen Lösung wird das entstandene Lactam der Aminovaleriai:sätire in sehr guter Ausbeute durch -Neutralisieren mit Natronlauge und Extrahieren mit Chloroform gewonnen. Beispiel i2o Teile des Oxims des cis-ji-Otodekahydronaphthalins und i2o Teile S5'!'"ige Schwefelsäure «erden bei 115- gemischt und in einem 140- heißen Raum zerstäubt. Die entstandene Verbindung wird dann in 5ooTeile Metbanol gegossen und durch Einleiten von gasförmigem Ammoniak neutralisiert. lach dein Abfiltrieren des ausgeschiedenen Ammonsulfats wird die Lösung eingedampft und der Rückstand destilliert. Man erhält i i o Teile eines Erzeugnisses, das bei 89 bis 92- schmilzt und bei 154 bis 155- siedet. Es besteht aus einem Gemisch der Lactame der i Aminomethylcyclohexyl - 2 - pi-opionsätire und der i-/3-Aininoätlivlcyclohexvl-2-essigsäure.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Umlagerung von Oximen ringförmiger Ketone zu Säureamiden mit sauren Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man das Ketoxim für sich auf die Umlagerungstemperatur erwärmt. gewünschtenfalls auch das saure. die Umlagerung bewirkende Mittel erwärmt und dann die beiden Stoffe so mischt, daß jeweils nur geringe Mengen des Oxims und des sauren Mittels frisch miteinander in Berührung kommen.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischen der beiden Stoffe mit Hilfe von Zerstäuberdüsen bewirkt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEI64314D DE736735C (de) | 1939-04-07 | 1939-04-07 | Verfahren zur Umlagerung von Oximen ringfoermiger Ketone |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE736735C true DE736735C (de) | 1943-06-29 |
Family
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE736735C (de) |
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1939
- 1939-04-07 DE DEI64314D patent/DE736735C/de not_active Expired
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