AT105061B - Verfahren zur Verarbeitung von paraffinhaltigem Rohpetroleum. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von paraffinhaltigem Rohpetroleum.

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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

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  Verfahren zur Verarbeitung von paraffinhaltigem Rohpetroleum. 



   Vorliegende Erfindung besteht in einem Verfahren zur Verarbeitung von paraffinhaltigem Rohpetroleum, welches besonders bestimmt ist, das Produkt zu verbessern und die Ausbeute an Schmieröl zu erhöhen sowie auch die Arbeitsdauer zu verringern, die erforderliche Apparatur zu vereinfachen und die Kosten der Raffinierung herabzusetzen. Das Verfahren besteht darin, dass von dem Rohöl Gas, Benzin und Brennöl so abdestilliert werden, dass die Schmierölkomponenten im ungekrackten Zustande im paraffinhaitigen Rückstand verbleiben, und dass darauf dieser Rückstand dem bekannten Entparaffinierungsverfahren nach Patent Nr. 94304 unterworfen wird.

   Gemäss der Erfindung verdünnt man also den nach Abdestillieren von Gas, Benzin und Brennöl verbleibenden Rückstand des zu verarbeitenden Rohöls mit Naphta, kühlt ab und zentrifugiert in einer Zentrifuge mit undurchbrochener Wandung, unter Benutzung einer   Trägerflüssigkeit   für das Paraffin, wie z. B. Salzsole, welche das Paraffin nicht löst und sich nicht mit dem Öl mischt, und deren spezifisches Gewicht grösser ist als dasjenige des Paraffins, so dass sie sich zwischen der äusseren Wandung der Zentrifuge und dem Paraffin einschiebt und das letztere darauf schwimmt. Es treten dann die wachsartigen Bestandteile des Rohöls getrennt von der paraffinfreien Ölmasse aus der Zentrifuge aus. Die Weiterverarbeitung des nun paraffinfreien Öls kann in beliebiger Weise erfolgen.

   Sie geschieht vorzugsweise so, dass die Ölmasse mit Dampf destilliert wird, wobei nacheinander das zur Verdünnung benützt Benzin, Spindelöl und das Schmierölendprodukt gewonnen werden, welches letztere als Rückstand in der Blase verbleibt. Diese Destillation wird so lange fortgesetzt, bis der Rückstand die Viskosität und den Entflammungspunkt besitzt, den man für das Endprodukt verlangt. 



   Verglichen mit dem gebräuchlichsten Verfahren der Verarbeitung von paraffinhaltigem Rohöl vermeidet das vorliegende Verfahren nicht nur die Krackdestillation der schweren   Schmieröle   und die sich daran anschliessenden Operationen des früheren Verfahrens, sondern es erhöht auch beträchtlich die Ausbeute an Schmieröl und vermeidet die verschiedenen Zusatzdestillationen des   früheren   Verfahrens und die sich daraus ergebende Verschlechterung der wertvollen Schmierprodukte infolge der hohen Temperaturen,, welche erforderlich sind, um die Schmieröle abzutreiben.

   Das neue Verfahren vermeidet ferner die bei dem früheren Verfahren erforderliche Installation zweier vollständiger und voneinander getrennter Anlagen zur Entfernung des Paraffins, nämlich einer Anlage, bestehend aus einer Filterpresse für die Trennung des   kristallinischen   Paraffins und einer zweiten, bestehend aus einer Absetzvorrichtung zur Entfernung des amorphen Wachses aus dem Zylinderstock. 



   Die beigefügte Zeichnung ist eine wesentlich schematische Veranschaulichung der charakteristischen Vorgänge bei dem neuen Verfahren, verbunden mit denjenigen des gegenwärtig überwiegend in Anwendung befindlichen Verfahrens, wobei die fortgefallenen Operationen des bekannten Verfahrens durch gestrichelte Linien angedeutet sind. 



   Wie aus der Zeichnung ersichtlich, werden sowohl nach dem alten wie auch nach dem neuen Verfahren die Rohöle (frei von Fremdstoffen) in der Blase 1 erhitzt, aus welcher Gas, Benzin und Brennöl abgetrieben werden, welche durch den Kondensator la und die Leitung 2 gehen, welche letztere mit Abzweigungen   3,   4 und 5 versehen dargestellt ist, um die getrennte Gewinnung dieser Bestandteile anzudeuten. 



   Gemäss der bisher üblichen Methode wird die Destillation fortgesetzt, so dass das leichte   Schmieröl-   destillat übergeht, welches durch die Leitungen 2,6 und 7 zu einer Presse 8 geführt wird. Darauf wird das schwere Schmieröldestillat abgetrieben, welches durch die Leitungen 2 und 9 zur Blase 10 geht, worin 

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 liefert der Reihe nach durch die Leitung   O     Spindelol,   wie durch die Zweigleitung 21 angedeutet ist, und neutrales   Schmieröl,   wie durch die Leitung 23 angedeutet ist.

   Das durch die Leitung 23 fliessende Schmieröl wird mit dem durch Schwerewirkung abgeschiedenen hellen Zylinderstock vermischt, welcher aus dem Behälter 12 durch die Feitung 24 abgezogen wird, während das abgeschiedene Wachs in dem Behälter durch die Leitung 25 angedeutet ist. 



   Gemäss dem Verfahren der Erfindung werden, nachdem das Gas, Benzin und Brennöl aus der Blase 1 durch die Leitung 2 abgezogen worden, die verbleibenden Schmierölkomponenten aus der Blase durch die Leitung 26 abgezogen und darauf mit Benzin verdünnt und abgekühlt, so dass das amorphe Paraffin ausfällt. Das abgekühlte Öl tritt aus der Leitung 26 durch den Zentrifugalseparator   28,   in welchem das Paraffin von der hellen Schmierölkomponente abgeschieden wird. Das Paraffin tritt aus dem Separator durch die Leitung 29 aus, während die helle   Schmierölkomponente   durch die Leitung 30 in die Blase 31 eintritt, aus welcher der Reihe nach das zur Verdünnung benutzte Benzin und Spindelöl durch die Leitung 32 und die als Endprodukt gewonnenen   Schmierölkomponenten   durch die Leitung 34 übergehen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Verarbeitung von paraffinhaltigem Rohpetroleum, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Rohpetroleum die leichteren Bestandteile (Gas, Benzin, Brennöl) so abdestilliert werden, dass die Schmierölkomponenten in ungekracktem Zustande zurückbleiben und dass dieser Rückstand ohne weitere Destillation, als Ganzes dem bekannten Entparaffinierungsverfahren nach Patent Nr. 94304, bestehend in der Zentrifugierung in einer Zentrifuge mit undurchlässiger Wandung in Gegenwart einer Trägerflüssigkeit nach Verdünnung und Ausfrierung des Paraffins unterworfen wird, worauf die Weiterverarbeitung der nun paraffinfreien Ölmasse in beliebiger geeigneter Weise erfolgen kann. EMI2.2
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