AT104747B - Auslaufvorrichtung für ununterbrochen betriebene senkrechte Entgasungsräume. - Google Patents

Auslaufvorrichtung für ununterbrochen betriebene senkrechte Entgasungsräume.

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AT104747B
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Woodall Duckham 1920 Ltd
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Description


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    Ál1slaufvorrichtung   für   ununterbrochen   betriebene senkrechte   Entgasungsräume.   



   Die Erfindung betrifft eine Auslaufvorrichtung für ununterbrochen betriebene senkrechte Entgasungsräume, insbesondere senkrechte Retorten, bei denen die Säule des Retorteninhaltes von einem Boden getragen wird, der entsprechend der für die Entgasung des Stoffes erforderlichen Geschwindigkeit nach unten abgesenkt werden kann. Mit der Senkung des Bodens rückt die Säule der zu entgasenden Kohle allmählich entsprechend dem Entgasungsvorgang nach unten vor, so dass der aus dem Retortenmund austretende Teil bereits aus garem Koks besteht. Bei dem Entfernen des   Kob, sel   von diesem Boden wird der auf ihm ruhende Retorteninhalt von einem Hilfsrost getragen. 



   Bisher hat man, um die Entfernung des Kokskuchens von dem nach unten absenkbaren Boden zu ermöglichen, diesen Boden umlaufen lassen. Hat der Boden während des Entgasungsvorganges bei der Senkung seine unterste Lage erreicht und ist die nicht gareKohle im Retorteninneren durch Einstossen des während des Betriebes zurückgezogenen Hilfsrostes nach unten hin abgestützt, dann wird ein Abstreicher in den den garen Koks enthaltenden Raum oberhalb des Senkbodens seitlich hereingeklappt. 



  Die nun eingeleitete Drehung des Bodens schiebt den Koks gegen diesen Abstreicher, der ihn aus dem Bodenraum   herausdrückt   und einer Fördervorrichtung zuleitet. Dieses Verfahren zur Entfernung des Kokses aus dem Bodenraum hat unvermeidbar die sehr unerwünschte und wertvermindernde starke Zerkleinerung und Zerkrümelung des entgasten Kokses zur Folge. 



   Gemäss der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch beseitigt, dass der heb-und senkbare Boden durch den Boden eines Behälters gebildet wird, der von dem Entgasungsraum trennbar ist. Das Mundstück der Retorte wird von diesem den Tragboden der Koks-und Kohlesäule bildenden Behälter umgeben. Der Vorteil dieser Anordnung gegenüber den bisher angewendeten Vorrichtungen liegt darin, dass die Verwendung eines Abstreichers und eines den garen Koks herausdrückenden, drehbaren Bodens, die stets eine Zertrümmerung des Kokses herbeiführt, vermieden ist und dass die von dem Behälter aufgenommene Koksmasse bis zu einem Stapelplatz fortgeleitet werden kann, ohne dass sie in ihrer Grob-   stückigkeit durch   Umladen von einem Tragboden auf eine   Fürdervorrichtung   verändert wird.

   Der Behälter kann ferner zweckmässig zur Herstellung des erforderlichen Verschlusses des Retortenbodens dienen ; der senkrechte Behältermantel kann z. B. doppelwandig ausgeführt und mit Wasser gefüllt sein, in das eine am Retortenmund angeordnete Tauchglocke eintaucht. 



   Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Auslaufvorrichtung dargestellt. Fig. 1 zeigt das Retortenmundstück in einer Vorderansicht ; Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Fig. 1 ; Fig. 3 und 4 zeigen senkrecht zueinander stehende   Längsschnitte   durch einen Teil der Fig. 1 in grösserem Massstabe. 



   Das   Mundstück   a, welches am unteren Ende der senkrechten Retorte angebracht ist, trägt eine Tauchglocke b, die oben geschlossen ist und in den Ringraum zwischen dem äusseren und inneren Mantel   c, cl   eines Behälters eintreten kann. Dieser Ringraum bildet eine Wassertasse. Der oben offene Behälter   c,   in den das Mundstück a eintreten kann, ist mittels am Mantel el angreifenden Ketten an zwei Windetrommeln d aufgehängt. Die Welle jeder Trommel   d   trägt am Ende eine weitere Trommel e, die zum Auf-und Abwickeln der Kette eines Gegengewichtes f dient. Am andern Ende der Trommelwelle sitzt 
 EMI1.1 
 sitzt lose ein doppelarmiger Hebel k, der mittels einer Schaltklinke   l   ein Rad   m   antreiben kann, welches lose auf der Welle i sitzt.

   Ferner ist auf der Welle   i   eine Kupplung n angeordnet, mittels welcher das Rad m mit der Welle gekuppelt werden kann. In die   Ausrückmuffe   der Kupplung greift der eine Arm eines Kniehebels o ein, an dessen anderem Arm eine Stellstange p angelenkt ist, die durch Ansehlaghebel q, ql auf-und abbewegt wird. Die Anschlaghebel ragen in die Bahn eines Anschlages r hinein, der an dem 

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 Mantel cl des Behälters c vorgesehen ist. Das Anschlagend des Hebels   e ist   am Hebel so drehbar gelagert, dass es nur nach oben ausweichen-kann, wie in Fig. 1 mit gestrichelten Linien dargestellt ist. Der Hebel Ic wird mittels einer hin-und hergehenden Stange s ständig in Schwingungen versetzt. 



   Diese Antriebsvorrichtung wirkt folgendermassen : Die Säule des zu entgasenden Gutes in der Retorte stützt sich auf dem Boden des Behälters c ab. Befindet sich der Behälter in seiner   Höchstl1Jge,   wie Fig. 1 mit vollausgezogenen Linien zeigt, so ist das Rad   m   durch die Kupplung   n   mit der Welle   i   gekuppelt, und bei jeder Schwingung des Hebels Je werden die Welle, das Rad g und die Trommeln   cl   um einen kleinen Winkel durch die Schaltklinke ! gedreht. Ein Zurückdrehen ist durch die Sperrklinke t verhindert, die an einem feststehenden Punkte angelenkt ist. Durch diese Drehbewegung wird das Gewicht/gehoben und der Behälter c gesenkt.

   Der Behälter wird dabei mit einer so grossen Geschwindigkeit abwärts bewegt, dass der zu entgasende Stoff mit der Geschwindigkeit durch die Retorte hindurchtritt, die für die gewünschte Entgasung erforderlich ist. Kommt die obere   Stirnfläche   des Behälters c ungefähr in gleiche Flucht mit der Mündung des   Mundstückes   a, so trifft der Ansehlag r auf den Hebel   e,   wodurch die Stange p gehoben wird. Demzufolge wird die Kupplung   n   ausgerückt, so dass sich die Welle i unabhängig vom Schwinghebel drehen kann. Der Koks in der Retorte wird nunmehr mittels eines Hilfsrostes gehalten, der an der Mündung des   Mundstückes   a angebracht ist und dessen Bauart und Wirkungsweise noch beschrieben wird.

   Der Behälter c wird dann weiter durch Drehung der Welle i gesenkt, indem 
 EMI2.1 
 ruht dann auf dem Wagen u. 



   Die Ketten werden nunmehr vom Behälter c abgehängt, der Wagen u wird soweit fortgefahren, dass ein leerer Behälter   tut an   seine Stelle treten kann ; die Ketten werden an dem leeren Behälter befestigt und die Welle i wird im entgegengesetzten Sinne mittels der Kette w gedreht, so dass der neue Behällter in seine Höchstlage kommt, bei der er die Mündung des Mundstückes a abschliesst. Bei dieser Aufwärtsbewegung stösst der Anschlag   r   auf den Hebel   g\   ohne diesen Hebel zu drehen, da das Hebelende nach oben ausweichen kann, dann aber trifft der   Anschlag 9-auf   den Hebel q, wodurch die Stellstange p abwärtsbewegt und die Kupplung   n   eingerückt wird. Hiedurch ist die Abwärtsbewegung des Behälters wieder selbsttätig eingeleitet.

   Der Hilfsrost an der Mündung des Mundstückes a wird nunmehr entfernt, so dass die Säule des zu entgasenden Stoffes in der Retorte auf dem Boden des Behälters aufruht. 



   Die Bauart und Wirkungsweise des Hilfsrostes (Fig. 3 und 4) ist folgende : Am   Mundstück a   ist an einer Seite eine Achse 1 angeordnet, die an ihren Enden Arme 2 trägt, welche in am Mundstück vorgesehenen Augen 3 drehbar gelagert sind. An den drehbar gelagerten Hebelenden sind Zahnsegmente 12 angebracht, die in entsprechende Zahnsegmente eingreifen, welche an den Enden von Armen 4 angebracht sind, die den Armen 2 entsprechen und an einer auf der andern Seite des Mundstücks a angeordneten Achse 5 befestigt sind. Auf den Achsen 1 und 5 sind Roststäbe 6 befestigt. Die Achse 1 ist durch die am Mundstück a geführte Zugstange 7 und durch ein Hebelwerk 8   (Fig. l)   mit einer Stange 9 verbunden, die in einem Lager 11 so gelagert ist, dass sie durch das Handrad 10 gehoben und gesenkt werden kann. 



  Bei der in Fig. 3 dargestellten Lage befinden sich die Roststäbe 6 in ihrer innersten Lage und der Rost ist geschlossen. Wird durch Drehung des Handrades 10 die Spindel 9 gesenkt, so werden die Achse 1 und damit auch die Achse 5 angehoben, was zur Folge hat, dass die Roststäbe 6 aus dem Mundstück a zurückgezogen werden. Der Hilfsrost ist dann geöffnet. 



   Zur Verhütung des Eintritts von Aussenluft in das Retorteninnere während des Behälterwechsels können Dampfdüsen im Mundstück vorgesehen sein. Aus ihnen austretende Dampfstrahlen erzeugen einen geringen Überdruck, der den Eintritt von Luft in die Retorte während der Dauer des Behälterwechsels verhütet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Auslaufvorrichtung für ununterbrochen betriebene senkrechte   Entgasungsräume,   insbesondere senkrechte Retorten mit heb-und senkbarem Boden, bei der das Gut während der Entleerung des unter die Mündung des Entgasungsraumes herabgesenkten Teiles durch einen Hilfsrost getragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der heb-und senkbare Boden durch den Boden eines Behälters (e) gebildet wird, der von dem Entgasungsraum trennbar ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das tauehgloekenartig ausgebildete Mundstück (a, b) der Retorten von dem doppelwandig ausgebildeten Mantel (c, cl) des Behälters so eingeschlossen wird, dass beide als Flüssigkeitsverschluss für das untere Retortenende zusammenwirken.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (e) senkbar mittels Gegengewichte (f) aufgehängt ist, durch die das Gewicht der Säule des Entgasungsgutes ausgeglichen wird.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen l bis 3, gekennzeichnet durch einen an dem Behälter (c, cl) vorgesehenen Anschlag (r), der mit beweglichen Anschlägen (q, ql) so zusammenwirkt, dass die Senkvorrichtung (k, m, h, g) für den Behälter bei dessen tiefster Lage selbsttätig ausgeschaltet und bei seiner EMI2.2
AT104747D 1925-01-12 1925-01-12 Auslaufvorrichtung für ununterbrochen betriebene senkrechte Entgasungsräume. AT104747B (de)

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