AT104143B - Verfahren zur Aufarbeitung von Holzdestillationsdämpfen. - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung von Holzdestillationsdämpfen.

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AT104143B
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Aufarbeitung von Holzdestillationsdämpfen. 



   Die bisher üblichen Methoden zur Aufarbeitung von   Holzdestillationsdämpfen   leiden unter dem Übelstand, dass   unverhältnismässig   grosse Mengen von Flüssigkeiten gewonnen werden, die nur wenig wertvolle Bestandteile, insbesondere Holzessig und Holzgeist enthalten und für diese nochmals aufgearbeitet werden müssen. Einen Fortschritt in dieser Beziehung bedeutet das Verfahren des D. R. P. 



  Nr. 214558, nach welchem unter Anwendung von Stückkalk als Absorptionsmittel für die Säuredämpfe eine konzentrierte Kalziumazetatlösung erhalten werden kann. Der Kalk, der in skrubberähnliche Apparate eingefüllt wird, muss von der oberflächlich gebildeten Schichte von essigsaurem Kalzium durch Berieselung mit Wasser befreit werden, um andauernd die Säuredämpfe binden zu können. Die unten abfliessende konzentrierte Lösung wird dann auf festen Graukalk eingedampft. 



   Nach vorliegendem Verfahren ist es dagegen möglich, aus entteerten Holzdestillationsdämpfen unmittelbar festen, trockenen Graukalk und hochprozentigen Holzgeist zu gewinnen. 



   Das vorliegende Verfahren besteht darin, dass die Destillationsdämpfe, aus dem Teerscheider kommend, durch ein von aussen auf   100'erhitztes   Rohr geleitet werden, durch welches in entgegengesetztem Sinn kontinuierlich fester Kalk durchbewegt wird. Der Kalk bindet alle Säuren, ohne aber dabei feucht zu werden, da die Temperatur   1000 beträgt.   



   Die abziehenden Dämpfe, hauptsächlich aus Wasser und Holzgeist bestehend, werden nun in einen Dephlegmator geführt, in welchem das Wasser kondensiert wird. Der aus Holzgeist bestehende Rest wird endlich in einem Kühler vollständig kondensiert. 



   Eine Einrichtung zur   Durchführung   des vorliegenden Verfahrens ist in den beigeschlossenen Zeichnungen veranschaulicht :
In Fig. 1 bedeutet A das Absorptionsrohr, B den Dephlegmator und C den Kühler. Fig. 2 zeigt den Querschnitt des Absorptionsrohres ; 1 deutet das Zu-, 2 das Ableitungsrohr für die Dämpfe und 3 den Stutzen für den austretenden Graukalk an. 



   Die Dämpfe, vom Teerscheider kommend, treten bei 1 in das Rohr r ein und strömen nach rechts, den ihnen entgegenbewegten Kalk zersetzend. 



   Der Kalk wird oben in den Trichter t aufgegeben und durch die Schneckenwelle s dem unteren 
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 welle sind drehbar und von aussen zu verstellen, so dass die Geschwindigkeit des   Durchganges   von Kalk derart reguliert werden kann, dass eine   vollständige   Sättigung mit Säure erfolgt. 



   Das Rohr r ist von einem Wassermantel   10   umgeben, der von der unten befindliehen Feuerung zum Sieden erhitzt wird. Die Wasserdämpfe entweichen bei e in den Rückflusskühler   k1   und strömen durch das äussere Rohr a in das obere, von einem Kühlmantel umgebene Rohr b ein, das der besseren Kühlwirkung wegen mit einer Füllung, z. B. mit Raschigringen, versehen ist. Das Kondenswasser   fliesst   durch das in a zentral gelagerte Rohr c zurück, die aufsteigenden Dämpfe vorkühlend und sich selbst erwärmend, so dass die Hauptmenge des siedenden Wassers durch das   zurückfliessende   Kondenswasser nicht abgekühlt wird. 



   Die säurefreien Dämpfe werden bei 2 vom Ventilator V abgesaugt und in den Dephlegmator B gedrückt. Dieser ist ungefähr bis zur Hälfte mit Methylalkohol gefüllt, welcher im Verlauf des Betriebes zum Sieden gebracht wird. Da hiebei weder eine Druckveränderung noch eine Überhitzung der Methyl-   alkoholdämpfe   eintritt, weil immer eine genügende Menge flüssigen Alkohols zum Verdampfen vorliegt, 

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 herrscht eine konstante Temperatur von   65 ,   dem Siedepunkt von Methylalkohol. Diese Temperatur im Dephlegmator bewirkt eine Kondensation nur der Wasserdämpfe, während die Holzgeistdämpfe ungehindert hindurchtreten, zum Kühler 0 gelangen und dort kondensiert werden. 



   Die im Dephlegmator entwickelten Dämpfe von Methylalkohol werden ähnlich wie die Dämpfe des Wasserbades durch einen Rückflusskühler        zurückgeführt.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Aufarbeitung von Holzdestillationsdämpfen unter Verwendung von Kalk in Stückform als Absorptionsmittel, gekennzeichnet dadurch, dass die entteerten Destillationsdämpfe zwecks Bindung der Essigsäure durch ein von aussen auf 1000 erhitztes Rohr geleitet werden, durch welches kontinuierlich gebrannter oder ungebrannter Kalk durchbewegt wird, worauf die abziehenden, hauptsächlich aus Wasser und Holzgeist bestehenden Dämpfe durch Dephlegmation getrennt und kondensiert werden. EMI2.1
AT104143D 1924-12-06 1924-12-06 Verfahren zur Aufarbeitung von Holzdestillationsdämpfen. AT104143B (de)

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