AT103885B - Härteprüfer mit Stahlkugel und zentrisch einlegbarem Vergleichsstück. - Google Patents

Härteprüfer mit Stahlkugel und zentrisch einlegbarem Vergleichsstück.

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AT103885B
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Theobald Arnholz
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Theobald Arnholz
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Description


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    Härteprüfer   mit Stahlkugel und zentrisch einlegbarem   Vergleichsstück.   



   Die bisher bekannten Härteprüfer, bei welchen eine gehärtete Stahlkugel in das zu prüfende Metall und in ein Vergleichsstück, dessen Härte bekannt ist, eingetrieben wird, haben einen hohlen Schaft der gleichzeitig als Handhabe dient, um das Gerät fassen zu können. Im Innern des hohlen Schaftes befindet sich ein Bolzen, welcher durch Federwirkung das in einem aufgesetzten Kugelhalter eingelegte Vergleichsstück auf die Kugel drückt. Diese Bauarten haben, da ihren Einzelteilen eine starre Verbindung während des Gebrauches fehlt, den Nachteil, dass bei dem Auftreffen eines Schlages auf den Bolzen sogenannte   Prellschläge   entstehen, welche bewirken, dass sich das Vergleichsstück durch die nachgebende Feder mit samt dem Schlagbolzen von der Kugel abhebt. Hiedurch entstehen ovale Kugeleindrileke, welche das Prüfungsergebnis beeinträchtigen.

   Je härter der zu untersuchende Werkstoff gegenüber dem Vergleichsstück ist, desto grösser tritt der Prellschlag auf und um so mehr macht sich die Fehlerquelle des Ableseergebnisses bemerkbar. Der Einbau von Druckfedern macht die Ausführung der Prüfgeräte umständlich. 



  Eine bekannte Bauart vermeidet die Anwendung einer Feder, dafür ist die Handhabung begrenzt, weil das Gerät nur in lotrechter Lage benutzbar ist. Würde es, was praktisch oft erforderlich, in eine Schräglage gebracht, oder von unten her an dem zu untersuchenden Teil angesetzt werden, kämen seine einzelnen Bestandteile, da sie unter sich ohne Verbindung sind, nicht zu der für die Prüfung erforderlichen Anlage. 



  Die beschriebenen Härteprüfer werden ausschliesslich für den Handgebrauch durch Schlag mittels Hammer in Benutzung genommen ; ihre Anwendung ist somit eine beschränkte, man kann sie nicht auch maschinell benutzen, wenn es sich um Prüfungen in grösserer Zahl hintereinander handelt. Die letztere Anwendungsart ergibt auch für den ungeübten Prüfer kreisrunde Kugeleindrücke, wohingegen beim Handgebrauch durch seitliches Auftreffen des Hammerschlages ovale Eindrücke entstehen, welche ein genaues Messen ihrer mittleren Grösse sehr erschweren. 



   Zweck der Erfindung ist es, einen Härteprüfer zu schaffen, welcher die vorstehend angeführten Nachteile behebt und sowohl für Handgebrauch durch Hammerschlag als wie auch für maschinelle Benutzung geeignet ist. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung in einer Ausführungsmöglichkeit dargestellt. Fig. 1 zeigt den Härteprüfer für Handgebrauch im Längsschnitt, Fig. 2 in Ansicht, Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie   J--B   der Fig. 1, Fig. 4 stellt den Härteprüfer für maschinellen Gebrauch in Ansicht dar, Fig. 5 eine Ausbildung des Einspannschaftes für diesen Zweck. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, hat das neue Prüfgerät keine Federn, sondern stellt im Gebrauchszustande ein starres Ganzes dar, dessen einzelne Bestandteile nicht gegeneinander beweglich sind und bei welchen unabhängig von der Gebrauchslage somit irgendwelche Einzelteile keine Lockerung oder Verschiebung erfahren können ; es hat also das Wesen eines festen   Stückes.   



   Der Schaft a trägt an seinem unteren Ende in bekannter Weise den Kugelhalter b, in welchen sich die gehärtete Stahlkugel   c   einlegen lässt. In eine Aussparung d wird das Vergleichsstück e gesteckt, welches vorteilhaft die Form eines Würfels oder eines Prismas mit mehr als sechs Seitenflächen hat. Das Vergleichsstück e kann infolge seiner geringen Abmessungen leicht durch Vergütung so behandelt werden, dass es eine durch und durch gleiche, bestimmte Härte erhält. Infolgedessen ist die Härte des Würfels e sowohl parallel wie senkrecht zur Walzrichtung des Stabes, aus welchem er hergestellt ist, eine gleiche. 



  Dieser Umstand gestattet die Verwendung eines würfelförmigen   Vergleichsstückes   e und dessen Benutzung 

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Claims (1)

  1. auf allen sechs Seiten, woraus eine um die Hälfte höhere Ausnutzung gegenüber Vergleichsstücken in Stabform folgt, da bei diesem nur die vier Längsseiten in Anspruch genommen werden können. Der Vorteil der Verwendung würfelförmiger Vergleichsstücke e liegt somit in einer wesentlichen Herabsetzung der Prüfungskosten.
    Um beim Gebrauch des Härteprüfers einen schnellen Seitenwechsel des Vergleichsstückes e oder EMI2.1 welcher sich über einen Stift oder eine Schraube g, die im Schaft a eingesetzt ist, führt.
    Damit eine innige, jede Federung der Einzelteile ausschliessende, starre Verbindung des Ganzen vor der Gebraúehnahme erzielt wird, ist der Bajonettschlitz t auf Anzug, also keilförmig ausgebildet. Hiedurch drückt beim Aufsetzen des Kugelhalters b auf den Schaft a die Stahlkugel c das Vergleichs- stück e fest gegen die Unterkante des Schaftes a. Ausserdem ist der Würfel e seitlich so in der Aussparung d des Kugelhalters b festgelegt, dass eine Seitenverschiebung vermieden wird.
    - Der Schaft ? ist im Innern mit einer Bohrung/C versehen, welche als Behälter für die Aufnahme von Reservevergleichsstücken e und Kugeln e dient.
    Der Verschlussdeckel h des Behälters hat eine haubenartige Erhöhung i, welche als Amboss den Hammerschlag aufnimmt.
    Um den in Fig. 1-3 dargestellten Härteprüfer für Maschinengebraueh benutzbar zu machen, wird der Verschlussdeckel h gegen einen solchen ausgewechselt, der auf seinem oberen Teil einen kegeligen, rechteckigen oder zylindrischen Schaft aufweist ss, bzw. m in Fig. 4 und 5), wobei die Möglichkeit gegeben ist, ihn in die Spindel einer Bohrmaschine einzustecken. Man kann dann mittels des durch Hand zu betätigenden Spindelvorschubes, bei nicht drehender Bohrspindel, die Druckwirkung für das Eintreiben der Kugel in das Vergleichsstück und in das auf dem Bohrtisch ruhende Prüfstück bewerkstelligen. Diese Gebrauchsweise kann auch bei Handspindelpressen, stärkeren Dorneintreibpressen, Exzenterpressen und ähnlichen druckerzeugenden Maschinen Anwendung finden.
    Für die Gebrauchs dauer bleibt der Verschlussdeckel h zusammen mit dem Schaft a in der Spindel oder dem Schlitten der Maschine eingespannt, und es ist für das Einlegen oder die Entnahme des Vergleiehsstückes e nur nötig, den Kugelhalter b abzunehmen oder aufzusetzen.
    Die Prüfung der Härte geschieht in der Weise, dass der mit eingelegtem Vergleichsstück und Kugel fertig zusammengestellte Härteprüfer auf das zu prüfende Werkstück gesetzt wird und dass bei Handgebrauch ein Hammerschlag auf den Verschlussdeckel ausgeführt wird, so dass der Schaft a das an seinem unteren Ende anliegende Vergleichsstück e in die gehärtete Stahlkugel e treibt und letztere gleichzeitig in das zu prüfende Werkstück eindringt. Die'Grösse der Eindrücke im Vergleichsstück und Prüfstoff wird mittels Messlupen oder sonstiger Messvorrichtungen genau bestimmt und aus dem Vergleich der beiden Eindrücke kann in bekannter Weise die Härte des Prüfstückes ermittelt werden.
    PATENT-ANSPRUCHE : 1. Härteprüfer mit Stahlkugel und zentrisch einlegbarem Vergleichsstück, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (a), der Kugelhalter (b), die Kugel (e) und das zweckmässig in Form eines Würfels oder auch mehrseitigen Prismas ausgebildete Vergleichsstiick (e) durch einen den Kugelhalter mit dem Schaft fest zusammenschliessenden Bajonettverschluss zusammengehalten werden, welcher ein schnelles Auswechseln von Kugel und Vergleichsstück ermöglicht und während des Gebrauches die verschiedenen Teile als ein starres Ganzes wirken lässt. EMI2.2 Deckel (h) verschliessbaren Bohrung (k) versehen ist, welche. als Behälter für die Aufnahme von Reserve- Vergleichsstücken (e) und-Stahlkugeln dient.
    3. Gerät nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der auswechselbare Verschluss- deckel (h) eine haubenartig ausgebildete Erhöhung (i) aufweist, welche als Schlagaufnehmer dient. EMI2.3
AT103885D 1924-05-13 1925-05-11 Härteprüfer mit Stahlkugel und zentrisch einlegbarem Vergleichsstück. AT103885B (de)

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