AT103503B - Verfahren zum Kühlen und Hydratisieren von Drehofen-Zementklinkern. - Google Patents
Verfahren zum Kühlen und Hydratisieren von Drehofen-Zementklinkern.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Kühlen und Hydratisieren von Drehofen-Zementklinkern. Es sind Kühlanlagen für Drehofen-Zementklinker bekannt, bei denen unter dem Auslaufende des Drehofens ein Kühler von der Form eines Schachtofens angeordnet ist. Hiebei wird als Kühlmittel Luft benutzt, die von unten in den Kühler einströmt. Diese Luft soll beim Durchstreichen durch die Klinkersäule bis auf die Zündungstemperatur des Drehofens erhitzt werden und wird vom oberen Ende des Kühlers ab-und in den Drehofen eingeführt. Die Form und Grösse des Kühlers soll derart sein, dass die Luft diese Temperatur erreicht und den Klinkern genügend Zeit zur Abkühlung bleibt, wozu nach der betreffenden Patentschrift 12-24 Stunden erforderlich sind. Bei diesem Verfahren ist daher ein im Verhältnis zur Grösse des Drehofens sehr grosser Fassungsraum des Kühlers erforderlich und es ist hier keine Hydratisierung mit der Kühlung verbunden. Es sind auch selbsttätige Schachtöfen bekannt, bei denen mit der Kühlung eine Hydratisierung der Klinker in der Weise verbunden ist, dass in dem unter äusserem Luftdruck stehenden Ablauftrichter durch Streudüsen, Brausen od. dgl. Wasser oder ein anderes flüssiges Mittel zerstäubt wird und durch dieses Mittel die Klinker gekühlt und hydratisiert werden. Bei diesen Schachtöfen ist es von Nachteil, dass der aus dem flüssigen Mittel sich entwickelnde Dampf, obgleich er am unteren Ende des Ofens kühlend auf die Klinker wirkt, doch auch in der Sinterzone wärmeentziehend wirkt. Da ferner die Zuführung der erforderlichen Wassermenge, die naturgemäss wegen der Ungleichmässigkeit des Ofenbetriebes eine entsprechend wechselnde sein muss, nicht mit genügender Sicherheit eingestellt werden kann, so wird bei zu wenig Wasser keine vollständige Hydratisierung erfolgen, während bei Wasserübersehuss sehr leicht ein Teil der Klinker verdorben werden kann. Das neue Verfahren, bei dem zum Kühlen und Hydratisieren von Drehofen-Zementklinkern ein unter dem Auslauf des Drehofens stehender Kühler benutzt wird, vermeidet diese Übelstände dadurch, dass ein Luftdampfgemisch in den Kühler eingeleitet wird und im Kreislauf die Klinker kühlt und hydratisiert, sich beim Durchströmen des Kühlers erhitzt, einen offenen Verdampfer erhitzt, ihm Frischdampf entsprechend der durch das Hydratisieren verbrauchten Dampfmenge entnimmt, aus dem Verdampfer abgesaugt und wieder in den Kühler eingeblasen wird. Hiebei kann der im Verdampfer gebildete überschüssige Dampf entweder ins Freie entweichen oder für andere Zwecke Verwendung finden, oder er kann ebenfalls in den Kreislauf mit eingeschlossen werden, indem das Dampf-und Luftgemisch in den Kühler eingeblasen wird, von wo ein Teil des Gemisches den Dampferzeuger erhitzt, ein anderer Teil zur Erhitzung der Verbrennungsluft verwendet wird und dann in den Dampfraum des Dampferzeugers eintritt, aus dem er mit dem ersten Teil des Gemisches zusammen abgesaugt und wieder in den Kühler zu neuem Kreislauf geblasen wird. In letzterem Falle arbeiten also die beiden Teile des Dampiluftgemisehes gewissermassen in Parallelschaltung. Anstatt die Dampferzeugung in Parallelschaltung mit der Luftvorwärmung zu bewirken, kann auch das mit hoher Temperatur aus dem Kühler strömende Dampfluftgemisch erst zur Vorwärmung der Verbrennungsluft und dann, nachdem es hiebei einen grossen Teil seiner Wärme abgegeben hat, für die Erzeugung des erforderlichen Wasserdampfes benutzt werden. Vorwärmung und Dampferzeugung erfolgen also hiebei hintereinander. Dadurch wird eine möglichst weitgehende Vorwärmung der Verbrennungsluft erreicht, während die Dampferzeugung auch bei der verhältnismässig niedrigen Temperatur des Dampfluftgemisches <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Wasser eine lebhafte Verdampfung desselben hervorgerufen wird. Das neue Verfahren hat gegenüber den bisher bekannten die Vorteile : 1. dass kein Dampf in den Brennofen gelaigt und ihm daher aleh ksine Wärma entziehon kann, 2. dass durch eine den Schwankungen des Ofenbetriebes entspreehende Regelung der Dampfmenge sowie durch entsprechend angepasste Geschwindigkeit im Dampfluftgemischkreisla. if eine vollständige Hydratisierung der Klinker neben genügender Abkühlung zwecks ihrer weiteren Behandlung mit Sicherheit erreicht werden kann und dass 3. die Klinker in verhältnismässig kurzer Zeit gekühlt werden, wozu ein Kühler von im Verhältnis zum Drehofen nur kleinen Abmessungen Anwendung finden kann. Auf der Zeichnung sind zwei zur Ausübung des Verfahrens dienende Vorrichtungen als Beispiel schematisch dargestellt. Bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung fallen die Klinker, die von einem im unteren Teil des Kühlers angebrachten, rostartigen Korb 3 getragen werden, in den unterhalb des Drehofenauslaufendes 1 stehenden Kühler 2. Unterhalb dieses Korbes endet der Kühler in einen mit einer Auslaufklappe 4 versehenen Trichter 5. Auf dem Kühler steht der mit den Heizrohren 6 versehene Dampf erzeuger 7, dessen Dampfraum durch das Rohr 8 in stets offener Verbindung mit der äusseren Luft steht. Sein Dampfraum ist durch das Saugrohr 9, das Gebläse 10 und das Druckrohr l mit dem Trichterraum des Kühlers verbunden. Die Vorrichtung arbeitet in folgender Weise : Nachdem sich im Kühler eine grössere Menge von Klinkern angesammelt hat, wird das Gebläse 10 in Gang gesetzt. Es saugt anfänglich durch das Rohr 8, den Dampfraum des Dampferzeugers 7 und das Rohr 9 atmosphärische Luft an und drückt diese in den Trichterraum und durch die Spalte des Korbes 3 hindurch in die Klinkersäule, die Luft durchstreicht diese, erhitzt sich dabei, erhitzt dann das Wasser im Dampferzeuger, mischt sich mit dem entstehenden Dampf und das entstandene Dampfluftgemisch wird durch das Gebläse j ! C angesaugt und wieder in den Kühler geblasen. Ein Teil seines Dampfes hydratisiert nun die Klinker. Das übrige-Dampfluftgemisch geht dann entweder ganz durch den Dampferzeuger und ergänzt dort seinen Dampfgehalt entsprechend dem Verbrauch bei der Hydratisierung oder nur ein Teil des Gemisches nimmt diesen Weg, während der andere Teil die Verbrennungsluft vorwärmt und erst dann mit dem ersten Teil des Gemisches im Dampfraum zusammentrifft, worauf der neue Kreislauf beginnt. Der im Dampferzeuger entstehende, am Kreislauf nicht teilnehmende Teil des Dampfes entweicht entweder durch das Rohr 8 ins Freie oder kann zu beliebigen andern Zwecken verwendet werden. Bei der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung durchstreicht das dùrch das Gebläse 12 unter den Rost 3 eingeführte Dampfluftgemisch ebenfalls die Klinlmrsäule, kühlt und hydratisiert diese und gelangt dann in den mit Heizröhren 13 versehenen Lufterhitzer 14. In diesen wird die Verbrennungsluft durch das Rohr 15 eingeführt und tritt, nachdem sie sich an den Heizröhren 13 vorgewärmt hat, durch das Rohr 16 in den Drehofen J. Das aus den Heizröhren oben austretende Dampfluftgemisch wird durch das, durch den Lufterhitzer führende Rohr 17 mittels des Gebläses 12 abgesaugt und wieder in den Kühler 2 eingeführt. Eine Pumpe 18 saugt aus dem Gefäss 19 Wasser und fördert dieses durch das Rohr 20 in den oberen Teil des Lufterhitzers M, in den es durch eine Brause 21 eintritt, die über dem nach dem Gebläse J ? 2 führenden Rohr 17 angeordnet ist. Das Wasser verdampft beim Einspritzen in das Rohr sowie beim Herabrieseln in diesem und der entstandene Dampf reichert das durch das Rohr 17 abgesaugte Dampfluftgemisch wieder in dem Masse mit Wasserdampf an,. wie dieser beim Hydratisieren der Klinker verbraucht wird. Der nicht verdampfte Teil des Einspritzwassers läuft durch das Rohr 17 in das Gefäss 19 zurück. Durch den Trichter 22 kann das Gefäss nachgefüllt werden oder sein Wasserstand kann durch eine beliebige Einrichtung selbsttätig ergänzt werden. Um die Verbrennungsluft besonders hoch zu erhitzen, kann dem Dampfluftgemisch an irgendeiner Stelle zwischen der Klinkersäule und dem Lufterhitzer Wärme zugeführt werden. Es kann zu diesem Zweck z. B. Kohle durch die Öffnung 23 in den Kühler eingeführt werden. Durch Regelung der Dampfmenge sowie durch entsprechende Änderung der Umlaufgeschwindigkeit des Dampfluftgemisches ist ein Mittel gegeben, die Dampfmenge der Grösse der den Klinkern zu entziehenden Wärmemenge und des Dampfverbrauches beim Hydratisieren anzupassen. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Kühlen und Hydratisieren von Drehofen-Zementklinkern in einem unter dem Auslaufende des Drehofens stehenden Kühler, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dampfluftgemisch im Kreislauf den Kühler und einen Dampferzeuger durchstreicht, aus diesem durch ein Gebläse abgesaugt und wieder in den Kühler geblasen wird und bei diesem Kreislauf die Klinker hydratisiert, den Dampf- erzeuger erhitzt und aus dessen Dampf seinen Dampfgehalt entsprechend der beim Hydratisieren ver- brauchten Dampfmenge ergänzt. <Desc/Clms Page number 3>2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass nur'ein Teil des Dampfgemisches den Dampferzeuger heizt, der andere Teil die Verbrennungsluft des Drehofens vorwärmt und erst dann mit dem ersten Teil des Gemisches im Dampfraum des Dampferzeugers zusammentrifft.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dampfluftgemisch im steten Kreislauf aus dem Kühler zunächst in einen Lufterhitzer und dann in einen Dampferzeuger eingeführt wird.4. Verfahren nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Dampfluftgemisch zwecks besonders hoher Erwärmung der Verbrennungsluft zwischen der Klinkersäule und dem Lufterhitzer Wärme zugeführt wird.5. Vorrichtung zar Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen auf dem Kühler stehenden, mit Heizrohren versehenen Dampferzeuger, dessen Dampfraum durch ein Rohr mit der äusseren Luft t ; nd durch Sallgrohr, Gebläse und Druckrohr mit dem Trichterraum des Kühlers in Verbindung steht.6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 3, gekennzeichnet durch einen von dem Dampfluftgemisch beheizten Lufterhitzer, eine in diesen eingebaute Wasserberieselungseinrichtung zur Erzeugung von Ersatzdampf für das Dampf luftgemiseh, ein Auffanggefäss für den Wasser- überschuss aus der Berieselungseinrichtung, ein Gebläse zur Einführung des Dampfluftgemisches in den Kühler und eine das Wasser aus dem Auffanggefäss entnehmende und zur Wasserberieselungseinrichtung fördernde Pumpe. EMI3.1
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEK88833D DE410325C (de) | 1924-03-10 | 1924-03-10 | Verfahren zum Kuehlen und Hydratisieren von Drehofen-Zementklinkern |
| DEK90840D DE418093C (de) | 1924-03-10 | 1924-09-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen und Hydratisieren von Drehofen-Zementklinkern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT103503B true AT103503B (de) | 1926-06-10 |
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Family Applications (1)
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| AT103503D AT103503B (de) | 1924-03-10 | 1925-01-16 | Verfahren zum Kühlen und Hydratisieren von Drehofen-Zementklinkern. |
Country Status (3)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0213379A1 (de) * | 1985-08-06 | 1987-03-11 | SKW Trostberg Aktiengesellschaft | Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem oder wasserarmem gebrannten Kalk |
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- 1924-09-03 DE DEK90840D patent/DE418093C/de not_active Expired
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- 1925-01-21 FR FR591816D patent/FR591816A/fr not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0213379A1 (de) * | 1985-08-06 | 1987-03-11 | SKW Trostberg Aktiengesellschaft | Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem oder wasserarmem gebrannten Kalk |
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| Publication number | Publication date |
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| FR591816A (fr) | 1925-07-18 |
| DE418093C (de) | 1925-08-25 |
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