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Grünfutterpresse.
Bei der Grünfutterpresse nach dem österr. Patent Nr. 94 766 ist das Windwerk, an das die beiden vom Behälterboden heraufkommenden und über Rollen am Pressdeckel geleiteten Ketten oder Seil- trimmer angreifen, in der Mitte des Pressdeckels (Balkenrostes) fest angebracht. Die Erfahrung hat diese
Anordnung als nachteilig erwiesen. Auch bei Einschaltung von Federn zu beiden Seiten des Windwerkes kam es vor, dass ein Kettentrumm nach Erschöpfung der von der eingeschalteten Feder zugelassenen
Längsdehnung riss, während der andere Trumm noch keineswegs bis zur völligen Anspannung der zuge- ordneten Feder beansprucht war.
Die Ursache dieser einseitigen Überbeanspruchung liegt darin, dass bei ungleichem Widerstand gegen die Niederbewegung des Pressdeckels, der auf Schiefstellung des Deckels hinwirkt, wegen der festen Anordnung des Windwerkes ein Zugausgleich zwischen den beiden Ketten- trümmern nicht möglich ist. Da das Windwerk beide Trümmer gleichmässig anziehen will, so muss, wenn auf einer Seite des Pressdeckels unüberwindlicher Widerstand auftritt, der bezügliche Trumm notwendiger- weise überbeansprucht werden. Das Gesagte gilt zunächst für diejenige Ausführungsart der Presse, bei der die beiden Trümmer nicht Stücke einer und derselben Kette, sondern am Behälterboden je für sich verankert sind.
Aber auch bei der Ausführungsart mit einheitlich durchgehender, über Rollen am
Behälterboden geführter Kette ist wegen der grossen Widerstände, dennen die Kette beim Überlaufen von nicht weniger als vier Rollen notwendigerweise kleinen Durchmessers begegnet, ein glatter Ausgleich der Zugspannungen nicht möglich, ganz abgesehen davon, dass die hier betrachtete Ausführungsart wegen des Erfordernisses einer unnütz langen Kette und der am Behälterboden (also innerhalb der Füllung) gelagerten Rollen an sich schon minder gut ist. Erfindungsgemäss wird deshalb das Spann-oder Wind- werk auf dem Pressdeckel in Richtung der ihm zulaufenden Ketten-oder Seiltrümmer in einer Führung verschiebbar angeordnet.
Durch die bei einseitig höherem Widerstand auftretende Verschiebung gleichen sich die Zugbeanspruchungen aus und es wird eine schädliche Überbeanspruchung des einen Trummes vermieden ; man braucht deshalb auch nicht mehr übermässig starke und entsprechend ungefüge Ketten oder Drahtseile zu verwenden.
Die Zeichnung stellt ein solches Windwerk in Seitenriss, Grundriss und Schnitt nnch der Linie a-b dar. Auf dem nicht gezeichneten Pressdeckel ist als Führung für das Spann-oder Windwerk und zugleich als Versteifung des Deckels die U-Schiene 1 durch Winkel 2 befestigt. In dieser Schiene gleitet, durch
Schienen 3 gegen Herauskippen geschützt, das Gestell 4 des Spann-oder Windwerkes, das als ein durch
Hebel 5 und Gesperre (Ratsche) zu bewegendes Spannwerk mit Rechts-und Linksspindel 6 ausgebildet ist. Das Gesperre bekannter Art ist in dem Hebelauge 61 untergebracht und nicht besonders dargestellt.
Die in der U-Schiene 1 geführten Spindelmuttern 7 greifen unter Vermittlung der Federn 8 an die mit ihren Querstücken 91 auf den Spindeln verschiebbaren Bügel 9 an, an welche mittels der Haken 10 die beiden Kettentrümmer nach Massgabe der Ausgangsstellung des Pressdeekels angehängt werden.
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