AT101829B - Steuerungs- und Zapfventil für Anlagen zum Abfüllen von Flüssigkeiten, insbesondere feuergefährlichen Flüssigkeiten, mittels Druckgases. - Google Patents

Steuerungs- und Zapfventil für Anlagen zum Abfüllen von Flüssigkeiten, insbesondere feuergefährlichen Flüssigkeiten, mittels Druckgases.

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AT101829B
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pressure
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Hermann Hoffmann
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Hermann Hoffmann
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Steuerungs-und Zapfventil für Anlagen   zum Abfüllen von Flüssigkeiten, insbesondere feuergefährlichen Flüssigkeiten, mittels Druckgases. 



   Die Erfindung betrifft eine Steuerung für Einrichtungen zum Abfüllen von Flüssigkeiten, insbesondere feuergefährlichen, mittels Druckgases. Bei solchen Einrichtungen ist es bekannt, die Steuerung mittels eines Hahnes vorzunehmen, der in der Zapfstellung die primäre von dem Druckgasvorratsbehälter kommende Druckgasleitung mit der   sekundären nach   dem Lagerbehälter für die Flüssigkeit führenden Druckgasleitung verbindet und zugleich die Steigleitung für die Flüssigkeit nach der Zapfstelle hin öffnet, während er in der Ruhestellung die Zapfstelle und die primäre Druckgasleitung von der sekundären abschliesst und zum Zwecke des Druckausgleiches die sekundäre Druckgasleitung mit der Steigleitung für die Flüssigkeit verbindet. 



   Die Verwendung eines Hahnes für die beschriebene Anordnung hat den Nachteil, dass der Hahnkörper von der abzufüllenden Flüssigkeit durchflossen wird, was die Verwendung der Einrichtung für Flüssigkeiten, wie Benzin, die das Dichtungsfett des Hahnes auswaschen und dadurch eine fortwährende Undichtigkeit des Hahnes verursachen, praktisch unmöglich macht. 



   Durch die vorliegende Erfindung wird dieser Übelstand dadurch vermieden, dass statt eines Hahnes eine Kolbensteuerung benutzt wird, die in der Druckgasleitung derart eingeschaltet ist, dass sie mit der abzufüllenden Flüssigkeit nicht in Berührung kommt. Der Kolben schliesst oder öffnet bei seiner Verschiebung in seinem Gehäuse die Verbindung zwischen der sekundären Druckgasleitung und der Flüssigkeitssteigleitung, sowie die Verbindung zwischen der primären und der sekundären Druckgasleitung und ist mit dem Zapfventil derart verbunden, dass dieses sich beim Abschluss und beim Öffnen der Verbindung zwischen der sekundären Druckgasleitung und der Steigleitung öffnet und schliesst. 



   In der Zeichnung stellt Fig. 1 die Steuerung in der Ruhestellung, Fig. 2 die Steuerung in der Zapfstellung dar, während die Fig. 3 die gesamte Anordnung der Einrichtung mit dem Lagerbehälter zeigt. 



   11 ist die unter dem Flüssigkeitsspiegel im Lagerbehälter tauchende Steigleitung für die Flüssig-   keit   17, 10 die   sekundäre   zum Hohlraum 16 des Lagerbehälters 15 führende Druckgasleitung,   l')   ist die primäre vom Vorratsbehälter für das Druckgas kommende Druckgasleitung. Zwischen die Leitungen   J,   10 und 11 ist das Kolbengehäuse 1 mit dem zweckmässigerweise als Kolbenschieber ausgebildeten Steuerorgan J eingeschaltet. Der Kolbenschieber 3 ist mittels der Handstange 8 im Gehäuse 1 in der einen Richtung (Fig. 2) verschiebbar, während ein Spannungsorgan, z. B. eine Feder 4, den Kolben selbsttätig in die in Fig. 1 gezeichnete Stellung zurückbringt und in dieser Stellung während des Ruhezustandes der Anlage erhält.

   Mittels der Stange 5 trägt der Kolben das Zapfventil 6, das zusammen mit der Gegendruckfeder 4 des Kolbenschieber 3 auch als Sicherheitsventil gegen zu hohen Gasdruck im Lagerbehälter 15 dient. Das Gehäuse 1 hat unten eine Öffnung, durch die in der Ruhestellung die Verbindung zwischen der sekundären Druckgasleitung 10 und der Steigleitung 11 hergestellt wird. Ein Hilfsventilkegel 7, ebenfalls an der Stange 5, schliesst diese Öffnung bei völlig niedergedrücktem Kolben   3   (Fig. 2) ab, indem es gleichzeitig dessen Hub dadurch begrenzt. An der Stange 8 ist ein Ventilkegel vorgesehen, der für gewöhnlich die Zuleitung des Druckgases zum Gehäuse 1 abschliesst. Eine zwischen diesem Ventilkegel und dem Kolbenschieber. 3 eingeschaltete Feder 9 sorgt dafür, dass der Ventilkegel stets unabhängig von dem auf dem Kolben lastenden Gegendruck, z.

   B. dem Ventilteller 6, auf seinen Sizt angepresst wird. 



  Der Kolbenschieber   3   ist auf einen Teil seiner Länge undicht abgesetzt und bildet dadurch einen in eine Rille      endigenden Ringkanal, durch den bei der Stellung nach Fig. 2 das Druckgas von der primären 

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 EMI2.1 
 schnitts dieses Ringkanals findet eine Verminderung des in der primären   Druckgasleitung 13 heuschenden   Druckes auf den zur Förderung der Flüssigkeit erforderlichen Gebrauchsdruck statt. 



   Die Wirkung der beschriebenen Anordnung ist folgende :
Soll Flüssigkeit gefördert werden, so wird mittels der Handstange 8 der Kolbenschieber Bunter ZusammendrÜcken der Feder 4 in die Stellung der Fig. 2 verschoben und in dieser Stellung erhalten. Hiebei hebt sich der an der Stange 8 sitzende Ventilkegel von seinem Sitz ab und der am Kolben. 3 vorgesehene Ringkanal tritt mit der Leitung 10 in Verbindung. Es kann somit das Druckgas aus der primären Leitung 13 in die sekundäre Leitung 10 und durch diese in den Hohlraum 16 im Lagerbehälter 15 gelangen. 



  Gleichzeitig schliesst der untere Teil des Kolbens 3 und der Ventilkegel 7 die Verbindung zwischen der Leitung 10 und der Steigleitung 11 ab, während das Zapfventil 6 sich von seinem Sitz abhebt. Es ist aber auch eine wesentliche Bedingung dieser Kolbensteuerung mit dem mit ihr kombinierten Ventile, dass sich bei Betätigung der Handstange 8 zuerst das Ventil an ihr öffnet, dann der Federdruck 9 den Kolben 3 in Bewegung setzt, so dass der Kanal des Rohres 10 alsbald durch den unteren Kolbenschieber   überdeckt   wird noch ehe der Kegel 7 seinen Sitz hat erreichen können, d. h.

   der   Kolbenschieber") eut   dem Schluss des Ventils 7 voraus,   schliesst   den Kanal 10 fast sofort ab, während das Ventil 7 erst ganz zuletzt den Sitz erreicht, um als Hilfsverbindung den unteren Raum des Kolbens J und des Gehäuses 1 gegen den Auslauf 12 abzudichten. Der Druck des in den Hohlraum 16 eintretenden Schutzgases fördert in der Stellung gemäss Fig. 2 die Flüssigkeit durch die Steigleitung 11 zum Auslaufstutzen 12. Ist das Zapfen beendet, so gibt man die Handstange 8 frei, der Kolbenschieber. 3 geht unter dem Druck der Feder 4 in die Stellung der Fig. 1 zurück.

   Damit wird die primäre Druckgasleitung 13 wieder gegen die sekundäre Druckgasleitung 10 abgeschlossen, das Zapfventil 6 geht ebenfalls auf seinen Sitz zurück, und die Verbindung zwischen der Leitung 10 und der Steigleitung 11 wird wieder hergestellt, so dass infolge 
 EMI2.2 
 PATENT-ANSPRÜCHE :

   
1.   Steuerungs-und Zapfventil   für Anlagen zum Abfüllen von   Flüssigkeiten,   insbesondere feuergefährlichen Flüssigkeiten mittels Druckgases, bei denen die Druckgasleitung zum Lagerbehälter zum Zwecke des Druckausgleiches während des Ruhezustandes der Anlage mit der Steigleitung für die Flüssigkeit verbunden ist, gekennzeichnet durch die Verwendung eines nur in der Druckgasleitung   (3, j ! 0)   angeordneten, in einem Gehäuse (1) verschliessbaren   Steuerorganes (3) zweckmässigerweise   als Kolbenschieber ausgebildet, das bei seiner Verschiebung in der einen Richtung mittels einer Handstange   (8)   od. dgl.

   die Verbindung zwischen der Druckgasleitung   dz   10) und der Flüssigkeitssteigleitung   (11)   abschliesst und bei seiner Verschiebung in der andern Richtung unter dem Druck einer Feder   (4)   od. dgl. diese Verbindung wieder öffnet.

Claims (1)

  1. 2. Steuerung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (3) mit einem Abspielt- organ für die primäre von dem Druckgasvorratsbehälter kommende Druckgasleitung (18) derart ver- EMI2.3 führende Druckgasleitung (10) beim Abschluss der Verbindung zwischen der sekundären Druekgasleitung (10) und der Flüssigkeitssteigleitung (11) öffnet und beim Öffnen dieser Verbindung wieder schliesst.
    3. Steuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (. 3) auf einem Teile seiner Länge undicht ausgeführt ist, so dass das Druckgas von der primären zur sekundären Druckgasleitung durch diese Undichtigkeit übertritt.
    4. Steuerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Undichtigkeit des Kolbens (3) erzeugte Gasweg einen so geringen Strömungsquerschnitt erhält, dass eine Verminderung des Gasdruckes auf diesem Wege eintritt.
    5. Steuerung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (3) mir einem den Auslaufstutzen (12) abschliessenden Zapfventil (6) derart verbunden ist, dass dieses sich beim Abschluss oder beim Öffnen der Verbindung zwischen der sekundären Druckgasleitung (10) und der Flüssigkeitsteigleitung (11) öffnet oder schliesst, so dass das Zapfventil (6) zusammen mit der Gegendruckfeder (4) des Kolbens als Sicherheitsventil gegen zu hohen Gasdruck im Lagerbehälter (15) dient.
    6. Steuerung gemäss Anspruch 1 und 3, gekennzeichnet, durch ein zwischen dem Kolben und dem Druckgasventil angeordnetes Spannungsorgan (Feder 9) durch welches das Druckgasventil unabhängig von dem auf dem Kolben (3) lastenden Gegendruck auf seinen Sitz angepresst wird.
AT101829D 1915-06-14 1915-06-14 Steuerungs- und Zapfventil für Anlagen zum Abfüllen von Flüssigkeiten, insbesondere feuergefährlichen Flüssigkeiten, mittels Druckgases. AT101829B (de)

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