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Kinematographisches Spielzeug.
Es ist bereits bekannt, die Fortschaltung des Filmes mittels zwangläufiger Greifer durchzuführen.
Die Bewegung dieser Greifer wurde durch verschieden geformte Exzenter bewerkstelligt. Diese hatten jedoch den Nachteil, dass zum Transport des Filmes mehr als die Hälfte der für die gesamte Projektion verfügbaren Zeit verwendet werden musste. Der Vorteil dieser Greifer war wohl gegenüber ändern Fortschaltmechanismen darin zu erblicken, dass der An- und Ablauf der Filmbewegung allmählich vor sich ging, wodurch einerseits der Film geschont wurde, anderseits eine präzise Fortschaltung des Filmbildes im Fenster gewährleistet wurde. Dieses Fortschaltsystem hatte jedoch den schwerwiegenden Nachteil, dass spezielle Abblendvorrichtungen verwendet werden mussten, welche einen grossen Lichtverlust bei der Projektion bedingten und überdies eine Komplizierung der ganzen Apparatur mit sich brachten. (Siehe österr.
Patent Nr. 97341, bei welchem ein zwangsläufiger Herzgreifer vorgesehen ist, durch dessen Verwendung eine spezielle Rotationsblende erforderlich ist. )
Der Zweck vorliegender Erfindung ist nun darin gelegen, dass das allmähliche Ab-und Auslaufen des Filmes verbleibt, jedoch die für den Transport desselben erforderliche Zeit auf einen Bruchteil des bisher benötigten Zeitraumes verringert wird, wodurch einerseits ein für das freie Auge nicht mehr wahrnehmbarer Wechsel der Einzelbilder stattfindet, so dass eine vollständige Abblendung während der Filmtransportperiode, wie es bisher der Fall war, absolut nicht mehr notwendig ist und somit der Lichteffekt ohne jedweden Verlust zur Geltung kommt.
Durch die-Erfindung werden die Vorteile des Greifersystems beibehalten, die Nachteile desselben jedoch ausgeschaltet und überdies der Apparat wesentlich vereinfacht.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, u. zw. zeigt : Fig. 1 das kine- matographische Spielzeug in Seitenansicht, Fig. 2 dasselbe in Stirnansicht teilweise im Schnitt, Fig. 3-6
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Fig. 7-9 und 12 vier verschiedene Ausführungsformen der Filmaufwicklungsvorrichtung in verschiedenen Ansichten, Fig. 10 und 11 zwei besondere Ausführungsbeispiele einer Abblendvorrichtung, und Fig. 13 eine Einzelheit.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist die Fortschalteinrichtung folgendermassen beschaffen :
Auf einer und derselben Welle 1, welche durch eine Handkurbel 2 in Bewegung gesetzt werden kann, sitzt eine Steuerscheibe 3 (Steuerkurve), deren Umfang mit Schaltkurven 4 ausgestattet ist, von denen jede einzelne zu einer Fortschaltbewegung bestimmt ist. Dieses Steuerrad 3 steuert den um seinen Bolzen 5 schwingbaren und längsverschiebbaren Greiferarm 6, der durch eine Zugfeder 7 ständig gegen die Steuerkurve 4 gedrückt wird. Bei Drehung der Welle 1 bzw. des Steuerrades 3 in der Pfeilrichtung (Fig. 3-6) erfolgt somit zuerst ein Heben des Greiferarmes 6 mit dem Greiferstift 8. In weiterer Folge
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Durch diese höchst einfache und trotzdem sicher wirkende Aufrollvorrichtung ist es gänzlich überflüssig, dass das Filmband, wie dies bis nun stets erforderlich war, an seinem Ende an dem Aufwickelkern mittels besonderer Vorrichtungen festgemacht werden muss.
Bei den bekannten Aufrollvorrichtungen hatte sich häufig das Filmband von seiner Befestigungsstelle gelöst, wodurch es gänzlich unmöglich wurde, den Film aufzurollen. Gemäss der vorliegenden Erfindung klemmt sich das Filmende automatisch auf den auf dem Kern 14 lose aufgehängten Ring 15 fest. Nach Fig. 12 kann der Ring 15 auch von einem Kern 14'getragen werden, auf dem er lose drehbar angeordnet ist, wobei die erforderliche Spannung von einer Druckfeder 20 herbeigeführt wird.
Abblendung während des Filmtransportes. Da bei vielen Filmbändern die Perforationslöcher sich in der Mitte des Filmbandes befinden, ist es eventuell notwendig, während des Filmtransportes diese Perforationslöcher durch geeignete Mittel abzudecken, damit keinerle Lichteindruck durch diese Perforationslöcher verursacht wird. Dies geschieht erfindungsgemäss entweder durch einen auf dem Greiferarm 6 vorgesehenen, zweckmässig flachen Finger M (Fig. 1 und 2), dessen Stellung zum Greiferstift 6'so sein muss, dass eben, wenn der Greiferstift in ein Perforationsloch eingreift, der Finger 21 das vor dem Bildfenster zu transportierende Perforationsloch gänzlich abdeckt. Selbstredend muss der Finger zu diesem Zwecke in seiner Breite so gehalten sein, dass er mindestens der Lochbreite entspricht.
Der Greifer schaltet somit den Film vorwärts, während der mit ihm starr verbundene Finger 21 gleichzeitig die Abdeckung des vor dem Bildfenster zu transportierenden Perforationsloches bewirkt.
Bei der Ausführungsform der Abblendvorrichtung nach Fig. 10 befindet sich vor dem Bildfenster, welches das zur Projektion bestimmte Bild freilässt, eine um ein Gelenk 22 schwingbare Klappe 23, welche von dem Greiferarm 24 bzw. von dem mit diesem starr verbundenen Finger 25 erfasst und während des Transportes mitgenommen wird, wodurch eine vollständige Abdeckung des bezüglichen Bildes bewirkt wird. Bei Freigabe des Filmbandes durch den Greiferstift 6'erfolgt auch die Freigabe der Klappe 23, welche wieder durch eine entsprechend vorgesehene Feder 26 hochgezogen wird.
Gemäss der Ausführungsform nach Fig. 11 ist auf der Welle 1, welche die Steuerscheibe 3 trägt, eine zweite (innere) Steuerscheibe 27 befestigt, welche einen Blendhebel 28, der mittels einer Feder 29 an dieser Steuerscheibe 27 angepresst wird, hebt, bzw. auslässt, so dass durch diese Vorrichtung während des Filmtransportes eine vollständige Abdeckung der Lichtstrahlen bewirkt wird. Die Kurvenform wird zweckmässig so gewählt, dass ein rasches Heben und Senken erzielt wird. Die Steuerkurve kann zweckmässig so verlaufen sein, dass ein allmähliches An-und Auslaufen der Bewegung verlässlich stattfindet, wohingegen die Transportgeschwindigkeit gegenüber jener bei den bis nun bekannten Vorrichtungen eine unverhältnismässig grössere ist.
Gemäss Fig. 13 ist die Steuerkurve entsprechend der an-und ablaufenden Bewegung eckenlos gestaltet, um einer übermässigen Beanspruchung des Filmes sowie des ganzen Fortschaltmechanismus vorzubeugen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kinematographisches Spielzeug, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsmittel der Filmtransportvorrichtung und das Filmaufrollorgan auf ein und derselben Achse (1) angeordnet sind.