AT100501B - Hydraulischer Zeitzünder. - Google Patents

Hydraulischer Zeitzünder.

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AT100501B
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Austria
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igniter
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hydraulic
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Inventor
Theodor Ing Pantoflicek
Original Assignee
Theodor Ing Pantoflicek
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Publication of AT100501B publication Critical patent/AT100501B/de

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Description


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  Hydraulischer Zeitzünder. 



   Die Erfindung bezieht sich auf solche hydraulische Zeitzünder, bei denen im Zünder ein Mechanismus eingebaut ist, auf den in bekannter Weise ein flüssiges Medium einwirkt und so in einem bestimmten Zeitpunkt den Zünder betätigt. Den Gegenstand der Erfindung bilden Verbesserungen und weitere Ausgestaltungen solcher Zünder. 



   Auf der Zeichnung sind zwei verschiedene Ausführungsformen von gemäss der Erfindung ausgebildeten Zündern dargestellt und zeigt Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch die erste Ausführungsform und Fig. 2 einen gleichen Schnitt durch die zweite Ausführungsform. Gleiche Teile sind auf den Zeichnungen mit gleichen Bezugszeichen versehen. 



   Bei dem durch Fig. 1 veranschaulichten Zünder ist 1 der Zünderkörper, 2 die auf diesem verdrehbar gelagerte kegelstumpfförmige Zünderkappe. Der Zünderkörper 1 hat einen blockartigen Teil 3 in dem eine axiale Ausnehmung 4, eine radiale grössere Ausnehmung 5 und dieser gegenüber eine radiale engere Ausnehmung 6 eingeschnitten sind. In die-axiale Ausnehmung 4 ist eine   Büchse 7 eingeschraubt,   deren Innenraum 8 durch eine Wandausnehmung 9 mit der grösseren radialen Zünderkörperausnehmung 5 in Verbindung steht. In den Hohlraum 8 der   Büchse 7   ist ein luftdicht geschlossenes Gefäss 10 eingesetzt und hier durch eine Schraube 11 in seiner Lage 10 gesichert.

   Das Gefäss bildet den Behälter für die Treibflüssigkeit x des Zünders. 
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 Büchse 7, während das Rohr 12 geringeren Durchmesser hat, so dass zwischen der   ; Aussenwand   des Gefässes 10 und der Innenwand der   Büchse 7   ein Raum freibleibt. Der Durchmesser des Deckels 14 ist grösser als der der Bodenplatte 13 und der Deckel 14 ruht auf einer Wandungsabsetzung der Büchse 7 auf. Da die Büchse 10 geringere Länge als der Hohlraum 8 hat, so ist zwischen der Bodenplatte 13 und dem Grund der Bohrung 8 ein Zwischenraum vorhanden. 



   Auf der   Büchse 7   sitzt eine   Schiebehülse   15, die durch einen Fortsatz 16 mit   einem im Zünderteil   3 geführten   ScMeberiegeI   gekuppelt ist. Die   Schiebehülse   15 trägt weiters einen Vorsprung 18, der einer Schraubenfeder 19 als Widerlager dient. Die Spannung der Schraubenfeder 19 kann durch eine auf die Büchse 7 aufgeschraubte Mutter 20 geregelt werden, die durch einen Mitnehmer 21 mit der drehbaren Zünderkappe 2 gekuppelt ist. In den Vorsprung 18 der   Schiebehülse   15 ist das eine Ende eines Lenkers 22 drehbar gelagert, der mit seinem anderen Ende drehbar mit einem Doppelhebel 23 verbunden ist Der Drehbolzen 24 des Doppelhebels 23 ist in einem Augenlager 25 des Zünderteiles 3 angeordnet.

   Das dem Lenker 22 gegenüberliegende Ende des Hebels 23 ist drehbar mit einem hohlen Kolben 26 gekuppelt, der sich flüssigkeitsdicht in der radialen Bohrung 5 des Zünderteiles 3 bewegen kann. In der gegen- überliegenden engeren Bohrung 6 ist der Schläger 27 untergebracht, der das Zündhütchen 28 trägt. In 
 EMI1.2 
 

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   Die zweite, durch Fig 2 veranschaulichte Ausführungsform des Zünders stimmt mit der ersten der Hauptsache nach überein und unterscheidet sich vor allem dadurch, dass die Schraubenfeder 19 ir Fortfall gekommen ist und der Doppelhebel 23 durch einen   Balaneierhebel  .,'mit veränderliehem Dreh   punkt ersetzt ist. Der Drehpunkt für den   Ba1ancierhebel     2. V wird   von   e ; ner Ringschneide 40   gebildet, die einer Gewindetrommel 41 angehört. Die Trommel 41 ist in ein Ringstüek 42 eingeschraubt. Das Ring- 
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 drehbar in seiner Lage auf dem Zünderkörper 1 festgehalten. Durch die Kappe 44 wird auch ein Bundring 45 auf der Büchse 7 festgehalten, der durch in Richtung der Mantelerzeugenden verlaufende Um fangsschlitze in eine Reihe von zusammenhängenden Segmenten zerlegt ist.

   Diese Segmente bilden da die Wand des Ringes 45 nur dünn ist, mit Endverstärkungen 46 versehene federnde Lamellen.   De ;   Segmentring 45 stützt sich gegen die obere Seite der   Schiebehülse   15 und verhindert deren unbeabsichtigte Bewegung. 



   Wie bereits erwähnt, bildet die Ringschneide 40 den Drehpunkt des Balaneierhebels 23'. Das mit dem Lenker 22 verbundene Ende dieses Hebels   23 ist   zu einem   Sehwunggewicht   47 ausgestaltet. 



   Die Wirkungsweise der beschriebenen Zünder ist folgende : 
 EMI2.2 
 mit der Treibflüssigkeit x gegenüber dem Zünder zurückzubleiben versuchen, wodurch der Deckel   1"   von der Rohrwand 12 des Gefässes 10 abgerissen wird, und dieses auf den Grund der Bohrung 8   zurück   gleitet. Die Flüssigkeit wird nun frei und durch die Rotation des Geschosses aus dem Gefäss 10 zun Ausfliessen gebracht werden und sich in den freien Raum der Bohrung 8 ansammeln. Da die   Flüssigkeit   jedoch auch hier unter der Einwirkung der Fliehkraft steht, so wird sie durch   die Wandausnehmung t   der Büchse 7 in den Hohlraum des Kolbens 26 überströmen und diesen in der Bohrung 5 nach aussen   Zl   schieben suchen.

   Da der Kolben 26 jedoch durch den Doppelhebel 23 und den Lenker 22 mit der   Schieb :   hülse 15   kraftschlüssig   gekuppelt ist und die Hülse 15 unter dem Druck der Schraubenfeder 19 steht so kann der Kolben 26 erst in Bewegung kommen, wenn die Fliehkraft der im Kolben 26 angesammelter Flüssigkeit   x   den Druck der Feder 19 zu überwinden vermag. Es ist ersichtlich, dass dies nicht soforl nach Abfeuern des Geschosses der Fall sein wird, da die Flüssigkeit   a ; nur nach   und nach aus dem Raum durch die Öffnung 9 in den Kolben 26 überzuströmen vermag. Weiters ist ersichtlich, dass der Kolben 2l um so später in Bewegung kommen wird, je grösser die Spannung der Feder 19 ist.

   Da die Spannung der Feder 19 unter Vermittlung der Mutter 20 durch eine Verdrehung der Zünderkappe 2 geändert werder kann, so hat man es vollständig in der Hand, den Beginn der Bewegung des Kolbens 26 bzw. der Schiebe hülse nach Belieben zu regeln. Kommt der Kolben 26 und damit die Hülse 15 in Bewegung, so wird de]   Schieberiegel17   aus der Eindrehung 29 des Schlägers 27 ausgehoben und dieser daher entsichert.   D1   auch der Schläger 27 unter der Einwirkung der Fliehkraft steht, so wird er unter Überwindung der Spannung der Feder 32 gegen die Zündnadel 30 geschleudert, wodurch das   Zündhütchen   28 und in der Folge da Geschoss zur Explosion gelangt. 



   Aus der dargelegten Wirkungsweise des Zünders ist ersichtlich, dass der Kolben 26 wie ein FlÜssig keitsmotor arbeitet und dass der Hebel 23, der Lenker 22 und die Hülse 15 samt dem Riegel 17 ein Getriebe darstellen, das von dem Motor 26 in Bewegung gesetzt wird und die Betätigung der Zünderelemente 2 ( und 30 veranlasst. Der Zeitpunkt des Beginnes der Bewegung dieses Mechanismus wird hiebei vo] der Spannung der Schraubenfeder   19   bestimmt, die demnach als Regler wirkt Da im Augenblicke de 
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 Spannung der Feder 19 ungefähr gleiche Grösse besitzen werden, so ist es ersichtlich, dass der Zündzeit punkt auch von der Überströmgeschwindigkeit der Flüssigkeit x aus dem Raume 8 in dem Kolben 21 abhängt.

   Da   die Überströmgeschwindigkeit jedoch   der unter allen Verhältnissen bekannten   Geschoss   geschwindigkeit proportional ist, so kann durch Änderung der Spannung der Feder 19 jeder beliebige Zündzeitpunkt eingestellt werden. 



   Die Schraubenfeder 19 wirkt jedoch bei diesen Zündern nicht nur als Regler, sondern auch al Sicherung für den Schläger 27, der überdies   zusätzlich   durch die   Sehraubenfeder     32   gesichert ist, s, dass eine unbeabsichtigte Explosion des Geschosses so gut wie ausgeschlossen erscheint. 



   Der durch die Fig. 2 der Zeichnung veranschaulichte Zünder wirkt in ganz ähnlicher Weise Hervorzuheben ist jedoch, dass der Schieberiegel 17 den Schläger 27 erst dann freigeben kann, wem so viel Flüssigkeit in dem Kolben 26 angesammelt ist, dass die von dieser auf den Kolben 26 ausgeübt Fliehkraft mal dem Abstand der Kolbenachse von der Schneide 40 gleich ist der auf die   Schwungmasse   5 des Balancierhebels   23'ausgeübten Fliehkraft   mal dem Schwerpunktsabstand der   Sehwungmasse   vol der Schneide 40.

   Hieraus folgt, dass die Entsicherung des Schlägers und damit die Explosion des   Ge   schosses um so früher stattfinden wird, je näher die Schneide 40 dem Schwerpunkt des   Schwunggewiehtes   4 auf dem Balancierhebel 23'gebracht wird, was durch Verdrehung des Gewinderinges 42 erzielt werde kann. Der Segmenting 45 stellt bei diesem Zünder die   Hauptsieherung   dar und wird diese dadure ausgelöst, dass durch die bei der Geschossdrehung auf die Ringteile 46 einwirkende Fliehkraft die Ring segmente 45, wie dies in der Zeichnung in punktierte Linien angedeutet ist, nach aussen schwinger 

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 Da die Verstellung der Schneide 40 bzw. des Einstellen des Zünders durch Verdrehung des Gewinderinges 42 erfolgt, stellt dieser zusammen mit der Schneide 40 den Regler des Zünders dar. 



   Die beschriebenen Zünder stellen natürlich nur einige Ausführungsmöglichkeiten des Erfindungsgedankens dar und könnten im Rahmen der Erfindung auch weitgehende konstruktive Abänderungen an den Zündern vorgenommen werden. Als Beispiel für eine derartige Abänderung wird nur angeführt, 
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 Auch könnte an Stelle der Feder 19 und der Ringschneide 40 eine andere geeignete Reglervorrichtung Anwendung finden und könnte diese Reglervorrichtung beispielsweise auch als Drosselvorrichtung für die überströmende Treibflüssigkeit x ausgebildet sein. Es ist auch klar, dass die Bewegung des Kolbens 26 nicht immer nur zur Entsicherung des   Schlägers   27, sondern auch zu dessen Inbewegungsetzen herangezogen werden könnte.

   Ein besonderer Vorteil dieser neuen und eigenartigen Zünder ist darin gelegen, dass das Gefäss 10 leicht aus dem Zünder entfernt und ausgewechselt bzw. wieder eingesetzt und getrennt vom Zünder aufbewahrt werden kann. Da die Flüssigkeit x luftdicht im Gefäss 10 eingeschlossen ist, so kann ein Verlust an Flüssigkeit und damit ein Versagen des Zünders nicht eintreten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hydraulischer Zeitzünder, dadurch gekennzeichnet, dass für dessen Treibflüssigkeit (x) ein besonderer entfernbarer Behälter (10) vorgesehen ist, der durch beim Abfeuern des Geschosses auftretende Kräfte geöffnet und entleert wird.

Claims (1)

  1. 2. Hydraulischer Zeitzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter für die Triebflüssigkeit (x) aus einem luftdicht verlöteten Gefäss (10) besteht.
    3. Hydraulischer Zeitzünder nach Anspruch 1, bei dem die Fliehkraft der aus dem Behälter ausströmenden Treibflüssigkeit (x) zur Betätigung des Zünders herangezogen wird, dadurch gekennzeichnet, EMI3.2 in Verbindung steht, so dass der Zünder in einem durch einen Regler (19 bzw. 40) vorher bestimmten Zeitpunkt betätigt wird.
    4. Hydraulischer Zeitzünder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der in dem Zünder eingebaute Regler aus einer Schraubenfeder (19) besteht, deren Spannung durch eine Stellvorrichtung (20, 21, 22) geändert werden kann (Fig 1).
    5. Hydraulischer Zeitzünder nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler bzw. die Bremsvorrichtung aus einem durch die Fliehkraft zur Wirkung kommenden Schwunggewicht (47) besteht, das auf einem Balancierhebel (231) mit verstellbarem Drehpunkt angeordnet ist (Fig. 2).
    6. Hydraulischer Zeitzünder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehpunkt EMI3.3 angeordnet ist, die in Richtung der Hebelachse verstellt werden kann (Fig. 2).
    7. Hydraulischer Zeitzünder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als zusätzliche Sicherung für die Zündvorrichtung (23, 30) ein Schlitzring (45) vorgesehen ist, der die unbeabsichtigte Bewegung des Aktivierungsgetriebes (15, 17) sperrt (Fig. 2).
AT100501D 1921-02-07 1921-04-27 Hydraulischer Zeitzünder. AT100501B (de)

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