AT10021B - Verfahren zur Darstellung von Homologen des Xanthins. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Homologen des Xanthins.

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AT10021B
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xanthine
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  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Erhitzt man Harnsäure oder die im   Alloxankern     : ern alkylierten Harnsäuren   mit aliphatischen   Siiureanhydriden,   so erhält man am   Stickstoffatom alkyliorto   Derivate das Xanthins, doren Entstehung folgondo Gleichung veranschaulicht : 
 EMI1.2 
 So entsteht z. B. aus Harnsäure und   Essigsäureanhydrid   das (8)-Methylxanthin 
 EMI1.3 
 
Wie nun gefunden wurde, lassen sich in diesen Xanthinhomologen wie beim Xanthin selbst die noch freien Imidwasserstoffatome durch Alkylgruppen substituieren, und man kann auf diese Weise zahlreiche gemischte Alkylderivate des Xanthins gewinnen. 



   Die Alkylierung selbst kann sowohl durch Einwirkung von Halogenalkylen auf die   wässerige   oder wässerig-alkoholische Lösung der Alkalisalze der   -Alkytxanthine ausge-   führt werden. als auch durch Behandlung der trockenen Alkali-, Erdalkali-, Silber- oder Bleisalze mit den betreffenden   Hatogonalkylon.   



   DieneuenVerbindungensollenzupharmaceutischenZweckenVerwendungfinden. 



   Zur weiteren Erläuterung des Verfahrens dienen folgende Beispiele : 
 EMI1.4 
 
10 Theile (S)-Methylxanthie werden in   10#5 Vol. Theilen   doppelt normaler Natronlauge gelöst und in einem Autoclavon mit 12 Theilen Chlermethyl circa 7 Stunden auf 800 Erhitzt. Man lässt nun erkalten, wobei das gebildete Methylcaffein in feinen-Nadeln auskrystallisiert. Dieselben werden abfiltriert und zur völligen Reinigung nochmals aus Wasser unter Kohlezusatz umgelöst. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 erhitzt. Nach dem Erkalten wird die fein gepulverte Reactionsmasse wiederholt mit Chloroform ausgekocht und der Chloroform-Verdampfungsrückstand aus kochendem Wasser um- 
 EMI2.3 
 welche in circa 18 Theilen siedenden Wassers löslich sind.

   (3, 7, 8)-Trimethylxanthin ist mässig löslich in kochendem Alkohol und krystallisiert hieraus beim langsamen Erkalten in   kurzen   derben Prismen. Dieselben lösen sich leicht in verdünnten Säuren, Alkalien und
Ammoniak. 



   Sehr concentrierte Natronlauge fällt das in feinen verfilzten Nädelchen krystallisierende
N atronsalz. 



   Die ammoniakalische Lösung gibt mit ammoniakalischer   Silberlösung   erst nach Weg- kochen des überschüssigen Ammoniaks ein farbloses, gallertiges, beim Kochen völlig beständiges   l1bersall..   



   Versetzt man die Lösung von (3, 7, 8)-Trimethylxanthin in verdünnter Salpetersäure mit Silbernitratlösung, so krystallisiert nach einiger Zeit ein Doppelsalz in büschelförmig   verwachsenen Nadeln.   Beim Erhitzen sintert das Trimethylxanthin von 2960 ab etwas zu-   sal n und schmilzt   dann bei 302-303  zu einer wenig gefärbten Fiüssigkeit. Beim vorsichtigen Erhitzen auf höhere Temperatur sublimiert es in farblosen feinen Nädelchen. 



  ) In obigem Beispiele kann an Stelle des trockenen Dikaliumsalzes mit gleichem 
 EMI2.4 
 



   2   Theile     (1.   3, 8)-Trimethylxanthin werden in 11 Vol. Theilen Normal-Kalilauge gelöst,   1#3 Theile Benzylchlorid   und 5 Theile Alkohol zugegeben und das Ganze unter 5 Rückfluss im kochenden Wasserbade circa 3-4 Stunden erhitzt. Beim Erkalten erstarrt die Lösung zu einem dicken Krystallbrei von feinen Nadeln, welche nach dem Absaugen aus verdünntem Alkohol umgelöst werden. 



   Man erhalt so das Trimethylbenzylxanthin in feinen,   btischelförmig   verwachsenen   Nadelchen, welche bei 159-160#5  zu   einer farblosen Flüssigkeit schmelzen. 



  0 IV. Darstellung von (8)-Methyl-(1,3,7)-Triäthylxanthin. 



   17 Thoile (8)-Methylxantbin werden in 152 Vol. Theilen doppelt normaler Natron- lauge gelöst, mit   48 Theilen Äthyljodid   versetzt und das Ganze im geschlossenem Rohre circa 10 Stunden unter stetem Schütteln auf 800 erhitzt. Nach Erkalten wird die Lösung alkalisch gemacht und wiederholt mit Chloroform ausgeschüttelt. Der   Verdampfungarückstand   5 des letzteren wird mit wenig Feinsprit aufgenommen und erkalten gelassen. Die so erhaltene, nahezu farblose krystallinische Masse wird zur völligen Reinigung aus siedendem Wasser umgelöst. Beim langsamen Erkalten erhält man das (8)-Methyl-(1,3,7)-Triäthylxanthin in derben glasglänzenden, gut ausgebildeten Prismen. Dieselben sintern von   1280   ab zusammen 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 eingetreten ist.

Claims (1)

  1. PATENT. ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Homologen alkylierter Xanthine, darin bestehend, dass man die Salze der am Stickstoffatom (8) alkylierten Xanthine mit Halogenmethylen behandelt.
AT10021D 1901-09-20 1901-09-20 Verfahren zur Darstellung von Homologen des Xanthins. AT10021B (de)

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